The first 200 lines.
Holla ho...
Guten Morgen, Königliche Hoheit!
Grüß euch Gott!
Ich hab einen! Oh! Was für ein Bursche!
Kinder, kommt her, ich hab einen!
Der Papi hat einen Fisch gefangen. - Was ist los? Was ist denn?
Kommt mit zum See! Der Papi hat einen Fisch gefangen.
Kommt! Schaut euch ihn an!
Wartet doch! So wartet doch auf mich!
Kommt schnell! Schaut ihn euch an!
Oh, wie groß! - Das ist ein Bursche, was?
Der hat wenigstens 10 Pfund!
Mami, der Papi hat einen Fisch gefangen! - Ja, so groß!
Petri Heil!
Jetzt muss einer die Angel halten. - Ich! - Ich!
Seid still, der Gackel soll's halten. Ich hole das Netz.
Geh weg! - Ich will's halten! - Ich! Ich!
Gackel! - Papi, der Gackel ist ins Wasser gefallen!
Das hat mir noch gefehlt!
Hast die Angel? - Ja, aber der Fisch ist weg!
Bravo! Gehen wir frühstücken!
Nicht so schnell! Schreit doch nicht so! Steigt doch nicht auf den Tisch!
Maxi, nimm deinen Hut ab!
Habt ihr mir etwas überlassen? Lasst mal schauen. - Ja, ich denke schon.
Zwei, vier, sechs...
Gackel!
Jetzt schaust aus wie eine getaufte Maus! Und du auch!
Thomas, kleiden Sie sie um! - Ja, legen Sie die Prinzen trocken!
Ich auch! - Ich möchte auch Weißwürstel essen!
Nehmt's euch!
Max, du isst ja wieder wie ein Holzknecht! - Weil's mir schmeckt!
Du sollst den Kindern ein gutes Beispiel sein. - Die essen ja ohnehin wie ich!
Hm... ja, leider.
Wo ist die Sissi? - Ausgeritten.
Und Nene? - Nene mag keine Weißwurst.
Da reichen die Würste! Dürfen wir kegeln gehen?
Ja, geht.
Es hämmert es hämmert... Also, bitte... schau dir das an.
Nicht einer hat ein Besteck benützt.
Und warum? Weil du immer mit den Fingern isst!
Schau, Herzerl... Seit 25 Jahren versuchst du mich zu erziehen.
Ja. Weil ich darauf Acht gebe, dass unser Haus nicht ganz verbauert.
Ich muss doch ein bisserl an unsere Zukunft denken.
Helene ist heiratsfähig. Und wer besucht uns? - Herr Johann Petzmacher.
Ich lasse bitten! - Ein Gastwirtssohn aus Wien...
Küss die Hand, Königliche Hoheit.
Guten Morgen.
Ja, ja! - Servus, Maxl!
Servus. Wann bist du angekommen? - Schon gestern Abend.
Und wo bist du abgestiegen? - Beim neuen Postamt.
Der Postmeister hat da tele... tele... Na, wie heißt denn diese...
neumodische Erfindung? Hab's schon, telegrafiert hat er.
Das ist sehr interessant. Das haben wir zwei uns auch schon angeschaut, gell.
Stell dir vor, der klopft so auf seinen Tisch: Titititi...
Und in München hörst du das. - Du, das imponiert mir gar nicht.
Ich kann auch telegrafieren: Thomas! Titititi...
Sehr wohl, Königliche Hoheit. - Was hast du telegrafiert?
Einen leichten Rotwein, bitte.
Na, was gibt's Neues in Wien? - Nur das Attentat auf unseren Kaiser.
Das liegt den Regierungsherren noch sehr in den Gliedern.
Alle zittern, Tag und Nacht. Der einzige Mann in der Hofburg ist Soferl.
Wenn Sie "Soferl" sagen, dann meinen Sie wohl die Mutter seiner Majestät,
Ihre Kaiserliche Hoheit, die Erzherzogin Sophie?
Dieselbige, ja, hm... Ja, und jetzt will die Soferl... Entschuldigen Sie,
Ihre Kaiserliche Frau Schwester ihren Franzl... Pardon, hm... ihren Kaiser, hm...
... unseren Kaiser, den will sie jetzt verheiraten.
Erzählt man sich, mit wem? - Nein, das erzählt man sich nicht.
Ah, ein 49iger... so... großartig.
Wenn dir der nicht schmeckt, dann schmeckt dir keiner!
