The first 178 lines.
Schwarze Magie?
Mein Vater … hat damit zu tun …?
Ganz genau.
Was auch immer dein Vater damit bezweckt hat, …
es könnte eine Verbindung zu deinem Untersuchungsauftrag geben.
Tja, jetzt bleibt nur noch zu warten, bis er agiert.
Bis dahin geh ich in mein Schloss zurück. Übernimm du die Wache solange.
Ich soll also die Drecksarbeit erledigen?
Was?!
Zisye?!
Da staunst du, was?
Innerhalb der Spiegel kann ich überall hingehen.
Das ist ja toll!
Arne und ich können uns gegenseitig allerdings nur in diesem Spiegel oder im Schloss sehen.
Weil Arne ein Vampir ist und kein Spiegelbild hat?
Genau deswegen.
Hey.
Nimm den an dich.
Ein Zweitschlüssel für das Zimmer deines Vaters.
Ein Schlüssel aus echtem Vampirblut!
Gib ihn doch wieder zurück.
Auf keinen Fall! Das ist jetzt mein Schatz!
Dann behalt ihn.
Wenn’s was Neues gibt, gib mir über Zisye aus den Spiegeln Bescheid.
Ist gut.
Ich bin gespannt, was passiert.
The Case Book of Arne
Bin ich zu streng?
Einen herummäkelnden Erziehungsbeauftragten
empfindet sie sicher als einengend.
Jetzt wird sie mich bestimmt nie wieder Opa nennen …
Bestimmt wird sie Sie bald alter Oppa nennen.
Alter Oppa?!
Das Fräulein bemüht sich sehr, eine gute Erbin zu sein,
und dafür braucht sie Sie, Gordon.
Helfen Sie mir auch in Zukunft, Fräulein Lynn gemeinsam zu unterstützen?
Aber natürlich.
Ja? Hier ist Lynn.
Komm auf mein Zimmer.
Vater …
Vater hat sich in dieses Haus eingeheiratet.
Mutter war ein Einzelkind und schon seit ihrer Kindheit körperlich schwach.
Also war es eine politische Heirat?
Trotzdem haben sie sich wirklich gut verstanden.
Sie haben sich beide geliebt.
Vielleicht ist das der Grund, …
Ich wünschte, mir bliebe noch mehr Zeit … an deiner und … an Lynnchens Seite …
Mehr Zeit mit euch …
… aus dem ihn ihre letzten Worte nicht mehr losgelassen haben.
Aha.
Auch nach zwei Jahren kann Vater noch nicht nach vorne schauen.
Und ich?
Ich versuche weiterzumachen, indem ich
mich bemühe, eine gute Erbin zu werden, …
aber komme ich so wirklich voran?
Was war das grade?
Sollen wir gleich mal nachsehen gehen?
Würdest du Arne herbeirufen, Zisye?
Mach ich doch glatt.
Vater, hier ist Lynn.
Vater …?
Es ist abgeschlossen.
Ich komme rein.
Vater?
Sind Sie hier dri…
Du kannst dich freuen, Lynn!
Vater?
Die Zeit ist endlich gekommen.
Von nun an werden wir drei … für immer vereint sein.
Für immer …
und ewig …
Werter Herr! Da bin ich.
Hö? Es ist ja zugesperrt.
Komisch.
Fräulein! Junges Fräulein!
Das ist ja schrecklich!
Und … Lynn Reinweiß lag ohnmächtig neben der Leiche ihres Vaters?
So sieht es aus.
Es ist aber alles so dunkel, dass ich durch die Spiegel kaum was sehen konnte.
Das ist also der „Vater“.
Die Leute in dieser Residenz
scheinen ihren Hausherrn an der Kleidung zu erkennen.
Wie ich’s mir dachte.
Er ist kein Blutsverwandter von Lynn Reinweiß.
Nicht?! Das ist nicht der Echte? Aber wozu soll das gut sein?
Hmm.
Das finden wir heraus.
Ein versteckter Raum im Keller, wie ausgeklügelt.
Aber das ist hoch.
