Red Sorghum (红高梁 / Hong gao liang)

Red Sorghum (红高梁 / Hong gao liang) (红高粱)

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ആദ്യത്തെ 200 വരികൾ.

Dieser Film wurde 1988 bei der 38. Berlinale

mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

XIAN FILMSTUDIO

ROTES KORNFELD

Nach Mo Yans Roman "Rotes Hirsefeld" oder "Roter Schnaps aus Hirse".

Drehbuch: Chen Jianyu, Zhu Wei und Mo Yan

Ich erzähle euch die Geschichte von meinem Großvater und meiner Großmutter.

Sie wird auch heute noch in meiner Heimat erzählt.

Nach so langer Zeit glaubt mancher, die Geschichte wäre wahr,

andere glauben es nicht.

Das ist meine Großmutter.

Sie wurde am 9. Tag des 7. Monats des Jahres 1929 verheiratet.

Ihr Bräutigam hieß Li Datou

und war Besitzer der Schnapsbrennerei im Dorf Shibalipo.

Er war bei der Hochzeit schon über 50 Jahre alt

und alle wussten, dass er Lepra hatte.

In der Sänfte darf man nicht weinen und erbrechen, das bringt Unglück!

Wer das Kopftuch der Braut abnimmt, dem wird Unheil zugefügt werden.

Die Braut besteigt die Sänfte!

Nach altem Brauch musste die Braut auf dem Weg zum Bräutigam gekränkt werden.

Alle Sänftenträger und Musikanten waren Arbeiter von Li Datou,

dem Besitzer der Schnapsbrennerei.

Nur der berühmte Sänftenträger Yu war extra angestellt worden,

der später mein Großvater wurde.

Kleine Braut, sieh nicht heimlich aus der Sänfte! Rede mit uns!

Der Weg ist weit. Ist dir nicht langweilig da drin?

Genau, reden vertreibt die Langeweile und singen die Müdigkeit!

Ja, sing uns ein Lied!

Kleine Braut, es fällt uns heute nicht leicht, dich zu tragen.

Ja, es fällt uns nicht leicht!

Du hast recht! Wessen Tochter bist du eigentlich?

Schade für dich, dass du diesen Mann heiraten musst!

Geld macht blind, nicht wahr? Du hast habgierige Eltern!

Ja, die Eltern sind schuld! Die sind nur hinter dem Geld her!

Li Datou ist von oben bis unten eitrig und verfault.

Er ist ein Taugenichts! Ja, ein Taugenichts!

Du darfst nicht zulassen, dass er dich berührt!

Genau! - Sonst verfaulst du auch!

Wenn du es bereust, tragen wir dich zurück. Noch ist es nicht zu spät.

Ja, wir tragen dich wieder zurück!

Hörst du? Ich warte nur auf ein Wort von dir!

Willst du wirklich kein Lied für uns singen?

Ja, sing uns etwas!

Warum schweigst du? Wir schütteln die Sänfte!

Wenn wir kein Wort aus dir schütteln können, dann aber deine Pisse!

Die Gäste sind noch da!

Die Hochzeitstafeln gedeckt!

Wo ist der Bräutigam?

Nirgends ist er zu finden!

Die Braut ist im Brautgemach.

Ihr Bräutigam kommt!

Er nimmt ihr den Schleier vom Gesicht!

O Schreck, o Graus!

Was ist das für ein Kuckucksei!

Die Nase schief! Der Mund vernarbt.

Die Augen schielen aus dem Wasserkopf!

O Himmel, sie hat einen Hühnerhals!

Sie redet zu viel

und ist stur wie ein Bock.

O Himmel, was für ein Kuckucksei!

O Schreck, o Graus, die neue Frau!

Ich schlafe heute im Schweinestall.

Ich renne weg! Ich will sie nicht ansehen.

Heute Nacht schlafe ich im Schweinestall!

O Schreck, o Graus!

Was ist das für ein Kuckucksei!

Los, weitergehen!

