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The White Ribbon 720p DivX HD moviesbyrizzo
A Commentary by michaelrizzo

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720p
720
HD
Published on: 2019-04-07
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Hearing Impaired: No

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The first 200 lines.

Ich weiß nicht, ob die Geschichte, die ich Ihnen erzählen will,

in allen Details der Wahrheit entspricht.

Vieles darin weiß ich nur vom Hörensagen

und manches weiß ich auch heute nach so vielen Jahren nicht zu enträtseln

und auf unzählige Fragen gibt es keine Antwort.

Aber dennoch glaube ich, dass ich die seltsamen Ereignisse,

die sich in unserem Dorf zugetragen haben, erzählen muss,

weil sie möglicherweise auf manche Vorgänge in diesem Land

ein erhellendes Licht werfen können.

Begonnen hat alles, wenn ich mich recht entsinne, mit dem Reitunfall des Arztes.

Nach seiner Dressurstunde im herrschaftlichen Reitstall

war er auf seinem Ausritt erst zu seinem Haus geritten,

um nach eventuell eingetroffenen Patienten zu sehen.

Beim Betreten des Grundstücks stolperte das Pferd über ein kaum sichtbares,

zwischen den Bäumen gespanntes Drahtseil.

Die Tochter des Arztes hatte den Unfall vom Fenster des Hauses aus beobachtet

und konnte die Nachbarin verständigen, die wiederum im Gutshof Nachricht gab,

sodass der unterschrecklichen Schmerzen Leidende schließlich ins Krankenhaus

der mehr als 30 Kilometer entfernten Kreisstadt gebracht werden konnte.

Die Nachbarin, eine allein stehende Frau um die 40, war die Hebamme des Dorfes,

die im Hause des Arztes seit dem Kindbetttod von dessen Frau

eine unentbehrliche Stellung als Haushälterin und Sprechstundenhilfe innehatte.

Nachdem sie die beiden Kinder des Arztes versorgt hatte,

kam sie zur Schule, um Karl, ihren eigenen Sohn, zu holen.

Waren Sie bei Anni? – Kannst du nicht grüßen?

Guten Tag, Frau Wagner, entschuldigen Sie bitte.

Grüß dich, Klara. – Wir machen uns solche Sorgen, wissen Sie.

Deshalb hat der Martin seine Erziehung vergessen. – Ist schon recht.

Wie geht es dem Herrn Doktor? – Nicht sehr gut.

Wird er im Krankenhaus bleiben? – Weiß nicht.

Wir werden zu Anna gehen. Vielleicht können wir ihr helfen. – Ja, tut das.

War's schön, das Singen? – Ja.

Zeig der Mutter, wie du mitgesungen hast.

Alle Vöglein sind schon da,

alle Vöglein, alle.

Wiedersehen. Schön machst du das. Komm.

Guten Tag, Herr Lehrer.

Wer als Erster dort ist?

Ich weiß nicht weshalb, aber wenn ich mich recht erinnere,

erschien es mir damals merkwürdig, dass die Gruppe der Kinder um Klara

sich nicht wie üblich nach dem Unterricht zerstreute und jeder nach Hause strebte,

sondern dass alle geschlossen Richtung Dorfende zogen.

Wenn du willst, schneide ich dir wieder ein paar Tiere aus.

Wie vorige Woche.

Willst du?

Wir könnten sie zusammen anmalen, ja?

Oder wir könnten sie aus dem schönen Buntpapier ausschneiden.

Das goldene, erinnerst du dich? Das ich zu Ostern bekommen habe?

Lass nur. Lass nur.

So! Jetzt mache ich uns was zum Essen. Die Hebamme hat schon ...

Und wenn er gar nicht mehr wiederkommt?

Was?

Ach komm! Sei doch nicht so blöd!

Das geht genauso vorbei, wie wenn man eine Grippe hat.

Erinnerst du dich, vorigen Winter?

Da ist es dir doch gar nicht gut gegangen, oder? Und nach ...

Hallo Anni!

Wie geht es dir? Können wir dir helfen?

Wie kam denn das Zeug dorthin? Hat der Doktor nichts gesagt?

Der Doktor, dem war nimmer groß nach Reden.

Dem ist das Schlüsselbein beim Hals rausgestanden.

Ich hab seine Tochter gefragt. Die hat gesagt, sie hat keine Ahnung.

Der reitet da täglich durch. – Haben Sie sich den Draht angesehen?

