Nazis in the CIA

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Dienstbereit - Nazis und Faschisten im Auftrag der CIA

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ആദ്യത്തെ 200 വരികൾ.

Das Bundeskriminalamt in Wiesbaden.

Sechs Jahre lang ist dort ein Mann Präsident,

der die Behörde selbst mit aufgebaut hat.

Paul Dickopf, ein Spitzenbeamter mit scheinbar weißer Weste.

Früher war er ein Gegner der Nazis, gibt er zu verstehen.

Bis 1971, bis in die Ära Brandt,

ist er der oberste Kriminalist der Bundesrepublik.

Wer ihn kritisierte, oder gar gefährlich werden konnte,

dem hat er das nie vergessen - er war sehr nachtragend.

Und er hat solche Leute auch vernichtet.

Dickopf macht nicht nur in der Bundesrepublik Karriere.

1968 wird er außerdem Chef von Interpol.

Nun ist es seiner Aufgabe, Verbrechen international zu bekämpfen.

Genscher hat bei der Verabschiedung von Dickopf gesagt,

dass er ein Beispiel für die Polizei in Deutschland sei.

Nach Dickopfs Tod, 1973,

recherchieren Beamte an einem Nachruf auf den früheren Präsidenten.

Was sie finden, verschlägt ihnen die Sprache.

Sie entlarven Dickopf als überzeugten Nazi.

Erst jetzt fliegt seine Lebenslüge auf.

Dickopf war nicht nur Mitglied der SS und Spion der Nazis,

kurz vor Kriegsende hat er außerdem die Seite gewechselt

und seitdem als Agent für die Amerikaner gearbeitet.

Zahlreiche CIA-Dokumente geben Auskunft über "Caravel".

Das war Dickopfs Deckname bei der CIA.

Der höchste deutsche Polizist lieferte gegen Bezahlung

geheime Interna aus Bonner Regierungskreisen.

Vor allem Kanzler Willy Brandt und seine Ostpolitik

waren bei den Amerikanern von besonderem Interesse.

Dickopf gab bereitwillig Auskunft.

So wie viele andere Nazis im Kalten Krieg.

Sie wurden zu willigen Helfern, zu Spionen,

weil der amerikanische Geheimdienst

sie mit ihrer Vergangenheit erpressen konnte.

Die Amerikaner hat es selten gestört,

dass irgendwelche Leute, die sie brauchten,

eine Nähe zu Massenmördern, Extremisten oder Terroristen hatten.

Es kam nur auf die Sache an.

Die amerikanischen Geheimdienste bekämpfen einen neuen Feind.

Den Kommunismus.

Mit Hilfe von Nazis, die als Spione für sie arbeiteten.

Es ging ihnen nicht darum, die Täter zu bestrafen.

Als der Kalte Krieg heiß wurde, wurden diese Nazi-Kollaborateure

zu Bauern im Schachspiel der westlichen Geheimdienste.

Sie wurden für verdeckte Operationen und Ähnliches eingesetzt.

Erst jetzt sind viele Geheimdienstakten

aus der Zeit des Kalten Krieges zugänglich.

Dokumente über Nazis, die als Agenten zu willigen Helfern der CIA wurden.

So wie Eugen Steimle - sein Fall war bislang unbekannt.

Der überzeugte Nazi führte Erschießungs- kommandos in der Sowjetunion an.

Eigentlich galt Steimle bei Kriegsende als tot.

Er soll unter den Opfern einer Lufthansa-Maschine gewesen sein,

die am 20. April 1945 bei Nürnberg abgestürzt ist.

Augenzeugen haben die brennende Maschine beobachtet.

Noch heute ist die Absturzstelle zu sehen.

Hier haben wir den Trichter vom Absturz. Hier steckt die ...

Die Anwohner haben damals alles eingesammelt, was sie finden konnten.

Auch eine Aktentasche war darunter, mit Dokumenten und Ausweisen.

Auch der von Steimle.

Die Tasche wurde in die Orts- kommandantur der NSDAP gebracht.

Wenige Tage später marschierten die US-Truppen in die Gegend ein.

Die Tasche wurde vom Geheimdienst der Armee beschlagnahmt.

