İlk 200 satır.
STILLE
Alejandro, ich hörte einen Schritt.
Stille!
37 Minuten, 20 Sekunden...
Willkommen bei...
Hallo.
-Hallo. -Hallo.
-Alles ok? -Was?
Was ist passiert? Wo bin ich?
Du... bist in meinen Garten gefallen.
Wo bin ich?
In meinem Garten.
-In meinem Garten. -Du bist in meinem Garten gefallen.
Was ist passiert? Tut dir etwas weh?
-Ja, sehr! -Ja?
Ganz ruhig, nicht. Bleib so. Wo wohnst du?
Oben.
-Oben? Oben? -Der Garten.
Du wohnst oben? Du bist gestürzt, ja, klar.
Ganz ruhig.
Beweg dich nicht! Ich rufe die Polizei! Ganz ruhig.
Die Polizei? Ich habe doch nichts getan.
-Einen Krankenwagen, den rufe ich. -Krankenwagen, ja, Krankenwagen.
-Krankenwagen, Krankenwagen. -113.
13... Nein, das ist für Reparaturen oder so.
-Krankenkasse. -Krankenkasse! Krankenkasse!
-Krankenkasse. Krankenkasse. -Krankenkasse!
Das kann Jahre dauern.
Ja, die sind nutzlos.
-Hättest du eine Zigarette? -Was? Was sagst du da?
Hättest du... vielleicht eine Zigarette, bitte?
Du solltest nicht rauchen, bis dich ein Arzt untersucht.
Ok.
Wenn ich warten muss, wird mir immer so langweilig. Ich bin hibbelig.
Das sieht jetzt nicht so aus, bin ich aber.
Einmal wurde mir gesagt, ich hätte ein Problem, dass ich nicht stillhalten kann.
Beim Zahnarzt drehte ich mal durch,
und nicht aus Angst vor dem Bohrer,
sondern weil ich so lange warten musste.
Das war ein Chaos.
-Unangenehm, oder? -Was?
Wenn man...
...jemanden kaum kennt und nicht weiß, worüber man reden soll.
Hat jemand einen Krankenwagen gerufen?
Ja, im Garten, Herr Doktor.
Hier entlang, Herr Doktor. Doktor!
Sie gestatten.
Hier.
Ihre Versichertenkarte?
-Ich habe meine. -Nein, ihre.
Die habe ich nicht. Ich weiß nicht, ob sie Mitglied ist.
Vielleicht ist sie zufällig bei meiner Versicherung, ich frage sie mal.
Wie ist deine Versichertennummer?
Krankenkasse! Wie lautet die? Erinnerst du dich?
Bist du versichert? Sehen Sie? Sie antwortet nicht.
Wir müssen sie irgendwo hinbringen, in ein staatliches Krankenhaus.
Das ist ein Problem.
Hoffentlich hat sie nichts.
-Ganz ruhig, sie atmet doch. -Ich kann nicht ganz ruhig bleiben,
denn das ist für mich nichts Alltägliches.
Sie sind daran gewöhnt, Sie kennen das. Ich nicht.
Nein, ich mache das erst seit Dienstag.
Sie sind kein Arzt?
Ich mache den Kurs.
Den Sanitäterkurs?
-Sie sind Sanitäter? -Noch nicht.
Ich rede mal mit dem Fahrer.
Gut so, gut so.
-Nein, nicht anfassen! -Warum nicht?
Das kann rechtliche Probleme geben.
Ruhig, ganz ruhig.
-Sie spielen Schlagzeug? -Ja.
In welcher Band?
In keiner, ich bin Tontechniker.
Sie machen Töne?
Ich arbeite mit Tönen, die... schon gemacht wurden. Der Fahrer!
Er sagte, er nimmt sie nicht mit. Rufen Sie den Krankenwagen zum Röntgen.
Moment! Haben Sie die Notrufnummer?
-112 -Nein, das ist für Reparaturen.
Suchen Sie sie im Internet. Ich muss los, ein Notfall.
Meine Mutter...
Meine Mutter.
Deine Mutter. Ich soll deine Mutter anrufen?
-Mama. -Wo?
-Mama. -Wo?
-Wo? -Oben.
Oben.
Guten Morgen. Ich suche die Mutter eines Mädchens.
-Diego? Ich habe dein Zeug. -Nein...
-Komm rein. -Nein, ich... Ach, egal.
Wer bist du denn sonst?
Willst du mich erschrecken?
Entschuldige, sie ist nicht deine Tochter. ich weiß nicht, wessen!
Ein Mädchen ist in meinen Garten gefallen. Ist sie vielleicht Ihre Tochter?
Ich hatte Diego erwartet. Also verstehe ich da was nicht.
Warum machst du jedem Depp die Tür auf?
Ein Mädchen fiel in meinen Garten. Sie wohnt in diesem Haus,
anscheinend mit ihrer Mutter. Weißt du, wer das sein könnte?
-Du meinst das ernst. -ja!
