Grounding: The Last Days of Swissair

Grounding: The Last Days of Swissair (Grounding: Die letzten Tage der Swissair)

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வெளியிடப்பட்ட தேதி: 2026-08-12
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Am 6. Dezember 1992

lehnt das Schweizer Volk den Beitritt der Schweiz

zum Europäischen Wirtschaftsraum ab.

Wir wollen den EWR nicht. Wir sind als Schweizer doch so gut,

dass wir uns selber behaupten können.

Swissair ist Europas einzige Fluggesellschaft mit Gewinn.

Der EWR ist noch nicht in Kraft.

Ja, aber man muss nicht ständig jammern.

Die anderen bestimmen eigene Tarife, und Swissair muss ihre Tarife

bilateral genehmigen lassen.

Die paar Komplikationen.

Anfang 1993

entwickeln Swissair, Austrian Airlines,

Skandinaviens SAS und Hollands KLM

ein kühnes Projekt:

Alkazar, ein Bündnis der Kleinen gegen die Grossen.

Mit der Fusion entstünde eine der grössten Airlines Europas

mit einer echten Überlebenschance.

- Wir verhandeln derzeit. - Alles passt.

Kaum sind ihre Absichten publik,

legt Moritz Suter, der Gründer von Crossair,

dem Bundesrat ein Konkurrenzprojekt namens Phoenix vor.

Er empfiehlt eine Übernahme von Swissair durch Crossair.

Bestätigen Sie den Fortgang der Verhandlungen?

Ich sagte Ihnen, dass ich keine weiteren Kommentare abgebe.

Am 4. Mai 1994

beschliesst die Swissair-Direktion eine aggressive Kaufstrategie.

Die belgische Airline Sabena öffnet ihr den europäischen Markt,

und ihr amerikanischer Partner Delta den Weltmarkt.

Die Strategie beruht auf einer Studie der Beratungsfirma McKinsey,

deren Leiter damals Lukas Mühlemann ist.

Er gilt als der Konjunkturankurbler der Schweizer Wirtschaft.

Ein Jahr später wird Mühlemann, der nun CEO von Credit Suisse ist,

in den Verwaltungsrat von Swissair berufen.

Zugleich wird die McKinsey-Studie zur Unternehmensdoktrin,

und überträgt einem bis dato Unbekannten die Verantwortung.

wird Philippe Bruggisser der neue Direktor von Swissair.

Glück,

am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu sein

und vielleicht auch Können.

Meine Damen und Herren, hier spricht Ihr Kapitän.

Willkommen an Bord.

Mit dem roten Flugbetriebsresultat müssen wir alles versuchen,

auch das zu schwarzen Zahlen zu machen.

Am 19. Januar 1998

präsentiert Bruggisser dem Swissair-Verwaltungsrat

eine Zukunftsstrategie, die auf aggressivem Zukauf basiert

und den kriegerischen Namen Hunter trägt.

Mit dem Segen des Vorstands

beginnt er mit dem Ankauf.

In kürzester Zeit

kauft er Anteile mehrerer kleiner Fluggesellschaften.

Die meisten hatten finanzielle Schwierigkeiten.

Von Swissair erwarten sie Know-how

und vor allem Geld.

Doch das Hunter-Projekt überzeugt die US-Partner nicht.

Am 13. Oktober 1999

löst Delta die Partnerschaft mit Swissair auf.

Das erklärt den besorgten Blick von Philippe Bruggisser,

dem Direktor des entlassenen Partners SAirGroup.

Bruggisser ringt um neue Allianzen,

aber er hat kein Geld mehr.

Dennoch bleiben Bruggisser und sein Vorstand auf Kurs.

Ein Konzern

Ein Team

Ein Geist

Es geht erst los.

Platz eins vor allen anderen. Das ist die SAirGroup.

EIN KONZERN, EIN TEAM, EIN GEIST

Der Kurs der Swissair-Aktien

sank stark nach einer in der Presse erschienenen Kritik

eines Analysten von Credit Suisse über den Zustand des Konzerns.

Ihm zufolge könnten die Verluste von Swissair bei den Flügen

eine Milliarde Franken erreichen.

Pikantes Detail: Credit Suisse und die SAirGroup sind eng verbunden.

Am Wochenende entschuldigte sich der Chef von Credit Suisse

bei Philippe Bruggisser.

Offenbar reichte das nicht.

Der Analyst von Credit Suisse wurde entlassen.

Widerspruch war zwecklos.

Ich sollte meine Kündigung unterzeichnen und gehen.

Credit Suisse gibt dazu keinen Kommentar.

Wer Swissair-Aktien hat,

hat in den letzten Jahren 40 % seiner Investitionen verloren.

Konzernchef Bruggisser

kämpft an allen Fronten gegen den Kursverfall,

versichert, es gebe kein Zeichen einer Finanzkrise

oder Probleme beim Management.

Meine Damen und Herren, guten Abend. Susanne Gasser,

Ihre Stewardess.

Der Kapitän und die Besatzung

heissen Sie herzlich willkommen auf diesem Flug nach Bangkok.

