The Goose Princess

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Die Geschichte von der Gänseprinzessin und ihrem treuen Pferd Falada

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Die Geschichte von der Ganseprinzessin und ihrem treuen Pferd Falada 1989 1080p AMZN WEB-DL DD+2 0 H 264-KicWEB
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Musik

Vor Zeiten lebte auf der Burg über dem Tal eine Königin mit ihrem König.

Frieden war und Sommerszeit.

Das Korn auf den Feldern stand in goldener Reife

und versprach eine reiche Ernte.

Da erreichte das Land die schlimme Botschaft,

dass ein wildes Reitervolk das Reich des Nachbarkönigs mit Krieg überzog.

Das Land brandschatzte, die Früchte der Felder raubte.

Die Männer erschlug und Kinder und Frauen in die Fremde führte.

Um sein Land zu schützen und dem Nachbarn hilfreich zu sein

wider die übermächtigen wilden Reiter,

rief der König seine Untertanen zu den Waffen.

Und alle, alle kamen.

Zum Schutz der Alten, der Kinder, der Frauen, ihrer Äcker und ihrer Häuser

folgten sie dem Ruf des Königs.

Musik

Es begab sich, dass die Königin dem König in der Abschiedsstunde eine Tochter gebar,

die sie Aurinia nannten.

Tränenreich war der Abschied der Frauen von ihren Männern

und der Königin von ihrem König.

Musik

Auf seinem klugen und treuen Ross Falada

führte der König seine Streitmacht in den Kampf.

Musik

Seite an Seite fochten die beiden Könige,

bis sie in das große Zelt des Reiterkönigs eindrangen.

Verzweifelt über seine Niederlage erschlug der fremde König seine Frau.

Doch als er das Schwert gegen sein Kind erhob, traf ihn der junge König ins Herz.

Als die wilden Reiter vom Tod ihres Königs hörten,

ergriffen sie in panischer Angst die Flucht

und zerstoben mit dem Wind in alle Winkel der Welt.

Den jungen König aber traf der tödliche Pfeil eines flüchtenden Reiters.

Bewahr mein Volk vor Schaden, König Ewald.

Schütze mein Weib.

Mein Kind.

Das schwör ich.

Derweil einst soll mein Sohn Ivo deine Tochter Aurinia zur Frau nehmen.

Und unseren Bund für alle Ewigkeit besiegeln.

Doch nur,

wenn sie allein den Weg zu seinem Herzen findet.

Und so verlobten sie ihre Kinder.

Das verwaiste Kind aber

brachte der Soldat, dem das Schwert im Kampf zerbrochen war, der Königin.

Mit der traurigen Nachricht vom Tod des Königs.

In Trauer gehüllt legte die Königin das fremde Kind,

das sie fortan Liesa nannte, zu ihrem eigenen in die Wiege.

So wuchsen die beiden Mädchen heran wie Schwestern.

Das ist meins.

Ich bin die Blumenkönigin.

Los, wer zuerst am alten Tor ist.

Gewonnen.

Du bist zu schnell für mich, Liesa.

Mach schon.

Ach, bist du schlapp.

Komm, ich zeigs dir.

Schön.

Schön.

Aurinia.

Ja.

Lass ab, Liesa. Die Mutter ruft.

-Spring doch. -Ich kann nicht.

Weh, Windchen, weh. Sie treibt mich in die Höh.

Halt ein den Flug. Es ist genug.

Steh, Windchen, steh.

Du bist stark, Liesa. Aber mir gehorcht der Wind.

Du bist schnell, Liesa. Aber mir gehorcht der Wind.

-Prinzessin. -Mir gehorcht der Wind.

Ah, Liesa.

Und ich dachte,

nur wir Weiber seien vom Putzteufel besessen.

Gib acht, dass du kein Loch ins Blech reibst.

Er hat mir gehorcht, der Wind.

Hörst du nicht? Der Wind, er hört auf mich.

Es ist hohe Zeit.

Du bist zur Frau herangewachsen.

Ich, eine Frau?

Noch gestern sagtest du zu mir, dass--

Du wirst auf eine Reise gehen, schon morgen.

Morgen schon?

Es ist an der Zeit, das Wort zu lösen,

das einst dein Vater sterbend König Ewald gab.

Dem Prinzen Ivo, seinem Sohn, bist du versprochen.

Drum ziemt es sich, da du herangewachsen bist, das Haar wie Frauen tragen.

Nicht flatterhaft wie junge Mädchen.

Und hüte es, es birgt die Kraft des Windes.

Verlierst dus,

verlierst du auch die Kraft, ihn zu beherrschen.

Jetzt stich mir in den Finger, bis mein Blut fließt.

Das kann ich nicht.

Lasst mich das machen.

Aurinia muss es tun, sonst wirkt der Zauber nicht.

Tu es.

