The first 200 lines.
Es ist merkwürdig.
Egal, wie tief man sinkt, es gibt immer richtig oder falsch.
Man entscheidet sich immer.
Man wählt einen Weg, um mit sich im Reinen zu sein.
Oder einen anderen. Und man läuft zwar noch rum,
aber man ist tot und weiß es nicht.
Ich war auf dem Weg nach Mexiko und fuhr durch Texas.
Ich musste eine Weile untertauchen.
Den größten Teil meines Lebens verbrachte ich auf der Flucht.
Ob ich betrunken oder nüchtern war, es beschwerte sich niemand.
Auch wenn ich mir unterwegs mal die Hände schmutzig machte.
Jericho war ein kleines Kaff 50 km von der Grenze.
Unbefestigte Straßen, baufällige Häuser.
Auf der Karte war es jedenfalls nicht.
Eigentlich war ich eher der Großstadt-Typ.
Ich mag Asphalt unter den Füßen
und grelle Lichter nach Sonnenuntergang.
Aber es reichte, um zu tanken, was zu essen
und im Notfall zu übernachten.
Dann sah ich sie,
und da fing der Spaß an.
Es ist keine gute Idee, Mr. Doyles Mädchen so anzusehen.
Mir wurde mal gesagt, dies sei ein freies Land.
Jocko, dieser Typ glaubt, dies sei ein freies Land.
Es steht Ihnen frei zu gehen.
Der Sheriff ist da drüben, falls Sie eine Beschwerde haben.
Die Lichter sind aus.
Ich hab's gesehen. Durch das Fenster.
Und wissen Sie, was ich tun werde?
Nicht das Geringste.
Aber ich weiß, was Sie tun sollten.
Sie sollten sich einen Ersatzreifen besorgen
und die Stadt wieder verlassen.
Hab ich Recht, Bob?
Sie müssen Bob entschuldigen. Er ist kein großer Redner.
Warten Sie.
Ich sag Ihnen mal was.
Wenn Sie vorhaben, hier zu bleiben, kommen Sie nicht zu mir.
Sie sind allein.
Beim Bestatter steht schon eine Leiche im Fenster.
Tun Sie sich einen Gefallen.
Besorgen Sie sich erst mal eine Waffe.
Sie sind mein erster Kunde diese Woche.
Whiskey oder Bier? Was anderes hab ich nicht.
Whiskey.
Stehen Sie unter Prohibition?
Wir nehmen das hier nicht so ernst.
- Gibt's hier ein Telefon? - Wen wollen Sie anrufen?
Meine Mama.
Klar, gibt's hier Telefone.
Sie funktionieren nur nicht, da man eine Telefonistin braucht.
Gibt's hier Strom?
Ja, gibt's. Er wird durch Gasgeneratoren erzeugt.
Ich hoffe, die gehen nicht kaputt.
Hier ist niemand mehr, der sie reparieren kann.
Ehrlich gesagt, die anständigen Leute sind alle abgehauen.
Das ist eigentlich nur noch eine Geisterstadt.
Irgendein Sheriff, der einen Profit macht,
indem er auf beiden Seiten steht.
Ich glaube, Mr. Doyle hat ihn zuerst gekauft.
- Oder vielleicht war es Strozzi. - Wer ist Strozzi?
Das ist hier die andere Gang. Strozzi und die Italiener.
Die Gangs haben die Stadt übernommen und die Leute vertrieben.
Sie kommen aus der gleichen Stadt, können sich aber nicht leiden.
Schwarzhändler.
Strozzi im Sweetwater und Doyle im Alamo.
Sie lassen mich in Ruhe, weil ich keinen Ärger mache.
Sie halten mich für verrückt.
Was zum Teufel haben Sie vor?
Ich besuche die Typen, die mein Auto verschrottet haben
und unterhalte mich mit ihnen.
Ich wurde nicht gerade freundlich empfangen,
aber vielleicht war es mein Glückstag.
Ein Gauner als Sheriff
und zwei Schwarzhändler-Gangs, die sich hassten.
Ich könnte leicht etwas Geld machen und weiterziehen.
Ma'am.
Alle hier fürchten sich.
Das Einzige, was Sie hier finden werden,
ist der Tod.
Ich dachte, ich hätte Ihnen gesagt,
wen Sie hier ansehen dürfen und wen nicht.
Das ist Mr. Doyles Eigentum.
Ich wollte zu Ihnen.
- Ja? - Ja.
Haben Sie Ihr Auto schon repariert?
Ich habe nicht mehr viel Geld.
Ich dachte, sie könnten mir helfen, für den Schaden aufzukommen.
Vielleicht müssen Sie mich ja töten.
Das wird weh tun.
Sagen Sie Mr. Doyle, hätte er klügere Jungs eingestellt,
wär das alles nicht passiert.
Es geht nur um Alkohol.
Er wird von Mexiko hier durchgeschmuggelt.
Wir sind Teil eines Familienunternehmens in Chicago.
Hier herrscht schon fast Bürgerkrieg. Gerade ist Waffenruhe.
Aber das hält nicht an.
Schon gar nicht, wenn Hickey wiederkommt.
Deswegen sind Sie hier.
Wer ist Hickey?
Hickey ist Doyles rechte Hand. Nettes Kerlchen.
Sieht aus, als hätte er als Kind mit Messern gespielt.
Er spricht so. Egal.
