প্রথম 200টি লাইন।
Vater!
Wo bist du?
Ihjãc!
Kannst du mich sehen?
Nein. Aber ich kann dich hören.
Ich habe geträumt, dass du hier wärst, also bin ich hergekommen.
Vater?
Bist du da, Vater?
Du hast meine Bestattungsfeier vergessen.
Ich wandle jetzt schon seit einiger Zeit hier umher.
Mitten in der Nacht, in der Kälte.
Organisiere meine Bestattung so bald wie möglich,
damit ich ins Dorf heimkehren kann.
Mein Sohn, komm ins Wasser. Ich fang' dir einen Fisch.
Ich will nicht.
Vater?
THE DEAD AND THE OTHERS
- Kôtô! - Was?
- Wo ist dein Mann? - Ich weiß nicht!
Sag ihm, er soll schnell das Stroh schneiden und es zu unserem Haus bringen.
Wenn du da bist, lässt er dich zappeln.
Die Regenzeit kommt,
und er hat das Dach noch nicht repariert.
Okay, ich hab schon mit ihm geredet. Wir holen das Stroh.
Wir müssen das Dach schnell neu machen.
Ich will nicht, dass sich jemand beschwert, wenn der Regen kommt.
Komm trinken, Tepto.
Guck, Tepto.
Nimm das!
Nimm das Messer, Tepto.
Ich kann ihn nicht mehr tragen.
Tepto ist schwer, oder?
Ich habe Durst.
Ich auch.
Ich habe das Wasser vergessen.
Habe nicht dran gedacht.
Ihjãc, lass uns hier in der Brandwirtschaft schlafen.
Lass uns ins Dorf zurück gehen, ich will hier nicht bleiben.
Aber Tepto schläft schon.
Wir bleiben besser heute Nacht hier. Morgen früh können wir los.
Wo warst du letzte Nacht?
Nirgendwo.
Ich bin aufgewacht, weil Tepto geweint hat, und du warst nicht da.
Ich...
Ich bin aufgewacht, weil ich pinkeln musste.
Dann habe ich einen Zug Ameisenbären gesehen
und bin ihnen gefolgt,
um zu jagen.
Ich habe ein Geräusch gehört und gewartet,
aber das Tier ist nicht aufgetaucht.
Erst danach bin ich zurück nach Hause gekommen.
Ist das wahr?
Und du lügst auch nicht?
Ich bin nachts aufgewacht, weil Tepto geweint hat.
Und Ihjãc war nicht da.
Vielleicht trifft er ja eine andere.
Könnte sein.
Gestern habe ich auch auf meinen Freund gewartet und er ist nicht aufgetaucht.
Also dachte ich mir: "Soll er doch eine andere treffen."
Was ist mit dir Amxi? Mit wem bist du zusammen?
Mit Kryjtep.
Aber wir haben uns schon lange nicht gesehen.
Ich mag ihn nicht mehr.
- Meinst du, er mag dich? - Ich weiß nicht.
Ich will einfach nichts mehr mit ihm zu tun haben.
- Ich glaube, das haben alle gemerkt. - Wovon redest du?
Lasst uns baden!
Es ist kalt.
Guck, da ist Amxi!
Lasst uns dahin gehen.
Kôtô!
Hast du Hunger? Willst du essen?
Habt ihr letzte Nacht die Schüsse gehört?
Nein.
Letztens kam ein Kandidat ins Dorf,
um zur Gemeinde zu sprechen.
Er hat uns 10 Reais angeboten, damit wir für ihn wählen,
aber keiner hat angenommen, und er ist wütend gegangen.
Wir haben gehört, dass er zu unserem Straßenschild gegangen ist,
das eine, auf dem steht: "Pedra Branca, Indigenes Territorium",
und dann hat er es zerschossen.
Das Schild ist voller Einschusslöcher.
Tepto hört nicht auf zu weinen. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll.
Er hat bestimmt Hunger.
Hast du ihn gestillt? Er hat nichts gegessen.
Er hatte schon seine Milch.
Was sollen wir noch machen?
Das könnte an den Mecarõ liegen.
Du solltest nach einem Schamanen suchen und ihn bitten, mit den Mecarõ zu reden,
um herauszufinden, was Tepto so aufregt.
Der Schamane ist der einzige, der ihm
Jenipapo-Früchte, Tabak oder Asche geben kann, um seinen Körper zu beschützen.
So wird sich Tepto vielleicht beruhigen und schlafen.
Wenn er nochmal weint, rufe ich dich, Großvater.
Dann kümmerst du dich um Tepto
und gibst ihm etwas, damit er sich beruhigt.
Wenn der Morgen anbricht
und er noch immer weint, wecke mich und ich versuche zu helfen,
auch wenn das nicht meine Aufgabe ist.
Aber sucht morgen nach einem Schamanen.
