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EINE NETFLIX SERIE
COLUMBIA JUSTIZVOLLZUGSANSTALT PORTAGE, WISCONSIN
117-252. Dahmer.
119-942. Bryant.
116-654.
Hey, ich bat um zwei Zyankalikapseln und eine Rasierklinge.
Schauen Sie mal nach?
VERTRAUE AUF DEN HERRN
Lieber Jeff, meine Freunde halten mich für verrückt,
aber ich wollte mal Hallo sagen.
Weißt du, dass du ein Halloweenkostüm bist?
Drei Mitschüler zogen sich an wie du an Halloween,
und alle flippten aus,
und jetzt dürfen wir uns nächstes Jahr nicht mehr verkleiden.
Es gibt einen Comic über dich, wusstest du das?
Ich finde ihn cool. Ich mochte Unheimliches schon immer.
Schickst du mir vielleicht eine Zeichnung oder so?
Ich schicke dir 5 Dollar.
Ich schicke dir mehr, wenn du antwortest. Dein größter Fan Alice.
HALLO, ALICE. DANKE!! LIEBE GRÜSSE, JEFF
Schon mal aufgefallen, dass das wie ein Daumen aussieht?
Jedenfalls dann, wenn ich mit denen fertig war.
Doch nicht.
Eigentlich… eher so.
Du bist ein Freak, Alter.
Pflanz deinen weißen Arsch hin!
Gefällt mir nicht, Kleiner.
Meinen Fans schon.
Du musst nicht dahin zurück. Bleib bei uns, solange du möchtest.
Nein. Ich falle niemandem zur Last. Basta.
-Aber Mama, das tust du nicht… -Schluss jetzt. Aber danke.
Jetzt hol den Rest von dem Zeug.
Werden sie die Sache je ruhen lassen?
Warte ab. Irgendwann passiert was Neues.
Ich mache das.
WARNUNG GERICHTSMEDIZIN MILWAUKEE COUNTY
-Nein, tut mir leid. Das ist verrückt. -Was?
Du kannst nicht hierbleiben. Das lasse ich nicht zu.
Ich meine… Oh Gott, ich kann es noch riechen.
Was er diesen Menschen angetan hat…
Der Tod, die Morde? Ich weiß, du riechst es auch.
Wenn du stur sein und es nicht zugeben willst, ok.
Aber lüg nicht. Das hast du mir anders beigebracht.
Wo soll ich denn sonst hingehen?
Ich kann es mir doch gar nicht leisten.
-Dann lass mich dir helfen. -Sandra, nein.
Er hat dieser Welt genug genommen.
Mein Zuhause nimmt er mir nicht. Das lasse ich nicht zu.
Dann versprich mir eines. Wenn du Angst hast, geh zu den anderen.
Du weißt, wo sich nachts alle treffen?
Ich komme schon zurecht.
Versprich es mir.
Ok. Ich verspreche es. Mein Gott.
Hörst du bitte auf?
Du tust so, als würde Jeff Dahmer plötzlich aus der Ecke springen.
Er ist eingesperrt. Weg. Für immer.
Ok, aber ruf mich wenigstens an. Und ruh dich bitte aus.
-Das werde ich. -Ok?
Das werde ich.
Hey!
Wenn ich dir 20 Dollar gebe, besorgst du mir was?
Was zum Teufel ist das?
Mach den Scheiß aus, Dahmer!
Ich versuche zu schlafen!
GESÄNGE UND LAUTE DES BUCKELWALS
Dahmer, machen Sie das aus!
Warum? Ich wollte nur schlafen.
Machen Sie das aus und geben Sie es mir!
Das ist meins.
-Sie dürfen es mir nicht wegnehmen. -Her damit, sonst winkt Einzelhaft.
Scheiße.
Wer verbietet mir das?
Gefällt Ihnen das? Geräusche, wie Menschen getötet werden?
Das sind Walgesänge.
Das beruhigt mich. Es hilft mir beim Schlafen.
Ich kann das Licht nicht ausmachen.
Ja? Na gut. Besprechen Sie das mit dem Leiter.
-Ich zahlte dafür! Das dürfen Sie nicht. -Sie können mich mal, Dahmer.
-Sie gehören auf den elektrischen Stuhl. -Wollte ich ja.
Ich bekam stattdessen 900 Jahre.
Komm schon.
Dann kauf ich halt noch mehr Walgesänge, Mann!
Halt die Fresse, Dahmer!
Halt die Fresse!
Liebe Ms. Hughes. Würden Sie das bitte für mich signieren?
Ich habe einen frankierten Rückumschlag beigelegt.
Danke. Josh Mahoney, Champagne, Illinois.
Ich verstehe Ihre Wut, Ms. Hughes, aber Zivilklagen können Jahre dauern.
Selbst wenn wir gewinnen, ist unklar, wie viel wir von der Stadt
oder den kleinen Verlagen kriegen, wie dem, der den Comic veröffentlichte.
Mr. Goldstein, ich mache das nicht für Geld.
Geld bringt mir meinen Sohn Tony nicht zurück.
Das ist ein böses Buch. Böse, mit böser Absicht dahinter.
Jemand muss zahlen und zur Verantwortung gezogen werden.
Sehe ich auch so.
Hier, bitte sehen Sie sich das an.
Jeffrey Dahmers Vater schrieb ein Buch,
was sich sicher besser verkaufen wird als irgendein Comic.
