The first 200 lines.
Paris, 1830
Warte! Warte. Wenn ich sterben muss...
dann will ich es wissen. Ich will dein Gesicht sehen.
Vidocq ist tot!
Vidocq ist tot!
Vidocq ist tot!
Vidocq wurde von der Liebe verraten.
Vidocq, ein Sträfling
auf der Flucht.
Er hat es auf viele Arten versucht.
Der Gefangene wurde zum Chef der Sicherheit.
Vidocq und die neue Polizei.
Vidocq wird geehrt.
Es gibt keinen Dank. Vidocq wird gefeuert.
Vidocq gründet seine eigene Polizei.
Vidocq und Nimier Privatdetektive.
Spinner!
Was ist los? Was willst du?
Guten Abend. Etienne Boisset. Journalist.
Wir brauchen keine Schnüffler.
Ich bin kein einfacher Journalist.
Ich schreibe über Vidocq. Ich bin sein offizieller Biograph.
Was ist so lustig?
Er brauchte keinen Biographen. Wenn es so gewesen wäre,...
dann würde ich es wissen. Ich bin Nimier, sein Partner.
Verstehst du?
Einen Augenblick. Ich will dir etwas zeigen. Hier, schau.
Vidocq hat mir geschrieben.
Er hatte mich erwartet. Ich schwöre es. Er wollte es noch nachbearbeiten.
Verstehst du?
Weisst du es noch nicht? Vidocq ist tot.
- Ja, genau. - Was? Genau?
Was willst du? - Mein Buch beenden.
Ich muss den Mörder finden.
Vidocq's Mörder. Armer Kerl.
Ich muss seinen Mörder finden.
Dann wird es mehr als eine Biographie. Ein Buch über Rache. Seine Rache.
Verschwinde.
- Hau ab! Aus meinen Augen. - Hilf mir. Sag mir, was du weisst.
Stecktet ihr in einer Ermittlung? Ihre beide?
- Hast du nichts besseres zu tun? - Sein Mörder ist so gut wie tot!
Ich kann dir helfen.
Sag mir, was geschah Dadurch wird es klarer für mich.
Wie fing es an.
Vor einer Woche. Zwei reiche Typen.
Belmont und Veraldi.
Das ist Unsinn. Sie wurden nicht von einem Blitz getroffen...
Wenn einer vom Blitz erschlagen wird, ist es ein Unfall.
Passiert es zwei Menschen, dann ist es ein Komplott.
- Besonders wenn es Belmont und Veraldi sind. - Wer sind sie?
Belmont war der wichtigste Waffenproduzent in Frankreich.
Veraldi war ein Chemiker.
Er produzierte die Sprengstoffe.
Und weiter?
Unsere Armee steht vor einer grossen Schlacht.
Wir können uns keine Schwachpunkte leisten. Zumindest nicht jetzt.
Vor was haben sie Angst? Vor einem Angriff der Deutschen?
Die würden sie doch vergöttern.
Ich habe Angst vor einem Angriff aus unseren Reihen.
Die Reformisten sind nicht sonderlich beliebt.
- Nicht wirklich. - Paris ist voller Verschwörungen.
Orleanisten, Bonapartisten, Republikaner.
Sogar ich kenne sie nicht alle.
Ich halte mich aus der Politik heraus.
Meine Leute haben sowieso die Hände voll zu tun.
Aber das mit dem Blitzschlag, das geht zu weit. Untersuche sie es.
Sie haben mich doch gefeuert. Haben sie das bereits vergessen?
Und es ist Unmöglich. Ich habe bereits zu viel Arbeit.
Verstehen sie nicht? Das Königshaus ist in Gefahr.
Ich erwarte einen neuen Angriff beim nächsten Gewitter.
Bezahlen sie und ich werde darüber nachdenken.
Der Begriff "Moral" sagt ihnen nichts?
Sie vergeuden ihre Talente.
Und wessen Schuld ist das?
Vergessen sie nicht.
Sie haben Zeit bis zum nächsten Gewitter.
Napoleon hat alle Uhren zu Kanonen geschmolzen.
Aber das reichte nicht.
Die Arbeitsplätze wurden in Kirchen gebaut. Wie bei uns.
Ein guter Ort. Sehr nahe beim Herren.
- Ja, aber nicht mehr lange. - Wieso?
Was für eine Frage. Nur Belmont kannte das Geheimnis des Waffenbaus.
Haben sie eine Ahnung, wer für seinen Tod verantwortlich ist?
Ironie des Schicksals.
Belmont wurde durch Feuer berühmt. Und er starb durch Feuer.
Ihr Boss ging keinen Schritt ohne Leibwächter.
- Er hatte nicht nur Angst vor Geistern, oder? - Ja, er hatte lange Zeit grosse Angst.
Wieso, hatte er merkwürdige Geschäfte am laufen?
Nein, eine aufrichtigere Person als ihn, die gibt es nicht.
Er hatte schlimme Dinge getan...
aber er verdient, dass wir auf ihn trinken.
Welche schlimmen Dinge? - Gut, das werde ich erzählen.
Belmont...
- Was meinen sie damit? - Er war wie ein Maler.
Aber seine Bilder, das war er selbst.
- War er verheiratet? - Ja, mit seinem Bauch.
- Was ist geschehen? - Nichts ungewöhnliches.
