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Viele Menschen…
mögen die Vorstellung nicht,
dass Monster wirklich existieren.
Monster gibt es doch nur in Geschichten, oder?
Schreckgespenster am Bett,
das Wesen im Dunkeln, das kommt und unartige Kinder mitnimmt,
wenn sie nicht pünktlich im Bett sind.
Man erfindet sie für eine spannende Geschichte am Lagerfeuer,
doch real sind sie nicht.
Werwölfe, Vampire und all diese Wesen.
Doch Monster gibt es, in Menschengestalt.
Sie sind wir…
Mein Name ist Sam Vaknin.
1995 gründete ich die erste Website
über Narzissmus, pathologischen Narzissmus.
Ich gründete sechs Gruppen für Opfer
narzisstischen Missbrauchs. Diesen Begriff
prägte ich 1995.
Ich publizierte und lehre an Universitäten.
Ich schrieb das Buch Malignant Self-love:
Narcissism Revisited.
Es liegt jetzt in zehnter Auflage vor.
In diesem Sinne bin ich sozusagen der Großvater des Ganzen.
Ironischerweise bin ich Narzisst
und lebe täglich mit meiner Störung.
Sie ist sozusagen ein allgegenwärtiger Krebs der Seele.
Es gab wohl eine Phase, in der ich ein maligner Narzisst war,
ein veralteter Begriff für das, was heute psychopathischer Narzisst heißt.
Ich war reich und flog im Privatjet.
Ich war eitel und Anfang 20.
Ich kaufte eine Bank
und trieb ihren Aktienkurs hoch.
Das ist natürlich kriminell.
Also kam ich ins Gefängnis.
Nach meiner Entlassung wollte ich versuchen, mich zu verändern.
Ich konzentrierte mich darauf,
Opfer narzisstischen Missbrauchs aufzuklären.
Aber faktisch trat ich als Heiler auf.
Ich bewirke etwas.
Ich verändere etwas.
Hätte ich der Gute sein können,
wäre ich nicht der Böse gewesen?
Glaube ich nicht.
Ich glaube, der Böse übte dafür, der Gute zu sein.
Vielleicht steckt Moral darin.
Eine Lehre.
In unserer heutigen Welt
werden Narzissmus und narzisstische Persönlichkeit
gefördert.
Sie werden belohnt.
Die Botschaft, besonders an die junge Generation:
Wer Narzisst ist,
kommt ganz nach oben.
Er wird reich,
berühmt und mächtig.
Das hilft bei Dates.
Es hilft, gewählt zu werden.
So mögen Menschen Sie auf Anhieb.
Narzissten verdienen mehr Geld.
Narzissten gelangen eher in Führungspositionen.
Narzissten bekommen tatsächlich eher
die Partner, die sie wollen.
Sie gewinnen also gewissermaßen.
Der Narzissmus dringt überall ein.
Staats- und Unternehmenschefs,
Prominente, medizinisches Fachpersonal,
Therapeuten. Jeder Bereich.
Politik, Showgeschäft,
Massenmedien, Familie,
Gemeinschaft, Kirche,
all das.
Er ist überall.
Mein Name ist Isla Traquair.
Ich bin seit meinem 16. Lebensjahr Journalistin
Schwerpunkt Verbrechen.
Hallo. Ich bin Isla Traquair.
Die Polizei will die Suche noch nicht einschränken.
Mein Podcast ist Nummer eins.
Ich bin bekannte True-Crime-Journalistin.
Ich habe weltweit gearbeitet
und etliche Mörder konfrontiert.
Mr Hardison, antworten Sie.
Töteten Sie Ihren Ex, Paige?
Ich würde sagen, ich bin
mehr Narzissten als üblich begegnet.
Doch der Fall, den ich gerade untersuche,
ist ungewöhnlicher. Kein Mörder direkt.
Seine Opfer leben,
doch sie wurden völlig vernichtet.
Er misshandelt sie psychisch und körperlich.
Ich halte ihn für die gefährlichste Art von Narzissten.
Ich muss versuchen, diesen Mann
weitere Frauen zu verletzen.
Ich weiß nicht, wie er reagieren wird
oder ob er es begreift.
Hält er die Fassade?
Oder wird er zusammenbrechen und um sich schlagen?
Ich weiß es nicht.
Narzissmus ist ein Persönlichkeitsstil,
gekennzeichnet durch stetigen Empathiemangel,
Anspruchsdenken, Grandiosität, Arroganz.
diesem aufgeblähten Ego,
Gefühl eigener Bedeutung,
dem Anspruchsdenken.
Ich bin besser als du. Dir überlegen.
Sie brauchen übermäßig viel Bewunderung
und geliebt und verehrt werden.
