Grass Is Greener

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EINE NETFLIX ORIGINAL DOKUMENTATION

Ich heiße Fred Brathwaite.

Die meisten kennen mich vielleicht als Fab 5 Freddy.

Ich habe die Rap-Show bei MTV moderiert.

-Fab 5 Freddy. -Yo, yo, yo.

-Die Show Nummer 1 -Rapmusik

-Fab 5 Freddy -Yo, yo

Aufgewachsen bin ich in Bed-Stuy in Brooklyn, New York.

Mein Patenonkel war der Jazz-Schlagzeuger Max Roach, der beste Freund meines Vaters.

In unserem Haus war viel los.

Es wurde gute Musik gespielt, meine Mutter kochte gutes Essen

und die Freunde meines Vaters kamen regelmäßig zu Besuch.

Sie hatten lebhafte intellektuelle Gespräche mit Qualitäts-Cannabis.

Wie mein Dad und seine Freunde

bin ich seit langem ein Kenner und Befürworter von Cannabis.

BELIEBTHEIT VON CANNABIS IN AMERIKA

Mehr als die Hälfte von Amerika teilt meine Meinung.

Cannabis wird populär, deshalb kann man die Vergangenheit leicht vergessen.

Fast 100 Jahre lang war es verboten

und Millionen von Leben wurden im Drogenkrieg zerstört.

Dieser Legalisierungs-Trend verbreitet sich im Land,

und man muss fragen: "Warum war Cannabis überhaupt illegal?"

36 MEDIZINISCH 10 ZUR ENTSPANNUNG

Und warum akzeptiert Amerika es erst jetzt?

Mein Weg zur Beantwortung dieser Frage beginnt hier,

bei der alten Plattensammlung meines Vaters.

Die Cannabis-Geschichte ist in Amerika seit langem

mit der Musikgeschichte verbunden.

Vor fast 100 Jahren

waren die größten Befürworter Jazz-Musiker.

MARIHUANA-SONGS

Was ist mit dem Typen hier los?

-Er ist high -Was soll das heißen?

-Voller Gras -Voller Gras?

-Ja -Wer ist das überhaupt?

Der Marihuana-Mann

-Der Marihuana-Mann? -Ja

Seht ihn euch an Er scheint den Verstand zu verlieren

-Er hat den Verstand verloren -Den Verstand?

-Ja -Lasst uns nun von hier abhauen

Sie verwendeten beschönigende Ausdrücke.

Cab Calloway war natürlich einer der Ersten

mit einem Song namens "Reefer Man."

99,9 % der Bevölkerung hatte keine Ahnung, wovon er sprach.

Reefer, Gauge, Jive und Weed

waren einige der Slangwörter, die Jazzgrößen benutzten,

wenn sie über Cannabis sangen.

Sie wurden einige der populärsten Slangwörter, die man immer noch benutzt.

Jazzmusiker rauchten es nicht nur,

sondern alle wussten, dass es ihnen einen Vorteil verschaffte.

Wenn man von Cannabis high war, wurde die Musik etwas langsamer.

Man konnte gut improvisieren.

Jemand, der Marihuana rauchte,

spielte besser als andere... Fats Waller, Duke Ellington und die alle.

Es hilft einem, sehr kreativ zu sein.

Ich rauche seit 70 Jahren

und genieße es sehr.

Damals in der Jazz-Ära sprach man von der Pflanze,

weil sie einem half, seinen Groove zu finden.

Sie fanden ihre Seele und ihren Verstand, um die klassischste Musik zu kreieren,

die je geschrieben, produziert

und gesungen wurde, und sie ist zeitlos.

Mit Cannabis kann man das Beste aus sich herausholen

und mit seiner Seele in Kontakt treten.

Es gibt viele Reefer-Songs. "Light Up."

JAZZ-LEGENDE AUS NEW ORLEANS

Es gibt noch einen.

Der ganze Jive ist weg

Der ganze Jive ist weg

Ich hatte Spaß, aber jetzt will ich weg Weil kein Jive mehr da ist

Damals wurde Marihuana Jive genannt.

Der neueste Schrei Das Land will Jive, Jive, Jive.