Ja, sicher. Der ist dünn, aber fest.

Kaum zu erkennen, wenn man nicht genau hinschaut.

Es tut mir leid, gnädige Frau. Sie spielen einfach zu gut für mich.

Hören Sie auf, sich zu entschuldigen. Konzentrieren Sie sich, das nützt uns mehr.

Um die Wahrheit zu sagen: Sie spielen in erster Linie zu schnell für mich.

Ich bin nicht Friedrich der Große. – Der hatte auch kaum Schubert gespielt.

Also, noch mal Beginn Variation.

Hör zu, mein Lieber.

Wenn dir die Musik gefällt, dann setz dich hier zu mir und blättere meine Noten um.

Wenn dir langweilig ist, dann geh bitte auf dein Zimmer oder aus meinem Blickfeld.

Das irritiert mich beim Spiel, wenn du dauernd hier herumturnst.

Wie spät ist es denn? Wo ist denn das Mädchen?

Sie ist bei den Zwillingen, nehme ich an.

8:40 Uhr. – 8:40 Uhr? Du solltest längst im Bett sein.

Hat er alle seine Hausaufgaben gemacht? – Selbstverständlich, gnädige Frau.

Tja. Also willst du jetzt umblättern oder nicht?

Ja. – Dann komm!

Gehen wir noch mal zum Thema zurück.

Die Variation sollten Sie mehr üben, sonst macht es keinen Spaß.

Ich bemühe mich, Frau Baronin. – Also ab ... ab Takt neun.

Bitte verzeihen Sie, Herr Vater.

Bitte verzeihen Sie.

Niemand an diesem Tisch hat heute Abend etwas gegessen.

Nachdem es dunkel geworden ist und ihr nicht aufgetaucht seid,

ist eure Mutter weinend im Dorf herumgelaufen, um euch zu suchen.

Glaubt ihr, dass wir fröhlich essen und trinken

im Glauben, euch sei etwas zugestoßen?

Glaubt ihr, dass wir jetzt essen und trinken können,

wo ihr hier auftaucht und uns Lügen als Entschuldigung auftischt?

Ich weiß nicht, was trauriger ist: euer Fortbleiben oder euer Wiederkommen.

Wir werden heute alle hungrig zu Bett gehen.

Ihr seid wohl mit mir einer Meinung,

dass ich euer Verhalten nicht ungestraft durchgehen lassen kann,

wollen wir in Zukunft wieder in gegenseitiger Achtung miteinander auskommen.

Ich werde euch also morgen Abend um die gleiche Zeit

vor euren Geschwistern jeweils 10 Rutenschläge zuzählen.

Bis dahin habt ihr Zeit, über die Schwere eures Vergehens nachzudenken.

Seid ihr damit einverstanden?

Ja, Herr Vater. – Ja, Herr Vater.

Gut. Dann geht jetzt alle zu Bett.

Ich möchte von euch nicht berührt werden.

Eure Mutter und ich werden heute eine schlechte Nacht haben,

weil wir wissen, dass ich euch morgen wehtun muss und weil uns das mehr schmerzen wird

als euch die Schläge.

Lasst uns also und geht zu Bett.

Als ihr klein wart, hat eure Mutter euch bisweilen

ein Band ins Haar oder um den Arm gebunden.

Seine weiße Farbe sollte euch an Unschuld und Reinheit erinnern.

Ich dachte, dass in eurem Alter Sitte und Anstand

genug in euren Herzen herangewachsen ist, dass ihr der Erinnerung nicht mehr bedürft.

Ich habe mich getäuscht.

Morgen, sobald ihr durch die Züchtigung gereinigt sein werdet,

wird eure Mutter euch erneut dieses Band umbinden und ihr werdet es tragen,

bis wir durch euer Verhalten erneut Vertrauen gewinnen können in euch.

Und wo ist das Seil jetzt?

Wer hat es denn weggetan? – Ich weiß nicht.

Warst du nicht da?

Bist du mitgefahren mit deinem Vater? In die Stadt? – Nein.

Also warst du da. – Ich war in der Schule heute.

Und wie du zur Schule gegangen bist, war das Seil noch da?

Ich hab nicht geschaut. – Und wann sind Sie gekommen?

Mittags. Ich mache das Essen für den Herrn Doktor und die Kinder.

Seit dem Tod der Frau Doktor helfe ich ihm. – Seit wann?