Sie neigen zu Wutausbrüchen.
Es geht ihnen nicht um Respekt, Mitgefühl
und dauerhafte Beständigkeit,
sondern sie sind meist nur ein Strohfeuer
und dienen der narzisstischen Person
zum eigenen Vergnügen oder kurzfristigen Nutzen.
Kurz gesagt: Jemand ist ein Arschloch.
Hallo, mein Name ist H.G. Tudor.
Diagnose: narzisstischer Psychopath.
Ich nutze ein Pseudonym,
nämlich H.G. Tudor. So vermeide ich
im Privat- und Berufsleben.
Dadurch kann ich ungehindert wirken
und den Menschen das Weltbild von mir und Meinesgleichen erklären,
und all unsere Verhaltensweisen,
damit sie es besser verstehen können.
Warum verrate ich unsere Geheimnisse?
Ganz einfach: So kann ich Menschen kontrollieren.
Das gibt mir Treibstoff und ein Vermächtnis.
Das wird mir nicht schaden. Viele fragen:
„H.G., warum verrätst du all diese Informationen?
Wird es dadurch nicht schwerer, Opfer zu finden?“
Antwort: Nein. Ich bin sehr gut in dem, was ich tue.
Ich wurde als Kind körperlich, emotional und sexuell missbraucht.
Die Hauptverantwortlichen waren meine Mutter,
mein Onkel und meine Tante.
Doch ich lernte bald: Wenn ich
vieles ihres Tuns nachahmte,
konnte ich es anderen Menschen antun.
Viele Narzissten haben eine schmerzhafte Vorgeschichte.
Trauma, Vernachlässigung, Missbrauch, Einsamkeit.
Sie erfuhren keine gute Erziehung. Für Narzissten
wird daher ihr ganzes Leben
zu einer einzigen Mission:
Sie errichten eine Festung um sich,
damit alles für immer begraben bleibt.
Und was eignet sich besser dazu als Geld?
Macht? Attraktivität?
Berühmtheit?
Dinge, die dich zum Superhelden machen.
Narzissmus ist im Grunde
ein schädliches Muster
des Selbsthasses.
Ab meinem vierten Lebensjahr und zwölf Jahre lang
wurde ich täglich auf
lebensbedrohliche Weise mit Gegenständen körperlich misshandelt.
Es endete jedes Mal blutig.
Hinzu kamen psychischer und verbaler Missbrauch.
Wie gegen eine mörderische Mutter wehren?
Ich packte einen kleinen Rucksack,
lief von zu Hause weg,
klopfte an Türen und fragte: „Möchten Sie mich adoptieren?“
Aber niemand wollte.
Viele Narzissten haben zwar
Missbrauch in der Kindheit erlebt,
Trauma, Vernachlässigung: keine Ausrede.
denn ein weit größerer Anteil der Menschen,
die solche widrigen Umstände in der Kindheit erlebten,
entwickelt später kein narzisstisches
und schädliches Verhalten gegenüber anderen.
Ich bin Richard Grannon.
Ich bin Psychologe und helfe Menschen,
sich vor psychologischen Raubtieren zu schützen.
Derzeit arbeite ich von Liverpool aus
und in ganz Europa.
Ich wuchs in einem Umfeld auf, das ich wohlwollend
als schwierig bezeichnen würde,
damit ein Kind sich sicher fühlt.
Es gab emotionalen, psychischen, körperlichen und sexuellen Missbrauch.
Mein Vater ist ein gewalttätiger Mann.
Ich meine, er ist krank, ein krimineller Psychopath.
Er kam wegen des Missbrauchs seiner Kinder ins Gefängnis.
Mit etwa 21 wollte ich als Offizier zur Armee,
und vor der Abschlussprüfung, dem RCP,
war ich in einem Club.
Ein Schwulenclub, mit Freunden und Freundinnen.
Ein Mann verletzte mich mit Kopfstoß und Glas, weil er mich für schwul hielt.
Was ich nicht bin.
Aber genau deshalb war er dorthin gegangen.
Ich konnte nicht begreifen, dass jemand kaltblütig
losziehen und einen Menschen so verletzen konnte.
Ich wusste theoretisch davon,
aber die direkte Konfrontation damit schockierte mich.
Durch dieses Erlebnis
wollte ich unbedingt eine Frage beantworten:
Was stimmt verdammt noch mal nicht?
Nie zuvor Applaus beim Eintreten, Sam.
Sie applaudierten nicht dir, sondern mir.
Damen und Herren,
wir freuen uns, Mr Sam Vaknin heute wieder begrüßen zu dürfen.
Danke, Richard. Meine Freude, Ihre Ehre.
Ich arbeite und referiere gern mit Sam.
Seine Einsichten sind originell und glasklar.
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