Woman in Gold

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ആദ്യത്തെ 200 വരികൾ.

Meine Schwester Luise. Wir liebten uns wirklich.

Aber wir waren immer Konkurrentinnen.

Wenn das Leben ein Rennen ist, dann hat sie mich auf der Ziellinie geschlagen.

Ist es aber ein Boxkampf, dann bin ich diejenige, die noch steht.

Was es auch ist,

wir haben zusammen viel durchgemacht und du wirst mir fehlen.

Danke, dass du gekommen bist, Barbara. Es bedeutet mir sehr viel.

Unsere Familien kennen sich schon so lange.

Wie geht es deinem Sohn, dem Anwalt? - Er hat leider zu kämpfen.

Nach der Uni fing er bei einer schicken Kanzlei an,

entschied sich dann aber für seine eigene Firma in Pasadena. - Und dann?

Er ging pleite.

Außerdem sind seine Studienkredite fällig, also geht es ihm nicht so gut.

Tut mir sehr leid, das zu hören. - Brauchst du denn einen Anwalt?

Ich habe nur ein paar Briefe in den Sachen meiner Schwester gefunden.

Ich brauche Rat von jemandem, dem ich vertrauen kann. - Er wird dich anrufen.

Ich habe wirklich das Gefühl... In einer Firma wie dieser, Sir...

Dass ich bereit und entschlossen wäre...

Hallo? Nein... Passt gerade nicht so gut, Mom.

Ich ruf zurück.

Hallo, Randy Schoenberg. Ich habe einen Termin mit Bergen, Brown und Sherman.

Ich werde mich hier so gut es geht einbringen.

Für eine so imposante Firma würde ich täglich mein absolut Bestes geben.

Sind Sie mit dem berühmten Komponisten verwandt? - Arnold war mein Großvater, Sir.

Er starb aber schon vor meiner Geburt. - Seine Musik verlangt einem einiges ab.

Aber der Lohn wiegt die Mühe auf. - Worauf ich mich besonders freue,

bei meiner Arbeit hier, ist die... - Also ist Richter Schoenberg ihr Vater?

Jetzt im Ruhestand. Ja, Sir. - Beeindruckende Familie, Mr. Schoenberg.

Was war das in Pasadena?

Ich habe es riskiert, meine eigene Kanzlei zu eröffnen, aber es ging schief.

Sein eigener Chef zu sein wird überschätzt. - Und jetzt wollen Sie für andere arbeiten?

Ja, Sir.

Dann versuchen wir es mal, Mr. Schoenberg.

Danke, Mom.

Ich hatte dich um sechs erwartet. Es ist jetzt zehn nach.

Verzeihung, Mrs. Altmann. Es gab Stau auf der Wilshire.

Du siehst müde und gestresst aus, aber sonst ganz passabel.

Dabei warst du so ein mageres Kind. - Danke. - Also dann...

Was weißt du über die Rückgabe von Raubkunst? - Gar nichts.

Zum Lernen ist es nie zu spät. Komm doch rein.

Es gibt Strudel. Ich habe ihn extra für dich gemacht.

Meine Schwester ist das hübsche Mädchen links. Luise.

Und ich bin das launische Mädchen neben ihr.

Meine Eltern. Therese und Gustav.

Mein Onkel Ferdinand, dem die Zuckerfabrik gehörte,

und seine Frau Adele, die so jung gestorben ist.

Adele hatte keine Kinder, also waren wir wie eine Familie.

Und ich hatte in gewisser Weise zwei Paar Eltern.

Die Bloch-Bauers.

Ich fand diese Briefe in den Sachen meiner Schwester.

Ich habe sie auf der Rückseite für dich übersetzt.

Von 1948. - Vom Anwalt unserer Familie in Wien, Johann Rinesch.

Es geht darin um unsere Gemälde, die von den Nazis gestohlen wurden.

Ich las in der New York Times, dass sich in Österreich etwas tut.

Was denn? - Sie ändern die Raubkunst-Gesetze.

Alte Fälle werden neu geprüft.

Nun zieht meine Schwester doch noch bei mir ein.

Leider hat sie sich erst nach ihrem Tod dazu entschlossen.

So können sie sich wenigstens nicht streiten.

Was ich sagen wollte... Mitbewohner neigen ja dazu,

sich über den Abwasch und so was zu streiten...

Und Sie werden sich ja über so was wie den Abwasch nicht streiten, weil...

Weil sie tot ist. Von daher...

Es tut mir so leid. Ich wollte nur einen Witz machen, aber... - Ach, da ist sie ja.

Meine Tante Adele.

Mein Onkel beauftragte Gustav Klimt, sie zu malen.

Ein ziemlich hübsches Gemälde. - Es ist großartig.

Die Nazis haben sie von der Wand unseres Hauses genommen.

Und seitdem hängt sie im Museum Belvedere in Wien.

