The first 197 lines.
Mein Ritter! Das ist nicht der Weg, auf dem wir hergekommen sind, oder?
Der nächste Befehl hat uns schon erreicht.
Für Helden gibt’s keinen geregelten Ablauf.
Es werden immer mehr Menschen.
Das liegt wohl an dem kleinen Fest, das an unserem Zielort abgehalten wird …
Übrigens, Xylo …
Ja?
Wollen wir nicht bald mal … eine Pause einlegen?
Haben wir doch grad erst.
Ich kann … nicht mehr …
Liegt dort unser Ziel?
Ja.
Als Wehranlage für die zweite Hauptstadt ist dieser Ort von hohem strategischem Wert.
Breite Flüsse und steile Klippen machen ihn zu einer natürlichen Bastei.
Die Feste Mureed – auch bekannt als „Nest der Wanderer“.
Günstige Preise!
Frische Ware gibt’s nur jetzt!
Sie wissen doch, was gut ist, junger Mann!
Ups, Ihre Heermarken reichen wohl nicht.
Kann ich fünf hiervon haben?
Will hier jemand Briefe verschicken?
Wir tragen im gesamten Königreich aus!
Das geht an meine Mutter.
Nach dem Reparaturdienst wieder direkt auf Ganoventour?
Dotta, der Unverbesserliche.
Ach, was! Auf ’nem Fest macht man wegen ’n bisschen Klauerei keinen Aufriss!
Dein letzter Trunk mag ewig her sein, aber lass dich besser nicht erwischen.
Die Händler von Virkle sind nicht gerade großzügig.
Ach, genug mit dem ernsten Geschwafel.
Genießen wir die Freizeit, die man uns gönnt!
So etwas wie „Freizeit“ kennen wir Helden nicht.
Wir können maximal davon reden, „in Bereitschaft“ zu sein.
Na ja, hier und da können wir wohl eine Art Verschnaufpause einlegen.
Redest du auch mal über andere Sachen, die nicht so deprimierend sind?
Ich könnt jetzt echt ’n Mädel an meiner Seite gebrauchen …
Vergiss das lieber.
Selbst wenn es hier solch eine Stätte gäbe, würde man uns keinen Eintritt gewähren.
Recht hast du …
Oberbefehlshaber! Wo steckt er?
Oberbefehlshaber Xylo!
Hö?
Oberbefehlshaber Xylo, die Händler sind eingetroffen!
Fülle er unseren Weinvorrat auf!
Bedaure, das geben unsere Schatzkammern nicht her.
Schon vergessen, dass Ihr alle Eure Heermarken verbraten habt?
Wenn Ihr saufen wollt, müsst Ihr Euch wohl verschulden.
Venetim hat doch sicher nix zu tun.
Der Kanzler behält den Langfinger Dotta im Auge.
Tsk, der Kerl hat immer irgend ’ne Ausrede parat …
Wo bleibt Tsav? Sag bloß, er ist immer noch auf Mission!
Ja, irgend so ’n Trupp hat ihn eingespannt.
Euch allen mangelt es gewaltig an Ehrfurcht vor eurem König!
Leute, lasst mich doch mal in Ruhe ein Buch lesen …
Mein Ritter, hier hast du dich also aufgehalten!
Ein Nervtöter nach dem anderen …
Die Tür war ja offen! Ist das nicht etwas leichtsinnig?
Dotta hat sie aufgelassen, als er gegangen ist.
Er hat auch den Schlüssel.
Willst du nicht auch zur Schenke gehen, mein Ritter?
Und die Ritter treffen? Kein Bock.
Dann steh jetzt auf und unternimm was mit mir!
Warum sollte ich? Geh doch einfach selbst zur Schenke.
A-Aber ich bin eine Göttin!
Also pflege ich auch kein Interesse an so was!
Pff, du willst doch nur nicht von den Rittern beobachtet werden.
Hmpf! Lassen wir dieses Thema endlich fallen!
Freu dich lieber,
dass ich dir die Ehre gewähre, mich bespaßen zu dürfen!
Dein Glückstag, nicht wahr?
Ein Zigbrett?
Venetim hat mir die Regeln beigebracht!
So einfach lass ich dich nicht gewinnen!
Dies ist die ehrwürdige Kampfkunst des „Versteckten Speers“,
die einst am Königshof von Meht zur Awendung kam …
Lass das.
Venetim erzählt nur Lügen, um dich hinters Licht zu führen.
Außerdem bin ich schon beschäftigt.
Wie, mit deinem Buch? Lies es doch einfach später!
Ich hab sogar ein Lesezeichen gemacht!
Schön, dann benutz es selbst.
Wo ich drüber nachdenke …
Ich hätte nicht gedacht, dass du gerne lesen würdest.
Was liest du da?
Gedichte.
Gedichte?!
Xylo … D-Du …?
Hey, was soll diese Reaktion?
Was sind das für Gedichte?
Erweise mir ruhig die Ehre, sie mir vorzulesen!
Passe.
Dann lass sie mich wenigstens mitlesen! Das sollte kein Problem sein, oder?!
Als ob eine Göttin sich für so was begeistern könnte.
Diese Gedichte stammen aus der alten Drachenrausch-Epoche.
Ein versoffener Dichter namens Altoyard Comette hat sie verfasst.
Im Alter verfiel er dem Wahn, ein Drache sein zu wollen,
und übte jede Nacht das Fliegen, bis er den Löffel abgab.
Oho, ein sonderbarer Geselle.
