The first 191 lines.
Vor langer Zeit
lebten Menschen und Drachen in vollkommener Harmonie.
Aber die Menschen wurden gierig und begannen, die Welt zu erobern,
wobei sie alles zerstörten, was ihnen in den Weg kam.
Die Drachen flehten die Menschen an,
rücksichtsvoller zu sein.
Aber statt auf sie zu hören, erklärten sie ihnen den Krieg.
Petrosius, ein böser Alchimist,
erschuf ein drachentötendes Ungeheuer namens Nesselbrand.
Aber er konnte das Ungeheuer nicht beherrschen
und wurde von seiner eigenen Schöpfung gefressen.
Nesselbrand begann, die Drachen auf der ganzen Welt zu jagen.
Hilflos flohen die Drachen.
Denn Nesselbrand war gegen ihr Feuer immun.
Nachdem er ihre Spuren verlor,
zog sich Nesselbrand in die Burg seines Schöpfers zurück,
besessen von seiner Gier, alles zu verschlingen.
Jahrhunderte vergingen.
Die Menschen übernahmen die Herrschaft über die Welt
und vergaßen die Drachen und Fabelwesen.
Die verbliebenen Drachen mussten sich verstecken,
um ihre Existenz vor dem Rest der Welt geheim zu halten.
Aber nichts bleibt für immer verborgen.
An Weihnachten holen sich die Menschen unsere Bäume.
Geht ihnen aus dem Weg und versucht nicht, sie zu vertreiben.
Dafür bekommen wir noch Riesenärger.
Verwischt alle Spuren.
Komm endlich, du lahme Ente.
Niemand darf wissen, dass es im Tal Drachen gibt.
Feuer dient als letzter Ausweg nur zu unserem Schutz.
-(missbilligendes Gemurmel) -Ruhe! Ich bitte um Ordnung.
Das ist eine ernste Sache. Feuer ist eine Waffe, kein Spielzeug.
Es wird weder Feuer gespuckt, noch geflogen! Wir halten uns...
-Lung, was soll das? -Verzeihung. Kommt nie wieder vor.
-Hi. -Was hattest du da oben zu suchen?
-(Lung) Ich wollte nur... -Erspar mir die Details.
Hast du nichts Besseres zu tun?
-Was denn zum Beispiel? -Hier gibt es viel zu tun.
-Wir müssen aufpassen und... -Die Form von Wolken erraten.
-In einem Schlammbad planschen. -Fliegen verscheuchen.
Ihr zwei sollt ja euren Spaß haben, aber seid dabei bitte leise.
Ich will ein richtiger Drache sein, wie in Schieferbarts Geschichten.
Oh, steh mir bei.
Ich befehle: Lass dich nicht blicken. Mach mir keine Probleme!
Sich nur zu verstecken, macht keinen Spaß.
Flaschenhals erlaubt uns auch gar nichts!
Aber hier sind wir sicher. Das ist wichtiger als alles andere.
Wer soll uns denn was antun? Elfen? Zwerge?
Meine Mutter, wenn ich nicht pünktlich zum Abendessen da bin.
-Bis morgen, Lung. -Bis morgen.
-Schieferbart! -(stöhnt)
Und nun, meine Hübschen, Augen auf und staunen.
Verzwickte Drachenkralle. Der hält sich für einen richtigen Drachen.
-Wer ist das überhaupt? -Wirbelknacker.
„Wirbelknacker“? Diesen Namen werde ich nicht so schnell vergessen.
Das ist nur ein Möchtegern-Drache.
Am Saum des Himmels wohnen noch die wahren Drachen.
Erzählst du wieder deine verrückten Geschichten, alter Mann?
„Alter Mann“? Wer ist hier der alte Mann?
Der hat vielleicht Nerven. Wer ist das überhaupt?
Hörte ich gerade „Saum des Himmels“?
Woher weißt du denn vom Saum des Himmels?
-Du hast es gerade gesagt. -Warst du da schon mal?
-(faucht) -(alle lachen)
Dieser Drache hat vielleicht Nerven. Wer ist das überhaupt?
-Erzähl mir vom Saum des Himmels. -Ach so.
Du meinst das Paradies für Drachen, wo die Mondblumen leuchten.
Und wo ist das?
Es ist... Äh...
Spuck es aus.
Es liegt in einer weit entfernten Bergkette.
Nicht einschlafen! Bitte, Schieferbart.
Am anderen Ende der Welt.
Ein Paradies für Drachen.
Und wo genau soll das sein?
Er sagte, in einer weit entfernten Bergkette am anderen Ende der Welt.
Und er sagte, es wäre ein Paradies für Drachen.
„Ein Paradies für Drachen“. Vielleicht ein Paradies für euch.
Kobolde sind da auch willkommen.
Das weißt du nicht.
Vielleicht landen da Kobolde auf dem Grill.
Schön.
Jedenfalls würde ich mich im Saum des Himmels sehr wohlfühlen.
Mein Vater sagt, außerhalb des Tals ist es ziemlich gefährlich.
Wir kommen hier sowieso nicht weg.
Menschen!
Wir müssen die anderen warnen.
-(Stimmengewirr). -(Flaschenhals) Beruhigt euch.
Was machen die Menschen mit uns?
Wie immer, wenn sie etwas wollen, greifen sie erst mal an.