Man kann die Wurzeln von Cannabis nach New Orleans zurückverfolgen,

eine Hafenstadt, die ein Schmelztiegel von Kulturen und der Geburtsort von Jazz war.

Genau, Baby, New Orleans.

Zu einer Zeit, als nur die angesagtesten Typen wussten, wo es gutes Gras

in den Untergrund-Clubs gab.

KERMITS SCHWIEGERMUTTER-LOUNGE

Hier ist der Original-Reefer-Song.

Versteckt den Reefer Hier kommt der Kriecher

Versteckt den Reefer, Hier kommt der Kriecher

Cannabis und sein enger Cousin Hanf wurden jahrhundertelang in Asien verwendet

und verbreiteten sich über die Handelsrouten auf dem Globus.

Marihuana wurde nicht per se zum gesellschaftlichen Problem,

erst als es erste Berichte aus El Paso, Texas und New Orleans gab,

dass Minderheiten Marihuana rauchen.

Marihuana wird ab seiner Einführung in die USA mit zwei Gruppen assoziiert,

die Amerikanern große Angst machen,

damals, und selbst jetzt.

Das sind Afro-Amerikaner und die Jazzkultur in New Orleans und Mexikaner.

Der Name Cannabis wurde im allgemeinen Sprachgebrauch in Marihuana geändert,

um eine Verbindung zum Mexikanischen herzustellen.

Das passierte in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

in den fremdenfeindlichsten Jahrzehnten der US-Geschichte,

obwohl es das auch heute gibt.

Aber wirklich intensive fremdenfeindliche Momente.

IMMIGRATIONSFLUT

Ich spreche von Menschen, die von Mexiko nach Texas kamen.

Die Ankunft von Juden und Italienern.

Die große Migration von Afro-Amerikanern in Städte im Norden.

Die ganze Bevölkerung amerikanischer Städte ändert sich,

und es gibt viele Ängste hinsichtlich dieser Bevölkerungsgruppe.

Man machte sich Sorgen, dass die Schwarzen in New Orleans,

die Marihuana rauchten,

es benutzen würden, um weiße Teenager zu verführen

und sie von dieser mysteriösen Droge abhängig zu machen, die sie nicht kannten.

Jazz war die neue Musik im 20. Jahrhundert.

Louis Armstrong war der Vorläufer.

Louis Armstrong ist die wichtigste wegweisende Figur

in der Entwicklung von Jazz.

Ich bin 1900 in James Alley geboren, wie es genannt wurde.

Das ist die hintere Stadt, das echte New Orleans.

Als kleiner Junge nannte man mich kleiner Louis.

Als ich aufwuchs, hörte ich all die gute Musik.

Wir wissen, dass Louis früh begann, Gras zu rauchen.

Er rauchte es an jedem Tag seines Lebens.

Louis war einer unserer ruhmreichen frühen Kiffer.

Und wenn man seine Musik hört, merkt man natürlich, dass Gras

einen sehr gesunden Einfluss auf seine Musik hatte.

In den 1920er Jahren hatten einige Staaten begonnen, Marihuana illegal zu machen,

einschließlich Kalifornien.

1930 hatte Louis Armstrong einen Auftritt im Cotton Club in Culver City

und wurde verhaftet, weil er draußen in der Pause einen Joint rauchte.

Wir sind in Louis Armstrongs Haus, das als Museum erhalten ist.

Dieser Schreibtisch... sein Tonbandgerät, vielleicht seine Brille, keine Ahnung.

Die ganzen Tonbänder.

Das meiste, was wir von Louis Armstrong wissen,

wissen wir aus seinen eigenen Worten und Briefen.

Er war sehr offen, was das Cannabis-Rauchen betraf.

und er nahm bei seinem Widerstand gegen die Prohibition kein Blatt vor den Mund.

Louis verstand nie, warum Marihuana illegal war.

Er sagte seinem Manager:

"Mir ist eine Erlaubnis zum Tragen einer Waffe nicht so wichtig,

ich will nur eine Erlaubnis zum Tragen des guten Haschischs.