Und jetzt wollen Sie die Familie wieder zusammenführen.

Wäre das nicht wunderbar? - Sie wären danach sicherlich reich.

Glaubst du, darum geht es?

Nein. Ich muss tun, was ich kann, damit diese Erinnerungen weiterleben.

Denn die Leute vergessen, verstehst du?

Vor allem die Jungen.

Und dann geht es natürlich noch um Gerechtigkeit.

Ich habe dich heute zu Tode gelangweilt. Vier Mal hast du auf die Uhr gesehen.

Es war ein Test und wir sind beide durchgefallen.

Es tut mir leid, dass ich deine Zeit vergeudet habe.

Ich habe gerade einen neuen Job bekommen und muss mich um meine Familie kümmern.

Warum solltest du sich also für altertümliche Geschichte interessieren.

Auf Wiedersehen, mein Junge.

Struwwelpeter.

Das Buch, das Sie in der Hand hatten. Meine Oma hat mir immer daraus vorgelesen.

Gruselig! Die mit dem Jungen, der vom Wind fortgeweht wird...

In ein schreckliches Abenteuer. Die hat mir auch immer Angst gemacht.

Sieh sie dir doch einfach nur mal an und sag mir, ob ich einen Fall habe.

Mehr will ich gar nicht.

"11. April 1948. Verehrte Luise Bloch-Bauer..." Ihre Schwester.

"... die österreichische Regierung hat entschieden, das Klimt-Gemälde ihrer Tante

sowie die anderen vier zu behalten, die ihrer Meinung nach dem Museum vermacht wurden.

Diese Tatsache hält sie für unanfechtbar.

Das Testament selbst habe ich jedoch nicht gesehen,

trotz meines Beharrens darauf, es mir zu zeigen. Hochachtungsvoll,

Johann Rinesch." - Ihr Anwalt hat das Testament nie gesehen?

Niemand hat das.

Randy! - Hallo, Mrs. Altmann.

Wir müssen nur kurz Kopien davon machen. Hier drüben.

Hier sehen alle aus, als hätten sie einen Nervenzusammenbruch. - Das tun sie.

Ich habe bis drei Uhr nachts für Sie recherchiert. - Ich bin beeindruckt.

Suchen Sie sich jemanden in Wien. Nach 50 Jahren haben sie die Archive geöffnet.

Finden Sie eine Kopie von Adeles Testament. - Gut, und dann?

Das Kultusministerium lässt jeden Fall einzeln bewerten,

aber Sie müssen bis Ende nächsten Monats einen Antrag stellen. - Nächsten Monats?

Spätestens. Ja. Ich habe schon... - Langsam.

Du kannst mir alles beim Essen erklären. - Nein, Mrs. Altmann, das geht nicht.

Ich weiß, wo man exzellenten Reispudding bekommt.

Das sind die Namen der drei besten Raubkunst-Anwälte in den USA.

Sie kosten, aber ohne sie geht es nicht. - Nein, ich habe nur meinen Laden,

mein Haus und etwas Geld für eine neue Spülmaschine.

Ich habe kein Geld für schicke Anwälte. - Gut. Ich muss gehen.

Also dann... - Kannst du mir nicht einfach nebenbei ein wenig helfen?

Als Hobby? - Es gibt hier kein 'Nebenbei'.

Das ist ein Vollzeitjob, kein Hobby. - Du bist ziemlich rüpelhaft,

ungehobelt und hast keinerlei Interesse an der Vergangenheit.

Und Sie können mich wirklich aufmuntern. - Aber Du hast die Verbindungen.

Welche Verbindungen? - Familie, Randy!

Deine Großeltern kamen aus Österreich hierher.

Wir beide haben also dieselbe Vorgeschichte.

Wie kannst du mit dieser Brille nur was sehen? Die ist ja ganz schmutzig.

Ja, das ist besser. Jetzt siehst du klarer.

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Es ist eine mögliche Investition für die Kanzlei.

Es gibt schon Küchenmagneten davon. Es wird Österreich niemals verlassen.

Es wäre ein Fehler, es sich nicht wenigstens anzuschauen.

Eine Woche. Nicht mehr. - Danke, Sir.

Am Dritten sind Sie zurück. - Definitiv. Danke, Sir.

Sie arbeiten noch? - Ich schließe den Laden erst, wenn ich ins Gras beiße.

Gute Neuigkeiten. Ich habe grünes Licht.

Ich fliege rüber, suche das Testament und dann sehen wir weiter.

Randy! Das ist wunderbar!

Plötzlich voller Tatendrang? - Ja, und ich habe noch eine Idee.

Meine Mutter hat mir das geschickt.

Sie suchen Redner für eine Raubkunst-Tagung Ende des Monats.

Sie sollten teilnehmen. - Was redest du da?

Die elegante Nachfahrin einer der großen Wiener Familien. Die Presse wird Sie lieben.