Mir schmeckt ein jeder.
Ah...
So...
Jetzt trinken wir auf dein Soferl!
Ich mag sie zwar nicht, aber da sie mir Anlass zum Trinken gibt,
soll sie leben, und die künftige Kaiserin von Österreich dazu. - Prost!
Juhu!
Das war doch die Sissi! - Sicher wieder auf diesem wilden Pferd.
Sissi! - Guten Morgen!
Spring über die Rosen! - Nein! Du, hör auf!
Sporen geben!
Juhu! - Bravo!
Ich komme aus den Aufregungen nicht heraus! - Ein Prachtmädel!
Mittermeier!
Bin schon da, Prinzessin. Na, ist die Gretl gut gesprungen?
Fabelhaft. Wie ein Reh auf der Flucht.
Heute kriegt sie eine Hand voll Hafer mehr. - Ja, das hat sie verdient.
Wo ist denn das Vogelfutter? - Dort hab ich's hingelegt. Komm, Gretl!
Hier ist die Milch für den Xaverl. - Wie geht's ihm denn?
Ganz munter. Er trinkt nur von Ihnen. - Ich hab ihn auch gefunden.
Xaverl! Komm, Xaverl, frühstücken.
Barri, Bella, pfui! In die Ecke! Lasst doch den Xaverl frühstücken!
Xaverl, stoß ihn weg. So ist's gut. Bravo, lass dir nichts gefallen.
Recht hast, Xaverl. Wehr dich nur. Stoß ihn weg!
In die Ecke mit euch drei Schlimmen! Pfui!
Komm, Xaverl, komm.
Komm her zu mir, so...
Ja, jetzt schaut's.
Hm, das schmeckt, Xaverl, gell. Das ist fein, ja...
Guten Morgen, Prinzessin.
Guten Morgen, Frau Stöckl. Was macht denn die Gicht?
Na ja, den Regen spür ich halt in den Fingern.
Ich bringe Ihnen einen Franzbranntwein.
Aber nur zum Einreiben! Die trinkt doch immer deinen Franzbranntwein.
Aber nein, das mach ich nie. - Ja.
Guten Morgen, Papi!
Schau! - Ja,Heb!
Wie er die Drei anschaut. Ruhig! Schaut, dass ihr rauskommt!
Großartig bist du heute geritten und wundervoll gesprungen.
Zur Belohnung darfst du mit auf den Bock. - Wirklich?
Was ist, Baronin?
Dieser Brief wurde soeben abgegeben, Königliche Hoheit.
Aus Wien? Aus der Hofburg?
Das ist ja herrlich! Prinzessin Nene soll sofort zu mir kommen!
Wundervoll!
Du hast mich rufen lassen, Mama? - Ja, mein Kind.
Nene, du... Ich bekam eben einen Brief von Tante Sophie.
Sie schreibt... von dir. - Von mir?
Ja. Schwöre mir, sprich zu niemandem ein Wort.
Vor allem nicht zu Papa. Darum hat mich Tante Sophie ausdrücklich gebeten.
Diese Nachricht ist nur für uns beide. - Was schreibt die Tante Sophie?
Sie schreibt... Mami!
Mami? - Ja? - Ich darf mit Papi auf die Jagd.
Schrei doch nicht so.
Also, was schreibt Tante Sophie? - Dass sie uns am 17. August in Ischl erwartet.
Und dass... ich wage es nicht auszudenken. - Was denn?
Dass du Kaiserin von Österreich wirst. - Ich?
Ja, stell dir dieses Glück vor! Franz- Josef ist jung, hübsch, mächtig, reich...
Unermesslich reich. Die ganze Welt wird dich beneiden!
Auslassen, Barri! Pfui, pfui! Mami!
Was ist denn? - Ist die Nene bei dir? - Ja.
Kommt sie auf die Jagd? - Nein. Nene hat jetzt keine Zeit. Geh allein!
Gut, ich gehe alleine. Bussi! - Ja, Bussi!
Du, Mama! Es wird doch Papa auffallen, wenn wir nach Ischl fahren.
Daran hab ich auch schon gedacht. Was machen wir nur?
Vielleicht ist es das Beste... wir nehmen die Sissi mit.
Damit diese Reise wie ein harmloser Ausflug aussieht. Ach, ich bin so glücklich!
Ich auch! Aber ich kann mir das alles nicht erklären.
Franz-Josef sprach in Innsbruck kaum mit mir.
