The first 172 lines.
Oh, seid ihr heute schon wieder da?
Hallo.
Ähm, was ist denn mit Kyōya?
Vierzehntes Konzert: Neue Freunde und ein beherztes Comeback
Tja … Er will immer noch nicht rauskommen.
Was ist denn mit dem los?
Hat er Heimweh?
Er war doch gerade mal ein halbes Jahr in Tōkyō.
Selbst wenn Siren jetzt erst mal ausfällt. Was soll denn aus SI-VIS werden,
wenn Kyōya jetzt auch fehlt?
Sōji?!
Was macht der hier?!
Ist nicht wahr!
Oh? Noch ein Freund?
Tut mir leid, dass ich Sie so spät abends störe.
Mein Name ist Sōshirō Sakamoto.
Ich habe es schon von Kenji und den anderen gehört.
Du bist also extra den langen Weg aus Tōkyō hergekommen.
Nach der langen Reise bist du sicher hungrig, oder?
Ah, nein! Machen Sie sich keine Umstände!
Dann ist Sōji also wirklich bei Kyōya zu Besuch.
Dabei zoffen sich die beiden auf der Bühne doch immer.
Dann mögen die beiden sich eigentlich? Ist nicht wahr …
Wie geht es Kyōya denn?
Na ja …
Seit er zurück ist, kommt er von morgens
bis abends nicht aus seinem Zimmer.
Es sei denn, er besucht allein das Grab.
Er isst auch kaum etwas.
Aber vor allem hat er gar nicht darüber geredet, was in Tōkyō eigentlich passiert ist.
Verstehe …
Ich weiß ja nicht, ob es mir zusteht, danach zu fragen,
aber was ist denn nur in Tōkyō vorgefallen?
Wissen Sie …
Der Junge hat seine Eltern sehr früh verloren.
Außer mir hat er niemanden mehr.
Und trotz allem hat er nie ein trauriges Gesicht gemacht und sich immer angestrengt.
Er hat in Tōkyō einen guten Job gefunden
und meinte, er wolle mir beweisen, dass er auch für mich sorgen könne.
Er ist so ein lieber Junge.
Aber falls die Arbeit zu mühsam ist, muss er sich für mich doch nicht überfordern …
Er darf jederzeit heimkommen, sich Zeit nehmen und noch einmal von vorn anfangen.
Dann haben wir aber ein Problem.
Für uns ist Kyōya unentbehrlich.
Als er zu SI-VIS kam,
waren wir mit großen Problemen konfrontiert und hatten eine schwere Zeit …
Aber er ist
mit seinem angeborenen Frohsinn und Optimismus einfach über uns hergefallen.
Und im Handumdrehen war er auch schon das Herz von SI-VIS.
Aber sein Fleiß, mit dem er alles für seine Freunde auf sich genommen hat,
hat Kyōya vielleicht mehr als notwendig belastet.
Aber …!
Kyōya …!
Tut mir leid. Aber geh bitte wieder.
Macht es Spaß, deine Freunde zurückzulassen und seelenruhig auf dem Futon zu pennen?
Rennst nach ein, zwei Fehlschlägen gleich zurück nach Hause.
Und so was hat es geschafft, Teil von SI-VIS …
oder auch nur Musiker zu werden?!
Du Null!
Gerade hat er doch was ganz anderes gesagt …
Hat Sōji etwa eine gespaltene Persönlichkeit?
Dann verstehen sich die beiden also doch nicht?
Ist mir egal, ob du zurückkommst.
Uns doch egal, wenn du nicht mehr da bist.
Tut mir leid.
Ich hab’s voll versaut.
Warum bin ich ihm gegenüber bloß immer so fies? Ich bin so ein Blödmann.
Ich lege dir einen Pyjama hier her, ja?
Ah, v-vielen Dank!
Der ist aus Kyōyas Zeit in der Mittelschule. Er ist also vielleicht etwas klein.
Das macht ja nichts. Vielen Dank Ihnen.
Und ich danke dir.
Schließlich bist du für Kyōya extra hierher aufs Land rausgefahren.
Ich fürchte, ich habe nur dafür gesorgt, dass er noch sturer ist.
Das tut mir leid.
Ich bin trotzdem erleichtert.
Denn mir ist dadurch etwas klar geworden.
Er hat in Tōkyō wirklich gute Freunde gefunden.
Wahre Freunde, die auch mal ernsthaft mit ihm schimpfen.
Ich bin aber kein sehr guter Freund.
Obwohl ich genau weiß, was er hören möchte, sage ich immer das Gegenteil.
Für gewöhnlich bin ich neidisch auf ihn und mache mich über ihn lustig.
Ich schimpfe ja gar nicht mit ihm, ich bin einfach nur sauer.
Würdest du Kyōya trotzdem
weiterhin ein Freund sein?
Unterstütze ihn bitte, ja?
