Die in a Gunfight

Die in a Gunfight

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Published on: 2021-09-30
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The first 200 lines.

Seit dem fünften Lebensjahr, war Ben Gibbon

in 723 Raufereien, Schlägereien und Prügeleien verwickelt.

Also ungefähr 32,86 pro Jahr.

Davon hat er jede einzelne verloren.

Aufgrund dieser Zahlen stellte Bens Psychologe fest,

dass er wohl verlieren wollte.

Und ehrlich gesagt ging es Ben auch nie darum, zu gewinnen.

Es war eher dieses zermürbende Gefühl,

dass er in seinem eigenen Gehirn herumschwebt

und seinem Leben zusieht, als wäre es ein Film, in dem nichts passiert.

Er konnte alles sehen,

aber er spürte nichts.

Daher hatte er ständig dieses gewaltige Bedürfnis, etwas zu fühlen.

-(Frau) Oh mein Gott! -Irgendetwas.

Der Realität entfliehend

und als aufmerksamer Zuschauer seines eigenen Films

suchte Ben nach immer bahnbrechenderen Methoden,

seinen Film wenigstens zu einem Kassenschlager zu machen.

Es war eine ziellose Suche,

selbstzerstörerisch und voller Konflikte,

bis er eines Tages die Liebe fand.

Ach du Scheiße.

Urplötzlich hatte sein Leben endlich einen Sinn.

Er fühlte sich so lebendig wie noch nie zuvor.

LIEBE

Doch dann, so schnell, wie sie aufgetaucht war,

verschwand sie wieder.

Und Ben war wieder dort, wo alles begonnen hatte.

Bleib liegen, du Wichser.

Einen Moment.

Mann, vergesst es, Jungs.

Wir machen weiter.

Und wieso fahren wir da jetzt hin?

Das wird witzig.

Nein, wird es nicht.

-Nicht, weil sie wieder da ist, oder? -Ach was, sie ist nicht da.

Sie ist dort zu Hause.

(lässige elektronische Musik läuft weiter)

Wir sind gar nicht eingeladen, oder?

Nein.

Mukuls Sorge war berechtigt,

da Ben dafür bekannt war, High-Society-Partys zu ruinieren.

Um ganz ehrlich zu sein, war nach einer Reihe schamloser Gesetzesverstöße

jüngst eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkt worden.

Ben Gibbon war alles andere als willkommen.

(es läuft ruhige klassische Klaviermusik)

-Deine Mutter. -Benjamin.

-Oh, Gott. Was machst du hier? -Hey, Mom.

Wir wollen was trinken, perfektes Timing.

-Danke. -Komm mit.

Dir wurde verboten zu kommen.

Schnee von gestern.

Du hast jemanden geschlagen und auf den Teppich gepinkelt.

Jaja, ich weiß schon.

Wieso hast du ihn nicht im Griff?

-Ihr Sohn ist ein Anarchist, Mrs Gibbon. -Er ist Demokrat.

Was ist das?

-Ein Bluterguss geht nicht ab. -Habt ihr wieder gekifft?

-Ja. -Nein.

-Mein Sohn. -Da kommt dein Vater. Benimm dich.

Was? Das ist echt gut.

Mhm.

Wenn William und Beatrice das mitbekommen,

wird diese angespannte Situation...

Ich muss mich wohl täuschen.

Du siehst gar nicht gut aus, Junge.

-Eine Rauferei. So sind Jungs eben. -Wie dem auch sei.

Euer Sohn begeht Hausfriedensbruch.

Ich behalte ihn im Auge. Er wird sich benehmen, oder, Benjamin?

Hm?

-Danke. -(William) Muss ich die Polizei rufen?

Musst du denn so ein Gesicht machen?

Die begehrenswertesten Junggesellen der Stadt sind hier.

Und du sitzt in der Ecke.

Reiß dich zusammen.

Es sollen sich nicht alle das Maul zerreißen,

was für ein Gesicht du gezogen hast.

Mary Rathcart enttäuschte die hohen Erwartungen ihrer Eltern

zum ersten Mal, als sie mit zwölf Jahren

von der angesehensten Privatschule der Stadt flog.

Mit zarten 16

war sie auf keiner Privatschule der Stadt mehr willkommen.

Doch als sie sich dann auch noch in Benjamin Gibbon,

den Sohn des Erzrivalen ihres Vaters verliebte,

war das Maß voll.

Die Beziehung zwischen den beiden war ein Skandal.

Ihre Eltern verboten ihr, den jungen Gibbon jemals wiederzusehen.

Für Mary war das allerdings keine Option.

Und sie beschloss, mit Ben nach Mexiko zu fliehen.

Ihr Plan wurde durchkreuzt,

als Marys Eltern sie plötzlich auf ein Internat nach Paris schickten,

damit sie dort eine konservativere Erziehung genießen könne.

Mary schrieb Ben viele Male,

um ihm zu sagen...

Ich vermisse dich.

-Dann, um zu fragen: -Hast du mich vergessen?

-Letztlich blieb nur noch: -Fick dich.

Aber aus unerklärlichen Gründen schrieb Ben nicht zurück.

Daher schrieb sie ihm nie wieder

und tat ihr Bestes, um Ben und ihre Vergangenheit zu vergessen.

Sie blieb in Paris, um an der Sorbonne zu studieren,

und begann ein neues Leben.

Doch ihr Herz blieb weiterhin betrübt.

Gequält von einer chronischen Einsamkeit,

die sie nicht abschütteln konnte.

