Listen to Me Marlon

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Listen To Me Marlon 2015 Bluray
A Commentary by qscgy

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Published on: 2016-06-04
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The first 200 lines.

Sein ganzes Leben lang machte Marlon Brando viele private Tonaufnahmen,

von denen bis jetzt keine einzige veröffentlicht wurde.

Dies ist der Anfang des Bandes.

Wir sind auf mono und an Mikrofon 1.

Okay.

Hört mal, ich will euch sagen, was ich gemacht habe.

Ich ließ meinen Kopf digitalisieren.

Sie hatten einen Laser

und der fährt so um dich rum...

und sie digitalisierten mein Gesicht.

Und ich zog eine Menge Gesichter und lächelte und...

und machte ein trauriges Gesicht und...

Und jetzt gibt's das alles auch digital.

Und Schauspieler werden nicht mehr real sein,

sondern aus dem Computer kommen.

Passt auf, das wird so kommen.

Vielleicht ist das alles unser Abgesang.

Morgen und morgen und morgen...

schleicht sich tagtäglich ganz langsam ein,

bis zu den letzten Silben aufgenommener Zeit;

und alle unsere Gestern

beleuchten den Narren den Weg zu ihrem staubigen Tod.

Aus, aus, kurze Kerze.

Das Leben ist nur ein wandelnder Schatten,

ein mieser Spieler, der in der Stunde auf der Bühne herumstolziert und sich grämt,

bevor man von ihm nichts mehr hört.

Es ist eine von einem Idioten erzählte Geschichte,

voller Klang und Raserei, und bezeichnet...

nichts.

Verstanden. Alle verfügbaren Einheiten fahren zu einer Schießerei.

Die Polizei reagierte auf einen Notruf,

aber das war keine gewöhnliche Adresse

und der Anrufer kein gewöhnlicher Bürger.

Marlon Brando war am Apparat

und meldete eine Schießerei in seinem Haus.

Kummer...

ist in mein Haus eingezogen.

Brando gewann einen Oscar für sein Spiel in dem Film von 1954,

Die Faust im Nacken.

Er wurde damals bereits

als größter US-Filmschauspieler aller Zeiten gefeiert.

Wenn man dir die Maßanzüge nimmt, die Schmiergelder

und die Erpressungen, wer bist du denn dann noch?

Hey, Stella.

Sicher wird Marlon Brandos Einfluss auf die Welt der Filmschauspielerei

noch in 500 Jahren spürbar sein.

Ich mach ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.

Marlon Brando war zur Zeit der Schießerei in seinem Haus,

aber die Polizei befragte ihn und er sagte, er hätte nichts gesehen.

Die Schießerei rückte das Privatleben

einer der scheusten Hollywoodstars ins Rampenlicht.

Und es ist ein Kampf, sich seinen Verstand und Sinn für die Realität zu bewahren,

wenn der Erfolg sie dir nimmt.

'BITTE HUPEN' KAMPFSCHUTZHUND AUF DEM GELÄNDE

Das wäre ein sehr persönlicher Dokumentarfilm

über die alltäglichen Tätigkeiten von mir, Marlon Brando.

Wir stellen fest, dass er ein gestörter Mensch ist,

allein, von Erinnerungen geplagt,

in einem Zustand von Verwirrung und Traurigkeit,

lsolation, Chaos.

Er ist so verletzt, dass er sich in Gesellschaft nicht mehr normal verhält

und eine Art mechanische Puppe wird.

Vielleicht fand er, man hätte ihm übel mitgespielt.

Und dass er wütend über seine Behandlung ist.

Er sammelt hier lnformationsfetzen, Filmschnipsel,

um zu erklären, warum du so bist.

Zehn, neun, acht, sieben, sechs,

fünf, vier, drei, zwei, eins.

SELBSTHYPNOSE NR.7

SELBSTHYPNOSE NR.7 Und jetzt lass deinen Geist

zurückschweben,

weit zurück in die Vergangenheit,

in eine Zeit, als du noch sehrjung warst,

als du immer morgens aufgewacht bist,

dich angezogen hast, als alle noch geschlafen haben,

den Gehsteig in Omaha entlanggegangen bist

und dich unter die große Ulme gesetzt hast.

Und der Wind bläst in das Licht,

in den Schatten des Laubs.

Es ist ein wunderbarer, sanfter Traum

und der sanfte Wind ruft dich.

Das ist ein Wind, dem du trauen kannst.

Du bist die Erinnerungen.

Ich hatte schon immer im Leben den starken Drang, frei sein zu müssen.

Als ich auf dem Zug stand, war ich frei.

Ich stand früher gern im Zug und lauschte den Gleisen.

Wissen Sie?

Das ist eine Art exzentrischer Rhythmus.

Ich kam mit Löchern in den Socken und Löchern im Verstand in New York an.

Ich weiß noch, dass ich mich betrank,

mich auf den Gehweg legte und einschlief.

Keiner störte mich.

Ich war immerjemand, der eine

unstillbare Neugier in Bezug auf andere hatte.

Ich ging gern die Straße entlang und schaute mir Gesichter an.

Ich pflegte zur Ecke von Broadway und 42nd Street zu gehen

in einen Optimo Zigarrenladen.