Es war aber nicht immer so.
Zu Zeiten der mächtigen Drachenkönige
sind Menschen und Drachen sogar zusammen durch die Lüfte geflogen.
-Bis... -Genau:
Bis die Menschen alles beherrschen wollten.
Wir bleiben in Deckung und warten, dass sie an uns vorbeiziehen.
Nein, wir greifen an und zeigen denen, wer hier der Boss ist.
Wir sind gutmütige Wesen. Kämpfen ist gegen unsere Natur.
-Verstecken ist das auch. -Es reicht!
Wenn sie so weiterziehen, erreichen sie uns bei Vollmond.
-Schwefelhauch! -Ja, Boss?
Bereite das Versteck vor.
Gehen wir doch zum Saum des Himmels. Da finden die uns nie.
Und wie kommen wir da hin?
-Ich habe zwei Flügel. -Im Ernst?
Wenn wir ihn gefunden haben, bringen wir alle in Sicherheit.
Aber du hast das Tal noch nie verlassen.
Schwefelfell!
Bin gleich da, Mama.
Das müsste eine Weile reichen.
Diese dummen Menschen glauben, die Welt gehöre ihnen allein!
Sie sind das Schlimmste, was es gibt.
Wir müssen hier weg! Das Tal verlassen! Ein neues Zuhause finden!
Wenn ich jemanden kennen würde, zu dem wir könnten,
wären wir hier schon längst weg.
Ich komme wieder. Versprochen.
Na gut.
Schwefelfell! Was machst du denn hier?
Dreimal darfst du raten. Abflug! Bevor ich es mir anders überlege.
Na schön.
Dann wollen wir mal.
Ich hoffe, du weißt, was du tust. Du bist noch nie geflogen!
Na gut, du Genie: Wo fangen wir an?
-Schwefelfell! Geht es dir gut? -Ich lebe noch.
Wow, siehst du das auch?
Was ist das? Das sieht ja toll aus. Wollen wir da mal landen?
Bist du verrückt? Da unten wohnen die Menschen.
-Na ja, obwohl... -Was?
Eine Waldfee hat mir von einem allwissenden Orakel dort erzählt.
Vielleicht kann es uns helfen, den Saum des Himmels zu finden.
Das klingt genial. Weißt du, wie es heißt?
Sie nennen es „das Internet“.
„Das Internet“? Gut, dann fragen wir das Internet.
Oh, da haben wir wohl keine Wahl.
Nein, wir gehen da nicht runter. Das ist viel zu gefährlich.
Komm, Schwefelfell. Wir müssen es versuchen.
Halt!
Dieses Mal kommst du mir nicht davon!
-(er schreit) -Pass doch auf!
Der ist mir ins Auto gelaufen! Jetzt habe ich eine Beule!
„Wie man einen Drachen zähmt“.
Haltet den Dieb!
Hey, mach die Augen auf! Ich habe was für dich.
-(Juwelier) Da ist er! Da hinten! -Halt, Polizei!
Ja.
Au.
Aua.
Oh, oh, oh.
Ups.
Entschuldige.
Gut. Ich bin das kleine braune Ding, du bist das große schuppige Ding.
Ich suche das Internet, du versteckst dich da drin.
Geht klar.
Hallo?
Zu Zeiten der mächtigen Drachenkönige
sind Menschen und Drachen sogar zusammen durch die Lüfte geflogen.
Mhm.
Ja, mein Freund, da hast du mich voll erwischt.
Fast wäre ich auf dein superkrasses Drachenkostüm reingefallen.
Du spielst in dem Film mit, stimmt's?
Komm raus, mein Kleiner. Wo steckst du?
Das fühlt sich irgendwie drachenmäßig an.
Oh.
Ganz ruhig. Keine Angst. Es ist nur ein Drache.
-Hallo. -(er schreit)
Ein sprechender Drache!
-Der da sieht aus wie du. -Hä?
Das bin ich.
Ich bin ein Drachenreiter.
-Ein Drachenreiter. -Ja.
-Was ist ein Drachenreiter? -Äh.
Das ist wie ein Pferdeflüsterer. Nur mit Drachen.
So eine Art Guru.
Du kommst wie gerufen. Suchst du mit uns den Saum des Himmels?
Ich muss erst in den Kalender gucken. Drachenreiter-Kalender sind voll.
Ich habe überall gesucht und... Ah! Ein Mensch!
Bleib zurück!
-Solltest du Feinde nicht vermeiden? -Nein, alles gut.
Er ist ein Drachenreiter und sucht mit uns den Saum des Himmels.
Fall nicht auf seine Tricks rein. Menschen sind Lügner und Betrüger!
-Woher weißt du das? -Das weiß doch jeder!
Er ist anders. Er hat besondere Fähigkeiten.
-Welche? -Gedanken lesen, zum Beispiel...
Dann weißt du ja, was ich denke. Wir nehmen ihn nicht mit.
Wollen wir den Clown des Himmels suchen? Ich bin so weit.
Klar. Komm an Bord, Drachenreiter.
Vergiss es! Ich fliege nicht mit Menschen.
-Wir sollten uns beeilen. -Gib dir einen Ruck.
Abflug.
Dann wollen wir mal sehen. Er muss hier irgendwo sein.
Mein Flieger konnte nicht warten.
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