The first 200 lines.
- Macht dicht! - Dicht machen!
Hey!
Verpiss dich!
- Verschwinde! - Runter!
Los, zumachen!
- Verzieht euch! - Los, verschwindet.
Zumachen!
- Los, kommt mit. - Los, verschwindet.
- Macht schon! - Rein da.
Hier lang.
Hey! Wartet, wartet, wartet!
Dreckschwein.
Halt.
Jetzt.
Los, los.
Halt!
- Faizal Khan! - Na los, kommt alle!
- Was ist mit denen? - Hier ist sonst niemand.
- Dann los! Faizal, komm raus! - Die sind tot.
Komm raus, du Arschloch! Zeig dich!
Verdammter Drecksack!
Los, kommt!
Scheiße, verdammt noch mal!
Das Arschloch hat abgeschlossen.
Warte.
- Gebt mir eine Granate. Granate her! - Los, eine Granate!
Wartet.
Nicht bewegen! Ducken!
Schießt durch jedes Loch!
Macht aus Faizal Khans Festung ein verdammtes Sieb!
Und Granate her!
Na los! Runter!
Hey Faizal!
Wo bist du? Komm raus!
Komm raus, du Hurensohn!
Was ist, Qasim?
Wir sind jetzt hinterm Haus. Was sollen wir tun?
Wie, was sollt ihr tun? Keiner da drin kommt lebendig raus!
Verstanden? Bringt alle um!
Schießt.
Los, überall Granaten rein, macht schon!
Und schießt durch die Löcher.
Klettert hoch.
Schießt auf Frauen und Kinder.
Bringt sie alle um, schießt! Macht schon!
Die verdammte Tür gibt nicht nach.
Schießt!
- Wer ruft da an? - Pst, leise.
Ich hör's klingeln.
Geht keiner ran.
Jetzt hat's aufgehört.
Der Hurensohn ist tot.
Na gut.
Gehen wir.
Faizal Khan hat sich für immer aus dem Staub gemacht.
Na kommt!
Der Dreckskerl ist erledigt.
Los.
Morgen lesen wir in der Zeitung, wer tot ist und wer überlebt hat.
Na, das wird ein Spaß.
Qasim!
Zieht euch zurück.
Kommt, der Krieg ist vorbei.
Den Typen hast du ja gut erwischt.
Ich wollte ihm in den Arsch schießen, aber da taucht er plötzlich vor mir auf.
Ich sag dann mal J.P. Bescheid. Was will das verdammte Auto hier?
- Hast du gesehen? Da saß Definite drin. - Lass ihn ruhig die Leichen rausholen.
Der Minister wurde im Fernsehen nach der Nationalhymne gefragt.
Da fing er an zu singen:
„Vande Mataram, Vande Mataram". Nicht mal das weiß er.
- Kennen Sie sie denn? - „Sare jahaan se achcha..."
- Hallo? - Guten Abend, J.P.
Faizal Khan ist erledigt.
Wir haben die ganze Festung zersiebt und in Schutt und Asche gelegt.
- Bruder, Bruder! - Ja, ja.
- Hey, halt an. Halt an. - Da ist eine Polizeisperre.
Hey, J.P., warum sperrt die Polizei die Straße ab?
- Und was jetzt? Leise abhauen? - J.P. hat aufgelegt. Warte, warte.
- Los, lass uns abhauen. Fahren wir. - Die sind wegen uns hier.
- Jabbar? - Ja?
Diese Dreckschweine.
- Was macht der da? Der kommt zu uns. - Los, lass uns wegfahren.
Los, runter! In Deckung!
Erwidert das Feuer!
JANUAR 2004
Es gibt nur zwei Sorten von Menschen.
Zum einen die Dreckskerle, zum anderen die Vollidioten.
Und die machen dieses ganze Spiel unter sich aus.
Keiner weiß, wann ein Dreckskerl sich wie ein Vollidiot benimmt...
oder wann ein Vollidiot einem Dreckskerl ein Bein stellt.
Die ganze Wasseypur-Geschichte ist daher etwas kompliziert
Aus der Distanz betrachtet, lebt in Wasseypur eine Ansammlung von Vollidioten.
Sieht man genau hin sind sie alle Dreckskerle, einer schlimmer als der andere.
Was am Ende dabei rauskommt; tut nichts zur Sache.
Jeder einzelne kam sich vor, als Wär er ein kleiner Kaiser.
Kämpfe unter uns Muslimen sind nicht neu, das läuft schon seit Jahrhunderten so.
In Wasseypur war es nicht mal ein Kampf zwischen Schiiten und Sunniten.
Alle waren hier Sunniten.
Es War ein Kampf zwischen den Qureshis und den restlichen Muslimen.
Anfangs War dieser Kampf einseitig.
Die Qureshis waren Schlachter und vor den Schlachtern hatten alle riesen Schiss.
Sie terrorisierten alle, keiner konnte sich wehren.
Und so herrschten die Qureshis ganz offen über Wasseypur.
Zu jener Zeit War Wasseypur ein Dorf in der Nähe von Dhanbad..
Und Dhanbad gehörte damals zur Provinz Bengalen.
Nach der Unabhängigkeit gehörte Dhanbad dann jedoch zum Bundesstaat Bihar...
und Wasseypur wurde zu einem Teil der sich ausbreitenden Stadt Dhanbad.
Heute gehört Dhanbad zum Bundesstaat Jharkhand...