Ihr Flug dauert 11 Stunden und 8 Minuten.

Gute Reise.

Der Abgang des CEO der SAirGroup Philippe Bruggisser

war bereits mehrfach angesprochen worden.

Aber heute sorgt er für eine echte Überraschung.

Damit gibt die SAirGroup zu, dass die bisher gefahrene Strategie

gescheitert ist.

Die SAirGroup ist nicht mehr nur eine Fluggesellschaft,

sondern auch eine Holding verschiedener Aktivitäten.

Diese hat eine zweifache Basis.

Zum einen den einfachen Flugverkehr,

darunter Swissair

und Beteiligungen an ausländischen Unternehmen,

zum anderen Firmen, die der Luftfahrt nahestehen:

SAirServices, SAirLogistics,

SAirRelations.

Hr. Bruggisser spricht von einem Wirtschaftskreislauf.

Jede Firma kauft von der anderen,

sodass die Erde den Himmel ernährt

und umgekehrt.

Wir haben hier also eine Dualstrategie.

Dieses System hat doch jahrelang Rekordgewinne erzielt.

Auf einmal haben wir Schulden in Milliardenhöhe. Warum?

Weil dieses System leicht zu manipulieren ist.

So war etwa die belgische Airline Sabena

besonders stark im Frachtbereich.

Wir überführten diesen Geschäftsbereich von Sabena

zu SwissCargo,

und Sabena ist jetzt noch defizitärer.

Man kann jeden Bereich positiv oder negativ darstellen.

Ein genauer Überblick ist praktisch unmöglich.

War der Einzige, der dieses Wirrwarr überblickte, Hr. Bruggisser?

Soweit ich das heute beurteilen kann, ja.

Nur hat ihn niemand dazu befragt.

Weder Sie noch sonst jemand, meine Damen und Herren vom Vorstand.

Mit seiner Strategie Hunter

ermutigte Hr. Bruggisser zum Kauf ausländischer Airlines

in Schwierigkeiten, um sein gesamtes System zu beleben.

Nach dem Nein zum EWG hätte er sich besser mit KLM, den Österreichern

und den Schweden verbündet.

Eine politische Rückschau bringt hier überhaupt nichts.

Was Hr. Bruggisser uns hier freundlichst präsentierte

in all den Jahren, war äusserst vernünftig.

Deshalb hast du ihn wohl auch fristlos entlassen.

Dann kannst du uns wohl auch sagen, wie wir den Laden retten können.

Wir hören.

Der Direktor von Crossair Moritz Suter

wird CEO des Swissair-Lufttransports.

- Warum nicht? - Jetzt wird zuerst gearbeitet.

1975 hatte Moritz Suter, ein ehemaliger Swissair-Pilot,

eine regionale Airline gegründet, die spätere Crossair.

Sie wurde zu einem der grössten regionalen Unternehmen Europas.

Ich habe da einen hochriskanten Job angenommen,

aber ich musste ihn annehmen,

und zwar im Interesse der gesamtschweizerischen Luftfahrt.

Meine Motivation ist, dafür zu sorgen,

dass Swissair und Crossair wieder aufsteigen und stolz darauf sind.

Bernard, mein Gott!

Was ist mit dir? Bernard!

- Bernard! Sag doch was! - Was ist los?

Wiederbelebung.

Oh Gott! Bernard!

Bernard! Was hast du denn?

- Helfen Sie meinem Mann! - Ganz ruhig!

Er stirbt!

Oh Gott! Bernard!

Noch mal! Los!

- Immer noch nichts. - Drei, zwei, eins!

Bernard!

Bernard!

Bernard.

Oh Gott! Danke.

Bernard, sag doch was!

Susanne.

Es ist vorbei. Es ist gut. Er ist gerettet. Alle sind froh.

Ich dachte nur gerade daran,

dass, wenn Luca etwas zustösst und ich weg bin...

Susanne,

Luca ist zu Hause, und es geht ihm sehr gut.

Ja, aber ich glaube, er fühlt sich allein gelassen und ich...

Das ist normal. Er pubertiert. Das wird schon wieder.

Es ist so schwer, dass ich kaum Zeit für ihn finde.

Alles mache ich falsch.

Hör mal!

Weisst du, was wir machen?

Wir tauschen unsere Rückflüge.

Dann bist du in zwei Tagen bei Luca.

Das würdest du tun?

Ja.

So, für heute reicht es.

- Oh nein! - Hör mal, Luca.

Es gibt mehr im Leben als nur Flugzeuge.

Hast du keine Freundin?

Nein.

Dir muss doch irgendeine gefallen.

Na ja,

sagen wir mal... vielleicht die von der Titanic.

Die kleine Rothaarige?

Meine erste Liebe war eine sehr hübsche Brünette,

Nelly Diener.

Ein Engel.

Leider beruhte es nicht auf Gegenseitigkeit.

Wieso nicht?

Weil ich noch nicht geboren war.

Nelly Diener wurde 1934

zur ersten Stewardess in ganz Europa.

Ach ja? Hast du sie denn nie mal kennengelernt?

Nein.

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