Family Practice

Family Practice (Sohn meines Vaters)

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A Commentary by koleksifilmserial

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Published on: 2024-06-14
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The first 200 lines.

So sieht mein Leben aus ohne meine Eltern.

Seit einem halben Jahr hab ich sie nicht mehr gesehen.

Und jetzt ... wird mein Vater 60.

Fabienne ist neugierig.

Ewig kann ich sie nicht meiden. Also ist der Moment da.

Da bist du ja endlich.

Du bist Fabienne? Komm!

Der Schabbat ist das Fest der Schechina,

die Braut und die göttliche Mutter, der Ursprung des Lebens ... Hallo!

Und darum danken wir zum Schabbat

der Hausfrau für die Arbeit der Woche.

So viel zu unserer Rollenverteilung.

Zudem ist es Tradition,

dass am Schabbat der Mann und die Frau

ihre Beziehung pflegen und sich der Liebe hingeben.

Das sagst ausgerechnet du.

Lieb sein zueinander.

Das steht geschrieben! Das mach ich nicht einfach so!

- Schon gut. - Ja?

- Ach was?! Er hat Kunst studiert. - Freddy, ich zeichne.

- Warum? - Ich zeichne. Ich bin Illustrator.

- Und was zeichnest du? - Comics.

Du hast nicht Medizin studiert?

- Ein Semester, vor fünf Jahren. - Das Leben wird nicht billiger.

Stimmt! Nimm doch das Medizinstudium wieder auf!

Du hast auch deine Praxis und schreibst nebenbei.

Stimmt. Aber er will keine Absicherung.

Ich finde das mutig! Ich finde das gut. Es ist auch eine andere Generation.

- Gott sei Dank! - Gebt die Hoffnung noch nicht auf.

Simon ist im Finale eines renommierten Comicfestivals.

Wirklich? Stimmt das?

Ja, aber ich bin einer unter 40. Du kannsts dir ausrechnen.

He, ja und? Du kannst gewinnen! Du wirst gewinnen! Du schaffst das!

Er wird berühmter als sein Vater. Ich habs immer gesagt.

- Raucht hier niemand? - Vor 3 Jahren aufgehört.

- Super! - Das sind richtige Künstler!

Es läuft immer was!

Was da für Bilder entstanden!

Also für mich als Hypochonder ...

Warte, Moment!

Das liegt in der Familie!

Hat Fabienne was dagegen, dass du manchmal heim kommst?

- Verdienst du jetzt was? - Nicht wirklich.

Aber mit dem Geld von uns kommst du durch?

Ja.

- Das reicht doch nicht. - Doch, doch.

Ich hätte eine Idee. Du könntest ... Danke dir.

Du könntest Karls Buch transkribieren.

Das machst doch du!

Wir müssen nach Cielle. Das Buch muss in 2 Monaten fertig sein, die Vorträge ...

Das geht nicht! Fabienne wartet auf meine Bilder!

- Wie findest du sie denn? - Kann ich noch nicht sagen.

- So ein erster Eindruck? - Sie ist lieb.

- Ist sie etwas nervös? - Warum?

Ach, dieser Fisch!

Sie trinkt gern ein Glas.

- Auf einem Fest! - Wenns nicht zur Gewohnheit wird!

Soll ich das rausbringen?

Ja. Moment! Das sind die anderen Teller.

Wer ist die Frau in der weißen Bluse?

Etwa 40.

- Sonja, unsere neue Sekretärin? - Was? Von der Praxis?

Ja. Kennst du sie noch nicht?

Nein.

Mit 60 fängt das Leben an!

Du sagst es!

Willst du nach Hause?

Mama?

Was ist passiert? Was hast du? Mami?!

- Mami? - Wasser auf die Stirn!

- Was ist passiert? Simon ... - Hat sie das jetzt wieder?

Lass mich zu ihr.

Was ist? Was ist? Okay.

Leg dich bitte hin.

- Kann ich helfen? - Hörst du mich?

Hörst du mich?

Ganz ruhig. Leg dich hin. Nichts passiert. Alles okay.

Der Kreislauf. Gleich wieder okay.

Was ist denn passiert?

Was machst du?

Du Wahnsinnige!

Hatte sie das schon mal?

Schon lange nicht mehr.

- Soll ich überhaupt noch zu dir kommen? - Wieso nicht?

Ist das der Kern des Abends?

- Wieso meinst du? - Deine Familie gibt doch so viel her!

- Glaubst du, du kannst sie ausblenden? - Soll ich Mami mit Blutlache zeichnen?

Sorry.

Finger weg!

He!

Du weißt es genau.

Heute bringst du sie! Okay?

- Die Fortsetzung der Tierserie? - Nein, das ist eine neue.

Wir haben was ganz anderes vereinbart.

- Das andere gefällt mir doch nicht so. - Sagst du mir jetzt?

- Ja? - Die Infrastruktur

entspricht nicht heutigen Standards. - Warum?

- Was ist nicht gut? - Muss alles neu gemacht werden.

- Was? - Das Tableau ist Asbest.

- Das muss raus! - Hast du die alten Skizzen da?

Das muss alles weg. Und die Kabelführung in den Raum rüber ...

das ist alles zerbröselt. Die Kanäle sind kaputt, die Kabel ...

Das hat Kraft! Findest du nicht?

Weil es Menschen zeigt und relevanter wirkt, oder was?

Das wäre mal was Neues von dir und würde in die Ausstellung passen.