...und Wasseypur liegt mitten in Dhanbad.
Die Geschichte geht auch heute noch Weiter.
Aber begonnen hat sie...
als die Engländer die Getreidefelder um Dhanbad beschlagnahmten...
und damit begannen, dort Kohle abzubauen.
Damals fuhren die Züge noch mit Kohle...
und alle modernen Fabriken und Maschinen wurden mit Kohle betrieben.
Die Banditenlegende Sultana überfiel und plünderte diese Züge.
Er überfiel die Züge der Engländer und plünderte sie aus.
Eines Tages fand er in den Waggons keine Reichtümer, sondern Soldaten vor.
Und so wie er die Engländer überfiel...
ergriffen diese nun ihn und brachten ihn in das Gefängnis auf Andamanen.
Aber der Maulvi hat uns erzählt, die Engländer hätten ihn in Kalkutta gehängt.
- So ein Quatsch. - Aber das hat er erzählt.
Dein Maulvi ist ein Dummkopf.
Es ist nämlich so: Sultana war ein Qureshi.
Und einer von zweien, denen es gelungen ist, aus diesem Gefängnis auszubrechen.
- Sultana, der Bandit? - Ja.
- Er lebt noch? - Ja, er lebt noch.
Hier in Wasseypur.
Die Briten suchen immer noch nach ihm und er überfällt immer noch Züge.
Na los!
Wir haben das Gleis herausgerissen, Onkelchen.
Wenn du weiterfährst, fährst du ins Nichts, kapiert?
Im Zug sind doch nur Getreidesäcke, was wollt ihr damit?
Ich bin ja auch ein Kaufmann.
Ich bin kein Bandit, der Geld raubt.
Schätze raube ich schon lange nicht mehr.
Jetzt möchte Sultana, der Bandit, sich nur noch den Bauch füllen.
- Dürfen wir weiterfahren? - Du, Onkelchen, hast einen Zug...
und wir nur einen Ochsenkarren.
Solange ich dir nicht erlaube, weiterzufahren, bleibst du schön still sitzen.
Du willst doch nicht zusätzlichen Ärger haben.
Setz dich. Setzen!
Na los, ihr auch!
- Los, Beeilung, hier rüber. - Schmeiß ihn runter.
Na los!
Was plappert ihr da so rum?
Beeilung, na los! Macht schon!
- Warum steht der Zug? - Keine Ahnung.
- Los, dann sehen wir mal nach. - Alles klar.
Hey, Lokführer, warum hast du angehalten?
- Boss, der Zug ist völlig leer. - Warum sind die Waggons leer?
Sultana, der Bandit, hat den Zug angehalten und geplündert.
Da plündert jemand in meinem Namen Züge.
Wer mag das sein?
Ja, wer?
Vielleicht Shahid Khan? Er ist der Einzige, der hier ein Pferd hat.
- Salaam! - Salaam!
- Er arbeitet als Pferdekutscher. - Nicht mehr.
Seit kurzem handelt er mit Getreide.
Und, Meister... wie laufen die Geschäfte?
Den ganzen Markt hat er uns versaut.
Er verkauft das Getreide zwei Annas billiger.
Wenn wir da mithalten, werden wir noch verhungern.
Und, Shahid Miyan... Wann kommt dein Kind zur Welt?
In zwei Monaten etwa.
Der Rest liegt in Allahs Hand.
Elf.
Die Bahngleise führen durch das Wohnviertel der Qureshis von Wasseypur.
Auf beiden Seiten der Gleise wohnen die Qureshis.
Also haben wir, die Qureshis, ein Anrecht auf die Ware, die in den Zügen ist...
und nicht so ein dahergelaufener Pathane.
Hör zu Sharif, ich will dir dazu Folgendes sagen:
Tu, was du willst, aber ohne Blutvergießen.
- Shahid gehört ebenso zu unserem Dorf. - Er gehört aber nicht zu unserem Klan.
Wenn wir erwischt werden, bitten wir Mukhtar Sahab um Verzeihung.
Sie werden uns schon nicht umbringen.
Und wenn sie's aber doch tun?
Das werden sie nicht tun.
Ich kenne sie.
So wie ein Hund immer ein Hund bleibt...
und ein Pferd ein Pferd, so bleibt auch Shahid stur.
Er War in Gefahr.
Das gesamte Dorf Wusste, Wer die Zugüberfälle beging.
Aber Wie hält man einen Lump von etwas ab? Er War durch und durch ein Lump.
Er machte Weiter, obwohl ein schweres Unwetter aufzog.
Habt ihr etwa Angst?
Du weißt doch, wer Sharif Qureshi ist. Und du benutzt auch noch seinen Namen.
Sultana, der Bandit, starb auf den Andamanen. Alles andere ist Unsinn.
- Wahrscheinlich hast du Recht. - Aber er ist der Schlachter.
Was will er schon tun?
Wir Pathanen können hunderte von Schlachtern in die Tasche stecken.
Die Qureshis warten wie Opferziegen nur auf ihren Tod.
Wir machen weiter. Morgen werden wir den Zug an einer anderen Stelle anhalten.
Na los, strengt euch an.
Die Zeit wird knapp.
Die Dreckskerle sind hier!
Lauft um euer Leben!
Los.
Ich will Shahid Khans Leiche! Lasst keinen entkommen!
Schnappt euch diese Sackratten!
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