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Gefördert durch den Ausschuss für kultur- und Filmarbeit
präsentieren
einen Film von Vladimir KHOTINENKO
1604 machte Sigismund, der König vOn pOlen,
den flüchtigen Mönch GrigOry Otrepiew
Zum Zaren Dmitri, dem SOhn Iwan des Schrecklichen.
Der falsche Dmitri bekannte sich zum Katholizismus und führte eine Armee nach Moskau.
Moskau, Sommer 1605
Nach dem Tod Godunows erklomm sein Sohn Feodor den Thron,
aber seine Herrschaft war nur von kurzer Dauer...
Er und seine Mutter wurden am 1. Juni 1605 von Verschwörern ermordet.
Mit der Herrschaft der verdammten Godunows ist es nun vorbei!
Zar! Zar!
Nun bin ich der Zar, der einzig Wahre unter der Sonne!
Weg mit dir!
Welche Sünde, diesen armen Narren zu schlagen!
Nun habt ihr auch mein Blut vergossen!
Und ich wurde zum Zaren gekrönt!
Einen Monat spöäter fiel Dmitris Armee in Moskau ein.
Der Rat der Bojaren schwor dem Schwindler die Treue.
Chaotische Zeiten brachen über Russland herein...
Rom, Herbst 1605
pater Antonio berichtete mir von dir in seiner Epistel.
Ich bin bereit für meine Aufgabe, Eminenz.
Ich werde das Wort Gottes zu den Barbaren tragen.
Und wenn Gott mich dazu berufen hat,
werde ich nur zu gern zu einem Möärtyrer des Glaubens werden.
Die Indios können warten.
Sie werden früher oder spöäter Katholiken werden.
Die Kirche hat eine wichtigere Aufgabe für dich.
Du bist pole, stimmt das?
Ja. Spielt das eine Rolle? Vor Gott sind alle gleich, Vater.
In deinem Fall ist es öäuBerst wichtig.
Du wirst nach Russland gehen.
Russland ist ein riesiges Land voller Barbaren.
Was kann ich da ganz allein ausrichten?
Aber zu den Indios wärst du auch allein gegangen. Gepriesen sei Gott, unser Herr!
Gepriesen sei Gott, unser Herr!
Fluss Moskwa, Fastnacht 1606
Was geht da vor? Ich kann spüren, dass da etwas in der Luft liegt!
Unser neuer Zar erlaubt sich einen Scherz!
Er hat uns ein Monster mitgebracht!
Was ist das für ein Monster?
Sieht aus wie ein Drache mit Rädern!
Und was ist mit den Orthodoxen?
Sie fürchten sich vor dem Monster...
So frohlocket, Bürger von Moskau!
So kommt zu Sinnen, Zar.
Wir kamen nicht nach Moskau, um ein höllisches Spiel zu treiben,
sondern um das Licht des Glaubens zu entzünden.
Schaut, der Junge hat keine Angst vor dem Monster!
Eure Majestät wünscht, dassjeder in Russland...
seinen SpaB hat!
Dieser maskierte Hexer!
Dmitri herrschte nur ein Jahr und enttäuschte sowohl die Russen als auch die polen...
Möge der Antichrist brennen!
Aus Staub wurde er geboren, zu Staub ist er geworden!
Richtet die Kanonen gen Westen aus, von wo er gekommen ist! Feuer!
Moskau, Feld von Dewitschi. 1610.
Die Asche des falschen Dmitri wurde über Moskau zerstreut.
Vier weitere Jahre im Chaos waren vergangen...
Das russische Land leidet ohne Gesetze oder Herrscher!
Aber der Herr hat unsere Gebete erhört...
Der Herr...
hat uns einen möächtigen und gerechten Zaren geschickt!
Ist er da sicher? - Ihm vertrauen wir unser Land an...
mit all seinen Leuten und Schöätzen. - Wie sieht er aus?
Ist er gütig oder böse?
Es gibt gar keinen neuen Zar!
Aufwen schwören wir dann?
Auf Sigismund von polen.
Nein, aufseinen Sohn Wladislaw!
Sie wollen, dass wir vor einem leeren Thron knien!
Ihr Unglöäubigen!
Küsst das Kreuz als Zeichen eurer Treue zu Wladislaw!
Beherrsche Russland,
O Zar Wladislaw! - Vor zum Thron!
Und sagt: Hinfort mit der bösen Macht!
Riecht ihr auch den Schwefel?
Du, Geschwätziger!
Ein Hoch auf unseren Zaren Wladislaw! Ein Hoch!
Leute! Hier kommt der Zar!
Beschützt euren Zaren und liebt ihn!
Begegnet ihm mit Ehrfurcht, mit ganzer Aufrichtigkeit,
gebt euch nicht der Verlockung der Untreue hin!
Soll Wladislaw viele Jahre herrschen!
Möge er uns zu altem Glanz führen!
Zu Frieden und Glückseligkeit!
Kommt, schnell!
Für wen ziehen wir hier? - Irgendwelche Auslöänder.
Los, schneller!
Auslöänder? - Söldner...
Los, vorwärts! Vorwärts!
Seid vorsichtig, Herrin, diese Söldner sind ein komischer Haufen.
