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26.05.1927 Vereinte Zeitrechnung
Hbf. Imperiale Hauptstadt Beln
Dieses Werk ist fiktiv. Die darin vorkommenden Charaktere, Organisationen, Orte, Gesetze und Namen stehen in keinem Zusammenhang zu real existierenden Personen, Organisationen, Orten, Gesetzen und Namen.
Stehen wir uns so nahe, dass ich verabschiedet werde?
Sie sehen selten so aus wie ein Häufchen Elend.
Das kann ich mir nicht entgehen lassen.
Folge 5 Niete
Da haben Sie eine richtige Niete gezogen.
So ist das eben.
Ich habe mich ja mit der Regierung angelegt.
Sonst droht Insolvenz.
Die Existenz des Staats selbst ist bedroht.
Ich war darauf eingestellt, meinen Posten zu verlieren.
Enttäuschend, nur fortgeschickt zu werden.
Ich werde es nicht.
Dabei haben wir uns zusammen gegen die da oben gestellt.
Total absurd.
Wir sind Soldaten.
Wir müssen uns dem Willen des Staates beugen.
Das Verstehen der Strategie.
Politisches Geschick.
Ersatz für Sie findet man bei uns nicht.
Und wir können nicht mehr gemeinsam lästern.
Das ist das Schlimmste.
Möchte mich wirklich nicht von Ihnen trennen.
Es ist wohl so weit.
Kümmern Sie sich um den Osten.
Sorgen wir gemeinsam für den Sieg.
Ja. Tun wir das.
Viel Glück.
Kommen Sie als siegreicher General zurück.
Sorgen Sie für teuren Alkohol und Zigarren.
Ich sorge für Ihre Insolvenz.
Wir siegen … was?
Ein Fehler und das Imperium wird in seinen Grundfesten erschüttert.
Aber die Föderation begeht Fehler um Fehler und steht immer wieder auf.
Das ist wirklich unfair.
Ein General kann mit einem Befehl sofort versetzt werden.
Aber im Osten sind meine Möglichkeiten eingeschränkt.
Letztendlich habe ich da wohl keine Bauern zu führen.
Nein, einen hätte ich da.
Ostfront – Östlicher Vormarschstützpunkt der imperialen Armee
Warum?
Warum wurde ich zur Ostfrontarmee berufen?
Geht es um die Friedensgespräche?
Aber warum gibt es dann keinen Befehl zum Waffenstillstand?
Der Offizier von Iloda meinte auch,
der Waffenstillstand wäre nur eine Frage der Zeit.
Jedenfalls ist es nicht möglich, so den Krieg weiterzuführen.
Das versteht jeder, der rationale Entscheidungen trifft.
So dumm sind die da oben auch nicht.
Lange nicht gesehen, …
Oberstleutnant Degretschow.
H-Herr General! Was machen Sie denn hier?
Wurde vom Oberkommando hierher verbannt.
Werde eine Weile hier sein.
V-Verbannt?
Der Boss meiner Fraktion hat es vermasselt?
Hm? Ist etwas?
E-Entschuldigen Sie!
Liegt am Schlafmangel!
Scheiße, Scheiße, Scheiße!
Das ruiniert noch meinen Karriereplan!
Jetzt würde sein Empfehlungsschreiben keinen Wert mehr haben!
Moment. Wenn es Frieden gibt, ist das ein akzeptabler Verlust.
Übrigens …
Die Friedensgespräche sind gescheitert.
Unsere feine Regierung will für bessere Konditionen mehr Kriegserfolge.
Ich stellte mich dagegen und wurde fortgeschickt.
W-Wie bitte?
Mit dem Frieden ist es aus
und der Boss ist raus.
Schlimmer kann’s kaum kommen!
Hey. Hey! Alles in Ordnung?
Entschuldigen Sie. Mir wurde durch die Überraschung schwindlig.
Das ist gar nicht gut.
Sie müssen ja für uns noch größere Leistungen zeigen als zuvor.
S-Selbst in dieser Situation werde ich so ausgenutzt?
Also, aufgrund der politischen Umstände
muss ich hier im Osten eine Strategie für eine Großoffensive entwickeln.
Das Andromeda-Projekt?
Das Ziel ist es, bessere Bedingungen für Friedensgespräche zu sichern.
Dafür müssen wir den Kampfeswillen des Feindes brechen.
Dazu wollen wir die Versorgung der Föderationsarmee abschneiden.
Für diesen Plan wird die Ostarmee in die angreifende Gruppe A
und die Linie haltende Gruppe B unterteilt.
Gruppe A schlägt zu
und Gruppe B verteidigt.