Was ist mit Ihnen? Haben Sie einen Namen?
Smith.
Und weiter? Haben Sie keinen Vornamen?
John.
John Smith.
- John Smith. - Der ist gut.
Sind Sie auf der Flucht? Wo kommen Sie her, Mr. Smith?
Aus dem Osten.
- John Smith aus dem Osten. - Natürlich.
- Du wolltest mich sehen. - Ja, richtig.
Was ist? Hab ich dich gestört?
Sie hat sich die Nägel lackiert.
Das ist Lucy. Nettes Mädchen. Und hübsch ist sie auch.
Sie redet viel, aber heute wird sie den Mund halten und brav sein, nicht?
Lucy, würdest du Mr. Smith bitte sein Zimmer zeigen?
Strozzi hat also noch einen Penner eingestellt.
- Du weißt also Bescheid? - Ja, ich bin Wahrsagerin.
Für ihn zu arbeiten, hat Vorteile. Ihr Zimmer wird Ihnen gefallen.
Sie kam aus der Nähe von Cicero.
Strozzi ließ sie herholen, um ihn aufzumuntern.
So kann man's auch nennen.
Und machen Sie nicht so viel Lärm. Mein Zimmer ist direkt unter Ihrem.
Ich versuche ruhig zu sein, wenn ich auf dem Bett rumhüpfe.
Das Sonntagsessen war ein großes Ereignis.
Strozzi war ein Provinz-Junge,
tat aber wie ein dicker Fisch aus Chicago.
Er hatte eine Truppe von 20 Killern, die meisten von ihnen Trottel.
Es war wie in einem Groschenroman.
- Wie ist das Essen? - Gut.
Ich hab diese Mamas aus Chicago kommen lassen.
Das Essen hier war schrecklich. Gut, oder?
- Ja, ich mag Knoblauch. - Gut.
- Was soll das? Ihr wartet nicht? - Du kommst spät.
Ich hatte Geschäfte zu erledigen.
Während du beschäftigt warst, ist hier einiges passiert.
Wir haben einen neuen Mitarbeiter. Mr. Smith, das ist Giorgio Carmonte.
Er hat Finn umgebracht. Doyles bester Mann nach Hickey.
Nein! Ich wusste davon.
- Und du stellst ihn ein? - Ja.
Doyle wird denken, dass wir die Waffenruhe nicht einhalten.
Willst du Doyle verpfeifen? Wer ist er überhaupt?
Doyles Männer fürchten ihn.
Er ist 20 Minuten in der Stadt und legt schon einen um.
Doyle tut nichts, so lange Hickey nicht in der Stadt ist.
Das Einzige, was er vielleicht tut, ist ihn selbst einzustellen.
Es gefällt mir nicht.
Ich mag keine kurzfristigen Änderungen
und keine neuen Gesichter.
Wenn du ein Problem mit mir hast, rede mit deinem Chef.
Ich arbeite nur hier.
Ich beschloss also, mein Zimmer aufzugeben.
Ich hatte die Realität gesehen. Die Typen waren weit davon entfernt.
Ich wusste nicht, ob er einen Sarg für mich vorbereitete,
oder ob er sich bedanken wollte.
Sie schon wieder.
Als ich Sie das letzte Mal sah,
wollten Sie sich mit den Jungs unterhalten.
Dann hör ich, dass einer von ihnen tot ist.
Das Gespräch lief nicht so gut.
Hab ich Recht, Bob?
Er sagt nicht viel, aber seine Ohren funktionieren einwandfrei.
Haben Sie ein Zimmer für mich?
Dachte, Sie wohnen bei Ihren Freunden im Sweetwater.
Oben ist ein Zimmer.
Ich könnte das Geld gebrauchen. Haben Sie einen Namen? Ich heiße Joe.
Ok, Joe.
Wenn das alle ist, geb ich Ihnen mehr.
Ja, Sir.
- Gibt's Mädchen in dieser Stadt? - Na klar. Sie sind hier in West-Texas.
Um die Ecke. Dritte Tür links.
Leisten kannst du sie dir ja.
Du erinnerst mich an einen Typ, der mich besuchte,
als ich in New Orleans arbeitete.
Er war Ihnen sehr ähnlich. Waren Sie schon mal in New Orleans?
Er war nett, aber nicht so ruhig wie Sie.
Sie könnten Brüder sein, aber er hatte Tattoos.
Ich glaube, er war in der Marine.
Aber... Nein.
Er kam mich immer Freitag- oder Samstagabend besuchen.
Sein Name war Clarence.
Ich hatte viel Spaß in New Orleans.
Es tut mir Leid, dass ich in diese Stadt gekommen bin.
Hier gibt's nichts zu tun.
Ich hab alle möglichen Tanzkurse gemacht,
weil ich Tänzerin werden wollte.
Ich kam also hier her...
- Oh, mein Gott! - Verschwindet, Mädels! Los!
Ich hatte nichts damit zu tun.
- Was? - Ich hatte nichts...
- Wer war's? Wer? - Sie haben mich gezwungen.
Sie sagten, sie würden mich umbringen.
Gib mir einen Namen.
Gib mir einen Namen, verdammt!
Der Typ, der für Doyle gearbeitet hat. Es waren Doyles Jungs.
- Sag nicht, dass ich was gesagt habe. - Ruhe!
Bitte. Es tut mir Leid.
Sie hieß Wanda.
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