Jedoch war sie nie so allein, wie sie sich fühlte,

da ihr Vater dafür sorgte, dass sie immer unter strenger Beobachtung stand.

Mit der Zeit erlosch auch das letzte Feuer in ihr

und wie ein domestizierter Vogel, der die Sicherheit seines Käfigs sucht,

kehrte sie resigniert und demütig zurück.

Und war wieder dort, wo alles begonnen hatte.

Er soll verschwinden.

Benjamin wollte gerade gehen.

-Was denn? -Hast du noch was zu sagen?

-Wollte mich nur mal sehen lassen. -Leg dir doch ein Steak aufs Auge.

Du siehst aus wie ein Scheiß-Krimineller.

Seit Generationen sind die Familien Gibbon und Rathcart verfeindet.

Man könnte es fast eine Blutfehde nennen, und...

wie alle Blutfehden...

begann ihr Streit mit etwas Blut.

Im Jahre 1864 standen sich Tarleton Rathcart und Theodore Gibbon,

einflussreiche Geschäftsmänner in der New Yorker Zeitungsbranche,

in einem Duell gegenüber,

nachdem eine unschöne Meldung in Theodores Zeitung

über Tarletons Schuhe erschienen war.

Theodore starb durch Tarletons Kugel.

Seine letzten Worte waren:

Sagt diesem hinterhältigen Bastard Rathcart, wir sehen uns in der Hölle.

Über die Jahre wuchsen die Zeitungen der beiden Familien weiter

und wurden zu den großen Medienkonzernen,

welche nun als Gibbon Telecommunications

und die Rathcart Corporation bekannt sind.

Die Duelle haben aber nie aufgehört.

Man könnte es als den größten Konkurrenzkampf der Branche bezeichnen.

Doch Henry Gibbon und William Rathcart ging es nie ums Geschäft.

Es war und ist persönlich.

Entschuldige uns. Komm, mein Sohn.

Als erwachsener Mann...

hast du dich zu benehmen.

Verschwinde.

Was war das denn für ein Auftritt?

-William hat wirklich übertrieben. -Mary ist wieder zurück.

Wo sind die Jacken?

Alles okay.

Hierbleiben! Haltet ihn auf!

-Ist Ihnen was passiert? -(Mann) Alles in Ordnung.

Er hat wieder die Jacken gestohlen.

Er hat meinen Mantel!

Da ist mein Scheckheft drin!

Gibbon!

Marys Abreise nach Paris kam plötzlich und ohne Vorwarnung.

Er rief sie immer wieder an und schrieb viele Nachrichten.

Doch er erhielt keine Antwort.

Auch seine E-Mails blieben unbeantwortet.

Marys Verschwinden und ihr Schweigen quälten Ben.

Bis er eines Tages durch eine Boulevardzeitung

von ihren Eskapaden erfuhr.

Dies brach Ben das Herz.

Und als einzige logische Konsequenz benutzte er das One-Way-Ticket,

mit dem er mit Mary nach Mexiko wollte, um allein abzutauchen.

Er wollte nie wieder zurückkehren.

Das Einzige, was Ben an seine Eltern schickte,

war ein Brief mit kryptischem Inhalt.

Sieben Monate später

kehrte Ben mit seinem neuen Freund Mukul zurück.

Sie verloren nie ein Wort darüber, wie sie sich kennengelernt hatten.

Doch seit jenem Tage waren die beiden unzertrennlich.

Ernsthaft, ich verstehe das nicht.

Nach all den Jahren könnte man meinen, er wäre endlich erwachsen.

-Henry muss einen Scheck ausstellen. -(Beatrice) Reg dich nicht auf.

-Verhält er sich denn oft so? -Jedes Mal, wenn er auftaucht.

Oh, den Gesichtsausdruck kenne ich.

-Ich hole mal das Fotoalbum. -Bitte nicht.

Normale Eltern haben keine Alben, die die Fehler ihrer Kinder dokumentieren.

Meine Mutter sagte immer, es gibt keinen besseren Lehrer als Scham.

Sei nicht dramatisch. Das ist lustig.

-Ich wünsche ihn nicht mal meinem Feind. -Aus dem Drittklass-Zeugnis.

-„Ein sehr frühreifes Mädchen“. -Der Junge ist doch verrückt.

-Wer schlägt so ein Erbe aus? -Hat er?

-Das hier ist auch super. -Der Psychologe Felix Graham.

-Ben war bei ihm in Behandlung. -„Revoluzzerin“.

Er hat 'ne Schraube locker.

-Oh, und das. -Verstanden.

Er hat einen Todeswunsch, weil er sich verprügeln lässt.

Das ist doch eine schreckliche Diagnose.

-Todeswunsch? -Schluss.

Ben ist Vergangenheit, wie all deine furchtbaren Entscheidungen.

Dass du wieder da bist, ändert nichts. Verstanden?

Die Voraussetzung, dass Mary wieder zu Hause sein durfte,

war, dass sie sich entsprechend den Wünschen ihrer Eltern benahm.

Fuck!

Mary.

Möchtest du etwas sagen?

Nein.

Der junge Gibbon fordert nun das dominante Männchen heraus.

Er will der Anführer des Familienclans werden.

Doch das Männchen setzt sich gegen den Putschversuch mit roher Gewalt durch.

Das Jungtier muss allein in den Wald ziehen

und nach einem paarungswilligen Weibchen suchen.

Hm.

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