The first 200 lines.
Haibara, die Detective Boys und ich entdeckten die Streunerkatze Torakage,
die der gleichnamigen Katze aus „Kamen Yaibâ“ außerordentlich ähnlich sieht.
Torakage trug einen Zettel im Maul …
und darauf stand …
Hilfe! Ich bin c… Shiori
Da steht „Hilfe“ …?
Unterdessen trafen die Inspektoren Satô und Takagi zufällig auf einen Entführer,
dem schon Kommissar Hatori vom Dezernat für Sonderermittlungen auf den Fersen war.
Auf der Jagd nach ihm fuhren sie bis nach Kanagawa, verloren ihn dann aber aus den Augen.
Doch eine Motorradpolizistin der Präfekturpolizei Kanagawa war zufällig
auch vor Ort und sah, wie der Entführer im „Ziegelspeicher“ verschwand.
Diese Polizistin entpuppte sich als …
Ich arbeite bei der Verkehrspolizei Kanagawa …
und leite dort den 3. Zug der Bereitschaftspolizei, …
Chihaya Hagiwara ist mein Name.
Das Opfer der Entführung ist Shiori-chan,
die Enkelin des Vorsitzenden der Ishigami Handelsgesellschaft.
Auf der Suche nach Anhaltspunkten über Shiori-chan
befragten wir ihre Nachbarn.
Da der Entführer Inspektor Satôs Gesicht kennt, sprang Chihaya-san für sie ein
und betrat mit Inspektor Takagi als Undercover-Liebespärchen
das Café, in dem sie den geflohenen Entführer vermuteten.
Chihaya-san stachen gleich drei Gäste des Cafés als potenzielle Entführer ins Auge …
und sie schritt zur Tat.
Unterdessen hatten wir bei unseren Befragungen
Ishigami
von einem „Würfelmann“ erfahren, der sich sehr verdächtig verhalten hatte.
Was verbirgt sich hinter der ausdruckslosen Maske?
Die Schlussfolgerungswürfel sind gefallen: Zwei-Basen-Strategie in Beika und Yokohama!
Ich finde die Wahrheit, seh aus wie ein Kind mit dem Verstand eines Erwachsenen:
Mein Name ist Conan, der Meisterdetektiv!
Im Ziegelspeicher – Der verschwundene Entführer (Teil zwei)
„Im Ziegelspeicher – Der verschwundene Entführer, Teil zwei“!
Wirklich?
Was? Steht das etwa hier auf diesem Würfel?
Ja.
Der Code auf dem Würfel heißt „Freimaurer-Alphabet“
und war schon im 18. Jahrhundert verbreitet.
Dabei werden die Buchstaben des Alphabets so in Symbolen wiedergegeben.
Aber auf dem Würfel steht zum Beispiel auch noch ein Querstrich unter der Augenzahl 1.
Auf deiner Tabelle sind aber keine Querstriche.
Der Querstrich zeigt an, dass diese Seite des Würfels nach unten gehalten werden soll.
Bei Billardkugeln sieht man ja auch solche Striche unter der 6 und der 9, nicht?
Das ist hier genau gleich.
Aha, verstehe!
Liest man nach diesen Regeln von der Augenzahl 1 ausgehend, …
symbolisiert die 1 ein C.
Die 2 ist ein H.
Die 3 ein A.
Die 4 ein N.
Die 5 ist gleich wie die 1 ein C.
Und die 6 ist ein E.
Aneinandergereiht ergibt das „Chance“.
Sprich: Eine günstige Gelegenheit, um etwas zu tun.
Das heißt, dieser Würfel bedeutet, dass die Gelegenheit für eine Entführung günstig sei?
Oh nein?!
Heute ist Montag.
Vermutlich stand auf den anderen beiden Würfeln …
„Next Monday“,
Am nächsten
also „am nächsten Montag“,
Montag
oder irgendetwas Ähnliches.
Und was stand dann auf dem Würfel, der tags darauf dort lag?
Wenn man nach den beiden Fotos geht, die Haibara uns gezeigt hat, …
ist die 1 ein R,
die 2 ein O,
die 3 ein G,
die 4 ein E
und die 5 ein R.
