The first 196 lines.
Hier ist das, worum Sie gebeten haben.
Und Sie wollen, dass ich Ihnen noch fünfmal das Gleiche anfertige?
Dieser Junge heißt Sigmar. Er ist zwölf Jahre alt.
Er ist klug und ehrgeizig.
Einen Jungen wie ihn würde ich mir im Schatzamt wünschen.
Ah! Hier steckst du, Sei!
Ich hab überall nach dir gesucht!
Ich wollte etwas abholen.
Das schenke ich dir.
Was?! Warum?!
Damit kannst du schneller rechnen.
Ich erkläre dir, wie es funktioniert.
Merk es dir gut!
Buhuuu … Es hat also wirklich was mit der Arbeit zu tun …
Seit der Expedition häuft sich die Arbeit.
Ich habe keine Zeit mehr, die Berechnungen auf Fehler zu prüfen.
Herr Alesh hat recht.
Ich muss einen Nachfolger ausbilden.
Yua lebt im Moment zwar noch am Hof,
sucht tagsüber aber die Kirche auf.
Bis zum Abschluss der Läuterungen
muss das Projekt zur Überwachung des Miasmas fertig ausgearbeitet sein.
Zusätzlich muss ich an den Details der nächsten Expedition feilen.
Da fällt mir ein …
Mein Adoptivvater steigt demnächst vom Vicomte zum Grafen auf.
Das macht mich zum Sohn eines Grafen!
Du gehörst doch ohnehin zur Königsfamilie …
Vielleicht mache ich dann ja durch Vitamin B im Nu Karriere!
Du wirst also mein Vorgesetzter?
Darauf freue ich mich schon.
D-Das war bloß ein Witz!
Aber ich bin erleichtert, dass du wieder putzmunter bist.
Hä? Wie meinst du das?
Als ich von der Expedition zurückkam,
hat dich doch Herr Alesh zu sich bestellt.
Danach warst du kreidebleich. Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht.
Seiichiro hat bei dir übernachtet
und du hast ihn für die Abendgesellschaft eingekleidet, ja?
Stimmt …
Das ist künftig nicht mehr nötig.
Du wirst nichts mehr tun!
Ich werde mich ganz allein um ihn kümmern.
H-Hör mal, Sei!
Es ist ja noch früh …! Bring mir doch
da drüben bei, wie man dieses Ding benutzt!
Später.
Was ist denn da vor meinem Zimmer los?
Wo ist meine Feder …?
Und meine Arbeitsdokumente?
Das vermisst du als Erstes?
Herr Alesh!
Was geht hier vor …?
Ich habe ein Haus gekauft.
Du ziehst auch dort ein.
Folge 07: Ich wurde abgeordnet
Ist doch ganz einfach.
Sobald ich dich aus den Augen lasse, schwebst du in Lebensgefahr.
Darum ist meine Aufsicht zwingend notwendig.
Wohnen wir zusammen, kann ich beruhigt sein.
Aber … das ist doch kein Grund …
Da ist man mal nicht da und schon bringt er meine Habseligkeiten weg …
Er war das! Er hat mich reingelegt!
Wir gehen jetzt direkt dorthin.
Das können Sie doch nicht so plötzlich …!
Aber das ist doch viel effizienter, oder?
Bilden Sie sich bitte nicht ein, dass ich immer auf Sie höre, wenn Sie das sagen!
Willkommen daheim, Herr Alesh.
Herr Kondu.
Mein Name ist Valtom. Ich bin der Butler.
Ich bin die Zofe und heiße Miran.
J-Ja … Mein Name ist Seiichiro Kondo.
Sehr erfreut.
Ich zeige dir dein Zimmer. Komm mit.
H-Hören Sie …
Ich lebe zum ersten Mal in einem Haus mit Butler und Zofe …
Stell dir einfach vor, du wärst in einem Gasthof.
Das sagt sich so leicht, wenn man ein verwöhnter Adelssohn ist!
Wir sind da. Das hier ist dein Zimmer.
Was sagst du? Gefällt es dir?
Viel zu prunkvoll. Hier komme ich nicht zur Ruhe.
Findest du? Weil wir nur zu zweit hier leben,
habe ich ein kleines, schlichtes Anwesen ausgesucht.
Nun, wie soll ich sagen …? Wir haben verschiedene Wertvorstellungen …
Meine Feder und meine Unterlagen! Ein Glück!
Na ja, zumindest meine Arbeit werde ich hier wie gewohnt erledigen können.
Seiichiro.
Erzähl mir von dem Ort, an dem du gelebt hast.
Es war eine ganz normale Wohnung, ähnlich dem Quartier.
Meistens war ich nur zum Schlafen
in der Wohnung, in der ich lebte, seit ich berufstätig bin.
Und wie war das Haus, in dem du geboren wurdest?
Mein Elternhaus ist ein zweistöckiges Einfamilienhaus.
Im Erdgeschoss befinden sich Wohnzimmer, Umkleide und Badezimmer.
Im Obergeschoss gibt es drei Zimmer.
Mein Zimmer war das südlichste.
Dann gab es noch einen Garten,
gerade groß genug, um die Wäsche zum Trocknen aufzuhängen.
Das ist ja ziemlich klein.
Mag sein … Das Land, aus dem ich komme, hat nur wenig Landfläche.