Nein, das ist nicht genug.
Ich peitsche euch zu Tode, ihr elenden Hunde!
Werfdich hin, Andrei, zu ihrem Vergnügen!
Der Himmel ist nicht fern. Keine weite Reise für deine Seele!
Los, los!
Mein Anteil.
Faules Gesindel!
Ihr solltet doch nicht hier ankommen,
bevor die polen nicht besiegt sind!
Sie sind überall im Kreml, unsichtbar...
poscharski hat eine Volksarmee zusammengestellt.
Wie geht es Xenia?
Sie bringen sie her.
Wir werden selbst nach Moskau gehen
und die rechtmöäBige Zarin einsetzen.
Endlich!
Wenn Ihr Xenia Godunow habt, woraufwartet Ihr dann?
Nur wer warten kann, kann auch siegen!
Wie lange höält dieses Chaos nun schon an?
Seit sieben Jahren und es geht immer weiter!
Warum hat der Herr Euer VolkverstoBen?
Glaubt ihr, alles wird sich beruhigen...
wenn wir den katholischen Glauben annehmen?
Ja, davon bin ich überzeugt.
O Herr, hab Gnade!
Es ist nichts Falsches am Katholizismus,
meine werte prinzessin.
Ich bete zur heiligen Veronika und verspüre Trost.
Mein Angetrauter ist wie ein Engel, meine Kinder ebenso!
Ich möchte nicht darüber sprechen.
Zu müde?
Dann geht zu Bett.
Schlaft! Und nehmt Eure Medizin.
Betet zur heiligen Veronika
und ruht Euch danach aus.
Ich wünschte, ich würde schlafen und niemals erwachen!
Gott bewahre!
Hinfort mit dir, Diener!
Ein Dieb! Schnappt ihn! Dieb!
Wo bist du gewesen, Andrei? Bleib stehen, ich mache das.
Du darfst nicht dahin gehen, Xenia!
Das darfst du nicht!
Xenia, mein Kind. Das geht doch nicht.
Das Balg! Benimmt sich schon wie ein Saukerl!
Mama! - Sein Ding ist schon ganz hart!
Lasst ihn, er meinte es nicht so!
Er hat die prinzessin angestarrt!
Vaterloses Balg! - Andrei! Andrei, nicht!
So, du willst also doch nicht mehr sterben?
Du hast meinen spanischen Herrn erheitert.
Er hat einen Taler aufdich gesetzt und fünfgewonnen!
Wo soll ich das hinstellen?
Was für eine Augenweide!
Bist du ein Schürzenjöäger?
Ich schon...
Aber du bistjetzt wohl zu schwach zum Schürzenjagen.
Kostka! Beeilung!
Kavalier, ich habe nur zwei Höände und nicht zehn!
Sag dem Spanier, dass er mich kaufen soll!
Ja, aber lass mich los. - Schwöre!
Ich schwöre bei meinem Leben und dem meiner Mutter!
Ich könnte dich hintergehen.
Und dann musst du deine Sachen ohne mich tragen.
Ich war auch mal Sklave.
Aberjetzt bin ich frei.
Bete zu Gott, dass der Spanier dich kauft.
Ich werde für dich beten!
Ich bete...
seit sieben Jahren... ohne Ende.
Das Einhorn...
Oder Indrik das Biest,
der Herr aller Tiere...
Seine wunderschönen Hufe haben schon alle Kluften und Schluchten der Welt überwunden.
Die, die mit Regen gefüllt waren,
wurden zu Ozeanen und Flüssen.
Dennoch blieben manche leer.
Sein Horn heilt nicht nur Gebrechen und schützt vor Giften,
sondern es erfüllt dem, der es besitzt, auch einen Wunsch!
Sein Horn glöänzt...
Es kann bis zu sechs Spannen lang werden.
Empfange mein königliches Geschenk.
Es soll dir alle deine Wünsche erfüllen.
O Herr,
wird dieses Bett mein Sarg werden
oder wirst Du mich mit einem weiteren Tag beehren?
Ich sehe den Sarg vor mir, der Tod steht mir gegenüber.
O Herr, Dein Urteil und die endlosen Qualen...
Ich würde gern deinen Sklaven kaufen. - Warum nicht?
Aber wir müssen handeln.
Ich habe 30 Taler für ihn bezahlt, er ist mein bester...
Schon gut, er ist keinen müden Heller wert!
Er sollte gehöängt werden... aber ich hatte Mitleid.
Zu wem hast du gebetet? - Zum heiligen Johannes von Damaskus.
Und ich betete zum unsterblichen Idris.
Unsere Gebete wurden erhört!
Die Fliege fliegt... der Zahn fault ab.
Was bedeutet "die Fliege fliegt"?
Beeilt euch. - Und der "Zahn"?
Hier.
Mein Name ist Kostka, ich bin Tatar.
Mein Name ist Andrei, ich bin Russe.
Was sind das für Leute? - Söldner.
Alvar ist einer von ihnen.
Sie interessieren sich fürs Geld und sonst nichts.
Es ist ganz einfach - sie müssen einfach den Feind umbringen.
Und wer ist der Feind?
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