Die 6 ist durchgestrichen, wird also nicht gelesen. Das ergibt:
„Roger“.
Und bedeutet „Verstanden!“
Habt ihr gehört, ob noch weitere verdächtige Personen
in Shiori-chans Haus ein und aus gingen?
Keine Ahnung, ob das als „verdächtig“ gilt,
aber wie wir hörten, beschäftigt die Familie seit letztem Monat eine neue Haushälterin.
Offenbar soll die vorherige entlassen worden sein, weil sie während der Arbeitszeit
Handygames gespielt haben soll.
Dann könnte diese neue Haushälterin eine Komplizin des Entführers sein.
Wenn sie wegen des Fehlverhaltens ihrer Vorgängerin kein Smartphone benutzen darf
und darum nur das Festnetztelefon im Haus zur Verfügung hat,
und wenn eine der Jobanforderungen lautet, dass sie im Haus wohnen muss, …
dann ergibt es durchaus Sinn, dass sie
mit ihrem Komplizen außerhalb des Hauses über diesen Würfel-Code kommuniziert.
Laut der Person, mit der wir sprachen, hat diese Haushälterin einen älteren Bruder.
Nicht?
Ja. Denn am Tag, an dem sie ihren Job antreten sollte,
konnte sie das nicht, weil sie krank war,
weshalb ihr Bruder herkam und sich für sie entschuldigt hat.
Stimmt! Davon haben wir auch gehört!
Dass sich ein Mann vor dem Hauseingang sehr wortreich entschuldigt haben soll.
Ja. Das hat uns der Nachbar direkt gegenüber von Shioris Haus erzählt.
Und er sagte auch, dass dieser Mann dabei seltsame Wörter verwendet habe.
Seltsame Wörter? Was für welche denn?
„Meine Schwester hat einen grippalen Infekt entwickelt.
Ich behalte sie unter Beobachtung.“
Könnte es vielleicht sein, dass er …
Und mir fällt noch was ein! Er hatte sich hier auf der rechten Hand was draufgeschrieben!
Das hatte der Würfelmann auch!
Der hatte sich hier auch
irgendwelche Wörter und Zahlen notiert!
Dann können wir also tatsächlich mit Sicherheit sagen:
Dieser Würfelmann ist der Entführer.
Habt ihr dann auch von diesem seltsamen Vogel gehört?
Was? Wir haben was von einem Vogel gehört?
Ja. Als du mit den Erwachsenen geredet hast,
hat mir das Kind, das dort wohnt, erzählt,
dass ein seltsamer Vogel herumgeflogen sei.
Das haben wir auch gehört! Die Person sagte,
einen so seltsamen weißen Vogel habe sie noch nie gesehen!
Ein weißer … Vogel?
Hilfe! Ich bin c… Shiori
War das etwa …
Ich muss gestehen, es überrascht mich, dass Sie ein solcher Pancake-Fan sind, Herr Kommissar!
Die Pancakes in diesem Café sind wirklich fantastisch!
Hey! Sie da, die Motorradpolizistin!
Was lungern Sie da untätig herum? Gehen Sie zurück auf Ihren Posten!
Ich habe zu tun. Darf ich Sie bitten, mich nicht anzusprechen?
A-Ah … Verzeihung …
Mit ist diese Beamtin gar nicht bekannt …
Irgendwie ist mir, als hätte ich sie schon mal irgendwo gesehen …
Herzlich willkommen!
Einen Tisch für zwei, bitte.
Wa…
C-Chihaya?!
M-Mit einem Mann?
Und? Was hast du beim „Büroangestellten“ hinter dir rausgefunden?
Der Fleck auf seiner Schuhspitze stammt zweifellos vom Schalthebel eines Motorrads.
Und unter seinem Kragen steckt immer noch eine Kragenstütze.
Er muss die Jacke wirklich erst vor sehr kurzer Zeit gekauft haben.
Auch bei unserem „Playboy“ stammt der Schmutzfleck von einem Schalthebel.
Und er sagte zwar, dass er nur im Hemd herumlaufe, weil ihm nie kalt sei,
doch das war gelogen.