Die Amerikaner suchten nach Nazis, die sie für ihre Zwecke nutzen konnten.

Dabei war jedes Detail, jede Personalie hilfreich.

Sie hatten den Verdacht, dass Steimle noch am Leben ist.

CIA-Dokumente über den Inhalt der Aktentasche

ermöglichen es heute, den Fall zu rekonstruieren.

Mitten im Endkampf um Berlin startet am 20. April 1945

die letzte Maschine der Lufthansa aus Tempelhof.

Die Insassen wissen: Nach Hitlers Ende

ist der Pakt von Russen und Westalliierten nur noch Makulatur.

An Bord der "Condor" befinden sich mehr als 20 Passagiere.

Darunter einige Männer in Ledermänteln.

Der Kapitän sucht den Schutz der Nacht.

Das Wetter ist schlecht.

Das Flugziel: Spanien - mit Tankstopp in München.

Ich kann mich noch gut erinnern,

als mein Vater in der Früh beim Frühstück sagte:

"Da ist ein Flieger drüber geflogen, und gerumpelt hat der."

Meine Freundin wohnt hier ganz in der Nähe,

und am Abend flog ein brennendes Flugzeug über ihr Hausdach.

Und die Mutter hat voller Panik die beiden Kinder gepackt

und hat sich mit ihnen zu Boden geworfen, weil sie sagte:

"Der Vater ist im Krieg gestorben, jetzt sterben wir alle zusammen."

Die Maschine stürzt in einen Wald.

Keiner der Insassen überlebt.

Wollten sich ranghohe Nazis nach Spanien absetzen?

Wer war an Bord?

Der Geheimdienst der Amerikaner fliegt die Aktentasche bis in die USA.

Die Agenten in Washington wissen:

Zum Kriegsende beginnt ein neues Kapitel

in der Konfrontation der Mächte.

Um sich einen Vorteil zu verschaffen,

werden sie ehemalige Führungskräfte der Nazis gefügig machen

und in den eigenen Dienst stellen.

Die Amerikaner haben Erfolg.

Ein Täter fällt ihnen in den Unterlagen besonders ins Auge.

Ein ehemaliger SS-Standartenführer namens Eugen Steimle.

Ihre Recherchen ergeben:

Der Mann war für Massenmorde in Russland verantwortlich.

Die Agenten haben Grund, nicht an seinen Tod zu glauben.

Einige Zeugen behaupten, ihn nach dem Absturz gesehen zu haben.

Noch einmal befragen sie die Bevölkerung an der Absturzstelle.

Steimle ist ein Kriegsverbrecher.

Er ist ihnen viel wert.

Es war unmöglich, systematisch Nazis als Agenten zu rekrutieren,

ohne dabei auch Kriegsverbrecher zu rekrutieren.

Sie waren eben beides.

Die Amerikaner fahnden in ganz Deutschland

nach dem ehemaligen SS-Geheimdienstoffizier Steimle.

Er versteckt sich in seiner Heimat, dem Schwarzwald.

Die Schlinge zieht sich immer enger zu.

Im Herbst 1945 sieht er nur noch einen Ausweg.

Er stellt sich und wird verhört.

Er weiß, er hat nur noch eine Chance:

Auspacken.

Ein Überläufer, der etwas zu verbergen hat,

zum Beispiel Mordtaten, ist erpressbar

und dadurch ein gefügiges Werkzeug in der Hand seiner neuen Chefs.

Steimle kollaboriert.

Seine Aussagen und die Dokumente aus der Aktentasche

helfen den Amerikanern,

das Spionagenetz der Deutschen in Spanien aufzuklären.

Es ist das Wissen über Dutzende Nazis,

die sich mit dem Zusammenbruch des Dritten Reiches nicht abfinden.

Die bereits an ihrer nächsten wahnsinnigen Vorstellung arbeiten.

Dem Vierten Reich.

Das Ziel: ein weltweiter Faschismus.

Ihre Aktivitäten können die Amerikaner fortan beobachten

und die Akteure in Spanien in ihre Dienste nehmen.

Steimle wird nach dem Verhör zum Tode durch den Strang verurteilt

und dann überraschend begnadigt.

