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Wie viel ich auch erledige,
die Arbeit stapelt sich immer weiter.
Von morgens bis abends schlage ich mich mit Belegen herum.
Ehe ich es mich versah, war ich fast 30.
Ich komme kaum dazu, Energie aufzutanken.
Derlei ging mir durch den Kopf, …
als ich an einem Sonntag von der Arbeit nach Hause ging.
Nein …!
Hilf mir doch jemand!
Halt …!
Es hat geklappt! Ein voller Erfolg!
Die Heilige Maid ist zu uns herabgestiegen!
Wir haben auf Euch gewartet, Heilige Maid!
Heilige Maid?
Ich bin in eine Beschwörung in eine fremde Welt hineingeraten.
Wie mir erklärt wurde, befinden wir uns im Königreich Romani.
Hier gibt es den Magischen Wald, über dem ein Schleier aus Miasma liegt.
Alle einhundert Jahre beginnt das Miasma herauszuströmen
und verursacht den Ausbruch einer Seuche.
Da nur die sogenannte Heilige Maid imstande ist, das Miasma zu läutern,
hat man alle Gelehrten des Landes versammelt
und eine Beschwörung durchgeführt.
Dass es ein Versehen war, ändert jedoch nichts daran,
dass ein Unbeteiligter beschworen wurde.
Es tut uns aufrichtig leid.
Dafür ist allein unser Königreich verantwortlich.
Ach so …
Ja, das ist ganz bestimmt ein Traum …
Sie erhalten von uns alles, was Sie für Ihren Lebensunterhalt benötigen.
Das ist eine Anweisung des Kanzlers.
Mein Herr aus einer fremden Welt, haben Sie irgendeinen Wunsch?
Ein Wunsch …?
Ich könnte hier ein müßiges Leben führen?
Das kann nur ein Traum sein.
Aber …
Bitte geben Sie mir Arbeit.
Nach sieben Jahren im Arbeitsleben ist mir
mein Dasein als Arbeitstier so sehr in Fleisch und Blut übergegangen,
dass ich im Eifer des Gefechts diese Antwort gab.
Isekai Office Worker
Folge 01: Ich habe eine neue Stelle angetreten
Das hier ist offenbar ein Wohnheim, in dem die meisten Zivilbeamten wohnen.
Wohin ich auch gehe, für mich gibt es nur Arbeit.
Interessant.
Sie sind in Mathematik und Buchhaltung bewandert … Wenn das so ist …
Das Schatzamt wird Sie unter seine Fittiche nehmen.
Mein Name ist Helmut Somaria.
Ich hoffe ab Morgen auf Ihre Unterstützung.
Die Frage ist, ob sich mein Wissen in dieser Welt auch anwenden lässt.
Na ja, ich habe ihn erst mal gebeten, mir Bücher über Mathematik zu zeigen.
Eins nach dem anderen …
Das Mädchen … Ob es ihm gut geht?
Ob sie mir erlauben, sie zu treffen, wenn sich alles beruhigt hat?
Hallo? Bist du wach?
W-Was gibt es?
Hallöchen! Ich bin Norbert Balarnek!
Herr Helmut hat mich gebeten, dir diese Bücher und Kleidung zu bringen!
Aha … Vielen Dank.
Ich bin ebenfalls Buchhalter und wohne hier im Wohnheim!
Freut mich!
Gleichfalls.
Ich heiße Seiichiro Kondo.
Freut mich, Sie kennenzulernen.
Kon…du?
Sei…ichiro …
Das ist echt schwierig auszusprechen.
Sei also!
Auf gute Zusammenarbeit!
Freut mich!
Es gibt also sogar in anderen Welten solche Sonnenscheine …
Ich konnte gestern einiges herausfinden.
Die Zahlen sind arabische Zahlen und es ist,
als würde die Schrift automatisch übersetzt werden,
denn ich kann alles mühelos lesen.
Meiner Arbeit dürfte also nichts im Wege stehen.
Was machst du hier?
Dieser Mann … Der war auch gestern da …
Ich warte auf jemanden.
Auf wen?
Auf Herrn Helmut vom Schatzamt.
Weshalb?
Weil ich ab heute im Schatzamt arbeiten werde …
Und wozu?
Sei!
Warum bist du denn ohne mich vorausgegangen?!
Herr Indrahk, der Kommandant des Ritterordens?!
Den Kommandanten des dritten Ritterordens
hab ich zum ersten Mal aus nächster Nähe gesehen!
Worüber habt ihr euch unterhalten?
Er hat mich nur gefragt, was ich hier mache.
Vielleicht war er besorgt, weil er weiß, dass du aus einer anderen Welt stammst.
Ach so. Das könnte sein.
Es heißt, er soll ein kaltherziger Mann sein,
aber er hat wohl auch eine nette Seite.
Was ist dieser Orden?
Der dritte Ritterorden besteht aus
der Elite, die sowohl die Zauberei als auch das Schwert beherrscht.
Was? Zauberei?
Genau! Ganz besonders Kommandant Indrahk ist ein Ausnahmetalent!
Gutaussehend. Muskulös.
Entstammt einem angesehenen Markgrafenhaus.