Das …
hängt von ihm ab.
Willst du baden gehen, sobald Sōji fertig ist?
Es tut mir leid, Oma.
Seit ich hergekommen bin, habe ich überhaupt nichts gesagt.
Ich hab nur in meinem Zimmer gehockt und mich nicht blicken lassen.
Aber das macht doch nichts.
Na ja, ich hätte mir aber gewünscht, dass du etwas isst.
Weißt du, Oma … Ich …
Schon gut. Durch euer Gespräch vorhin habe ich das Wichtigste verstanden.
Sōji ist ein lieber Junge, nicht wahr?
Er ist höflich und macht sich Gedanken um seine Freunde.
Nach außen wirkt er so höflich. Aber seinem engsten Umfeld gegenüber ist er sehr fies.
Aber das bedeutet doch auch, dass du zu seinem engsten Freundeskreis zählst, oder?
Sōji hat aber recht.
Alle außer mir strengen sich so sehr an.
Nur ich allein habe mich nicht bemüht, bin nicht wieder aufgestanden, …
sondern einfach abgehauen …
Es ist in Ordnung zu fliehen.
Denn deine Eltern haben dich mit ihrem Leben geschützt
und du bist mein allergrößter Schatz.
Also ist es mir gleich, ob du dich nicht anstrengst oder fliehst.
Ich werde dich immer lieben.
Oma …
Danke …
Der ist ja winzig …
Werter Apollon.
Medeia, geht es dir gut?
Vielen Dank der Nachfrage …
Ich bin unversehrt mit Samael auf der Erde angekommen.
Und Kurios?
Ist er schon zu euch gestoßen? Warum zeigt er sich nicht?
Also …
Wie lange willst du dich noch verstecken? Willst du Apollon nicht Bericht erstatten?
Deine Gefühle hatten sich doch geändert.
Ach, nein. Du wolltest dieses Ungeziefer doch ohne Mitgefühl ausrotten.
Das weiß ich selbst.
Spar dir den Blick. Daraus spricht bloß dein Hass.
Das wird Apollon dir nicht durchgehen lassen.
Tja, eigentlich mochte ich deine mitfühlende Seite vorher ganz gern.
Dann hasst er die Erdlinge also letztlich doch?
Lykos war Kurios’ Ritter und damit etwas Besonderes für ihn.
Er sollte also nicht aufs Schlachtfeld geschickt werden.
Selbst wenn wir gewinnen, wird es, wenn das so weitergeht,
tiefe Narben in seinem Herzen hinterlassen
Sag mal, Kurios? Soll ich dir nicht bei deiner Aufgabe helfen?
Was meinst du damit?
Ich werde an der Front stehen.
Setze deine Kraft beim Gegenschlag ohne Zurückhaltung ein.
Allein Lykos ist mein Ritter … Ich brauche keine Hilfe.
Soll das heißen, dass du dich allein in den Kampf stürzt?
Gegen die Leute, die du nicht mal mit Lykos besiegen konntest?
Ich will ja gar nicht so tun, als sei ich dein Ritter.
Du kannst mich also ruhig als Werkzeug deiner Rache einsetzen.
Warum sagst du so etwas?
Wenn wir als Team kämpfen, ist unsere Gewinnchance höher.
Nein, vielmehr steigt die Chance, sie zu vernichten.
Apollon würde wohl sagen, man soll seine Kraft nicht wegen persönlichen Gefühle einsetzen.
Wem willst du nun folgen, Kurios? Apollons Worten?
Oder deinen eigenen Gefühlen?
Das ist wohl nicht der Zeitpunkt, um Kurios in den Kampf zu schicken.
Aber wer soll diesen Planeten denn sonst erobern können,
bevor die Kräfte des verehrten Eden schwinden?
So schlecht geht es dem werten Eden?
Das wusstest du doch. Uns bleibt keine Zeit.
Überlasst das mir. Eigentlich
wurde ich doch genau dafür auf diesen Planeten geschickt.
Was soll an Rache denn so falsch sein?
Was soll schlecht daran sein, seine Kräfte aus Hass einzusetzen?
Lass es uns tun, Kurios …
Nutze deinen Hass, um die Erde zu vernichten.
H-Hi …
Aber was …?
Na ja, wir sind gerade auf dem Weg zur Schule.
Mensch, es ist ja halb sechs!
Hey!
Das ist viel zu früh, erst recht ohne Morgensport!
Misch dich nicht ein. Außerdem bist du zu laut.
Ist doch immer das Gleiche.
Hä?!
Ä-Ähm, also …
Ich …
Ich weiß ja nicht, was passiert ist, aber rausgeworfen haben sie dich wohl nicht.
Die behandeln dich ja wie einen VIP, wenn dich sogar extra dieser Sōji abholen kommt.
So ist das gar nicht.
Ich habe einen Fehler gemacht.
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