A Little Princess

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ആദ്യത്തെ 200 വരികൾ.

Vor langer, langer Zeit...

...lebte eine bezaubernde Prinzessin in einem zauberhaften Land...

...namens Indien.

Sie war die Frau des schönen Prinzen Rama...

...der van seiner eifersüchtigen Stiefmütter, Königin Kaikeyi...

...in einen Zauberwald verbannt worden war.

Eines Tages...

...sah Prinzessin Sita ein verwundetes Reh im Wald...

...und hat Rama ihm zu helfen.

Rama zog einen Kreis in den Sand und sagte:

"Das ist ein magischer Kreis.

Solange du darin bleibst...

...kann dir nichts geschehen. "

In jener Nacht hörte die Prinzessin einen furchtbaren Schrei.

"Ah, hilf mir!"

Im Glauben, ihr geliebter Rama wäre in Gefahr...

...lief sie aus dem Kreis, um ihm zu Hilfe zu eilen.

Nach einer Weile begegnete sie einem alten Bettler.

Obgleich sie kein Geld hatte...

...konnte sie ihm seine Bitte nicht abschlagen.

Sobald er das Armband in der Hand hielt...

...verwandelte er sich in den zehnköpfigen Dämon Ravanna.

Er schnappte die Prinzessin und schleppte sie in seinen Palast...

...wo er sie zu seiner Braut machen wollte.

Simla, Indien, 1914

Ist dir schon mal ein richtiger Prinz begegnet, Maya?

Ja, Lakis Vater.

- Aber der war doch in der Armee. - Das war er.

Und er war auch mein Prinz.

Und ich seine Prinzessin.

Aber ich meine richtige Prinzen und Prinzessinnen.

Alle Frauen sind Prinzessinnen.

Dazu sind wir geboren.

Das alles wird mir sehr fehlen.

Auf der ganzen Welt beflügelt nur Indien so die Fantasie.

Ich wünschte. wir könnten immer hier bleiben.

Ich auch, mein Schatz. Aber jetzt, wo England im Krieg ist...

...muss ich auch in den Krieg. Das verstehst du doch, nicht wahr?

Aber warum muss ich nach Amerika?

Weil du da sicher bist.

Und du kommst auf dieselbe Schule. auf der deine Mutter in deinem Alter war.

- In einer Stadt mit dem Namen? - New York.

Papa?

Maya hat mir gesagt, alle Mädchen sind Prinzessinnen.

- Maya ist eine kluge, weise Frau. - Also, dann stimmt das?

Du kannst sein, was du willst, nur glauben musst du daran.

- Was glaubst du, Papa? - Ich glaube, dass du jetzt...

...und für immer und ewig meine kleine Prinzessin sein wirst.

Simla. Indien

Die habe ich deiner Mutter am Tag unserer Hochzeit geschenkt.

Jetzt bekommst du sie von mir.

Sie war wunderschön.

Was hast du am meisten an ihr geliebt?

Schwierige Frage.

Vielleicht, wie ihre Augen mich anstrahlten, wenn sie lachte.

Genauso wie deine.

Ich liebte den Klang ihrer Stimme, wenn sie alte indische Lieder vorsang.

Aber, ich glaube. am allerschönsten war es...

...mit deiner Mutter zu tanzen!

MISS MINCHINS PRIVATSCHULE FÜR MÄDCHEN SEIT 1856

Hallo!

Sie sind bestimmt Captain Crewe.

Meine Schwester wird sofort herunterkommen.

Wir waren gerade dabei, dein Zimmer vorzubereiten.

Deine wunderschönen Sachen warten schon auf dich.

Danke...?

Himmel! Amelia. Amelia Minchin.

Captain Crewe.

Wie reizend, Ihre Bekanntschaft zu machen!

Und das ist wohl die kleine Sara.

Was für ein hübsches Mädchen sie ist.

- Ich habe gerade dem Captain-- - Danke, Amelia, das wäre alles.

Würden Sie mir bitte folgen?

Der Unterricht beginnt bei uns um Punkt acht.

Wir unterrichten alle Fächer: Literatur, Mathematik, Naturwissenschaften...

...und natürlich Französisch und Latein.

Ja, wissen Sie, Sara spricht schon fließend--

Um 1:30 gibt es Mittagessen und danach machen wir unseren Spaziergang...

...es sei denn, das Wetter ist äußerst ungemütlich.

Um 4:00 werden die Mädchen in Etikette unterwiesen...

...dort lernen sie gesellschaftliche Umgangsformen.

Die Aufgaben machen wir zwischen 4:30 und 6:30. Gefolgt vom Abendessen.

Und dann, vor dem Schlafengehen, wird aus einem der Klassiker vorgelesen.

Das findet immer ganz besonderes Interesse bei den Mädchen.

Sonntag ist Ruhetag. Die Schülerinnen dürfen ihren Eltern schreiben.

Und natürlich wohnen wir dem Gottesdienst bei. Noch Fragen?

Komm mit, mein Kind.

Mädchen.

Ich möchte euch eure neue Mitschülerin vorstellen...

...Miss Sara Crewe.

Guten Tag, Sara.

Du musst ihnen von deiner aufregenden Zeit in Indien erzählen.

Sie wird bestimmt bald das beliebteste Mädchen der Schule.

Natürlich müssen gewisse Regeln sehr gewissenhaft beachtet werden.

Da wäre als erstes die Ordnungsregel...