Wir produzieren Schiesspulver.
Unsere Jacken waren voll von dem Zeug.
Moment. Als der Blitz Belmont traf,
da brannte er wie eine Fackel.
Vielleicht war noch etwas von dem Pulver auf seiner Jacke.
Nicht möglich.
Die Jacken werden doch immer gereinigt und gewaschen.
Da hätte man schon sehr unachtsam sein müssen.
Vergessen sie nicht, mich auch auf die Liste der Verdächtigen zu stellen.
Eine Kanone, die in Austerlitz explodierte.
Ein kleiner technischer Fehler.
Danke, Herr Belmont.
Eine wunderbare Frau...
Schnell. Denk an das nächste Gewitter!
Es dauert nicht mehr lange.
Und Belmonts Kleidung?
Der kleine Afrikaner, Gandin, kümmert sich darum.
- Wo ist Gandin? - Er bügelt.
Ich kann ihn holen.
Gandin!
- Bist du Gandin? - Ich habe nichts falsch gemacht.
Bist du es, oder nicht?
Hast du Belmonts Jacke am Tag seines Todes gereinigt?
- Ich habe nichts falsch gemacht. - Hast du oder nicht?
- Ich bin unschuldig. - Hast du es getan oder nicht?
Ich werde deinen Mund bügeln!
Verdammt nochmal. Aufhören!
Entschuldigung. Das lag wohl am Wein
- Hast du seine Jacke gereinigt? - Nein.
- Warum nicht? - Es wurde mir verboten.
Von wem? Wer?
Nein! Ich habe einen Brief...
- Du kannst also lesen? - Nein, nein.
Die Kleider von Belmont und Veraldi müssen nicht mehr gereinigt werden.
- Woher kam dieser Brief? - Keine Ahnung. Es steckte aber Geld drin.
- Sie wurden gegrillt. - Das konnte ich nicht ahnen.
- Arschloch! - Ich schwöre es.
Ich hatte keine Wahl.
- Wieso? - Der Brief. Das war ein Befehl.
Ein Befehl des Teufels.
- Unsinn! - Ich schör's. Ich schwör's.
Er war mit Blut geschrieben.
Ich denke, ein Blitz kann auf ein Ziel gerichtet werden.
Um einen Blitz zu fangen braucht man einen Blitz....
Und um ihn weiterzuleiten, braucht man ein Ziel.
Und dafür braucht man, das ist die einzige Möglichkeit,
eine Stück Metall, das am Ziel angebracht ist.
Da.
Schütz die Augen.
- Leicht. - Das Metall. Alles ist hier.
Das kosmische Feuer, das einen binnen einer Sekunde vernichtet.
Aber es erzeugt keine Flammen.
Ein Blitzopfer verbrennt nicht.
Manchmal kann man einen Blitz- schlag ohne Verletzung überleben.
Der Blitz war nur ein kleiner Funke.
Das erinnert mich an das Gefängnis und den dortigen Steinofen.
- Vergiss es. - Doch, sicher.
Nach was suchst du?
Es wurde alles vorbereitet.
Sie wurden präpariert.
- Und was noch?? - Was noch??
Wenn es Bomben gewesen sind, dann muss es auch einen Zünder geben.
Was war im Hut?
Im Hut! Was war darin?
- Ein Kamm. - Ein was?
Ein goldener Kamm. Ein Kamm für Frauen.
- Das zieht Blitze an. - Was für eine Art Kamm war es.
Ein chinesischer Kamm.
- Ein Teufel mit einem Affenkopf. - Ein Teufel...
Und was machtest du danach?
Ich? Nichts.
Vidocq machte alleine weiter.
- Wieso? - Ich weiss es nicht.
Vielleicht lag es am Eisen. Ich wurde zu Sensitiv.
Was machte er danach?
- Gib mir einen Hinweis. - Ich hätte ihn finden sollen.
Ich hätte es vermeiden können. Verdammt.
Ich hatte ihm...
Gut. Ich werde wieder kommen...
Wir werden hier warten, Sir.
Sie sahen wie Vidocq ankam. Den Grund kannten sie nicht.
Was genau suchte er denn dort?
Das weiss niemand.
Ermitteln sie intensiver.
Wer hat die Zeitung informiert?
Das würde ich gerne wissen.
Verdammt, Tauzet. Sollen wir Narren aus uns machen lassen?
Ich habe die Leiche noch nicht gesehen.
Die Leiche?
Die Leiche von Vidocq.
Was glauben sie eigentlich? Das ich noch nie eine Leiche gesehen habe?
- Darf ich mit ihnen reden? - Im Augenblick nicht.
Pardon.
Ist es denn möglich, über Vidocq zu sprechen?
Louis Belmont, Simon Veraldi, können wir über sie reden?
Sie sind die einzige in Paris, die solch ein Schmuckstück trägt.
Ich weiss nicht, über was sie da reden.
Sie haben Belmont und Veraldi getötet. Ich habe Beweise.
Sie sind es! Der Mörder mit den Blitzen!
Gut, ich bin der Mörder mit den Blitzen. Und wer sind sie?
Ich bin Etienne Boisset. Ein Journalist.
Ich ermittle im Fall von Vidocq.
- Sie sind keine Asiatin. - Was für ein guter Journalist.
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