The first 200 lines.
Was steht da?
Ach so, es ist spiegelverkehrt.
"Was folgt, basiert auf dem Leben Leonardo da Vincis."
Tatata... so beginnt die Geschichte.
Das Flusswasser, das du berührst, ist das letzte des Vergangenen
und das erste des Kommenden. So ist es auch mit der Gegenwart.
ROM, ITALIEN 1516
Maestro. Maestro Leonardo.
Wieder in Gedanken? Was wollt Ihr mir zeigen?
Verzeih, Francesco. Ich war ganz woanders.
Das hier wollte ich dir zeigen.
Bellissima questa!
Cecco, mit diesem Spiegel kann ich den Mond genauer studieren
und sehen, ob es dort Meere gibt.
Hier und hier. Oder es gibt gar keine. Wer weiß?
Oder ich finde den Mann im Mond. Schau.
Ich kann mein Studium des Kosmos fortsetzen.
Wusstest du, dass Lukrez sagte, andere Erden kreisen um jene Sterne?
Wir sind nicht der Mittelpunkt der Welt.
Nein. Solche Ideen werden Euch viel Ärger bringen.
-Tödlichen Ärger. -Das ist alles so faszinierend.
Es gibt viel zu entdecken, zu lernen...
-Aber, Maestro. -Egal.
Fürchtet Ihr nicht, dass Ihr mit Eurer Wissbegierde
-den Papst erzürnt? -Ach ja, der Papst.
Mit den Spiegeln
würde der sicher am liebsten seine Feinde grillen.
Dazu könnte man sie nutzen.
So wie der große Archimedes es in Syrakus tat.
Nur nutze ich hier das gespiegelte Mondlicht.
Wäre das direktes Sonnenlicht,
wär's eine Waffe für seine Heiligkeit.
Sì, terribile.
Zoroastro. Ist die Lieferung hier?
Perfekt. Vergeuden wir keine Zeit. Keine Furcht vor Wissen und Wahrheit!
Nicht jeder ist Leonardo da Vinci.
Ach, das müssen sie auch nicht.
Sie müssen nur ihren Verstand nutzen.
Sehen, was das Vergangene ihnen offenbaren kann.
Der Papst sieht das anders.
-Es ist spät. Schlaft. -Cecco, du weißt:
Ein gut verbrachter Tag bringt guten Schlaf.
Uno, due, tre.
Und ich habe heute noch viel zu erledigen,
bevor... bevor ich schlafen kann.
LEONARDO - DER ERFINDER
Buonasera, Zoroastro!
Unser neues Forschungsobjekt ist vorbereitet?
Bravo, amico mio. Schau doch. Sieh, wie alles im Gleichgewicht ist.
Wie alles miteinander verknüpft ist. Der Mensch ist eine wunderbare Maschine.
Ich dringe nun tiefer ins Unbekannte vor.
Näher mit dem Licht. Per favore.
Aristoteles nannte es "Anima".
Der Geist, die Seele, das Prinzip, das allen Dingen Leben gibt.
Finde ich ihren Sitz, löse ich das Rätsel des Lebens selbst.
Wer ist das? Ist es möglich...
Verrate mir dein Geheimnis!
Ich fürchte dich.
Aber du stoppst mich nicht, bis das Rätsel des Lebens gelöst ist!
Blasphemie! Jetzt reicht's. Ruft den Henker.
Bereitet diesem Ketzer einen Scheiterhaufen vor.
Das Sakrileg ist nicht zu verbergen.
Euer Ehren...
Diese Leichenfledderei ist widerlich.
Sagt's ihm, Giuliano. Ihr seid sein Gönner.
Ja, Eure Heiligkeit. Leonardo...
Warum gebt Ihr Euch nicht mit Malen zufrieden?
Schöne Bilder zu Ehren des Herrn, als braver kleiner Künstler.
Michelangelo gibt mir recht. Oder nicht?
Eure Heiligkeit neigt dazu,
Kunstaufträge an Jüngere zu vergeben.
Er bringt nie was zu Ende.
-Was bleibt mir übrig? -Eure Heiligkeit.
Ich ergründe diese Geheimnisse, den Kosmos,
des Menschen Körper, aus Neugierde.
Um zu lernen. Das Äußere verbirgt oft das Innere.
Wollt Ihr keine Antworten finden?
Manches soll unbeantwortet bleiben.
Manches beantworten nur Gott und die Kirche.
Genug mit Eurer Neugier. Schluss mit dem Sezieren.
Schluss mit Entweihungen. Da ist nichts zu lernen.
Zumindest nicht mit Messern, Blut, Innereien und...
Ich mag gar nicht daran denken. Weihrauch! Man bringe mir Weihrauch.