Es würde die Sache beschleunigen und etwas Druck aufbauen.

Mir gefällt dein Enthusiasmus und ich bin kein junger Hüpfer mehr.

Lass es uns angehen. Aber ich fürchte, du hast da etwas falsch verstanden.

Was meinen Sie? - Ich werde nie wieder dorthin zurückgehen.

Ich verstehe nicht... - Sie haben meine Familie zerstört,

meine Freunde getötet und mich gezwungen, alles,

was ich geliebt habe, zurückzulassen. - Das ist über 50 Jahre her!

Du glaubst, das ist viel? - Es wären doch nur ein paar Tage.

Randy, du hörst mir nicht zu. Ich sterbe lieber, als zurückzugehen.

Für kein Gemälde der Welt!

Egal. Vor einer Woche wolltest du nicht und auf einmal überfällst du mich.

Was ist passiert? - Obwohl ich es besser wissen sollte...

Ich glaube, ich mag Sie.

Wie lange? - Höchstens eine Woche. Je nachdem, wie ich vorankomme.

Wie sieht dein Plan aus? - Dora...

Ich ziehe nicht in den Kongo. Ich gehe nur für ein paar Tage nach Österreich.

Mit dem Okay der Kanzlei. Was meinst du?

Ich glaube, das war ein 'Ja'.

Hallo? - Ich weiß, es ist mitten in der Nacht.

Aber wenn ich bis morgen warte, überlege ich es mir vielleicht wieder.

Ich habe beschlossen, mich den Geistern zu stellen.

Sie ist kompliziert.

GESCHLOSSEN BIS 4.APRIL

Deine Mutter hat nochmal angerufen. Du sollst das Holocaust-Denkmal besuchen.

Das ist jetzt das siebte Mal. - Zu Ehren deiner Urgroßeltern.

Siegmund und Malvina. Sie hatte die schönsten Augen.

Groß wie von einer Eule. - Ein ziemlich großer Koffer, Maria.

Sicher, dass Sie genug eingepackt haben? - Wenn ich schon zurückgehe, dann mit Stil.

Pam, Schatz. Kannst du etwas schneller fahren. Wir verpassen noch unseren Flug.

Wir haben noch vier Stunden Zeit. - Ja, aber ich will noch Parfüm und Cognac kaufen.

Pam, Schatz. Schau mal. Überhol doch bitte.

Sehr gerne, Mrs. Altmann.

Ich hätte nie gedacht, dass ich nochmal zurückkomme.

Jemand vom Ministerium trifft sich morgen mit mir. Er hat bestimmt nicht viel zu sagen.

Wir haben Glück, dass überhaupt jemand mit uns reden will.

Sie müssen nicht mitkommen. - Kaum sind wir hier, willst du mich schon wieder loswerden?

So war das nicht gemeint. Ich meinte nur, Sie müssen nicht. - Egal.

Ich möchte ins Belvedere und meine Tante besuchen.

Diese Postkarte wird ihr nicht gerecht.

Sie sind in Wien geboren, Mrs. Altmann? - Ja. Nebenan.

Ja, aber ich spreche lieber Englisch. - Genießen Sie Ihren Aufenthalt.

Ich versuche es jedenfalls.

Da ist es.

Die Wohnung im zweiten Stock. Das ist unser Zuhause.

Dieses Haus hat so viel gesehen, Randy.

Große Künstler, Musiker und Schriftsteller sind durch diese Tür gegangen.

Darunter natürlich auch dein Großvater und Doktor Freud höchstpersönlich.

An meinem Hochzeitsabend war halb Wien hier.

Mrs. Altmann?

Ich sah Ihren Namen auf der Rednerliste der Tagung und habe Sie ausfindig gemacht.

Und Sie sind? - Hubertus Czernin. Enthüllungsjournalist.

Willkommen in Wien. - Danke. - Darf ich Sie auf ein Getränk einladen?

Ich bin der Herausgeber.

Mein kleines, österreichisches Baby. Hält mich geistig fit.

Als ich die Nazi-Vergangenheit unseres Präsidenten Waldheim aufgedeckt hatte,

spuckte mir in einem Supermarkt ein Mann ins Gesicht und nannte mich einen Verräter.

Ich sagte ihm, ich bin ein wahrer Österreicher. - Und was interessiert Sie

an ein paar kalifornischen Touristen, Mr. Czernin?

Ich dachte nur, Sie könnten einen österreichischen Freund brauchen. - Wozu?

Diese ganze Raubkunst-Sache war anfangs nur als PR-Übung gedacht.

Österreich wollte sein Image aufpolieren. Aber nun wird sie zur Büchse der Pandora.

Sie wollen ihre Schätze nicht hergeben. - Sie werden alles tun, um es zu verhindern.

Aber ich kann Ihnen vielleicht helfen.

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