So sieht also deine „Normalität“ aus.
Für heute lässt du die Arbeit liegen.
Es gibt etwas Wichtigeres, um das wir uns kümmern müssen, oder nicht?
Bis zu Ihrer Expedition sind es noch drei Tage.
Die Wirkung der Barriere ist schon nach einem Abend stark genug.
Es muss also nicht jetzt sein …
Wenn wir die Prozedur auf drei Abende verteilen,
statt alles an einem Abend zu machen,
verbrauche ich weniger magische Energie
und kann mich besser auf die Expedition vorbereiten.
Hören Sie auf mit diesen logischen Argumenten!
Das machst du doch sonst auch immer!
Das Essen ist angerichtet.
Das war die Rettung …
Schmeckt hervorragend.
Das freut mich!
Der Koch heißt Pavel.
Er ist der Lehrling von Herrn Aleshs Geheimversteck.
Ihre Hände stehen still, junger Herr.
Nenn mich nicht mehr so!
Der Butler, Herr Valtom,
dient schon seit Aleshs Kindheit in dessen Elternhaus.
Herr Alesh kann ihm offenbar nicht das Wasser reichen.
Ich räume schon einmal die leeren Teller ab.
Danke sehr.
Die Zofe, Frau Miran, fing wieder
zu arbeiten an, als ihre Kinder aus dem Gröbsten raus waren.
Herr Kondu.
Wir werden unser Bestes geben, Sie bei der Steigerung Ihrer Magietoleranz
und dem Erhalt Ihrer Gesundheit zu unterstützen.
Bitte scheuen Sie sich nicht, sich an uns zu wenden.
Ich danke Ihnen vielmals.
Bitte sehr. Diese Suppe enthält viele Nährstoffe!
Trimpuh!
Zwei Wochen später
Wann ist er denn …?
Aufgewacht?
Herr Alesh …
Warum legen Sie sich jeden Tag in mein Bett?
Hast du etwas dagegen?
Ich dachte, ich hätte abgeschlossen …
Ich habe unzählige Male protestiert, aber es brachte nichts.
Wenn ich bis spätnachts arbeite, zerrt er mich ins Bett.
Dabei gehe ich doch inzwischen von selbst schon vor Mitternacht schlafen!
In Wahrheit weiß ich Bescheid.
Die Magiepartikel schwächen meinen Körper, darum
wendet er jede Nacht einen Heilungszauber an.
Bei einem schwachen Heilungszauber reicht Körperkontakt.
Bis zum letzten Schritt sind wir nur zweimal gegangen.
Als ich mich vergiftet hatte und als ich angegriffen wurde.
Das war für meine „Behandlung“ notwendig, aber …
Ich werde es keinem anderen überlassen, sich um dich zu kümmern!
…i!
Sei!
Grübelst du über etwas?
Nein. Bist du mit den Unterlagen fertig?
Alles erledigt!
Weil das Rechnen dank dieses Hilfsmittels,
das du mir geschenkt hast, viel schneller geht!
Wenn das so ist, kann ich dir ja noch etwas mehr Arbeit zuteilen.
Och nö! Das ging nach hinten los!
Die zweite Expedition ist abgeschlossen.
Wenn die Läuterung bei der nächsten Expedition gelingt,
sind das Miasma und die Schäden, die es angerichtet hat, unter Kontrolle.
Da das Land größte Vorsicht walten lässt und der Heiligen Maid Ruhe gönnt,
steht das Datum dafür allerdings noch nicht fest.
Sie sollte aber innerhalb eines Monats aufbrechen.
Ich muss auch noch einen Budget-Entwurf für die Magieforschung erstellen,
damit wir wieder nach Hause geschickt werden können.
Auch wenn ich Aufgaben abgebe, bleibt für mich viel zu tun.
Aber selbst zu Hause
komme ich dank eines gewissen jemandes nicht damit voran.
Andererseits lief nur deshalb bisher alles wie am Schnürchen,
weil Herr Alesh bei allen Behörden vorgegriffen hat.
Herr Alesh …
Nach Hause, ja …?
Das bedeutet gleichzeitig, von ihm Abschied zu nehmen.
Möglicherweise
ist es langsam an der Zeit, mir ernsthaft Gedanken zu machen.
Sei! Sei!
Seine Exzellenz der Kanzler verlangt nach dir!
Kanzler!
Worum geht es, Kommandant Indrahk?
Worum soll es schon gehen?!
Warum ordnen Sie einen Mitarbeiter des Schatzamtes zur Kirche ab?!
Die betreffende Person war einverstanden. Oder war das ein Irrtum?
Nein, das stimmt.
Nun ja. Setzen Sie sich doch erst einmal.
Sie müssen sich keine Sorgen machen.
Diesen Tee habe ich speziell für Seiichiro besorgen lassen.
Herr Alesh! Wie ich Ihnen gestern bereits erklärt habe,
hat die Kirche ihre Bilanz nicht eingereicht!
Ich werde mich dorthin begeben, um eine Prüfung vorzunehmen!
Das habe ich gehört!
Aber weshalb musst ausgerechnet du das übernehmen?!
Angesichts seiner Leistungen bei der Miasmabekämpfung,
kam ich zu dem Schluss, dass Seiichiro am besten für diese Aufgabe geeignet ist.
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