Viele Lyriker aus jener Zeit waren dem Trunke hold.
Wär ich kein Krieger geworden, wär ich jetzt wohl auch ein Dichter.
Dichter?!
Ach, komm. Ist das wirklich so schocki…
Xylo Forbartz.
Hier hast du also gesteckt.
Göttin Teoritta ist auch hier? Wie unerwartet.
Kivia, ich hätte auch nicht gedacht, dass du herkommen würdest!
Dass eine noble Generalin des Ordens mich an solch einem Ort beehren würde!
Steht denn jetzt fest, wie mit uns verfahren wird?
Oder gibt es eine neue Mission?
Sowohl als auch.
Jedoch bin ich aus einem anderen Grund hier.
Können wir kurz reden?
Ich hab nix zu sagen.
Folge mir. Der Schlüssel …
Ich werde mitkommen!
Hä?
Die Schenke und Stände müssten jetzt aufhaben!
Unterhalten wir uns doch während eines Einkaufsbummels!
Mit Kivia an meiner Seite muss eine Göttin wie ich nichts befürchten!
Ja, so machen wir das!
Nun denn! Ziehen wir los, mein Ritter!
Puh …
Xylo, sieh doch nur!
Hä?
Kann man das essen? Oder ist das eine Art Zierde?
Das sind Bonbons … Siehst du die zum ersten Mal?
Bonbons …?
Als ich geschaffen wurde, gab es sie noch nicht!
Sie sehen aus wie kleine Juwelen!
Huch?
Was ist das für eine längliche Speise?
Hm?
Das sind Bratnudeln.
Ein Westgericht, bei dem man Mehlstreifen in Butter und einer Soße brät.
Hoho, interessant! Und was ist das da drüben?
Der Stand mit der Bärenflagge!
Das da …?
Keine Ahnung, noch nie gesehen.
Miwoolies-Creme.
Ein beliebtes Dessert aus der Hauptstadt, bei dem Raspeleis auf Schlagsahne kommt,
bedeckt mit Honig oder Nüssen. Traumhaft köstlich.
Der Bär ist ihr Maskottchen. Derzeit sucht man einen Namen für ihn.
Phänomenal! Ich spüre geradezu den Fortschritt der Zivilisation!
Davon wusste ich nichts.
Kennst dich ja gut aus.
Überrascht dich das? Auch ich bin Desserts nicht abgeneigt.
Du Flegel … Was geht dir grad durch den Kopf?
Mein Ritter!
Sieht das nicht köstlich aus, Xylo? Mir läuft das Wasser im Mund zusammen!
Na, was sagst du? Willst du es nicht auch mal probieren?
Wenn’s sein muss … Dann holen wir uns zwei Portionen.
Oder doch lieber drei?
Ich verzichte. Meine Heermarken will ich für Wichtigeres sparen.
Du hast sie gehört. Zwei Portionen.
Geh sie uns besorgen.
Sehr wohl!
Das kannst du getrost mir überlassen!
Xylo, meine Meinung von dir hat sich ein Stück weit geändert.
Hö?
Im Couveunge-Wald hast du meinen Trupp vor Schlimmerem bewahrt.
In Zewan-Gan hast du die Arbeiter gerettet, die wir zurücklassen sollten.
Auch die Überlebenden haben es dir alle gedankt.
Ach ja?
Dann war es nicht völlig zwecklos.
Bist du eigentlich imstande, richtig zu lächeln?
Pah! Dafür gibt es zu viele Dinge auf dieser Welt, die mich aufregen.
Wenigstens kannst du sagen, dass du etwas erreicht hast.
Möglicherweise hat das auch Göttin Teoritta gerettet,
dass sie einen Pakt mit dir einging.
Wie meinst du das?
In einer Ruine im Norden stieß man auf Spuren von Göttin Teorittas Existenz.
Die Überwachung und Durchführung der Ausgrabung fielen uns zu,
dem 13. Korpus des Heiligen Ritterordens.
Doch das Militär geriet mit dem Heiligtum aneinander.
Anstrengender Haufen, was?
Was erlaubst du dir?! Das lag daran, dass du Göttin Senerva getötet hast!
Bitte?
Nach diesem Vorfall kam das Militär zu einem Schluss.
Wenn Göttinnen tatsächlich getötet werden können,
besteht vielleicht die Möglichkeit, sie auch zu vermehren.
Also ordnete das Militär die Analyse von Göttin Teoritta an.
Von wegen „Analyse“ … Gemeint war eine Sektion, oder nicht?
Anhänger des Heiligtums haben natürlich protestiert.
Doch das Militär hat sich durchgesetzt.
Aber die Lage scheint sich langsam umzukehren.
In einem kurzen Zeitraum hast du zwei Biestkönige erlegen können
und den Nutzen von Göttin Teoritta bewiesen.
„Nutzen“, sagst du?
Dachte man etwa, dass sie nichts taugen würde?
Wie will man das kurz nach der Entdeckung wissen?
Wir wussten von ihrer Macht, Klingen zu beschwören.
So stand es in den Ruinen geschrieben.
Es heißt, Göttinnen kamen während der 1. Erlegungsschlacht zu uns herab,
als das sogenannte Zeitalter der Hochkultur herrschte.
Göttinnen treten als Tore auf, die jeweils unterschiedliche Kräfte bergen.
Sie können allerlei Gifte schaffen, …
heftige Gewitter und Stürme hervorrufen …
oder Visionen aus der Zukunft sehen.
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