Ich habe Lionel und seine Frau Shari beim Prozess kennengelernt.
Die schienen anständig zu sein.
Wir verklagen nicht nur die Stadt, sondern auch Dahmer und seine Familie.
Wir holen uns das Geld, das sie mit Büchern,
Filmen, Ausstrahlungsrechten und Interviews verdienen.
Mann, selbst die kleinen Summen,
die Dahmers Fans ihm ins Gefängnis schicken.
Machen die nämlich. Hab ich gelesen.
Lassen Sie nicht zu, dass der einen Cent verdient.
Weiß nicht. Die Stadt und Dahmer zu verklagen, das fühlt sich richtig an.
Aber seine Familie? Nach allem, was die auch durchgemacht haben?
Die verdienen vielleicht Millionen.
Ja, das sind anständige Leute,
aber ich glaube nicht, dass er das Geld mit Ihnen teilt
oder mit den anderen Familien der Opfer, jedenfalls nicht freiwillig.
Sind Sie bereit für diesen Kampf?
"Lionel Dahmers Analyse seiner hoffnungslos kaputten Beziehung
zu seinem Sohn Jeffrey ist besonders für Eltern sehr unangenehm.
A Father's Story könnte man leicht abtun,
wären da nicht der spürbare Schmerz
und die Verzweiflung, die dem Text innewohnen.
Was Lionel Dahmers Erzählung so überzeugend macht…"
Oh! "Überzeugend."
"…ist, dass er bei der Rollenzuschreibung nicht nur in die Seele seines Sohnes,
sondern auch in die seine blickt."
Liebling. Das ist fantastisch.
Es ist ziemlich gut, finde ich.
Was meint dein Agent?
Leonard? Der freut sich. Steht immerhin in der New York Times.
Oh, Liebling. Das ist ja…
Das ist fantastisch. Darauf müssen wir anstoßen, oder?
Auf meinen Mann, den Bestseller-Autor.
Wir sollten uns nicht zu früh freuen, Liebes.
Wir sind zurück. Bei uns sind Lionel und Shari Dahmer.
Sein Buch A Father's Story
über den Serienmörder Jeffrey Dahmer erscheint bald.
Nun, Lionel, in der Pause erwähnten Sie, Sie haben Interesse,
das Buch verfilmen zu lassen?
-Das wäre möglich. -Ja.
Stimmt. Nennt man Exklusivrechte.
Und es gibt zwei Männer namens Ambler und Dickinson
aus Kansas City, die gerne einen Film drehen würden…
-Hey, Dahmer. Beeilung. -…über die Sache.
A Father's Story.
-Sorry. Was soll ich sonst tun? -A Father's Story.
-Sie kooperieren. -Ja.
Dad ist im Fernsehen.
…gibt es Ideen dazu, wer Sie zwei spielen soll?
Ach, ich weiß nicht.
Jon Voight vielleicht. Faye Dunaway.
Wieso das? Ich muss ihnen den Gewinn auszahlen?
Wie denn? Es gibt keinen Gewinn.
In gewisser Weise ist das das Gute daran.
Das Buch wurde noch nicht öfter als 50.000-mal verkauft,
also gibt's nichts zum Auszahlen.
Aber was, wenn doch?
Dann sagte der Richter, die Familien haben Anspruch darauf.
-Jeffs Geld wollen sie auch. -Tja, Jeff hat kein Geld.
Er verdient 25 Cent pro Stunde im Gefängnis,
und man schickt ihm Geld.
Er kauft nur Kaffee und Zigaretten.
Wird er nicht mehr können. Die Familien haben ein Recht darauf.
Oh Mann. Das ist doch… Das ist…
Ich verstehe, dass diese Menschen leiden. Wirklich.
-Aber ernsthaft jetzt? 25 Cents? -Wer genau…
Wer von denen macht das?
Alle Familien.
Hallo?
Geht dahin zurück, wo ihr herkommt!
Hallo?
Niemand will euch hier haben! Ab ins Boot und fahrt wieder zurück!
Ganz ruhig.
Ich will nur ein paar Fotos machen.
Komm.
Ich will dir was zeigen.
Wir müssen von hier verschwinden.
Sie wussten über ihn Bescheid!
Pass auf, was jetzt passiert.
Was machst du da?
Warum schneidest du ihn aus unseren Fotos aus?
Wir sagen seinen Namen nicht mehr.
Wir reden nicht darüber, was passiert ist,
und wir sagen seinen Namen nicht.
Mein kleiner Junge.
Heute sind wir hier versammelt, um Unerschrockenheit,
Tapferkeit, Entschlossenheit und vorbildlichen Mut zu preisen.
Mut im Angesicht der Gefahr,
im Angesicht großer Zweifel.
Helden und Heldinnen.
Die sehe ich, wenn ich mich hier umschaue.
Jeder von Ihnen repräsentiert unsere Elite.
Normale Bürger, nicht von Belohnung inspiriert,
sondern von Prinzipien.
Davon, das Richtige zu tun. Das Rechtmäßige.
Als der Mob kam, hielten diese beiden Männer Stand.
Wir waren an ihrer Seite und kämpften für sie
und für all jene, die eine Dienstmarke tragen
und uns stets daran erinnern, dass wir füreinander einstehen.
Trotz größter Hindernisse versuchte diese tapfere Frau,
ihre Community zu schützen.
Sie zeigte unerschütterliche Entschlossenheit
und wurde zum Symbol für die großartige Seele Milwaukees.
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