Hat ihn der US-Geheimdienst als Spion verpflichtet

und auf das Urteil eingewirkt?

Beweisen lässt sich das nicht.

Wichtige Akten fehlen, vor allem aus dem US-Verhörzentrum.

Nazis werden zu Agenten gemacht.

Die US-Geheimdienste wollen noch mehr als Spione verpflichten.

Sie wollen auch die Schätze der Nazis in ihren Besitz bringen.

Bis zum Kriegsende hält sich bei den Alliierten der Mythos

von der uneinnehmbaren Alpenfestung.

Dem angeblichen Rückzugsgebiet der Nazis.

Bis heute sind hier Schatzsucher unterwegs.

Sie sind dem verschollenen Nazigold auf der Spur.

Doch gibt es von diesen Schätzen überhaupt noch etwas zu finden?

Die deutsche Industrie traf gegen Ende des Krieges Vorbereitungen,

ihr Kapital vor der Niederlage in Sicherheit zu bringen.

Es war sehr gefährlich, so etwas zu besprechen.

Anderseits war die Alternative,

nach Hitlers Tod alles zu verlieren, noch gefährlicher.

Also schmiedeten sie Pläne.

Einige liegen uns heute noch als Dokumente vor.

So der Plan, das Reich nach Hitlers Tod erneut zu errichten.

Auch diese Aktivitäten blieben den Geheimdiensten nicht verborgen.

Sie starteten eine weltweite Überwachungsaktion.

Der Codename: "Safe Haven" - sicherer Hafen.

"Safe Haven" war der Name eines US-Regierungsprogramms.

Der Zweck war es,

von den Nazis geplünderte Werte in Europa aufzuspüren -

Werte, die die Nazis in aller Welt anzulegen versuchten

für die Zeit nach 1945.

Die Amerikaner wussten auch, dass sogar in der Reichskanzlei

solche Pläne geschmiedet wurden - auf Befehl von Reichminister Bormann.

Ihnen entging nicht,

dass ein Netz von Auslandsfirmen gegründet wurde,

um Gelder sicher anzulegen.

Ein bevorzugter Standort der Nazis war Monaco.

Dort gab viele es Briefkastenfirmen,

die über Millionenvermögen verfügten.

Eine dieser Firmen war offiziell eine Rundfunkproduktion.

Im Aufsichtsrat saß kein Unbekannter:

Kurt Georg Kiesinger.

Der wurde später Bundeskanzler.

Es schadete seiner Karriere nicht, dass er im Dritten Reich

für das Außen- und das Propaganda-Ministerium gearbeitet hatte.

Agenten der Alliierten berichteten detailliert von den Geldtransfers.

Manchmal konnten sie sogar Leute in die Konferenzen einschleusen.

Der Kopf dieser Spionage- operation war Allen Dulles.

Damals US-Agent in der Schweiz, später Chef der CIA.

Seine Kenntnis der finanziellen Machenschaften der Nazis

wusste er für seine Karriere in Washington einzusetzen.

Als die Reichsbank in Berlin im März 1945,

kurz vor Kriegsende, bei einem Bombenangriff zerstört wird,

liegen Gold und Devisen frei herum.

Jetzt greifen die Pläne, die Evakuierung beginnt.

Eilig und gründlich.

360 Tonnen Gold, 300 Tonnen Silber und Banknoten werden verladen.

Alles wird akribisch erfasst und kontrolliert.

Im letzten Augenblick wird der Nazi-Schatz abtransportiert.

Die Unterlagen über das Reichsbankgold

lagern mehr als 60 Jahre unentdeckt in der Bundesbank.

Karl Bernd Esser findet sie dort schließlich.

Alles Gold dieser Reichsbank- Zweigstellen, das da war,

wurde alles zentral nach Merkers verlagert,

oder in gewisse Depots in Bayern.

Jetzt ist die Stunde der Amerikaner gekommen.

Durch die Operation "Safe Haven“ wissen sie genau,

wo das Gold in den Alpen lagert.

Noch vor den Sowjets sind sie auch in deren Besatzungszone,

in der Salzmine Merkers in Thüringen.

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