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Es ist nun richtig kalt geworden!
Ich bin Suzume!
Ich arbeite als Hausmädchen in einem englischen Anwesen.
Allerdings …
ist das Anwesen aus diversen Gründen eingestürzt.
Schlotter
Die Reparaturen dauern ein Jahr.
Und so kam es, dass ich hier in Japan bleiben muss.
Sehr gut!
Was werde ich wohl heute essen?
Der ist köstlich!
Hab ich noch nie von gehört.
Was?
Da sind Früchte drin …
Bei dieser Rückansicht gibt es keinen Zweifel.
Aber er ist so lecker!
Ist er denn günstig?
Es ist irgendwie peinlich, wenn man Bekannte aus einer komischen Distanz entdeckt.
Soll ich sie ansprechen oder nicht? Aber sie unterhält sich ja gerade …
Ja, genau.
Also gut. Ich gehe einen Umweg.
Das ist gesund und nicht so peinlich!
Oh! Frau Komatsu!
Huch? Aber das ist doch …
Wohnst du nicht auch in einer der Wohnungen?
Genau! Wir haben uns schon kennengelernt!
Ich freue mich, dass Sie sich erinnern. Ich bin Anzu.
Dann kennt ihr euch ja schon.
Immer wenn ich Sie sehe, dachte ich mir, wie cool es ist, dass Sie so groß sind.
Schön, dass wir uns mal unterhalten können!
So ein modisches und kommunikatives Mädchen …
Ich weiß doch gar nicht, was ich sagen soll, wenn du mich als cool bezeichnest.
Sie sind aber ehrlich, Frau Komatsu!
Ach, Suzume!
Frag doch auch mal Frau Komatsu nach dem, was du da gekauft hast!
Du meinst das hier?
Klar.
Frau Komatsu, kennen Sie Stollen?
Den gibt es normalerweise kurz vor Weihnachten.
Ä-Ähm, Stollen …?
Nein, das kenne ich nicht.
Siehst du!
Was?
Suzume wollte es mir gleich zu Hause zeigen. Kommen Sie doch auch mit, Frau Komatsu.
Na ja, neugierig bin ich ja schon. Aber nur kurz …
Jippie! Ein Gast mehr!
Ein Kotatsu!
Hach, das ist eine Wohltat für meinen übermüdeten Körper.
Oje, es ist einfach zu gemütlich!
Danke fürs Warten!
Wenn ihr ihn seht, erkennt ihr ihn bestimmt!
Das hier …
… ist Stollen!
Tataaa!
Tataaa
Hä, was ist das denn?
Ist das was zu essen? Aber das ist ja voller weißem Pulver …
Im Ernst?!
Tschiep! Stollen ist ein traditionelles, deutsches Gebäck,
das in der Weihnachtszeit nicht fehlen darf!
Ganz genau!
Ganz genau
Weil der gnädige Herr ihn so mag, gab es den jedes Jahr im Anwesen.
Echt?
Ach so …
In Japan ist er ebenfalls als „Stollen“ bekannt,
aber den beiden sagt das wohl nichts.
Aber wenn wir ihn anschneiden!
Wenn man ihn anschneidet, sieht er echt lecker aus! Moment!
Sie ist wirklich aufgekratzt!
Ach, der sieht ja aus wie ein Rührkuchen!
Ein herrlicher Duft nach vielen verschiedenen Früchten …
Sieht gut aus!
Ein Glück! Probiert bitte gern davon!
Guten Appetit!
Er ist recht fest …
Die Mischung aus Früchten und Nüssen ist wirklich großartig!
Es macht richtig Spaß, die Feigen im Mund zu zerdrücken.
Stollen schneidet man gewöhnlich in dünne Scheiben.
Aber zu Hause kann man sie auch so schneiden …
So eine dicke Scheibe …
Der Stollen bleibt sogar stehen!
Hach, das war aber lecker!
Ah, aber isst man den nicht eigentlich erst an Weihnachten?