Nur er kann wissen, was das Kind quält
und es weinen lässt.
So sind die Schamanen.
Manchmal mögen sie uns nicht und sprechen Flüche aus.
Aber sie können auch Gutes für uns tun
und uns heilen.
Heutzutage stirbt so mancher Schamane jung.
Früher war es noch schlimmer.
Wenn er einen Fluch auf jemanden legte,
wollte sich die Familie rächen und ihn töten.
Ich mag diese Schamanen nicht,
aber ich respektiere jene, die Menschen heilen.
Ich habe sehr viel gelitten wegen Schamanen, die mir Böses wollten.
Ich mag es nicht, ihnen nahe zu sein.
Man kann sich auf sie nicht verlassen.
Es gibt viele Schamanen, die Böses tun.
Schamanen, die ihre Magie zum Töten nutzen.
Kôtô, in dieser Nacht...
war ich...
Ich war beim Wasserfall.
Der Große, weißt du?
Weißt du, von welchem ich rede?
Der mit dem tiefsten Sturz.
Ich bin dorthin,
weil ich von meinem Vater geträumt habe,
dass er da im Wasser wäre.
Ich bin ihm hinterher, habe ihn gerufen, und er hatte eine Bitte an mich.
Ich habe nur seine Stimme gehört.
Dann...
Dann hat er mich gebeten, seine Bestattung abzuhalten, um die Trauerzeit abzuschließen,
sodass er in das Dorf der Toten fortgehen kann.
Er wollte mich mitnehmen, aber ich bin nicht mitgegangen.
Ich rede mal mit der Familie, wir müssen das Holz vorbereiten.
Warum hast du mir denn nichts gesagt? Ich habe gefragt, aber du hast nichts gesagt.
Ich...
Ich habe mit niemandem darüber geredet.
Ich will nicht, dass die Leute denken, ich würde mit den Toten reden,
dass ich Schamane werde,
also habe ich mich entschieden zu schweigen.
Ich weiß.
Mutter, lass uns in die Stadt gehen, um eine Machete zu kaufen.
Die hier schneidet nicht mehr.
Ich kann gehen, aber mir werden die sie nicht verkaufen.
Ich habe zu viele Schulden,
ich will nicht in die Stadt gehen.
Der Ladenbesitzer würde fies zu mir sein,
auch wenn das Geld meins wäre.
Du kannst die alte Machete noch benutzen.
Schärf sie einfach am Stein,
und dann schneidet sie wieder alles.
Mutter!
Was ist das?
Ich habe um eine neue Machete gebeten, weil wir in die Brandwirtschaft müssen.
Ihjãc will auf dem Land arbeiten gehen,
um die Bestattungsfeier seines Vaters zu Ende zu bringen.
Du solltest los und das Essen für die Feier vorbereiten.
Wenn du mich vermisst, komm mich besuchen.
Und wenn ich dich und Tepto vermisse,
komme ich dorthin und besuche dich.
Du fängst besser bald an zu pflanzen für das Rennen bald.
Ja...
Ich werd' dich vermissen,
und meine Freunde werde ich auch vermissen.
Vielleicht könnte Ihjãc ja alleine gehen.
Aber es ist besser, wenn wir beide gehen.
Als Team.
Lass mal die Farbe von deinem Nagellack sehen.
Dieser Nagellack...
Ist das der "Heiße Kuss"?
Alle haben den.
Setz dich, um zu essen.
Hier, Mutter.
Wo hast du diese Buriti-Frucht gefunden?
In der Nähe von Cupakàs Brandwirtschaft,
da ist ein Baum voller Früchte.
Mutter...
Es ist schon eine Weile her seit Vaters Tod.
Ich hab eine Frau und einen Sohn,
aber wir haben die Trauer noch nicht beendet.
Lass uns die Bestattungsfeier machen.
Damit wir ihn nicht mehr vermissen müssen
und damit Vater seinen Weg gehen kann.
Ich habe auch darüber nachgedacht.
Wir müssen den ganzen Maniok ernten, den dein Vater gepflanzt hat,
und wir müssen die Verwandtschaft für das Rennen einladen.
Es ist schon eine Weile her seit seinem Tod.
Aber du bist nie wieder in seine Brandwirtschaft gegangen.
Du bist mein ältester Sohn.
Ich zähle auf dich, dass du mir hilfst.
Keine Sorge, Mutter.
Wir gehen in ein paar Tagen
in die Brandwirtschaft.
Ich hab mit Onkel und Großvater gesprochen.
Die werden auch helfen.
Wir werden das richtig angehen.
Wir werden die Brandwirtschaft leer machen, ausbrennen und aussähen.
Es wird eine Weile dauern.
Und wenn wir wieder im Dorf sind,
veranstalten wir eine schöne Bestattungsfeier.
Das ist alles, was ich will.
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