Lynnchens Vater kann doch nicht gut laufen, oder?
Ein er wird einen Komplizen dazugenommen haben.
Schon wieder.
Was denn?
Nichts …
Arne?
Ach.
Es ging ja darum, was ihr Vater im Schilde geführt hat.
Aufgedeckt. Er wollte Tote auferstehen lassen.
Der Schädel einer Frau.
Ihr Vater muss versucht haben, sie wieder zum Leben zu erwecken.
Eine Frau also?
So ist sie allerdings bloß eine Puppe.
Ohne die entscheidende Essenz kein Ritual.
Essenz?
Ah, ein Herz?
Nun, die Untersuchungen sind beendet.
Was? Schon vorbei?
Allerdings stinkt das zum Himmel.
Es wurde zu viel Blut vermischt.
Das glaube ich nicht. Vater kann doch nicht tot sein …
Der werte Herr ist …
Ich will es nicht hören. Geh bitte raus.
Ja, aber …
Ich habe gesagt: Raus!
Mein Fräulein, …
rufen Sie mich, wenn Sie mich brauchen.
Ich bitte um Verzeihung.
Oh, Vater …
Endlich bist du mal allein.
Arne, du?
Weißt du, wo mein Vater ist?
Alle irren sich und glauben, er sei in seinem Zimmer ermordet worden.
Ja. Das war jemand anderes.
Also doch! Er leb…
Die Leiche deines Vaters … liegt im versteckten Kellerraum.
Vermutlich getötet von seinem Komplizen.
Und nun zum Untersuchungsergebnis.
Hör auf!
Ich will das nicht hören …
Ich will’s nicht … hören …
Ach, nicht? Dann kann ich mir das ja sparen.
Unser Deal ist hiermit erledigt.
Menschlein.
Ich …
kann das nicht einfach …
Lass mich los. Wir sind quitt miteinander.
Ich will aber nicht. Bring mich dahin, wo mein Vater ist.
Ich hab doch gesagt, er ist tot.
Das glaube ich erst, wenn ich es selbst gesehen habe!
Ich … habe mich selbst die ganze Zeit beschwindelt,
hab mir eingeredet, meine Pflichten als Erbin zu erfüllen,
brächte mich auf einen guten Weg.
Aber ich habe bloß die Augen vor dem verschlossen, was ich nicht sehen wollte …
Ich bin genau wie mein Vater.
Aber diesmal schau ich nicht mehr weg, sondern sehe nach vorn!
Und zwar nicht als Erbin des Hauses Reinweiß,
sondern als Tochter meiner geliebten Mutter, …
als ich selbst, Lynn Reinweiß!
Jetzt habe ich mir den Quatsch eines Menschen zum ersten Mal bis zum Ende angehört.
W-Wir fliegen ja?!
Arne, wieso bist du jetzt erwachsen?!
Weil du etwas schwer bist.
Wie gemein!
Strampel nicht so, sonst werf ich dich ab.
Du willst zu deinem Vater, oder?
Aber wir sind längst nicht mehr in der Residenz …
Dann bekommst du das hier als Service-Leistung dazu.
Das ist …
die Welt aus den Augen des Königs der Nacht.
Womit hab ich diesen Service verdient?
Weil ich ein klein wenig Gefallen an dir gefunden habe, Lynn Reinweiß.
Du nennst mich ja wieder bei meinem Namen.
Weil dein Auftrag scheinbar noch andauert.
Das hat die Untersuchung ergeben.
Er wollte Mutter … wieder auferstehen lassen …
Ja. Und dann mit ihr und dir im Dreigespann die Residenz hinter sich lassen.
Das, was Vater getan hat, ist unverzeihlich …
Aber … den Tod hat er auch nicht verdient …
Und nun? Was hast du vor?
Mich umziehen!
Hä?
Ist das dein Power-Outfit?
Japp!
Arne, ich habe einen neuen Auftrag für dich.
Bitte hilf mir, den „Komplizen“, der meinen Vater getötet hat, zu finden!
Was krieg ich dafür?
Dafür tu ich alles!
Nur keinen Sexkram …
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