200 dòng đầu tiên.
* friedvolle, weihnachtliche Klänge *
Regina Katarina Diana
"Sie finden es vielleicht kompliziert,
dass Sie jetzt meine Stimme hören, obwohl ich niemals spreche...
aber bei mir sind halt viele Sachen kompliziert.
Zum Beispiel das Adaptiert werden.
Deshalb wünschte ich mir dieses Weihnachten einfach doppelt so fest,
damit es endlich mit dem Adaptieren klappt."
Amanda, komm bei, die andern sitzen schon im Bus!
"Für alles, was dann passiert ist, kann ich echt nix."
Der Stichtag ist nun mal der 31.12., klar?
Entweder der Umsatz geht hoch oder die Firma geht unter!
Hab gleich im ersten Markt 40 Stollen verkauft
und als Vorbestellung 100 weitere in der Tasche.
Also. Es geben alle noch mal richtig Gas und dann ist es gut!
* Gans schnattert. * Ausm Weg da, du blöde Gans.
* Er schreit, Reifen quietschen. *
* Gans kreischt, er schreit. *
* Gans schnattert. *
* friedvolle Weihnachtsmusik *
* leises Stimmengewirr *
* Stimmengewirr *
Ho-ho-ho...
Buon Natale. Feliz Navidad.
Ho-ho-ho-ho...
Oh, die sehen aber ein klitzeklein wenig verbrannt aus, oder?
Die sind lediglich ein klitzeklein wenig zu gut durch.
Dem Weihnachtsmann darf man ruhig sagen,
wenn man mal was falsch gemacht hat, gelle?
* Handy klingelt. *
Entschuldigung, sie spricht nicht. Und wenn,
hab ich 'n Fehler gemacht. Ja, Katarina König.
Ein Unfall?
Papa ist was?
Er ist tot?
Oh!
Habt ihr den Papa alle gut gekannt?
Nein, manche von uns haben keine Eltern mehr.
Oh,
verstehe...
Maus, nicht weinen. Ich, ich nehm sie einfach alle.
Die Kekse...
Okay?
Roger,
ohne dein Gehalt geht es einfach nicht.
Wir können das Darlehen für die Wohnung nicht zurückzahlen. Ja.
Mein Beruf war's, rechnen zu können. Versuch jetzt nicht, witzig zu sein.
* Telefon klingelt. * Patisserie König, guten Tag.
Du hast mir nicht gesagt, dass sie dir kündigen.
Freisetzen. Klingt besser. Ich wollte dir die Feiertage nicht verderben.
Hab immer gesagt, die Wohnung ist zu groß.
* Er seufzt. * Wir kriegen das hin. Irgendwie.
Frau König? Für Sie. Es ist dringend.
Du wirst zu dick! Äh, nein, nicht Sie, 'tschuldigung.
Ja, Regina König.
Ja.
Was?
Nein, die Nummer hab ich nicht. Was ist?
Ein Unfall mit einer Gans. Also, wegen einer Gans. König Johann...
Vater...
ist tot.
* traurige Musik *
* Handy klingelt. *
* Handy klingelt. *
* Papier raschelt. *
* Handy-Signal *
* Tastenton *
Ja, klar. Musste ja mal wieder schneller sein als ich.
Überschätz dich bitte nicht so.
Ich hab den Unfall nicht für dich gebaut.
Immer, immer witzig, der Herr König.
Wegen 'ner Gans, jetzt echt? Ich mag die. Gänse.
Ich bremse sogar für Tiere.
Dieser Laden hier...
Vater! Mein Leben, mein Laden, ja?
Ja, ist gut, ist gut... Und dieser letzte Brief,
der hat nichts damit zu tun? Das geht dich überhaupt nix an!
So spricht man nicht mit seinem toten Vater.
Ach ja? Jetzt musst du mir wenigstens mal zuhören.
* traurige Musik *
* Kirchenglocken *
Beisetzung im kleinsten Familienkreis.
Das da ist doch keine Familie!
Die führen den Betrieb nicht weiter.
Soll ich vielleicht mal mit denen reden?
Ich meine, als Betriebsleiter von König-Brot
müssten die mir doch mal zuhören?
Wenn wir zu viel Druck machen, dann steigen sie garantiert aus.
Der Betriebsrat wüsste vielleicht schon ganz gern,
was er den Leuten sagen soll, jetzt, wo der Chef tot ist?
Die wollen Weihnachten feiern, ohne sich Sorgen zu machen. Also?
Es ist delikat. - Thomas, die haben den Dickschädel vom Alten geerbt.
Wenn am 31.12. nicht klar ist, ob die den Betrieb weiterführen,
dann zieht die Bank bei "König-Brot" den Stecker.
Und was mit uns passiert, ist denen egal!
Das ist Raubtier-Kapitalismus. * Kirchenglocken *
Ich hätte vielleicht eine Idee, wie's gehen könnte.
Wenn ich die drei Grazien unter ein Dach kriege, im Haus,
dann geht vielleicht was.
Ihr Vater versicherte mir gegenüber,
dass Herr Thomas Dernbach, der Firmenanwalt der König-Brot,
als Nachlassverwalter über das Gesamtvermögen eingesetzt ist,
weshalb dieser heute hier anwesend ist.