3 Tropfen meines Blutes sollen 3-mal dir von Nutzen sein.

Hüte mein Blut vor dem Feuer.

Brennt es, sterb ich in diesem Augenblick.

Es tut mir weh, jetzt von dir wegzugehen.

Doch eben jetzt, nur jetzt ists möglich,

den großen Fluss zu queren, der unsere Länder trennt.

Dein Hochzeitsgut ist schon gepackt.

Unser Soldat wird dich zum Schutz begleiten.

Und eine Magd dir zur Gesellschaft sein.

Lasst mich die Magd sein.

Jede Prinzessin hat eine vertraute Magd. Die will ich sein.

Vertraute.

Und Magd.

Für eine Zeit.

Für eine Zeit. Natürlich.

Dann nimm dies und behalt mich in Erinnerung.

Ich geh nicht gern, Mutter.

Leb wohl, mein Kind.

Du gibst mir Falada, Vaters Pferd?

Nie durfte ich auf ihm reiten.

Er wird dir ein treuer Gefährte sein.

Unser ewig junger, kluger Falada.

Gib her.

Pfui Teufel, wie kann man nur so was trinken?

Hilf der Prinzessin, ich bin nur die Magd, wie du siehst.

Vaters Pokal.

Nie durfte ich aus ihm trinken.

An ihn, an Falada und an meinem Tuch mit meinem Blut

wird König Ewald dich erkennen.

Hüte die 3 Dinge und deine Reise wird ein glücklich Ende nehmen.

Leb wohl, mein Kind.

Soldat.

Sei tapfer, Soldat. Und schütz meine Mädchen.

Mein Leben werf ich für sie in die Schanze.

Musik

Führt mein Weg weit über Land in ein Leben unbekannt.

Hochzeit machen unverzagt mit dem Liebsten, der mich mag.

Und einem Herz voll Liebe, Herz voll Güte.

Herzen

voll Mut.

Führt ihr Weg weit übers Land in Gefahren unbekannt.

Gibts kein Zögern für die Magd, neues Leben frisch gewagt.

Und einem Herz voll Liebe, Herz voll Güte.

Herzen

voll Mut.

Musik

Hierher.

Hier ist ein Unterschlupf, kommt.

Wie kommst du zu dem Pokal?

Er ist mein, die Mutter gab ihn mir für König Ewald.

Ich hörte auch, wie sie dir auftrug, ihn zu hüten.

Ich werde auf ihn achtgeben bis ans Ziel.

Ich bin die Magd.

Hier. Fang Regen auf mit dem Pokal. Ich bin durstig und Aurinia auch.

Ich glaub, wir gehen ständig im Kreis.

Dann ruf doch deinen Freund, den Wind.

Wehe, wehe, Wind.

Treib den Nebel fort.

Lass uns schauen, wo wir sind. Zeige uns den Ort.

Wir sind weit abgeirrt. Noch kenne ich die Gegend.

Ein alter Schafstall ist nicht weit von hier.

Dort lasst uns rasten und beraten.

Den Nebel vertreibt sie mit dem Wind, und der bringt Schnee und Kälte.

Da ist er, der Schafstall.

Ich schau mal nach, obs angeht.

Ich gab mein Wort, euch jeden Feind vom Hals zu halten.

Quieken

Solch Feinde

wünsch jeden Tag ich mir.

Die nach dem Kampf

auch noch zum Braten taugen.

Im letzten großen Krieg,

er soll verflucht sein,

gabs weit und breit kaum was zu beißen.

Das war ein elend Leben.

Ein Elend ist das Leben alleweil.

Ach. Was weißt du vom Leben?

Und gar vom Krieg?

Der Krieg ist unseres Lebens ärgster Feind.

Merk dir das wohl, kleine Fürstin.

Nenn mich nicht Fürstin.

Weißt du es nicht? Ich bin die Magd. Ich wars schon immer.

Doch lang wirds nicht mehr dauern.

Holt Schnee herein.

Zum Essen soll man trinken.

Was ist oben

und was unten hier?

Bei diesem...

Wein.

Tatsächlich.

Wein.

Ach, sauer.

Wein.

Süß.

Werd ich ihn lieben können?

Wozu? Du bist Prinzessin und er Prinz.

Was soll da Liebe?

Ich denke immer, sie wird mich einmal treffen wie ein Pfeil aus weiter Ferne.

Zauber, verdammter.

Wo ließ ich nur die Lanze?

Die wird der Schnee gefressen haben.

Jetzt bist du völlig ohne Waffen.

Noch hab ich mein Schwert und die Kraft meiner Arme.

Deine Kraft reicht gerade, um ihr aufs Pferd zu helfen.

Das blank geputzte Schwert ist nur zur Zierde dir.

Ich sah es dich niemals ziehen.

Es geht steil ab zu unserer Rechten.

Gar mancher ließ schon hier aus Unverstand sein junges Leben.

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