The first 200 lines.
Detektei Tōnome
The Invisible Man and His Soon-to-Be Wife
Heute bin ich in Begleitung meines Klienten,
von dem ich neulich erzählt habe.
Ich darf vorstellen, Aya Sukiya.
Ein unsichtbarer Mensch?
Jemand wie ich?
Als stünde Herr Tōnome in Frauenkleidung vor mir.
Wie bitte?!
Nicht jeder Gedanke muss artikuliert werden.
Akira in Frauenkleidung?
Bitte entschuldigen Sie meine Kollegen.
Sie sind also Herr Tōnome?
Korrekt.
Sie sind der erste unsichtbare Mensch, dem ich in dieser Stadt begegne.
Welch Erleichterung von einem Gleichgesinnten Hilfe zu erhalten.
Das kann ich verstehen.
Es ist mir eine Freude, Ihnen helfen zu dürfen.
Was für ein erfreulicher Zufall.
Shizuka.
Da gebe ich Ihnen recht.
Machst du dir Sorgen?
Was? Nein, keineswegs.
Ich dachte, Sie wären hier die beste Unterstützung.
Sie ist eine Klientin.
Aber meinst du nicht,
Das muss eine glückliche Fügung sein.
dass eine gute Atmosphäre zwischen ihnen herrscht?
Das ist normal, wenn man einen Gleichgesinnten trifft.
Sie sind tatsächlich mein erster unsichtbarer Klient.
Nun ja …
Seine Stimme klang tatsächlich etwas aufgeregter als sonst.
Stammen Sie aus dem Dorf der Unsichtbaren, Herr Tōnome?
Nein, ich habe außerhalb gelebt.
Du machst dir also doch Sorgen.
Hach, bist du süß.
Tatsächlich? Ich auch!
Besprechungsraum
Sie werden des Diebstahls verdächtigt?
Ja …
Sämtliches Geld wurde aus dem Firmensafe entwendet.
Auf der Überwachungskamera ist jedoch niemand zu sehen.
Darum hat der Vizepräsident
mich vor gesamter Belegschaft zur Diebin erklärt.
Was sagt der Präsident?
Er befindet sich im Krankenhaus.
Der Vizepräsident vertritt ihn.
Selbstverständlich bin ich unschuldig!
Doch der Vizepräsident
will mir nicht glauben und hält daran fest, dass ich die Diebin bin.
Obwohl es keinerlei Beweise dafür gibt?
Ja. Leider ist das mit dem Alibi etwas heikel.
Im Falle von unsichtbaren Menschen ist keine Identifikation anhand des Gesichts möglich.
Frau Sukiya hatte an jenem Tag frei und flanierte durch die Stadt,
doch da sie nicht eindeutig identifiziert werden kann,
fällt die Vorlage eines Alibis schwer.
Haben Sie keine Sorge.
Ich werde Ihre Unschuld beweisen.
D-Danke …
Ich setze all meine Hoffnungen in Sie.
Haaah …
Ich vertrete aktuell den Präsidenten.
Gamaike mein Name.
Wie es scheint, hat Frau Sukiya also
einen Anwalt und einen Detektiv beauftragt, ja?
Und Sie gehören ebenfalls zu den unsichtbaren Menschen, nicht wahr?
Ich habe gleich eine Bitte.
Zeigen Sie uns bitte die Videoaufzeichnung.
Wie?
S-Soll mir recht sein.
Verstehe.
Sie haben abends den Safe verschlossen und ihn am nächsten Tag wieder geöffnet.
Außer Ihnen ist tatsächlich niemand im Video zu sehen.
J-Ja, genau!
Und wie jeder weiß, können sich unsichtbare Menschen
vollständig unsichtbar machen, hab ich nicht recht?
Ich vermute, das hat sie sich zunutze gemacht.
N-Nanu?
Wo ist der Detektiv auf einmal hin?
Ich bin so frei.
Das ist die vollständige Unsichtbarkeit, von der Sie sprachen.
Wir können uns vollständig unsichtbar machen,
aber wir können nicht durch Objekte greifen.
Daher wäre es
für eine unsichtbare Person
unmöglich gewesen aus einem verschlossenen Safe etwas zu entnehmen.
Äh, tja …
Dann war das wohl nur ein Missverständnis meinerseits.
Ich entschuldige mich. Aber ich suchte nach einer Erklärung,
weil Geld fehlte.
Tatsächlich haben wir noch eine andere Aufzeichnung erhalten.
Einige Tage nachdem Sie Vizepräsident wurden,
haben Sie täglich unverdrossen Geld auf ihr Konto eingezahlt.
Aus Angst überführt zu werden,
haben Sie die Konstitution Ihrer Angestellten ausgenutzt, …
um den Verdacht auf sie zu lenken.
