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Wisst ihr, wieso das Goryoukaku sternförmig ist?
Die Antwort lautet, damit es kampftauglich ist.
Diese Festung wurde im Bastionstil erbaut und enthält Elemente,
die in Westeuropa um die Muromachi-Ära erfunden wurden.
Wir stehen hier gerade auf einer Bastion.
Nehmen wir einmal diese Stellung …
Diese Brücke und die dahinter liegende Steinmauer
wie auch die Brücke auf der linken Seite und die dortige Bastion hat man gut im Blick.
Ebenso können wir die Bastion auf der rechten Seite sehen.
Heranrückende Feinde können somit von beiden Seiten unter Beschuss genommen werden.
Verstehe.
Indem wir auf jeder Bastion Soldat positionieren,
schirmen wir die toten Winkel in jeder Richtung ab
und verschaffen uns die beste Ausgangslage für einen Angriff.
Diese Festung ist perfekt für das Gefecht geeignet.
Allerdings wird das nicht reichen.
Wir brauchen zudem auch Schützengräben.
Das ist korrekt.
Ein Mann, der einen Krieg der heutigen Ära erlebte, kennt sich bestens aus.
Bis Sofia und ihre Leute eintreffen, werden wir parallel
zu den Gefechtsvorbereitungen die Suche nach dem Gold fortsetzen.
Episode 59 Unser kamuy
Ich bin auf was gestoßen!
Ist nur ein Steinbrocken.
Mensch, ich bin total ausgelaugt.
Vielleicht ist das Gold nicht in den Gebäuden,
sondern wurde doch im Wassergraben versteckt.
Der alte Knacker wollte ja unbedingt, dass wir hier wie die Hunde buddeln.
Irgendwas muss dir Gewissheit gegeben haben, richtig?
Verheimlichst du immer noch etwas vor uns?!
Ich lasse mich nicht als dein Soldat abstempeln!
Im Schuppen gibt es jede Menge Sandsäcke.
Sie sind angekommen.
In meinen Körper wurde das Zeichen für „Gott“ gestochen.
Gott
Gott
Als wir das Rätsel entschlüsselten, überlagerte es sich mit dem Proviantlager.
Irgendetwas muss hier ganz bestimmt vergraben worden sein.
Noch ein Stein?
Versteckt sich hinter der Tätowierung „Gott“ wirklich eine Bedeutung?
Keine Ahnung.
. Gott
Jedoch macht mich stutzig, dass es keine andere Kanji mit den Lesungen „shin“ oder „jin“ gab.
Nachts um 3:30 Uhr
Das ist kein Stein!
Wir haben was gefunden!
Nur diese Kiste?
Du Hohlschädel! Ist doch wohl klar, dass noch mehr vergraben ist!
Jetzt macht sie schon auf! Schnell, schnell!
Was ist das? Erde? Sand?
Chietoy.
Das ist zermalmtes Kieselgur.
Das kann es nicht gewesen sein!
Was ist das?! Japanisches Papier?
Das ist der Magen eines Tieres. Wir bewahren Fett darin auf.
Mit anderen Worten ist er völlig wasserdicht.
Ein Notizheft?
Was steht drin?
Die alten Knacker sollen es vorlesen!
Das ist …
Das ist eine Gebietsurkunde.
Als der Handel mit der Marine Russlands scheiterte,
wurde die Regierung namens Republik Ezo in Hakodate gegründet.
Sie hatten Probleme damit, Geld für ihr Militär aufzutreiben.
Deshalb trafen wir Ainu uns mit dem Repräsentanten
der Republik Ezo, Enomoto Takeaki,
und schlossen ein Abkommen,
bei dem wir Land, das nur für Ainu bestimmt war, im Austausch für Gold bekamen.
Ist das die Gebietsurkunde für dieses Land?
Wo befindet es sich? Und wie groß ist dieses Gebiet?
Schau nur.
Die Gebiete sind weitläufig und über ganz Hokkaido verteilt.
Du wusstest doch sicherlich davon, oder?
Nein, mir war das nicht bekannt.
Ausgehend vom Datum des Abkommens
war ich anderenorts in Kämpfe involviert und meistens nicht im Goryoukaku.
Kurz vor der Übergabe des Goldes nahm der Hakodate-Krieg ein Ende …
und die Republik Ezo verschwand.
Doch Herr Enomoto
bat die Meiji-Regierung darum, das Abkommen mit den Ainu zu übernehmen.
Da sie ebenfalls das Gold wollten, willigten sie ein.
Wahrscheinlich hatten sie vor, es später einfach zu leugnen.
