The first 184 lines.
Episode 11 „Willkommen in unserer Party“.
Guten Tag, Lizel!
Wie unerwartet, dass du diesmal um ein Treffen gebeten hast.
Verzeihung, dabei bist du so beschäftigt.
Ach was! Du bist jederzeit herzlich willkommen.
Ich sehe auch ein neues Gesicht?
Er hat etwas mit dem zu tun, worüber ich sprechen will.
Er kann auch draußen warten, sollte dir das unangenehm sein.
Gehört er zu dir? Dann ist er gleichfalls willkommen.
Nun gut, ich möchte mein Pläuschchen mit dir gemütlich auskosten,
kümmern wir uns folglich zuerst um dein Anliegen.
Ich hörte, du hast eine Frage für mich?
Ich möchte in Erfahrung bringen, wie viel Ihr über die Forky-Bande wisst.
Nicht so förmlich!
Entschuldigung!
Würdest du mir verraten, was du über sie weißt?
Ich würde dir gerne alles erzählen,
jedoch kann ich keine Details unserer Ermittlungen durchsickern lassen.
Was tun wir da nur?
Hier, eine Kleinigkeit.
Wundervoll! Das ist das Lösungsbuch der Kristallruinen, nicht?
Ich zücke meinen Hut vor deiner Wahl!
Wie schön, dass es dir zusagt.
Das ist doch Bestechung.
Nein, nur ein kleines Souvenir.
Durch das Buch haben wir eine Geheimkammer gefunden.
Hier ist eine Schuppe des Drachen, der dort lauerte.
Mein Freund, ich liebe dich von ganzem Herzen!
Wenn du mich schon so reich beschenkst,
muss ich dir natürlich auch deinen Wunsch erfüllen!
Informationen über die Forky-Bande gibt es nur spärlich.
Die strenge Geheimhaltung bezüglich des Führungsstabs ist ein Ärgernis.
Führungsstab heißt …?
Man könnte sie die Gründungsmitglieder nennen.
Diejenigen, die an der Entstehung der Bande beteiligt waren.
Wahrlich die Elite, ja?
Ganz genau. Die Bande hat viele Mitglieder,
aber eine wirkliche Gefahr geht wohl allein von ihnen aus.
Alle anderen sind beliebige Spielfiguren, die nicht von Bedeutung sind.
Das ist zumindest meine Vermutung.
Volltreffer!
Und der Anführer der Bande?
Es gibt nur Flüstern und Gerüchte. In denen ist von rotem Haar die Rede.
Ein hübsches Rot wie dieses?
So genau kann ich das nicht sagen.
Hast du denn eine Vermutung?
Was wäre schon eine Vermutung? Ich habe ihn gefunden!
So kenne ich dich, Lizel!
Und? Wer ist er?
Neulich gab es in der Handelsgilde doch einen ziemlichen Aufruhr.
Ach, der Skandal um den diebischen Angestellten?
Was geschieht mit ihm? Ich habe gehört, die Militärpolizei habe ihn in Gewahrsam.
Wir halten ihn gerade fest, ja.
Seine Strafe entscheiden wir in Absprache mit der Handelsgilde.
Da fühle ich mich gleich um einiges sicherer.
Hast du ihn zu Gesicht bekommen?
Sein Haar soll von einem hellen Rotbraun sein.
Was ist mit den Abenteurern, die ihm halfen?
Die haben wir gestern Abend in Gewahrsam genommen.
Die sind Mitglieder der Forky-Bande.
Darüber wurde ich noch nicht informiert.
Sie kamen mir so bekannt vor, weißt du?
Vor Kurzem ist es mir dann eingefallen.
Eine Gruppe, die sich die Forky-Bande nannte, ist über uns hergefallen,
da habe ich sie gesehen.
So verschwimmen Wahrheit und Lüge. Adelige gehen Dinge eben anders an.
Wann wurdet ihr angegriffen?
Sie haben uns auf dem Heimweg von Marcade angegriffen,
doch wir wehrten uns.
Sie haben sich bestimmt schon
in die Haftzelle geschlichen, wo sie den gefangenen Abenteurern
ein paar Dinge beibringen.
Der Angestellte ist euer Anführer, klar?
Ja …
„Wir gehören zur Forky-Bande!“ Jetzt du!
Wir gehören zur Forky-Bande!
Ich verstehe!
Dann sollten wir uns besser um diesen Angestellten kümmern.
Es ist jedoch ungewiss, was die restlichen Mitglieder der Bande nun tun werden.
Am liebsten würde ich handeln, ehe sie sich von dem Schlag erholt haben.
Dafür werden sie ihn brauchen.
Er ist eines der Gründungsmitglieder der Forky-Bande.
Freut mich!
Ich gehöre jetzt zu Lizel, Räuber finde ich nur noch nervig!
Er kennt sämtliche Geheimverstecke.