Wollte man vom Dorf meiner Großmutter zum Dorf Shibalipo,

musste man an Quingshakou vorbei.

In der Gegend waren irgendwann ein paar Morgen Sorghum-Hirse gewachsen.

Niemand hatte sie angebaut, niemand kümmerte sich darum.

Die Leute in meiner Heimat sagten, es sei wilde Hirse gewesen,

und dort habe es oft gespukt.

Halt! Stehenbleiben!

Stellt die Sänfte ab!

Ich will euer Geld!

Ich bin der Meisterschütze Sanpao.

Her mit eurem Geld oder ich schieße!

Nehmt eure Gürtel ab!

Bringt das Geld und die Gürtel hierher!

Und jetzt geht hinter die Sänfte!

Nicht umdrehen!

Hockt euch hin!

Nicht umdrehen! Wer sich umdreht, den erschieße ich!

Komm raus! Los!

Geh ins Kornfeld!

Geh weiter!

Was gibt's da zu sehen? Geh weiter!

Schlagt ihn! Schlagt ihn tot!

Der verträgt aber keine Prügel. Ist er schon tot?

Es ist nicht Sanpao, der hier hat Haare!

Die Pistole ist auch nicht echt! - Das war mutig von ihm.

Lassen wir ihn hier liegen? - Ja.

Hier kommt sowieso keiner her.

Eure Gürtel! Nehmt sie!

In der Umgebung von Shibalipo wohnte kaum jemand

und Li Datou war leprakrank.

Deshalb kam außer ein paar Schnapskäufern nur selten jemand nach Shibalipo.

In meiner Heimat besucht die Braut 3 Tage nach ihrer Hochzeit ihre Eltern.

An dem Tag wurde meine Großmutter von ihrem Vater abgeholt.

Du musst zurück! Du musst zur Familie Li zurück.

Du musst zurück! Vergiss nicht, wie großzügig er ist.

Er schenkte uns ohne zu zögern einen großen Maulesel.

Auch wenn du ihn nicht haben willst,

darfst du doch nicht gleich mit der Schere herumfuchteln!

Du musst zu ihm zurück, meine Tochter!

Meine Tochter, reite doch nicht so schnell!

Meine Tochter! Wo warst du denn solange?

Hast du so lange gepinkelt? Wo warst du solange?

Vorwärts! Immer vorwärts!

Immer vorwärts. Nur keine Angst!

Es gibt 9990 Wege

und alle führen zum Himmel.

Vorwärts! Immer vorwärts, Liebling!

Nur vorwärts! Keine Angst.

Rot ist die Liebesglut

Rot ist das Brautgemach

Rot ist das Jungfernblut

Trinken wir den roten Hirseschnaps.

Unseren blutroten Hirseschnaps.

He, du Kerl! Komm raus da!

Du bist ein gehässiger, verfluchter Mensch! Was singst du für merkwürdige Lieder!

Sei nicht so stur! Warum isst du nichts? Willst du ein Geist werden?

Sei froh, dass du dich in ein gemachtes Nest setzen konntest!

Vergiss nicht, dass uns Familie Li einen großen Maulesel schenkte!

Also geh zurück und führe ein anständiges Familienleben!

Der gesamte Besitz der Familie Li wird in Zukunft dir gehören.

Was willst du noch mehr?

Du gehörst Li, im Leben und nach dem Tod!

Iss endlich was und geh wieder zurück!

Ich gehe.

Ja, ich gehe. Ich gehe ja schon!

Du bist nicht mein Vater! So einen Vater will ich nicht!

Du siehst nur deinen Vorteil! Du tauschtest mich gegen einen Maulesel ein!

Dann lebe auch mit deinem Maulesel!

Ich werde gehen. Und ich komme nie wieder!

Du undankbares Geschöpf! Du beleidigst deinen Vater!

Das gehört sich nicht! Deine Mutter und ich zogen dich groß!

Das war nicht einfach!