Ach, da versteckt ihr euch!

Wow, das ist eindrücklich!

- Hallo. Ui! - Kaum der Rede wert!

Gehörte das mal einem Restaurator? Riecht ihr es?

Amylacetat, der Geruch verfliegt nicht. Hast du einen Moment?

Warum?

Ich habe mit Papa gesprochen. Wir geben dir 50 Franken die Stunde

für die Transkription. Pro Woche ... - Keine Zeit!

- Lass dich nicht ausnützen! - Tu ich nicht!

Hat sie keine Familie? Das versteht sie doch!

Musst du unbedingt jetzt in die Ferien?

Hör zu, Karl und ich, wir ... brauchen Zeit für uns.

Kann das nicht jemand anders machen?

Nein, niemand anderes. Wenn du es nicht machst, muss ich.

Dann fährt er mit Sonja in die Ferien.

Ja, jetzt weißt du es.

Wenn du es machst, das Geld brauchst, lässt er dich und geht mit mir weg.

Ich lasse mich da nicht reinziehen.

- Lass dich nicht ausnützen, setz Grenzen. - Darum will ich mit ihm weg.

- Damit wir das dort klären können. - Wieso nicht hier?

- Vergiss es. - Nein!

Vergiss es! Ich fahre nirgendwohin, und mache es selber. Ja!

Er hat nur noch sie im Kopf.

Sie hat ihn in der Hand.

Wenn die beiden nach Cielle fahren ... weiß ich nicht, was noch passiert.

Also?

Was soll ich tun?

O, Mam!

Wir eröffnen in drei Wochen!

- Ich schaffe das! - Nie im Leben!

- Papa vögelt seine Sekretärin. - Was ist neu daran?

Er schleppt sie ins Haus, zum Schabbat ...

- Ist das ein Sakrileg oder was? - Das hat er noch nie gewagt!

- Die im schwarzen Rock? - Ja.

- Bist du verantwortlich für deine Mutter? - Sie dreht durch. Kapierst du nicht, was?

Vielleicht kapiert sie es dann endlich.

- Soll ich Ersatz für dich suchen? - Nein, ich schaffs.

Es ist nur eine Woche.

Folge einfach den Nummern.

Manchmal habe ich eine eingefügt, wie die 2b, sonst ists chronologisch.

- Du merkst, wenns achronologisch ist. - Wieso sind die Kassetten nummeriert?

Diese Nummern entsprechen jenen. Das ist das Buch.

- Alles Gesprochene muss ich ... - Ja! Das sind meine Vorträge,

Q&As, Interviews ... - Ein Manuskript hast du nicht?

Simon, das ist kein Problem! Keine Sorge. Es ist alles in Hochdeutsch.

Zudem hab ich dir die Timecodes hier alle notiert.

Halte dich einfach an diese Timecodes. Die VHS haben zwei Timecodes:

einen oben und einen unten. Schau auf den oberen.

Mindestens ein Monat Arbeit.

Zwei Wochen, wenn du dich konzentrierst. Höchstens drei. Ja?

Herr Doktor? Wegen des Rezepts ...

Oh, stimmt. Jesses, nein! Klar.

Stimmt, tut mir leid.

- '53. - 1953, genau.

Was sagten wir? 200 mg, ja? Genau.

- Alles Gute. - Danke. Auf Wiedersehen.

Bis dann.

Dreimal die Woche kommt Sonja, das weißt du.

Ich kann Fabienne nicht so lange warten lassen.

Was ist das mit Fabienne?

Wir haben ein Projekt.

- Ein Kunstprojekt? - Ja, ein Kunstprojekt.

Cool. Hast du übrigens die Kuh gesehen?

Wenn du nicht willst, sags. Dann rede ich mit Mama ...

Nein, ich machs ja.

Folgender Vorschlag: Du machst die VHS-Kassetten

und Sonja macht weiter. Sag Mami nicht, dass du nicht alles machst.

Wie findest du sie übrigens?

Sie ist schlecht gelaunt,

hat mit Rauchen aufgehört. Sie und ich ...

Ich weiß.

Eine so tolle Frau habe ich noch nie getroffen. Ich fühle mich wie 30.

- Soll ich die Dateien ... - Mit Fabienne ...

ist das was Ernstes?

Ja, ich glaube schon.

Sehr lustig, dass du die Texte abschreibst.

- Du machst das sicher gut. - Danke.

- Soll ich dir die Kapitel mailen ... - Nein, du gibst sie Sonja.

- Und sie gibt sie mir. - Warum?

Weil ich es gut finde, wenn es noch jemand gegenliest.

Hier der Stick.

Wie soll ich das nur machen? Einen Monat ohne sie?

- Mami wollte sie nicht in Cielle. - Die böse Mami, was?

Wenn Veranstalter oder Verleger anrufen, gib ihnen meine Handynummer.

Und bei Fragen zum Text rufst du mich an, ja?

Nicht Papi.

- Du, pass ein bisschen auf, dass ... - Dass?

Ich will sie nicht in unserer Wohnung. Schließ immer ab.

Machs gut.

Genieß es. Gute Zeit!

Es ist schwierig, vom Comiczeichnen allein zu leben.

Ein Stipendium ermöglicht es, sich auf ein Buchprojekt zu konzentrieren.

Die hätten sich gemeldet. - Hm?

- Wenn ich gewonnen hätte. - Sie sagten, du sollst kommen.

Kommen wir zu den Gewinnern.

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