Er wirkt wie ein übler Charakter …
Eine Gruppe von Kerlen wie ihm, da will ich mich eigentlich nicht einmischen.
Dann wollen wir die gesamte Bande auf einmal ausheben!
Eine Sache nur diesbezüglich …
Schon gut, ich werde ihm mildernde Umstände zubilligen.
Ich bin ein offenes Buch für dich, was?
Darum also das prächtige Souvenir.
Dachtest du, ich würde deine Bitte ablehnen?
Vielen Dank!
Es wäre eine weitaus herbere Einbuße, mir Lizel zum Feind zu machen.
Also gut, kommen wir zur Sache.
Habe ich deine Erwartungen erfüllt?
So sehr, dass ich dir meine unsterbliche Liebe gestehen will.
Das ist die höchste aller Ehren!
Du bist echt gnadenlos, wenn’s darum geht, die Deinigen zu schützen.
Nun, wie man in den Wald ruft, so schallt es zu einem zurück.
Den Angestellten bearbeitet aber niemand, oder?
In der Tat. Das sollte schon passen.
Soll ich?
Nein, das überlassen wir dem Vicomte.
Ich will nicht, dass du für mich in seiner Schuld stehst.
Er sieht das gewiss nicht so.
In seinen Augen sind wir quitt, da er durch uns die Räuber fangen kann.
Nun gut, damit sind alle Probleme aus der Welt geschafft.
Willkommen in unserer Party, Eleven.
Vielen Dank, Boss!
Klappe!
Au!
Es gibt zu feiern! Ich bin in der Party!
Sie überlegen es sich nicht doch noch anders?
Hätte ich Bedenken, hätte ich ihn gar nicht erst eingeladen.
Mein Boss ist so schlau!
Bitte? Ich höre wohl nicht richtig.
Kannst du das wiederholen?
Hast du Tomaten auf den Ohren? Er ist ab heute mein Boss!
Ein Straßenköter sollte nicht so anmaßend sein!
Ich hab keine Angst vor ’nem kastrierten Schoßhund!
Reißt euch zusammen.
Ihr könnt euch ruhig duellieren, aber nur, wenn ihr damit niemanden stört.
Ich verlange nicht, dass ihr Freunde werdet, aber trefft euch irgendwo in der Mitte, ja?
Ist guuut!
Verstanden.
Provozier ihn nicht absichtlich.
Hör mal, meine Klingen sind nicht so stabil. Geh sanfter mit ihnen um!
Du bist sonst nicht aus der Ruhe zu bringen, das war unerwartet.
Es tut mir leid, Ihnen Umstände bereitet zu haben.
Ach, keineswegs.
Wir alle haben Leute, mit denen wir nicht können.
Ich will auch!
Klappe.
Bahn frei, hier komm ich!
Dein Problem liegt bei Eleven als Person, ja?
Ja.
Du hast nichts dagegen, dass meine Party wächst?
Nein, je mehr Leute für Ihren Schutz sorgen, desto besser.
Ich werde bei Ihrem Beschluss auch kein Veto einlegen.
Sollen wir uns den Formalitäten widmen?
Vielen Dank!
Oh, Lizel!
Willkomm… Äh?!
Hallöchen!
Er ist jetzt in unserer Party.
Was? Bist du immer noch dagegen?
Wär auch egal, jetzt geh ich nämlich nicht mehr weg!
Das dürfte hinhauen.
Der ist manchmal echt gnadenlos.
Naaa?
Ich, ähm …
Wir stellen dir nur den Neuling vor, nimm mal Haltung an.
D-Das kann ich nicht!
Nur …
w-wenn Lizel das so entschieden hat, lege ich kein Veto ein!
Dann auf gute Zusammenarbeit, ja?
Äh … J-Ja …
Warum hast du eigentlich so riesigen Schiss vor mir?
Weißt du’s etwa?
Was soll ich wissen?
Der Anfang einer Freundschaft, wie schön.
Judge, ich habe heute eine Bitte an dich.
J-Ja, was denn?
Würdest du ein Schwert für ihn auswählen?
Nur ein Schwert?
Ja.
Alles andere lasse ich danach für ihn anfertigen.
Ach, echt?
Gil hat gesagt, dass für Abenteurer Vorbereitung die halbe Miete ist.
Soso …
Er bringt ihm ja doch was Ordentliches bei.
Daran erinnere ich mich nicht.
An welche Art von Schwert hattest du denn gedacht?
Ich kenne mich mit Schwertern nicht so gut aus.
Irgendetwas, womit er gut zurechtkommt.
Wenn schon neues Schwert, dann ohne Kompromisse!
Ganz wichtig: Es muss scharf sein.
Die Klinge sollte eher schmal sein.
Und sie darf auf keinen Fall Kerben haben!
Die Krümmung sollte so sein und der Griff etwa so schwer.
Ich will nix, was schäbig aussieht, aber zu auffällig darf’s auch nicht sein!
Verzierung ist aber ein Muss!
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