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Was soll das sein?
Erde.
Erde?
Nicht irgendeine Erde.
Sie stammt aus Weinbergen im Burgund.
Was tust du da?!
Griotte-Chambertin … Etwas nördlich gelegen.
Griotte-Chambertin Grand Cru Domaine Ponsot – nördlicher Parzellenbereich
Das ist korrekt.
Vosne-Romanée … Romanée-Conti …
Nein, das ist die benachbarte Lage La Romanée.
Ein großer Grand Cru.
Doch man schmeckt noch die Spuren früherer Herbizide
und einer zu groben Bodenbearbeitung durch ehemalige Besitzer.
Du isst doch nicht etwa die Erde und erkennst daran den Weinberg?
Gemeinde Vosne-Romanée, Grand Cru La Romanée Im Besitz der Domaine Comte Liger-Belair
Gemeinde Vosne-Romanée, Grand Cru La Romanée Im Besitz der Domaine Comte Liger-Belair
Gemeinde Vosne-Romanée, Grand Cru La Romanée Im Besitz der Domaine Comte Liger-Belair
Gemeinde Vosne-Romanée, Grand Cru La Romanée Im Besitz der Domaine Comte Liger-Belair
Gemeinde Vosne-Romanée, Grand Cru La Romanée Im Besitz der Domaine Comte Liger-Belair
Korrekt.
Der Zustand und die Eigenheiten des Weinbergs spiegeln sich als Terroir im Wein wider.
Und um diese Nuancen zweifelsfrei zu erkennen, verkoste ich eben auch den Boden.
So weit muss man dafür doch nun wirklich nicht gehen …
Mein Gegner hat auf über 4.000 Metern
mitten im Blizzard den Duft eines Montrachet wahrgenommen.
Gegen so einen Mann trete ich an.
Als Nächstes Bordeaux.
Ihr Wein, bitte sehr.
Merci.
Oh?
Das ist ein leichter Korkschmecker.
Wären Sie so freundlich und brächten mir eine neue Flasche?
S-Selbstverständlich.
Was ist los?
Diese Asiatin behauptet, der Wein hätte einen Korkschmecker.
Ach, Korkfehler?
Solche pingeligen Gäste gibt’s eben.
Mit dem Wein ist alles in Ordnung.
Das finde ich auch.
Dann servieren wir einfach dieselbe Flasche noch mal in einem neuen Glas?
Ja, genau.
Verzeihen Sie die Wartezeit.
Den Wein brauche ich nicht mehr.
Nehmen Sie ihn bitte wieder mit.
Und schicken Sie mir bitte Ihren Chefsteward.
Es tut uns aufrichtig leid.
Bitte entschuldigen Sie diesen Vorfall.
Was soll denn das?
Was hat das zu bedeuten?
Sie beide!
Sie haben einen Wein, der als korkig beanstandet wurde, noch einmal serviert?
Äh … also …
War der Wein denn wirklich fehlerhaft?
Aber selbstverständlich!
Die Dame gehört zu den zehn besten Weinverkostern Frankreichs!
Es tut uns schrecklich leid!
Gut, wenn Sie es verstanden haben.
Dann bringen Sie mir bitte einen anderen Wein.
N-Natürlich.
Schließlich hat mein Sohn diesen Wein ausgewählt.
Da kann ich unmöglich nach Japan zurückkehren, ohne ihn probiert zu haben.
Entschuldigen Sie.
Maître Tōmine, Fräulein Sera ist hier.
Sera?
Ja. Und sie hat noch jemanden mitgebracht.
Issei!
Lange nicht gesehen.
Ich bin gerade bei der Arbeit.
Ach, wie kühl.
Dabei sind drei Jahre vergangen.
Freut mich, Sie kennenzulernen.
Ich bin Isseis Mutter, Honoka Tōmine.
Entschuldigt bitte.
Lasst uns einen Moment allein.
Natürlich …
Sera! Warum hast du sie ohne jede Vorankündigung hierhergebracht?
Tut mir leid. Wenn ich vorher Bescheid gesagt hätte, hättest du doch nur Nein gesagt.
Natürlich. Das hier ist mein Arbeitsplatz.
Siehst du?
Wenn du das doch weißt …
Ich habe sie darum gebeten.
Das bereitet mir Probleme.
Aber anders hättest du mich doch nie getroffen. Dabei sind wir Mutter und Sohn.
Sag mal, du hast doch noch nicht zu Mittag gegessen?
Lass uns in ein gutes Weinlokal gehen.
In Ordnung.
Ich lasse den Wagen vorfahren.
Juhu!
Maître!
Das ist gerade angekommen!
Was ist das?
Die Einladung zur Suche nach dem nächsten Apostel.
Der Apostel …
Yutaka Kanzaki!
Wie viel hast du ihr erzählt?
Alles!
Erzählst du mir mehr darüber?