Er hat Gänsehaut und trinkt mittlerweile schon die zweite Tasse Schwarztee mit Milch.
Auch beim grimmigen Kandidaten war ein Schalthebel für den Fleck verantwortlich.
Und die Schürfwunde am linken Handgelenk
zog er sich nicht zu, als er strauchelte und sich an der Wand abstützte.
Die Hose an seinem linken Knie war nämlich ebenfalls schmutzig.
Vermutlich ist er gestürzt.
Was er nicht zugab, weil es ihm peinlich war. Oder aus einem anderen zwingenden Grund.
Sie sind also alle drei verdächtig …
Ja. Wie’s aussieht, müssen wir jetzt erst mal auf Infos von Conan und den Kindern warten.
Fertig!
Was ist denn das?
Sieht aus wie eine Origami-Figur.
Aber nicht einfach nur irgendeine.
Sondern eine, die so unwiderstehlich ist, dass Torakage nicht anders konnte,
als ihr nachzujagen und sie sich zu schnappen.
Eine Figur, die Shiori-chan mit dem Mut der Verzweiflung gefaltet hat.
Sag bloß, Conan-kun! Hast du etwa …
… erkannt, wo Shiori-chan gefangen gehalten wird?
Ja. Es ist uns einfach nicht aufgefallen.
Wo sie ist … Das stand von Anfang an
vor unseren Augen!
Vor unseren Augen? Was meinst du denn damit?
Meinst du damit, dass wir den Ort, an dem sie gefangen ist,
irgendwo gesehen haben?
Ja. Und zwar ein Schriftzeichen, das darauf hinweist.
Aber um das zu erklären, …
führe ich euch am besten erst mal vor, wie man Shiori-chans Origami-Figur faltet.
Man nimmt ein Blatt Papier vom Format A4
und legt es mit der schmalen Seite nach oben vor sich hin.
Dann faltet man es einmal quer.
Nun faltet man die untere Kante nach oben, sodass sie an der oberen Kante zu liegen kommt,
dreht das Ganze um und faltet die hintere untere Kante genau so nach oben.
Dann klappt man sie so zurück, dass die Falte von der rechten oberen
zur linken unteren Ecke geht,
dreht das Ganze wieder um
und faltet es nun so, dass die Falte hier von der linken oberen
bis zur rechten unteren Ecke geht.
Danach faltet man die Spitze unten an der Seitenkante
so nach oben, dass sie auf der oberen Kante zu liegen kommt,
dreht das Ganze wieder um und faltet die Rückseite genau so.
Wenn man das Ganze dann aufklappt …
Das sieht wirklich aus, als ob es fliegen könnte!
Wie eine Rakete!
Jetzt faltet man den Kopf der Rakete
so nach unten, dass sie ihr Hinterteil berührt.
Dann klappt man die rechte obere Kante
so runter, dass sie diese Kante hier in der Mitte verlängert.
Bei der linken oberen Kante verfährt man genau so.
Wenn man die Spitze nun über diese Linie hier nach oben faltet …
Jetzt sieht es nicht mehr aus eine Rakete, sondern wie ein Vogel!
Ja! Und der spitze Teil oben erinnert auch an einen Schnabel!
Aber nur weil es ein wenig aussieht wie ein Vogel, ist es noch keiner.
Ach, ihr werdet schon sehen!
Nun faltet man den spitzen Kopfteil über die Linie hier oben nach unten …
und klappt das Ganze so zusammen, dass die linke und rechte Seite genau aufeinanderliegen.
Wenn man es dann so umfaltet, dass diese Ecke hier
auf dieser Ecke zu liegen kommt,
das Ganze umdreht und die andere Seite genau so faltet, …
Das …
Das ist …
Das ist ja nur ein simples Papierflugzeug.
Ja. Wenn man es so fliegen lassen würde, wär’s nur ein simples Papierflugzeug.
Aber wenn man die beiden Teile hier unten an den Flügeln
so nach hochfaltet, dass sie nach oben stehen,
und die Flügel Y-förmig aufstellt, dann ist es fertig.
Und jetzt schaut zu!
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