Du musst dafür sorgen, dass ich eine Sondergenehmigung habe,

so viel Marihuana zu rauchen, wie ich will und wann ich will,

sonst muss ich dieses Instrument ablegen."

Er war seiner Zeit weit voraus, denn Louis wollte eine Erlaubnis für Marihuana.

"Ich kann mir keine Anspannung leisten, die Angst, jederzeit verhaftet zu werden,

ins Gefängnis zu kommen wegen einer albernen kleinen Sache wie Marihuana."

Louis' Worte waren vernünftig, aber radikal für die damalige Zeit.

Und sie klingen heute immer noch wahr.

Warum wird ein mildes Rauschmittel, das auf der ganzen Welt natürlich wächst,

so von der amerikanischen Regierung gefürchtet,

dass deswegen ein Krieg ausbricht?

Es hat alles mit einem Mann

namens Harry Anslinger zu tun.

Unser angesehener Gast ist heute Abend Harry J. Anslinger.

Beauftragter der USA für Rauschmittel, Finanzministerium.

Es ist die Pflicht des Finanzministeriums,

den schädlichen und heimtückischen Strom von Rauschmitteln einzudämmen.

Das Finanzministerium beabsichtigt, einen unerbittlichen Krieg zu führen

gegen den verabscheuungswürdigen Geier, der mit Marihuana handelt

und die Schwäche seiner Mitmenschen ausnutzt.

Einer der größten Architekten des Marihuana-Verbots,

vielleicht sogar der Vater des Marihuana-Verbots,

ist Harry Anslinger.

Harry Anslinger gehörte zur Prohibitions-Abteilung.

1930 wurde er der erste Leiter des Amts für Rauschmittel.

Man muss aber über Anslinger wissen,

dass er im Grunde ein Rassist war.

Das beeinflusste sehr die Art der Maßnahmen, die seiner Meinung nach

gegen Leute ergriffen werden sollten,

die eigentlich eine ganz unschuldige Pflanze rauchten.

Ich könnte sagen, dass wir diese Sucht von Teenagern

in bestimmten Teilen und bestimmten Vierteln finden.

Man kann es zum Beispiel fast so ausdrücken:

Man sieht sehr wenig davon in Neuengland.

Wenn man nach New York kommt, nach Philadelphia, Pittsburgh...

Detroit, Chicago, New Orleans...

Die meisten Amerikaner

wussten damals genau, was Anslinger damit meinte.

In diesen Städten gab es einen großen Anteil von Schwarzen und Farbigen.

Anslinger war ein Meister in PR und Falschnachrichten.

Er schaffte es, immer, das andere zu kreieren.

Er hatte immer diese abscheulichen,

reißerischen Geschichten von Zerstörung, die Marihuana anrichtete.

Dies ist nur eine kleine Probe dessen, was ich The Gore File nenne.

Neger-Konferenz von Hampton.

Marihuana kreierte großartige Traumlandschaften und Wahnsinn.

Okay, hier ist eine gute Geschichte.

"Tötet sechs in einem Krankenhaus, Mexikaner unter Marihuana-Einfluss

läuft mit einem Schlachtermesser Amok."

Das wurde 1925 in der New York Times veröffentlicht.

Das hier ist gut.

"Mexikanische Familie wird verrückt.

Eine Frau und vier Kinder wurden durch Marihuana-Verzehr

wahnsinnig, erklären Ärzte, die sagen,

es gebe keine Hoffnung, das Leben der Kinder zu retten.

Die Mutter würde für den Rest ihres Lebens verrückt bleiben.

Damals wussten die meisten Amerikaner nichts über Marihuana.

Die Idee war, zumindest für Anslinger,

ein Bewusstsein für diese öffentliche Gefahr aufzubauen.

Es war eigentlich gar keine öffentliche Gefahr.

Und einer der großen Fälle ist der von Victor Licata.

Und dies ist eine Stelle, wo Anslinger...

Es ist aus der Zeitschrift Inside Detective.

Und das ist der Marihuana-Irre.

Eines Tages nimmt Victor eine Axt und ermordet seinen Vater, seine Mutter,

zwei Brüder und eine Schwester.

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