After Liverpool

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After Liverpool (1974) de
കമന്ററി എഴുതിയത് Jorgenjason

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ആദ്യത്തെ 200 വരികൾ.

...UND WAS KOMMT DANACH?

VON JAMES SAUNDERS

REGIE MICHAEL HANEKE

DER PHILOSOPH UND DER CINEAST HABEN EINE BESTIMME LEBENSWEISE GEMEINSAM,

DIE EINER GENERATION EIGENTÜMLICHE SICHT AUF DIE WELT.

War ich gut?

Was meinst du mit „gut“?

Hat's dir Spaß gemacht?

Mir macht's immer Spaß.

Ja, aber...

Ja?

Aber was?

Macht es dir immer Spaß?

Ja, ich glaube schon.

Mit jedem?

Heh! Ich mach's nicht mit jedem.

Tsk! Mit jedem, mit dem du es machst.

Auf die eine oder andere Art, ja.

Dir macht's immer denselben Spaß.

Natürlich nicht immer denelben.

- Ich meine ebenso viel. - Mmmm?

Manchmal ist es besser als ein anderes Mal.

Manche Leute sind besser.

Manche Leute sind manchmal besser als andere Leute ein anderes Mal.

Na?

Was willst du denn wissen?

- Du redest nicht viel darüber, wie? - Was soll ich denn sagen?

- Hat's dir Spaß gemacht--? - Ich hab schon gesagt, ja.

- Lass mich ausreden. - Oh, entschuldige.

Verzeihung. Red weiter.

Hat's mir... Spaß gemacht?

- Hat's dir... mehr Spaß gemacht? - Als was?

Als vorher.

Ich habe es vorher noch nie mit dir gemacht.

Mit den anderen.

Hat's mir mehr Spaß mit dir gemacht als mit anderen?

- Wenn du so willst. - Nein, nicht wenn ich so will.

Es ist deine Frage.

Na schön.

Also die Frage soll ich beantworten?

Hat's mir mehr Spaß mit dir gemacht als mit den anderen?

Hör mal, wenn du nicht drauf antworten willst--

Wer sagte, dass ich nicht darauf antworten will?

- Warum tust du es dann nicht? - Ja, versuch es doch.

- Ich musste die Frage kennen. - Na, jetzt kennst du sie.

Ich verstehe nicht, warum das eine so unsinnige Frage sein soll.

Das habe ich nicht gesagt.

Na?

Mehr als mit jedem von den anderen?

Mehr als...

- Ich stelle eine einfache Frage-- - Ich stelle eine einfache Frage:

Meinst du, ob es mir mehr Spaß mit dir gemacht hat

als mit irgendeinem von den anderen?

- Ach, lassen wir das Ganze. - Warum?

Offenbar hast du nicht die Absicht, mir zu antworten.

Ich habe die Absicht, dir zu antworten. Ich will nur die Frage richtig stellen.

Na?

Du bist derjenige, der meine Frage nicht beantwortet.

Welche Frage?

Meinst du mehr als mit irgendeinem von den anderen?

- Wie viele gab's denn überhaupt? - Siehst du? Du antwortest mir nicht.

Wie kann ich dir antworten, wenn du mir nicht antwortest?

Du antwortest mir nicht, oder?

- Ich hab zuerst gefragt. - Ich hab zuerst gefragt!

- Eine einfache Frage. - Auf die du keine Antwort haben willst.

Warum sollte ich dann fragen?

Also schön. Ich sag dir es.

Es hat mir nicht viel Spaß gemacht.

- Mit mir. - Mmm.

Es hat mir nicht viel Spaß gemacht mit dir.

Es hat mir Spaß gemacht, aber nicht sehr.

Und dir auch nicht, wie?

Nein. Du warst zu steif.

Und bei dir war nicht alles steif genug.

Jetzt wissen wir's.

Wir haben es die ganze Zeit gewusst.

DAS HEUTIGE LIVERPOOL SIEHT NOCH IMMER SEHR NACH 19. JAHRHUNDERT AUS.

Ich hör dich.

Liebst du mich?

Warum fragst du?

Du warum antwortest du nicht?

Warum willst du es wissen?

Warum antwortest du nie auf meine Fragen?

Warum stellst du immerzu Fragen?

Warum musst du immer alles in Worte fassen?

Warum sagst du nie, was du empfindest?

Warum streiten wir immerzu?

Ich liebe dich.

SAY THE WORD AND YOU'LL BE FREE. SAY THE WORD AND BE LIKE ME.

SAY THE WORD I'M THINKING OF. HAVE YOU HEARD THE WORD IS LOVE.

Weißt du, was mir in unserem Zusammensein so besonders gefällt?

Dass ich mich nicht gezwungen fühle, die ganze Zeit zu reden.

Man kann so schön mit dir schweigen.

Mit dir zu schweigen, ganz nahe aber ohne dich zu berühren.

Kein Kontakt mit einem der fünf Sinne.

Nur wissen, dass du da bist.

Fühlen, dass du da bist.

Das lässt sich schwer in Worte fassen, weil Worte zu den fünf Sinnen gehören.