So jung wie er ist noch keiner Kommandant geworden. Er ist ein einmaliges Genie!
Ach? Das ist ja bemerkenswert.
Schönen guten Morgen!
Guten Morgen!
Morgen!
Na dann. Jetzt wird gearbeitet!
Das hier ist das Büro des Schatzamtes.
Sie können sich nach und nach mit der Arbeit hier vertraut machen.
Trinken wir erst einmal einen Tee.
Oh, es ist schon Zeit fürs Mittagessen.
Gehen wir in den Speisesaal.
Isst du immer so wenig, Sei? Das hab ich mich gestern schon gefragt.
Sie finden das wenig?
Schönen Feierabend!
Kommt gut heim!
Sie gehen pünktlich zum Dienstende nach Hause?!
Das war doch ein produktiver Tag heute, oder?
Morgen hat das Büro geschlossen.
Hier ist etwas Geld. Gehen Sie in die Stadt und kaufen Sie sich
alles, was Sie benötigen.
Dann werd ich dir alles zeigen!
Eine gute Idee.
Vielen Dank für das freundliche Angebot.
Du brauchst nicht so höflich zu reden!
Die Währung dieses Landes nennt sich Rura.
Der Wert ist von der Verfügbarkeit abhängig,
aber wenn ich von einem Umrechnungskurs von 4 Rura zu 100 Yen ausgehe,
wäre das Geld, das ich bekommen habe, 75.000 japanische Yen wert.
Das ist nicht unbedingt wenig.
Sei, zum Schreibwarenladen geht’s hier lang!
Oh, danke sehr.
Ich sag doch, du brauchst nicht so höflich zu reden!
Ein Abakus …?
Entschuldige, darf ich mir das mal ansehen?
Ich habe leider nichts, woran ein Hofbeamter Anklang finden könnte.
Hast du das gemacht?
Hä? Äh … Ja … Das war ich.
Ich hätte da eine Bitte …
Stifte und Papier werden doch vom Hof zur Verfügung gestellt.
Ich möchte etwas für den privaten Gebrauch.
Mit Magie angereicherte Tinte. Kein Auffüllen nötig.
Die nehme ich!
Hä …? Aber die ist so teuer …
Es kommt auf die laufenden Kosten an!
Dank Norbert
habe ich einiges über die Warenpreise und auch über die Stadt erfahren.
Ab morgen werde ich mich richtig ins Zeug legen.
Guten Morgen.
Guten Morgen.
Ähm …
Was machen Sie denn hier?
Das Büro war ein wenig unordentlich, darum räume ich auf.
A-Ach so …
Sei, hast du auch ordentlich geschlafen?
Natürlich.
Wirklich?
Deine Augenringe sehen schlimm aus und du wirkst erschöpft.
Wenn man älter wird, reicht Schlaf nicht mehr aus, um sich zu erholen.
Ah, ich weiß was!
Hier, das schenke ich dir. Ein Energieelixier.
Trink das vorm Zubettgehen und schlaf mal richtig aus!
Danke …
Herr Kondu. Die Heilige Maid möchte Sie sehen.
Wieso kommst du erst jetzt?!
Bitte seid nicht wütend, Prinz Julius!
Ich war es doch, die ohne Vorankündigung mit ihm sprechen wollte.
Ah … Das ist der Kronprinz dieses Landes, Prinz Julius.
Er hat sich meiner angenommen.
Entschuldigen Sie bitte … ähm …
Seiichiro Kondo heiße ich.
Herr Kondo! Ich bin Yua Shiraishi.
Bitte, nehmen Sie doch Platz!
Sie auch, Herr Alesh!
Ich verzichte.
Wurde Ihnen erklärt, wieso wir in dieser Welt sind?
Ja. Wegen des Miasmas und der Heiligen Maid, meinst du?
Und? Was gedenkst du jetzt zu tun, Yua?
Ich möchte die Aufgaben der Heiligen Maid erfüllen!
Die Menschen dieses Landes sind gerade in großen Schwierigkeiten!
Und ich bin die Einzige, die ihnen helfen kann!
Was das angeht …
Bitte verzeiht die Unterbrechung.
Seine Majestät verlangt nach Euch, Prinz Julius.
Was gibt es denn? Ich bin gerade beschäftigt!
Ich bitte um Entschuldigung, aber es ist dringlich …
Alesh, übernimm du den Rest!
Lass ihn nicht aus den Augen!
Ich bin gleich zurück, Yua.
Yua, es ist in Ordnung, dass du hilfsbereit bist,
aber ich möchte, dass du verstehst, in welcher Lage du dich befindest.
Wie … meinen Sie das …?
Ich weiß nichts über die Kräfte oder Aufgaben dieser Heiligen Maid,
aber du wurdest einzig und allein deshalb hierher verschle… beschworen, um für
dieses Land zu arbeiten.
Vergewissere dich erst, welche Bedingungen
an dich gestellt werden, bevor du dich von ihnen einspannen lässt.
S-Soll ich ihre Bitte etwa ablehnen?!
Ich rate dir nur, dir mehr Zeit zu nehmen, um die Lage zu beurteilen.
Es ist nicht einmal klar, wie groß die Gefahr für die Heilige Maid ist.
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