...das heißt, dass die Mädchen ihre Zimmer tadellos sauber zu halten haben.

Zuwiderhandlungen werden nicht geduldet.

Aber glauben Sie mir, das Resultat unserer Bemühungen ist überzeugend.

Der Ruf unserer Schule. die wohlerzogensten...

...und charmantesten jungen Damen in die Gesellschaft zu entlassen...

...ist der allerbeste.

Das bezweifle ich nicht.

Ach, ich bedauere, aber Schmuck und solche Sachen sind nicht erlaubt.

Und wenn ich sie nur in meinem Zimmer trage, wenn ich frei habe?

Nun, wenn du unbedingt darauf bestehst!

Das tue ich.

Die wird Ärger bekommen.

Prachtvoll.

Unsere größte Suite.

Danke für alle Ihre Mühe, Miss Minchin.

Sara soll sich in meiner Abwesenheit hier zu Hause fühlen.

- Ohne Rücksicht auf die Kosten. - Aber natürlich, ja.

Jetzt wollen Sie sich sicher verabschieden.

Es bleibt Ihnen nicht viel Zeit, bevor Ihr Schiff ausläuft.

Wir schreiben uns jeden Tag.

Wie gefällt dir dein Zimmer?

Ich habe das beste für dich verlangt, mit Erkern und einem Kamin.

Und wenn du dein Spielzeug und deine Sachen eingeräumt hast...

...ist es..

Ich glaube, ich habe da was gesehen...

...auf dem Sessel da drüben.

Sie ist aus Frankreich gekommen, nur um bei dir zu sein.

Ihr Name ist Emily.

Weißt du, dass Puppen die besten Freunde sind?

Auch wenn sie nicht sprechen können, hören sie, was du sagst.

Und wusstest du, wenn man sie im Zimmer allein lässt, dann werden sie lebendig.

- Lebendig? - Ja.

Aber wenn wir reinkommen. sind sie schnell wieder auf ihren Plätzen.

Aber wieso werden sie nicht vor uns lebendig?

Weil es Magie ist.

Man muss an Magie glauben...

...damit magische Dinge passieren können.

Immer wenn du dich fürchtest. oder große Sehnsucht nach mir hast...

...dann sag es Emily.

Sie wird es mich wissen lassen, wo immer ich auch sein werde...

...und ich werde sofort antworten.

Und wenn du sie dann küsst...

...gibst du in Wirklichkeit mir einen Kuss.

Nicht weinen, Papa.

Es wird mir nichts geschehen.

Was machst du denn da?

Prägst du dir mein Gesicht ein?

Das ist schon tief in meinem Herzen.

Lebewohl, Prinzessin.

Habt ihr heute nacht die Geräusche gehört? Jemand hat stundenlang geweint.

War gar nicht laut. Ihr müsstet mal Josephine Schnarchen hören.

Ich schnarche gar nicht!

Wer war es denn? War das die Neue?

Sie ist noch auf ihrem Zimmer. Hast du ihre schönen Sachen gesehen?

Gib mir dein Haarband.

Ihr Vater macht Kekse oder sowas. Ist bestimmt sehr reich.

Das glaube ich auch. Ich meine, alle Leute essen Kekse.

Ihr Vater ist Brite und mit der königlichen Familie befreundet.

Ha! Rausgeflogen sind sie aus Indien...

...weil er Leute mit vergifteten Keksen umgebracht hat.

Vergiftete Kekse?

Ich hatte mal eine Tante, die ist an vergifteten Bohnen gestorben.

- Na, und? - Wen interessiert das?

Wenn wir plötzlich reinkommen, sind sie schnell wieder auf ihren Plätzen.

Ist die aber schnell.

Mama.

Sara?

Wir sind es nicht gewohnt, wegen einer Schülerin auf das Essen zu warten.

Tut mir leid--

Du bist nicht die Einzige hier, Sara.

Ja, guten Morgen.

Sie erinnern sich gewiss noch an die neue Schülerin von gestern.

Das ist Monsieur Dufarge.

Heute ist deine erste Französischstunde bei ihm.

Ist das unbedingt nötig?

Sara! Aber selbstverständlich.

Bitte entschuldige dich bei Monsieur für deine Unhöflichkeit.

- Aber ich wollte nicht unhöflich sein. - Entschuldige dich!

Das Kind hat schon Französisch gelernt! Sie spricht wie eine Französin.

Sie hat es von ihrem Vater gelernt.

Ich habe sehr wohl verstanden, was sie sagte.

Tut mir leid, wir haben versucht es Ihnen zu sagen.

Nun, sie könnte vielleicht den kleineren Mädchen behilflich sein...

...und Ihnen mit ihrer Aussprache, Miss Minchin.

Könnte es sein, dass ich Würstchen rieche?

Danke.

Sara! Es wird bei Tisch nicht geredet.

Das ist aber unnatürlich.

Nochmal sage ich es nicht.

Sieben mal fünf ist 35.

Sieben mal sechs ist 42.

Sieben mal sieben ist 49.

Sieben mal acht ist...

58.

Nein. Moment. 54?

55?

72? 93? 12?

Tut mir leid, Miss Minchin.

Gestern habe ich stundenlang gelernt.

Das fällt mir schwer zu glauben.

Und deinem Vater wird es gewiss genauso gehen.

Bitte sagen Sie ihm nichts!

Ich will mich bemühen, besser zu werden.

Bitte.

Lavinia, du darfst jetzt weitermachen.

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