Während meine Großmutter und ihr Vater sich stritten,

hatte sich in Shibalipo etwas ereignet.

Li Datou war ermordet worden.

Bis heute ist nicht geklärt, wer der Mörder war.

Ich hatte immer das Gefühl, es wäre mein Großvater gewesen.

Trotzdem fragte ich ihn bis zu seinem Tode nie danach.

Da'zhuang und Er'zhuang! Gehen wir lieber weg von hier!

Es ist sowieso nicht normal, in diesem Leprahaus zu arbeiten.

Nach Li Datous Hochzeit ist hier viel passiert.

Ja, das war schon eigenartig.

Wir haben nichts bemerkt. Plötzlich war Li Datou weg

und alle Türen waren gut verschlossen.

Und seine Pfeife lag noch auf der Schlafbank!

Angeblich fand man einen seiner Schuhe unter der Quingshakou-Brücke.

Man sagt, er wurde ermordet.

Was in der Gegend geschieht, ist nicht leicht aufzuklären.

Vor ein paar Tagen waren Kreisbeamte hier.

Sie untersuchten den Fall 3 Tage lang ohne Ergebnis. Wer war es nur'?

Der Alte hat nie eine gute Tat begangen. Es waren sicher seine Feinde.

Ja, sicher. Sie haben nichts mitgenommen.

Sie wollten nur sein Leben. - Ja, genau.

Dieses Weib ist nicht anständig.

Seit sie hier ist, ist es mit dem Frieden vorbei.

Schon als sie sie hertrugen, machte sie dem Träger Yu schöne Augen.

Sei still! Das geht dich nichts an!

Morgen packen wir und verschwinden von hier!

Darf ich reinkommen? - Ja, komm rein!

Ich habe aber meine Hose nicht an.

Hier bist du! Warum trinkst du immer noch?

Sie hat dich wieder erwischt! - Du kommst mit mir mit!

Kommt mal her und hört zu!

Die Frau sitzt allein im dunklen Hof. Schrecklich, oder'?

Sie kann doch zu uns kommen! - Wüstling!

Sie traut sich nicht hinein. Hat Angst sich anzustecken, die arme Frau.

Herrin!

Herrin!

Dieser Schnaps heilt Krankheiten und schützt vor Seuchen.

Passen Sie gut auf sich auf, Herrin.

Geht noch nicht! Ich möchte euch etwas sagen!

Die Schnapsbrennerei soll nicht zugrunde gehen.

Luohan!

Da du schon sehr lange hier arbeitest, vertraue ich dir.

Hört mir zu! Ich bin nur eine Frau. Ich werde eure Hilfe brauchen!

Diejenigen, die gehen wollen, kann ich nicht zum Bleiben zwingen.

Den letzten Lohn kriegt ihr trotzdem.

Wenn ihr zurückkommen wollt, seid ihr jederzeit willkommen.

Ich hoffe aber, dass ihr hier bleibt.

Wenn wir mit dem Schnaps gut verdienen, kriegt jeder seinen Anteil.

Seid ihr einverstanden?

Wir sollten bleiben. - Die Herrin hat recht, wir bleiben.

Wir bleiben bei Frau Li!

Und bitte sagt nicht mehr "Herrin". Ich bin auch ein Kind einfacher Leute.

In unserer Brennerei gibt es keine Rangordnung.

Ich kam am 9. Tag des 9. Monats zur Welt und bin zu Hause das 9. Kind.

Deshalb heiße ich "Jiu'er“, die Neunte. Ihr könnt mich auch so nennen.

Eine Frage, Herrin! Wollen wir gemeinsam den Hof saubermachen?

Früher betraten wir ihn nicht, aus Angst uns anzustecken.

Aber heute machen wir ihn sauber, ja? Denn ab heute sind Sie hier die Herrin!

Sagen Sie uns, was wir tun sollen.

Also gut! Heute, morgen und übermorgen schließen wir die Brennerei!

Ihr alle helft mir beim Saubermachen!

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