-Sie hat kurze Haare mit einer Locke... -Ich weiß, wer's sein könnte.
Die Tochter des Pärchens im ersten Stock.
Kenne ich nicht.
Hast du die Bullen gerufen?
-Ich rufe sie jetzt! -Nein, Alter! Warte.
Ruf die Suizid-Seelsorge an.
-135. -135.
1, 1, 4, 5, 1, 1, 135, Suizid-Seelsorge, Mann!
-Ok! -Aber nicht die Bullen!
Nein.
Nein, ich wohne in der Wohnung direkt über dir.
Du scheinst von höher runtergefallen zu sein.
Ja, weil ich nicht...
Ich fiel nicht aus der Wohnung, sondern vom Balkon.
Hier...
Mein Schlafzimmer ist über deinem Wohnzimmer.
Da, wo deine Küche ist, ist mein Badezimmer.
Und mein Wohnzimmer ist über deinem Schlafzimmer.
-Komisch. -Was?
Nein, echt komisch.
Normalerweise sind die Badezimmer übereinander, wegen der Leitungen.
Normalerweise, aber nicht immer.
Du solltest ins Krankenhaus gehen. Der Sanitäter...
Hab ich gehört, ich soll mich röntgen lassen, oder?
Ich dachte, da warst du bewusstlos.
Nein, nicht die ganze Zeit.
Ich wollte einfach keine Fragen.
Jetzt musst du aber ins Krankenhaus.
Hör zu, beim Sturz könntest du dir etwas gebrochen
und jetzt innere Blutungen haben.
Aber du musst niemanden anrufen! Wirklich. Bitte!
Mir tut alles weh, mehr aber auch nicht.
-Bist du sicher? -Ja.
Mal sehen.
-Nein. -So geht's.
-Los. -Los. 1, 2, 3, ja.
-Lass los -Was ist?
Ich hab nichts getan!
Du musst ins Krankenhaus! Ganz ruhig, wie vorher.
-Ich hole dir ein Glas Wasser. -Ja, und ruf einen Krankenwagen.
-Willst du etwas essen? -Nein.
Hier, trink das. Langsam.
-Ruhig, ganz ruhig. -Ok.
Gib mir die Telefonnummer von einem Verwandten.
Du brauchst nur die Nummer für den Krankenwagen.
Ich gehe ins Krankenhaus und nerve dich nicht mehr!
Du nervst nicht.
Ich will jemanden anrufen, der dich abholen kann.
-Die wohnen weit weg. -Wo?
In Pergamino.
Das ist nur drei Stunden entfernt. Wir müssen einen Verwandten informieren.
Ruf niemanden an. Ich weiß, wie das immer läuft.
Mutter will das Auto meines Onkels ausleihen, der trödelt,
Mutter wird krank, und ich muss alles ausbaden.
Sie sollen nichts erfahren!
Ich regel das. Rufst du den Krankenwagen?
-Hier, wir fahren in die Klinik. -Wir? Von wegen.
-Nein. -Doch, allein lass ich dich nicht fahren.
Du hast zu tun und schon genug für mich getan.
Ganz sicher? Aber...
RETTUNGSWAGEN
Hallo, ich bin...
-Die Frau... Erinnerst du dich? -Ja.
Ich wollte wissen, wie es dir geht.
-Und wie geht's dir? -Das ist mir alles so peinlich.
Was macht deine Gesundheit?
Ganz gut. Alles gut, sagen sie.
Ich komme gerade vom Krankenhaus. Ich wurde komplett untersucht.
Ich hätte wohl Glück gehabt, wegen der Höhe, ich weiß auch nicht.
-Zum Glück. -Ja, zum Glück.
-Komm, du hast sicher... -Ja, nur kurz, ich wollte dir etwas sagen.
Ok, ich helfe dir, komm.
-Ist schon gut, bleib da. -Bist du sicher?
-Da, da, da! -Alles ok!
Bitte, da wären wir.
Ich wollte dir sagen, dass ich...
...finde, dass ich dir etwas schuldig bin.
Und als Wiedergutmachung für das, was du für mich getan hast,
möchte ich dich bei mir zu Hause zum Essen einladen.
Nächsten Samstag.
-Gut. -Hattest du schon Pläne?
Nächsten Samstag hatte ich etwas vor,
an das ich mich gerade nicht...
...erinnere, was es war... aber...
Nein.
Aber ich kann das verschieben, Ich hatte es ja sowieso vergessen.
Wie heißt du?
-Julia. -Julia...
Julia Santangeli.
-Julia Santangeli. -Ja.
Kann ich den Nachtisch mitbringen?
Ja, klingt gut.
-Tschüs. -Tschüs.
"Santangeli."
Ja, die Röntgenbilder! Ja, Moment!
-Nein, ich kann nicht... -Was?
-Was, was? -Ich kann nicht alleine hoch.
Darf ich dir helfen?
Eins, zwei, drei und los!
-Was ist? -Es geht nicht.
Schon gut.
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