Wenn dieser Plan erfolgreich durchgeführt wird,
wird die Kraft unserer Armee erhalten
und die des Feindes geschwächt.
Da können wir auch Zugeständnisse bei den Verhandlungen erwarten.
Und General Zettour wird die Gruppe B kommandieren, nicht wahr?
Ist aber eher eine Degradierung.
Unsere Regierung will keine Wahrheiten hören.
Den Plan habe ich soweit verstanden.
Aber was wird aus den Verhandlungen in Ildoa?
Die werden vorerst auf Eis gelegt.
Wenn die da oben sagen: Siegt! Dann müssen wir eben siegen.
Um jeden Preis.
Ich frage es direkt. Wie sehen Sie das Andromeda-Projekt?
Ganz ehrlich gesagt ist es äußerst rücksichtslos und riskant.
Fahren Sie fort.
Die von Gruppe B zu verteidigende Front ist bereits zu weit.
Die Soldaten reichen nicht aus.
Wenn so Gruppe A angreift,
verlängert sich der Bereich, der verteidigt werden muss.
Gruppe B ist wie ein Band, das zu weit gezogen wird.
Da braucht man keine Schere, eine Nadel reicht vollkommen aus.
Und noch etwas.
Der Projektname irritiert mich bereits.
Der Projektname?
Der Name bezieht sich auf Sterne im Universum,
die weit, weit weg sind.
Er ist romantisch,
aber hat ein zu weit entferntes Ziel.
Gut gesagt.
Der Namensgeber wirkt grob, ist aber erstaunlich sensibel.
Ihre Anmerkungen sind rational.
Leider sind uns keine Änderungen erlaubt.
Geben Sie mir einen Plan für die Verteidigung mit Gruppe B.
Einen Plan?
Was wird für die Verteidigung benötigt?
Die Initiative.
Ohne die Initiative ist eine Verteidigung unmöglich.
Die Psychologie des Krieges.
Die Frage ist, wie das bewerkstelligt wird.
Die Entscheidung liegt bei der schwächeren Seite.
Zielen wir auf einen Gegenangriff ab.
Locken wir den Feind heran
und vernichten ihn dann.
Das lässt sich einfach sagen.
Ja. Wir brauchen einen Lockvogel, an den der Feind sich wirklich hängt.
Und man benötigt Mumm, um die Angel mit dem großen Fisch am Haken zu halten.
Da müssen wir uns keine Sorgen machen.
Ich habe da auch ein Ass im Ärmel.
Keine Ahnung, wen er damit meint, aber er hat mein Mitgefühl.
Und wir brauchen Jäger, die den Feind erledigen, wenn er angebissen hat.
Welche Einheit können wir hier im Osten direkt einsetzen?
Die Panzerdivision Tiger aus Gruppe B.
Aber so einfach trenne ich mich davon nicht.
Dann gäbe es eine Einheit, die sofort agieren kann.
Das wäre Ihre Kampfgruppe, nicht wahr?
Keine Sorge. Ich bin hart, aber so viel verlange ich auch nicht.
Ich danke für Ihre Rücksicht!
Sie müssen mir nicht danken.
Sie müssen ja bereits den Köder für den Feind spielen.
Ich werde ja nicht vom Köder verlangen, dass er auch den Jäger spielt.
Ähm …
Wir sind das Futter?
Höre ich das richtig?
Es ist Ihr Vorschlag.
Also führen Sie ihn natürlich aus.
Der Köder ist die Einheit, die ihre Hauptstadt zerstörte.
Da muss der Feind einfach zubeißen.
Hm? Aber haben wir doch nicht genug Stiche?
Auch wenn wir die Panzerdivision Tiger losschicken?
Ganz genau!
Es tut mir leid,
aber mein Vorschlag wird wohl kaum zu verwirklichen sein.
Ich werde einen anderen Plan vorbereiten.
Bis dann!
Nutzen wir den Zug unter Ihrer Führung.
Haben Sie mich nicht gehört?
Leihen Sie mir Ihren Magierzug.
Dann haben wir genug.
D-Der wird abgespalten?
Jawohl.
Mit Verlaub, aber das ist kein einfacher Zug.
Wenn es zu einer Belagerung kommt, hängen Leben und Tod davon ab!
Es ist, als würden Sie mir die Glieder ausreißen!
Ach, ein Arm weniger macht doch nichts.
B-Bestehen Sie darauf,
mir den Zug wegzunehmen?
Sonst können die Ihnen doch nicht helfen, wenn Sie eingekesselt werden.
Sie können die Einheit von Grantz haben, wenn es Ihnen nichts ausmacht.
Ich danke Ihnen.
Kommen wir zu den Details.
Schauen Sie. Hier machen wir es.
Stellung Soldim 528?
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