Seit 5 Jahren. Seit der Geburt des kleinen Rudolph.

Ich bin die Hebamme hier. Wir arbeiten viel zusammen.

Aber Sie haben nichts gesehen? – Nein.

Haben Sie eine Ahnung, seit wann das Seil da war? – Ich hab es nie gesehen.

Also, niemand hat das Ding vorher gesehen, niemand hat es nachher gesehen,

es hat sich um den Baum gewickelt und ist nach dem Sturz des Doktors

wieder von selber verschwunden. Richtig?

Mama! – Was ist denn?

Mama! Viele Leute!

Mama! Komm, Mama! – Entschuldigung.

Der Tag nach dem Reitunfall des Arztes

brachte nicht nur keine Lösung der Schuldfrage,

sondern ein zweites, wesentlich schwerer wiegendes Ereignis

löschte das Missgeschick des Vortages nahezu aus.

Die Frau eines Kleinbauern kam bei einem Arbeitsunfall ums Leben.

Die durch eine Armverletzung nur beschränkt arbeitsfähige Frau

war vom Gutsverwalter bei der laufenden Erntearbeit abgezogen

und zu den leichteren Abbrucharbeiten im Sägewerk eingeteilt worden.

Bleib draußen! Ich bin noch nicht fertig.

Geh raus!

Am selben Tag hatte ich eine seltsame Begegnung:

Das Wetter war strahlend und heiß und so beschloss ich,

meinen mageren Speisezettel durch eine der Forellen aufzubessern,

die der nahe gelegene Bach reichlich mit sich führte.

Der Gutsherr war mir wohl gesinnt und hatte mir die Erlaubnis erteilt.

Martin!

Martin!

Martin, pass auf!

Sag mal, bist du völlig übergeschnappt? Willst du dir das Genick brechen?

Guten Tag, Herr Lehrer. – Was ist los? Spinnst du?

Weißt du, wie hoch das ist?

Hast du mich nicht gehört? Ich hab dich gerufen.

Doch, Herr Lehrer. – Und?

Und?

Hast du mich unten gesehen und wolltest mich beeindrucken?

Also, warum hast ... – Ich habe Gott die Gelegenheit gegeben, mich zu töten.

Er hat es nicht getan. Also ist er zufrieden mit mir. – Was ist?

Er will nicht, dass ich sterbe. – Wer? Wer will nicht, dass du stirbst?

Gott.

Warum soll Gott wollen, dass du stirbst?

Versprich mir, dass du so einen Unsinn nicht noch einmal machen wirst, ja?

Sieh mich an.

Versprich es mir.

Du hast kein Vertrauen zu mir, nicht wahr? – Doch, Herr Lehrer.

Na gut. Geh jetzt nach Hause.

Ich komme morgen zur Klavierstunde, dann spreche ich mit deinem Vater.

Nein, bitte, Herr Lehrer! Bitte sagen Sie ihm nichts! Bitte!

Da.

Aber pass auf, ist alles morsch.

Und wer hat sie da hergeschickt? – Keine Ahnung.

Wir sollten die ganzen losen Teile hier zusammentragen, da ist sie eingebrochen.

Hast du es gesehen? – Nicht direkt.

Du weißt doch, wie das geht. Das Sägewerk muss gereinigt werden

und die Vorarbeiter sondern die schwächeren Erntearbeiter aus.

Wer hat sie ausgesucht?

Auf dem Heimweg von der seltsamen Begegnung mit Martin

begegnete ich zum ersten Mal Eva.

Guten Tag. – Tag.

Entschuldigung!

Ja? – Entschuldigung, dass ich Sie so anspreche.

Sie sind das neue Kindermädchen vom Gut, nicht wahr?

Warum?

Man ... man sagt, Sie kommen aus Treglitz.

Wer sagt das? – Die Leute.

Aha.

Und?

Nichts. Ich weiß nicht ...

Entschuldigen Sie, ich bin der Lehrer hier. Ich hab mir nur gedacht ...

Als ich Sie so gesehen habe, hab ich gedacht ...

Ich stamme aus Vasendorf. Der Schneider ist mein Vater.

Ich weiß. – Was?

Die Frau Baronin hat es erzählt. – Was?

Dass der Lehrer aus meinem Nachbardorf stammt. – Ach so, ja.

Also, ich hab gedacht ... Sie schauen so aus, als würden Sie hinfahren ...

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