Ach, damals. Damals hatte er ganz andere Sorgen.
Die Revolution, die Flucht aus Wien, der Kampf um den Thron!
Das ist jetzt unwichtig. Das Wichtigste ist, dies ist Tante Sophies Wunsch,
und damit auch eine beschlossene Tatsache.
[Posaunen und Trommeln ertönen weiterhin]
Seine Majestät!
Küss die Hand, liebe Mama. - Grüß dich Gott, mein lieber Franz!
Ich möchte mit Seiner Majestät allein sein.
Du hast doch einen Augenblick Zeit für mich? - Für Sie doch immer, liebe Mama!
Später. Lassen Sie abtreten. - Jawohl, Majestät.
So, liebe Mama. Ich stehe zur Verfügung. - Aber nicht am Schreibtisch.
Was ich dir zu sagen habe, ist mehr privater Natur.
Komm, setzen wir uns dorthin. - Gerne, Mama.
Du weißt, dass ich immer nur das Beste für dich wollte. - Aber gewiss, Mama.
Ich habe selbst auf den Thron verzichtet.
Ich habe Österreich einen Kaiser wiedergegeben.
Nun will ich diesem Kaiser auch eine würdige Gattin in die Arme führen.
Ich soll heiraten? - Ja, Franz.
Fast in jedem Land gibt es heiratsfähige Prinzessinnen.
Schon viele Mächte haben sich beworben.
Ablehnungen könnten politische Verstimmungen zur Folge haben.
Aber, wen sollte ich denn heiraten...
Deshalb habe ich ja die Wahl für dich getroffen.
Eine Wahl, die kein Land verletzt und keines bevorzugt.
Liebe Mama,
ich war Ihnen bis jetzt für jeden Rat und für jede Initiative dankbar.
Aber glauben Sie nicht, dass ich in diesem Punkt meine Wahl selbst treffen sollte?
Gewiss, mein Sohn. Obwohl du dich auf mich verlassen kannst.
Das Mädchen, das deine Frau und die Kaiserin von Österreich werden soll,
hat alle Vorzüge, die du dir nur wünschen kannst.
Es ist jung, schön, aus einem streng katholischen Haus...
Nur kenne ich es nicht. - Doch! Ihr habt euch in Innsbruck gesehen.
Es ist deine Kusine Helene, Tochter deiner Tante Ludovika und,
das ist allerdings der einzige Nachteil, des Herzogs Max in Bayern.
Mit dem müssen wir leider uns abfinden.
Merkwürdig, von der ganzen Familie ist mir gerade...
er in Erinnerung geblieben. Noch dazu in sehr guter.
Schön, was? - Herrlich!
Und merk dir eines, mein Kind: Wenn du einmal im Leben Kummer hast,
dann geh mit offenen Augen durch den Wald.
In jedem Baum und in jedem Strauch, in jedem Tier und in jeder Blume...
wirst du die Allmacht Gottes sehen und daraus Trost ziehen.
Weißt du, dass ich sehr glücklich bin, dass ich dich als Vater habe?
Wie glücklich ich bin, dass ich dich habe,
das kann ich überhaupt gar nicht sagen.
Aber jetzt müssen wir das Maul halten, sonst vertreiben wir den Bock.
Ich hab solches Herzklopfen. - Leise, leise... - Ja.
Was bringen Sie mir, Exzellenz? - Die Todesurteile...
der acht Prager Rebellen.
Was sind das für Leute?
Gymnasiasten, Hochschüler und Künstler.
Sind ihre Vorhaben so schwer, dass diese strenge Strafe gerechtfertigt erscheint?
Jawohl, Majestät. Rebellion, Aufwiegelung und Majestätsbeleidigung.
Ich werde die Akten studieren. - Majestät, ich muss um sofortige Unterschrift bitten.
Die Urteile sollen bereits morgen vollstreckt werden.
Aber ich kann doch nicht so schnell acht junge Menschen verurteilen!
Majestät, die Urteile wurden von dem obersten Kriegsgericht gefällt.
Trotzdem, ich muss zuerst die Akten studieren.
Auch Ihre Kaiserliche Hoheit, Erzherzogin Sophie, ist der Ansicht, dass...
Ich glaube, ich habe mich klar genug ausgedrückt. - Majestät...
Ich danke Ihnen, Exzellenz.
Jetzt pass auf, jetzt machen wir das Bett und legen ihn hinein,
No comments yet. Be the first to leave one.