War es nicht so?
Was Sie gemacht haben nennt man „üble Nachrede“.
Und der Untreue sind sie ebenfalls schuldig.
Was muss ich da hören?!
H-Herr Präsident!
Was hast du getrieben, während ich im Krankenhaus lag?!
Ä-Ähm …
I-Ich hab im Affekt gehandelt.
Das fällt nicht mehr unter Affekt, du Trottel!
Ich danke Ihnen vielmals!
Der Präsident hat den anderen alles erklärt.
Ich kann also im Unternehmen bleiben.
Schön, dass wir Sie entlasten konnten.
Nochmals vielen herzlichen Dank!
Ich möchte mich bei Ihnen allen
für Ihren Einsatz bedanken.
Die Zweifel um die Klientin konnten ausgeräumt und ihr Ruf
wiederhergestellt werden.
Es sind gewiss Überstunden angefallen.
Nein, gar nicht. Shizuka hat uns alle gut eingeteilt.
Wie?
Sie hat die Arbeit unter uns dreien aufgeteilt.
Das war ihre Idee.
Tatsächlich?
Sie wollte Sie bei diesem Auftrag mit aller Kraft unterstützen.
Ach, ist doch nichts Besonderes!
Ich hab nur meine Arbeit getan.
Tut mir leid, falls ich mir als Angestellte zu viel herausgenommen habe.
Nicht doch.
Aber warum?
Nun …
Obwohl es keinerlei Beweise dafür gibt?
Ich bilde mir ein, in seiner Stimme Verdruss wahrgenommen zu haben.
Aber das kann ich ihm nicht sagen, oder?
Ich danke dir, Shizuka.
Dank deiner Anstrengungen konnten wir unserer Klientin helfen.
Ach ja!
Als Dankeschön würde ich einen Betriebsurlaub vorschlagen.
Klasse! Ich bin dabei!
Ich will in die Berge!
Oh ja! Wie wäre es mit Camping?
Wer sagt, dass du mitkommst?
Du arbeitest nicht mal hier.
Also Camping in den Bergen.
Das ging ja fix.
Zelten und Lagerfeuer! Wie ich mich freue!
Übernimm du das Fahren, Daichi.
Das wird sicher unterhaltsam.
Kann ich machen,
aber musst du nicht arbeiten?
Akira, wie ich ihn kenne.
Ich nehme mir natürlich Urlaub!
Ja, ganz bestimmt!
Du bist echt ein Campingnarr, was?
The Invisible Man and His Soon-to-Be Wife
Auf dem Berg!
Und beim Fluss!
So stell ich mir Camping vor!
Ja!
Wie wär’s mit Helfen?
Was treibt eigentlich der Herr Anwalt da?
Ich heiz den Grill an.
Wieso trägst du eine Sonnenbrille, Shizuka?
Zugegeben ein cooler Look.
Es gibt viele Bäume mit Ästen, die mich ins Auge piksen könnten.
Die Brille ist mein Schutz.
Verstehe.
Womit kann ich helfen?
Könnten Sie für die Kaffeepause später die Kaffeebohnen mahlen?
Gerne!
Ich hab null Plan, wie man ein Zelt aufbaut.
Tja, könnten Sie dann das Holz zerkleinern?
Mit Werkzeug ist es leicht.
Das mach ich!
Sie sind ein ziemlicher Campingfan, nicht wahr?
Sie sind für jedwede Situation gerüstet.
Tatsächlich habe ich früher die Berge gehasst.
Erst durch Daichi habe ich sie lieben gelernt.
Shizuka.
Ja?
Wollen wir eine Runde spazieren gehen?
Was für eine herrliche Geräuschkulisse.
Und der Wind und die Luft sind ebenfalls angenehm.
Soll ich langsamer gehen?
Nein, die Geschwindigkeit ist perfekt.
Oh!
Hm?
Ab hier gibt es kein Geländer mehr. Lass uns mehr auf der Innenseite des Weges gehen.
Wie sieht es am Wegrand aus?
Es ist ein steiler Abhang.
Oje, das klingt gefährlich.
Aber du bist bei mir, darum fühle ich mich sicher.
Ich fühle mich mit dir an meiner Seite ebenfalls sicher.
Stimmt.
Als Kind hat er etwas Tragisches in den Bergen erlebt.
War es wirklich okay in die Berge zu fahren?
Hmm …
Wegen des Traumas fühlte ich mich erst etwas unwohl,
aber solange du bei mir bist, halte ich es überall aus.
Du lässt mich mein Trauma vergessen.
D-Du schmeichelst mir.
Eine Bank.
Wollen wir uns setzen?
Ä-Ähm, so toll wie du von mir sprichst, bin ich gar nicht.
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