Ich beobachtete die Leute drei Sekunden lang im Vorbeigehen

und versuchte, in diesem Moment ihre Persönlichkeit zu analysieren.

Das Gesicht kann vieles verbergen.

Und die Menschen verbergen immer etwas.

Ich fand es spannend zu raten,

was die Leute selbst nicht über sich wussten.

Was sie fühlen, was sie denken, warum sie fühlen.

Warum verhalten wir uns so, wie wir uns verhalten?

Was ist die Antwort?

Gibt es eine Antwort?

Es gibt etwas, was man tief im Inneren braucht.

Eine Art Kontakt,

eine Erfahrung, die dir das Gefühl der Erfüllung gibt.

Ich hatte immer das Gefühl der Unzulänglichkeit,

dass ich nicht genug wusste,

dass ich nicht gebildet genug war.

Ich kam mir dumm vor.

NEUE SCHULE NYC

Ich wurde eigentlich durch Zufall Schauspieler.

Ich war auf der New School for Social Research,

das ist eine außergewöhnliche Bildungsinstitution.

Meine Lehrer waren alle Juden,

weil die New School ein Clearinghaus

für Juden war, die Hitler entkommen war.

Sie waren hoch angesehene Menschen.

Die Creme de la Creme der akademischen Welt.

Die Kontrolle über euer Leben beginnt mit diesem Fach.

Ich war der Schüler einer Frau namens Stella Adler.

Sie war eine gute Schauspielerin,

eine wunderbare Schauspielerin.

Der Geruch von Theaterschminke

und der Reiz der Theatererfahrung

strömte aus ihrer Unterrichtsmethode.

Das Stück hat nichts mit Worten zu tun.

Man spielt keine Worte,

man spielt mit der Seele.

Ich war als Kind sehr schüchtern.

Sensibel, sehr sensibel.

Im Theater ist der Schauspieler der Boss.

Es ist gegen die Natur des Menschen, sich zurückzuziehen.

"Hab keine Angst," sagte sie.

"Du hast ein Recht, der zu sein, der du bist,

wo du bist und wie du bist."

Sei da oben in einem ehrlichen Zustand.

Gestatte dir, Dinge zu fühlen,

Liebe oder Wut zu fühlen.

Sprich die Gedanken aus, die dich quälen.

Jeder hat eine Geschichte zu erzählen,

etwas, was er versteckt.

Bringt nichts in die Gegenwart ein,

was die Vergangenheit nicht hat.

Wir entwickeln unsere Schauspieltechnik schon sehr, sehr früh.

Schon wenn wir noch klein sind,

wenn wir unseren Haferbrei auf den Boden werfen,

damit unsere Mütter uns beachten.

Schauspielern ist Überleben.

Ja, das ist meine Mutter.

Dieses Foto da.

Das ist ein Porträt meiner Mom, als sie ungefähr 40 war.

Und sie war ein wunderbarer Mensch.

So verkleidete sie etwa zu Weihnachten die Gans, die wir als Haustier hatten.

Sie machte sie zum Nikolaus,

mit einem kleinen roten Kostüm

und Bart und allem.

Sie war eine sehr erfinderische und künstlerische Frau.

Und ich vermisse sie sehr.

Meine Mutter hat mir einen Sinn für das Absurde mitgegeben.

Sie hatte dritte Zähne.

Ab und zu lachte sie auch.

Wenn sie lachte,

lösten sich ihre Zähne vom Zahnfleisch.

Je mehr ich lachte, desto lustiger fand sie es

und am Ende hielten wir uns die Bäuche vor Lachen.

Meine Mutter brachte mir die Liebe zur Natur bei,

und ein Gefühl der Nähe zu Tieren.

Man hätte keine Melodie nennen können, die sie nicht auf dem Klavier spielen konnte.

Keine einzige.

Ich erinnere mich gern an sie.

Ich roch gern den Alkohol in ihrem Atem.

Und ihr Atem wurde dann sehr, sehr süßlich.

Das ist ein lieblicher Duft.

Meine Mutter war Alkoholikerin.

Wir lebten in einer kleinen Stadt und meine Mutter war die Stadtalkoholikerin.

Sie befand sich am Rande eines Zusammenbruchs.

Und meine Mutter verschwand immer.

Wanderte irgendwohin, wir wussten nicht, wo sie war.

Ich musste immer los und sie aus dem Gefängnis holen.

Erinnerungen, die mich auch jetzt noch mit Scham und Wut erfüllen.

Man muss ständig Schauspielern.

Es ist nicht wichtig, im Theater seine Fehler zu verteidigen.

Es ist wichtig, sie zu meistern.

Stella war so freundlich, mich zu sich einzuladen.

Dann wurde von ihrer Familie aufgenommen.

Als ich wirklich litt und wirr war, die Orientierung verloren hatte,

war sie immer sehr liebevoll zu mir.

Ich hatte noch nie im Leben was gemacht,

von dem jemand sagte, dass ich es gut könne.

Sie legte mir die Hand auf die Schulter

und sagte: "Keine Sorge, mein Junge."

"Nach dem, was ich in dir gesehen habe,

wird die Welt noch von dir hören."

Vom T-Shirt-tragenden Stanley Kowalski in Endstation Sehnsucht,

der Rolle, die ihn international berühmt machte:

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