Keine Sorge! Stollen isst man auch schon zu Beginn des Dezembers.
Man genießt jeden Tag ein kleines Stück von Anfang Dezember bis Weihnachten.
Es macht Spaß, zu testen, wie sich
der Geschmack ändert, wenn der Zucker in den Teig zieht.
Ach so? Und wie schmeckt er dann zum Schluss?
Nun, das hier ist dieser letzte Bissen, den man sich eigentlich aufheben soll.
Suzume?
Er ist so lecker, dass ich ihn ganz aufgegessen habe …
Ich hatte doch auch einen Nachschlag.
Das gilt auch für mich. Ich konnte einfach nicht aufhören.
Eigentlich schneidet man Stollen auch nicht vom Rand her.
Man schneidet aus der Mitte
und schiebt die beiden Hälften zusammen.
So wird das Innere nicht trocken und bleibt bis zum Schluss frisch und lecker.
Allerdings ist nichts mehr da … Tschiiiep …
Der ist wirklich lecker.
Gut! Ich gehe sofort einen kaufen.
Einen für mich und einen für Suzume. Das wird lustig.
Das Gleiche habe ich auch gerade gedacht.
Sonst komme ich wohl gar nicht mehr aus dem Kotatsu raus.
Dann lasst uns alle zusammen welchen kaufen gehen!
Ja, genau das machen wir.
Aber Anzu! Frau Komatsu!
Der Laden ist ganz in der Nähe.
Wenn du wieder zurückkommst, wird der Verkäufer sicher misstrauisch.
Dann werde ich wohl Stammkundin!
Ich frage dich dann, wie sich der Geschmack verändert hat, also iss nicht alles auf.
Aber deine Stücke waren so dick. Wenn du die so schneidest, ist er schnell weg.
Stimmt. Deswegen kaufe ich
nächstes Mal viel mehr!
Glaubst du, das ist die richtige Lösung?
Kaki
Kaki
Ist das …?
Hallo!
Happy!
Du bist heute wieder gut drauf, hm?
Ich bin mal so frei.
Ach, da bist du ja, Suzume.
Guten Tag, Großvater.
An Herrn Ryō… Moto…
Arbeitest du gerade?
Das sind Neujahrsgrußkarten.
Also Karten, die man als Gruß zu Neujahr verschickt.
Neujahr?
Neujahr?
Aber es war doch noch nicht mal Weihnachten?!
Stimmt, das fühlt sich zu früh für die Jahreszeit an.
Aber damit die Neujahrskarten pünktlich zu Neujahr ankommen,
müssen sie bis Weihnachten in die Post gegeben werden.
Ach, verstehe.
Schreibst du auch welche, Suzume?
Darf ich denn?
Also gut!
Großvater? Kommen die auch an, wenn ich die Adresse nicht kenne?
Das funktioniert nicht. Also frag nächstes Mal nach.
Ist gut!
Irgendwie hätte ich Lust, einen Weihnachtsbaum zu malen …
Das verstehe ich irgendwie.
Ach, auf dem Weg hierher habe ich einen Weihnachtsbaum gesehen!
Einen Weihnachtsbaum?
Gibt es hier einen?
Es war nur ein orangefarbener Stern daran. Das sah elegant aus!
Ein orangefarbener Stern?
Ach, das ist vermutlich kein Weihnachtsbaum, sondern eine „Schutzkaki“.
Eine „Schutzkaki“?
Wenn man die Kakis erntet, bittet man um eine reiche Ernte im nächsten Jahr,
indem man eine hängen lässt.
Kakigott
Ach so?
Tschiep! Es gibt auch die Theorie, dass die Schutzkakis dafür gedacht sind,
um den Vögeln vor einem strengen Winter etwas von der Ernte abzugeben.
Der japanische Star frisst Kakis zum Beispiel sehr gern!
Japanischer Star
Kakaaa!
Huch, hab ich mich erschreckt!
Da fällt mir ein, dass wir ganz viele Kakis bekommen haben.
Möchtest du eine essen?
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