Und das etwas Anderes ist.

Hmm? Das ist etwas Anderes.

Eine Empfindung...

Schwer zu beschreiben.

Ein Gefühl, dass du irgendwo in mir bist und ich irgendwo in dir.

Außerhalb der Sinne.

Jenseits von Raum und Zeit.

Außerhalb von uns selbst.

Ich kann es nicht in Worte fassen.

Aber es ist da.

Fühlst du es auch?

Hmm?

Fühlst du es auch?

Verzeih, ich hab nicht zugehört.

WHAT GOES ON IN YOUR HEART, WHAT GOES ON IN YOUR MIND?

YOU ARE TEARING ME APART, WHEN YOU TREAT ME SO UNKIND,

WHAT GOES ON IN YOUR MIND?

Hör mal. Ich will dich was fragen.

Was?

Siehst du mich bloß als Sexualobjekt?

Ha! Ist das dein Ernst?

Ja.

Erst einmal protestiere ich gegen das „bloß“.

Haha!

Siehst du mich nur als Sexualobjekt?

Hab ich mir noch nicht überlegt.

Dann überlege es dir.

- Gib mir mal das Handtuch. - Hmm?

Gib mir mal das Handtuch.

Warum fragst du?

Ich will es nur wissen.

Warum? Was habe ich getan?

- Ah, ist ja nicht so wichtig. - Hä?

- Ach, lassen wir es. - Was ist denn?

- Das ist doch hoffnungslos! - Was ist hoffnungslos?

Na ja...

Wir beantworten uns nie unsere Fragen. Ist dir das noch nie aufgefallen?

Wir stellen immer nur neue Fragen.

Du meinst wohl ich.

Nee, ich meine wir beide.

Wir umgeben uns mit einem Wall von Fragen, die wir nie beantworten.

Wir verkriechen uns hinter Fragen, die wir nicht beantwortet haben wollen.

Das ist keine Verständigung, das ist Ping-Pong. Hmm?

Ich dachte, wir verstehen uns.

Nein, wir verstehen uns nicht.

Im Bett verstehen wir uns gut.

- Das ist schon was. - Ja, das ist schon was. Ha.

Du meinst, wir können uns nicht verständigen?

Ach, wenn du so anfängst, kann man überhaupt nicht weiter angehen.

- Das ist eine Frage. - Es ist wahnsinn.

Nein, wir können uns nicht verständigen.

- „...nicht verständigen.“ - Wir können uns nicht verstandigen!

- Ist mir neu. - Das ist dir nicht neu.

Seit wann können wir uns nicht mehr verständigen?

Wir haben noch gar nicht damit angefangen.

- So! - So!

Also was-- Also was schlägst du vor? Was sollen wir tun?

- Ins Bett gehen? - Nein!

Wirklich?

Du bist plötzlich so bitter.

- So ich bin bitter? - Das weißt du doch. Warum?

Ich weiß nicht.

Und warum willst du mir die Schuld zuschieben?

Weiß ich nicht. Ach, komm. Lass es doch.

Ist doch wirklich eine zu leichte Lösung.

Ich hab es nicht als Lösung gemeint.

Nein?

Um ein unangenehmes Gespräch abzubrechen?

Weil es mit Worten nicht geht?

Ich weiß nicht genau, was dich bedrückt.

Das eben bedrückt mich.

- Ach komm, hör auf. Ach, lass doch. - Hör mal...

Das stimmt ja nicht ganz, dass wir uns nie verständigen konnten.

Wir haben uns schon verstanden.

Im Bett haben wir uns schon... verstanden.

Unsere Gespräche drehten sich um Lust, Begierde, Schlafen...

Wir haben gesprochen als hätten wir was zu verkaufen.

„Ich will dich, willst du mich?“

„Ich finde dich begehrenswert, findest du mich begehrenswert?“

- Haben uns verstanden. - Ja.

Diese Gespräche brauchen wir nicht mehr, nicht?

Das haben wir kapiert.

Das Bett fällt uns leicht. Das ist selbstverständlich.

Die Sprache hat ihren Zweck verloren. Wir brauchen sie nicht.

Zwischen den Vögeln ein Spiel, es reicht uns.

Ich will, dass wir mit der Sprache machen,

was wir mit unseren Körpern machen. Ist das so unsinnig?

Ach komm. Gehen wir ins Bett.

DIE STILLSCHWEIGENDEN ABMACHUNGEN ZUM VERSTÄNDNIS DER UMGANGSSPRACHE

SIND ENORM KOMPLIZIERT.

Willst du ein Apfel?

Ja, bitte.

- Da ist er. - Ist das der Einzige?

Ja. Na los, nimm schon.

- Nein, nein, fällt mir nicht im Traum ein. - Na nimm schon.

Und was ist mit dir?

Was mit mir ist ist doch egal, oder?

Willst du keine?

Hör mal, ich biete dir einen Apfel an, oder nicht?

Ich will ihn nicht, wenn du ihn willst.

Ich dachte, du sagst, du willst ihn.

Nicht, wenn du willst. Nicht den Letzten.

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