Aber als Herr Enomoto die Urkunde mit den Ainu aufsetzte, …
Holland
Preußen
Frankreich
Italien
England
Amerika
bat er Gesandte aus sechs Ländern, der Unterzeichnungszeremonie beizuwohnen.
England
Frankreich
Holland
Italien
Amerika
Preußen
Indem daraus offenkundig ein internationales Abkommen wurde,
konnte es die Meiji-Regierung nicht widerrufen.
Vielleicht tat er es, um den Ainu für ihre Unterstützung zu danken, …
oder es war ein Abschiedsgeschenk,
das als Vergeltung gedacht war, da er auf eine Niederlage der Regierung spekulierte.
In dieser Urkunde steht haargenau im Detail geschrieben,
dass die Besitzer entscheiden, wie das Gebiet genutzt wird.
Folglich wurde es an die Ainu abgetreten.
Der Meiji-Regierung muss dieses Abkommen ein Dorn im Auge sein.
Moment mal! Soll das heißen, dass das Gold nicht mehr hier ist?!
Wundervoll.
Für meine Tochter, die ein Leben als Ainu führt, gibt es kein besseres Vermächtnis.
Auch ich sah keinen anderen Weg.
Mit dem Gold hätte ich Land im Wald gekauft, …
damit die Ainu nicht kämpfen müssen und Schutz finden.
Beschützen wir den Wald, so erhalten wir auch die kamuy.
Unsere Kultur gibt es nur dank der kamuy.
Endlich habe ich vor Augen, …
was ich für die Ainu zu tun habe.
Und das wurde bereits durch die Ainu der Vergangenheit vollbracht.
Der goldene kamuy, der das Unheil über uns bringen sollte, …
hat sich in den kamuy gewandelt, den wir wirklich brauchten.
Diese herbe Enttäuschung hat mich aus den Latschen gekippt.
Aber wieso hat Wilk die Urkunde hier versteckt?
Er hätte sie doch mit heim nehmen können.
Jemand könnte es darauf abgesehen haben.
Etwa Kiroranke?
Wieso hätte er sie stehlen wollen?
Wilks Rätsel hat auch mich zu dieser Urkunde geführt.
Jedoch schlug er nicht vor, die Urwälder Hokkaidos zu schützen.
Haben die Ainu dieses Gebietsabkommen auch wirklich geschlossen,
um die Wälder zu bewahren?
Auch mit dem Erhalt der kamuy würde die Stärke der Republik Ezo nicht ansteigen.
War es womöglich nur die Erschließung der Rohstoffe,
die Wilk uns anvertrauen wollte?
Asirpa.
Die Worte von Wilk und auch die von Yulbars
müssen dich nicht beirren.
Sofia …
Wir haben hier nichts mehr verloren.
Leutnant Tsurumi wird voraussichtlich in zwei Stunden hier aufschlagen.
Wir ziehen uns sofort zurück!
Wir müssen den Leuten Bescheid geben, die den Festungswall bauen.
Beeilung! Begib dich zum Osteingang, Kantarou!
Vor lauter Tränen sehe ich kein Stück.
So kann ich nicht laufen.
Reiß dich mal zusammen, Shiraishi.
Hijikata nispa, ich nehme die Urkunde an mich.
Hijikata nispa?
Lediglich die Hälfte wurde verwendet.
Hier steht geschrieben, dass Enomoto Takeaki
ungefähr 37 Tonnen Gold übergeben wurden.
Nopperabou erzählte mir jedoch, dass es insgesamt 75 Tonnen waren.
Es sind also noch etwas über 37,5 Tonnen Gold übrig?
Irgendwo liegt hier noch die Hälfte des Goldes begraben!
Beruhige dich, Shirashi!
Schnell in den Schützengraben!
Waren das Leutnant Tsurumis Leute?!
Aber sie sind zu früh dran!
Schaut mal in Richtung Meer. Da fliegt was in der Luft.
Das ist ein Ballon für Militäreinsätze! Sie haben uns ausgekundschaftet!
Dann kam der Angriff eben von Kriegsschiffen!
Sie sind mit Zerstörern hergekommen!
Zu Beginn der Entschlüsselung kontaktierte Leutnant Tsurumi
Herrn Koito, der sich im Marinestützpunkt von Oominato befand,
Oominato
und sagte ihm, dass er sich auf dem kürzesten Wege zum Gold aufmachen solle.
Sapporo
Der Leutnant und seine Leute nahmen den Zug in Richtung Bahnhof Muroran.
Sugimotos Route
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