Ich werde jetzt das Testament eröffnen,
weise aber schon mal darauf hin,
dass es eine eher ungewöhnliche Form hat.
Sie kannten ja Ihren Vater.
Also, hier steht...
"Streitet euch nicht!"
Ja.
* Katarina schluchzt. * Ja...
und sonst? Nichts.
Das ist sicherlich im juristischen Sinne
gar kein Testament. Und was...
was... was bedeutet das jetzt für m... für uns?
Ohne Testament greift die gesetzliche Regelung
und Sie drei sind zu gleichen Teilen die gemeinschaftlichen Erben.
Bitte?
Ich bin die Erstgeborene und meine...
Halbschwestern,
deren Mütter waren gar nicht mit meinem Vater verheiratet!
Drei Töchter. Drei Erbinnen. Drei gleiche Teile.
Gesetzliche Regel. - Dann fechten wir das Testament an.
Sie können kein Testament anfechten, das es nicht gibt.
Wird schon genug für dich übrig bleiben, Regina.
Dann müssen Sie sich einigen. Herr Dörnbach?
Die Bank droht, zum 31.12. die Darlehen zu kündigen.
Es wäre also viel klüger, den Betrieb aus den Mitteln des Erbes,
also, einer Hypothek auf das Haus, weiterzuführen.
Das Haus wird nicht verkauft. Das versprachen meine Eltern mir.
Das Problem ist, dass Haus und Firma für Sie nicht zu trennen sind.
Es ist ja insgesamt ein Erbe.
Das Haus wird unter überhaupt gar keinen Umständen verkauft!
Ich würde Ihnen sehr gerne einen Vorschlag machen.
Da Ihr Herr Vater mir erzählt hatte,
dass Sie sich oft zu Weihnachten im Haus trafen,
könnte man doch genau dort versuchen, eine Lösung zu finden.
Im Geiste des Festes des Friedens...
und der Schwesterlichkeit sozusagen.
Das kommt überhaupt nicht infrage! Wenn Sie das nicht machen,
dann erben Sie im schlimmsten Fall gar nichts.
* Er schnieft. * Fröhliche Weihnachten.
* Spiellärm *
* Katarina seufzt. * Amanda...
* Amanda quengelt. * Amanda, du kannst nicht mitfahren.
Und es sind auch nur anderthalb Tage.
Hey, wir feiern Weihnachten zusammen, versprochen, okay?
* Katarina seufzt. *
* Amanda stöhnt. *
Vielleicht wird's ja auch ganz nett. Ja. Super nett. Ganz bestimmt.
Ist das mit dem Wagen wirklich okay?
Ich will vielleicht 'n paar Sachen mitnehmen.
Du weißt ja, was man sagt: Die kleinen Dinge teilen,
macht meist den größten Ärger. * Katarina seufzt. *
Pass mir auf die Kleine auf.
Nur 24 Stunden. Du schaust dich in dem Haus um,
da hat er doch angeblich diese Kunstwerke versteckt.
Ich kann das meinem Leben nicht antun.
Wir brauchen aber sofort Geld.
Wenn es diese Kunstwerke irgendwo im Haus gibt, könnte man die, na ja,
unauffällig wegschaffen und verkaufen. Denk an die Wohnung.
* Kusslaut *
Und du machst solange den Laden?
Ja. Klar.
* Motor startet. *
Viel Glück. Tschüss, Schatz.
Ich liebe dich.
* Krankenwagen-Sirene *
Schöne Farbe.
Sonderlackierung.
Ach...
Ah, super. Die Schlüssel.
Sag mal, wenn das eine größere Erbschaft ist,
könntest du dir vorstellen, also, nur wenn's geht... Brauchst du Geld?
Nein, nein, aber das Heim, wir könnten schon...
Also, wir haben Druck.
Die Heizkosten. Das setzt jetzt mich unter Druck.
Ich... ich hab mein Handy... Ich hab 'n Kopf wie 'n Sieb.
* ruhige Musik *
* lautes Lachen *
Sie wissen ja, wie der Hase läuft.
Entweder Sie geben mir Geld oder Sie kommen mit.
Sie können doch nicht den Weihnachtsmann festnehmen.
Wer soll die Geschenke bringen?
Wird dann wohl leider 'n trauriges Weihnachten für die braven Kinder?
Nein, wird's nicht. Ich spendier ihm 'ne Freifahrt.
Mitfühlendes Herz, wie? Tja morgen kommt der Weihnachtsmann,
und zwar mit seinen Gaben. * Hundegebell *
* Fahrradbremse quietscht. * Was soll das, Korenke?
Kleine Erinnerung für dich. An den Tag der Tage für unsere Leute.
* Tür schließt, Hund bellt, Motor startet. *
* Reifen quietschen. *
* Autotür schließt. *
* Autotür schließt. *
Vorschlag: Wir reden später über die schwierigen Dinge
wie Haus und Firma
und machen zunächst eine Bestandsaufnahme der Sachen.
Hier, Aufkleber für alles, was Sie gerne hätten.
Blau...
Rosa...
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