Ja …
Die Mitspieler sind also vollständig.
Dann beginnen wir.
Der sechste Apostel.
Seit meiner Geburt habe ich nie wahre Einsamkeit gekannt.
Ich war stets von Wärme umgeben.
Wenn ich litt, war immer jemand da, der mich tröstete.
Ich hielt das für selbstverständlich.
Doch nun wandere ich durch die Dunkelheit.
Zum ersten Mal habe ich Angst vor der Einsamkeit …
Ein stilles Reich, so weit das Auge reicht.
Kein Quell, der den Durst stillt.
Kein Wind, der die Unruhe vertreibt.
Und dann …
Aus dem Halbdunkel erscheint eine Gestalt, klar wie der Mond.
Sie ist Mensch … und zugleich das Universum.
Ihre gesenkten Augen scheinen dennoch alles zu sehen.
Ihre Fingerspitzen erzählen von ewigem Nachdenken.
Sie nimmt mich an, so wie ich bin …
und schließt mich in ihre Arme.
Ich frage sie:
Was soll ich tun?
Welchen Sinn hat es, …
die kommenden Jahre weiterzuleben?
Maitreya im nachdenklichen Halbsitz.
Dieser Wein antwortet
auf die Fragen eines zweifelnden Herzens mit schweigendem Offenbaren.
Und wohin willst du diesmal?
Keine Sorge. Ich werde dir keine Umstände bereiten.
Wohin willst du?
Natürlich nach Kyōto.
Ich möchte den Maitreya im Kōryū-ji sehen.
Ich muss los, mein Zug fährt gleich.
Frau Kobayashi, die Einzelheiten schicke ich per Mail.
J-Ja.
Der sechste Apostel begann mit Einsamkeit.
Diesen Kampf muss ich allein bestreiten.
Der sechste Apostel übersteigt mein Niveau komplett.
Dann fahr doch einfach nach Kyōto und schau dir den Maitreya an.
Nein.
Was?
Für den fünften Apostel bist du doch sogar aufs Matterhorn gestiegen!
Beim sechsten Apostel geht es nicht darum, etwas zu suchen und schließlich zu finden.
Wenn ich ohne jede Ahnung zum Maitreya fahre,
wäre das nur blindes Suchen. Das fühlt sich falsch an.
Aber wenn du gar nicht suchst, wirst du ihn doch nie finden.
Ja … Schon.
Was macht Herr Tōmine wohl gerade?
Vermutlich ist er schon auf dem Weg nach Kyōto.
Wie?
Er hat unzählige Weine getrunken.
Darunter dürfte es bereits Kandidaten für den sechsten Apostel geben.
Wenn er sich auf den Weg macht, um dem zu begegnen, was dieser Wein ausdrückt,
dann nur, um zu überprüfen, ob es der Apostel ist.
Verstehe …
Hey, Kanzaki!
Der sechste Apostel!
Als ich die Beschreibung gehört habe, wusste ich’s sofort!
Was für ein Duft!
Ein regelrechter Urknall der Aromen!
Hab ich’s nicht gesagt?
Na los, probier.
Das ist …
Vor langer Zeit … Ein nächtliches Fest, dessen lodernde Flammen wie Götter verehrt wurden …
Na? Hat doch eine kosmische Dimension, oder?
Ja! Dieser Wein trägt das ganze Universum in sich!
Wow … Unglaublich.
Wenn wir schon von einem Wein sprechen,
der wie das Universum ist, dann darf dieser Italiener auf keinen Fall fehlen!
Giacomo Conterno, Barolo Riserva Monfortino 1995!
Eine gewaltige Präsenz, ruhig und unbeweglich, als würde er über alles wachen.
GROSSER BUDDHA
Ein Wein wie der Große Buddha von Nara!
Aber der sechste Apostel ist doch der Maitreya.
Äh …
Ist doch fast dasselbe, Signorina!
Trotzdem …
Diese feierliche Spiritualität und dieser kosmische Maßstab passen erstaunlich gut.
S-Siehste?
Das ist doch ein berühmter Barolo, oder?
Aus welcher Rebsorte wird der gemacht?
Das weißt du nicht mal?
Aus Nebbiolo, der bedeutendsten Rotweinsorte des Piemont!
Vielleicht sollten wir unsere Suche auf Nebbiolo-Weine aus Italien eingrenzen.
Ja, stimmt …
Dann steht’s ja fest!
Fangen wir mit Barolo und Barbaresco an!
O-Okay …
Aber …
Dieser Wein hat in mir den Wunsch geweckt, an einen bestimmten Ort zu gehen.
Wohin denn?
Nach Asuka.
Jetzt sind wir zwar hier, aber hast du überhaupt ein Ziel?
Nein.
Ich hoffe, dass mir anhand meiner Vorstellung die Landschaft begegnet, die ich suche.
Welche Landschaft meinst du?
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