Eure Heiligkeit.
Sind wir Ebenbilder Gottes, so sind seine Fähigkeiten
ein Sinnbild von Gottes Schöpfung.
Wohl eher des Teufels.
Wie alle Menschen ist auch er fehlbar. Und er braucht einen Hirten.
-Nicht das schon wieder. -Ja, einen Schafhirten.
Der Hirte weist den Weg Die Schafe halten sich dran
Die Wolle wächst Sie mehren sich und sterben dann
Es vergeht die Zeit Schafe sind in Sicherheit
Weder lernen sie Noch stellen sie Fragen
Der Hirte ernährt sie Auf schmalen Pfad er führt sie
Sonst reißen böse Wölfe sie entzwei
Der Hirte beschützt sie Die Wölfe, er vertreibt sie
Sie müssen nur auf ihn vertrauen Amen
Ganz simpel.
Als Euer Hirte schlage ich vor, Ihr malt ein schönes Altarbild.
Oh, und ich habe viele Decken, von denen könnt Ihr eine bemalen.
Es eilt, ich muss seine Heiligkeit sprechen!
Eure Heiligkeit, ich verkünde Euch die Niederlage Eurer Armee,
und die Eurer Verbündeten, der Mailänder in Marignano.
Die Franzosen?
Zeit für den Kriegsrat, Eure Heiligkeit?
Ja, Kriegsrat!
Kriegsrat.
-Kriegsrat. -Kriegsrat.
Kriegsrat.
Ja. Ihr seid nun Militäringenieur des Papstes.
Ich will was Übles.
Etwas, das dem französischen König Gottesfurcht einflößt.
Wie heißt er noch, der Neue?
-Karl? Heinrich? -Franz I.
-Ich vermählte seinen Cousin. -Schön.
Ich danke Euch.
Zeigen wir Franz I., dass man sich mit Gott nicht anlegt.
Eure Heiligkeit. Darf ich um ein Blatt Papier bitten?
Papier? Warum, um Himmels willen? Ach, warum nicht.
-Papier. -Papier.
Papier.
Papier.
Wie kurios.
Was treiben die da?
Ich schaffe mit Leichtigkeit die effektivsten Kriegsmaschinen.
Licht, bitte.
Ja.
Oh ja.
Ich bin begeistert, wirklich.
Abscheulich! Seht nur, diese französischen Ratten!
Oh la la. Schnappt euch die Waffen, Spione!
Ich... was ist da gerade passiert?
Ihr greift den Falschen an!
-Das ist furchtbar. -Nun, wenn man im Krieg ist,
wird sich der Feind Eure Technologie zu eigen machen.
Dann nutzen sie Eure Waffen gegen Euch. So war es immer.
Das gefällt mir nicht. Ganz und gar nicht. Immer?
Es scheint so, Eure Heiligkeit. Das nimmt nie ein Ende.
Mist. Die Waffen sahen spaßig aus.
Was tun wir nun?
Kein Froschfresser darf an meine Waffen.
Und auch nicht meine Armee besiegen.
Wollt ihr nicht der Klügere sein
und ihm ein Friedensangebot machen?
Zeigt ihm Gottes Liebe zur Vergebung.
Zeigt ihm den Weg. Seid sein Hirte.
Sein Hirte?
Nutzt Eure Neugierde, und erfindet ein Dingsbums,
das den Frieden
zwischen Gott und Frankreich festigt.
Gelingt es Euch, dürft Ihr Euer Studium fortsetzen.
Aber sucht Ihr nach der Seele,
landet Ihr mitsamt Eurer Neugierde auf dem Scheiterhaufen.
BOLOGNA, ITALIEN 1516
-Es werde Frieden! -Juhu!
Unglaublich. Erstaunlich. Faszinierend. Wie macht man es lebendig?
Eure Majestät,
ein Uhrmechanismus auf Basis von Federn treibt es an.
Eine elegante Funktionsweise. Ganz wie bei echten Tieren.
Wenn auch viel simpler.
Unbegreiflich.
Wie kann jemand vor Eurem wunderbaren Löwen erschrecken?
Juhu!
Wow.
Faszinierend.
Ihr seid ein Zauberer, Maestro.
Eure Majestät, würdet Ihr einen alten Zauberer wie mich
in Eurem Reich dulden?
Welch großzügiges Angebot. Es wäre mir eine Ehre.
Aber in Kardinal de Medici
habt ihr schon einen Gönner.
Vergebt mir, Majestät, dieses anmaßende Ansuchen.
Vielleicht, wenn Eure Lage sich ändert?
Was fange ich mit Euch an, nun, da Giuliano tot ist?
Nun fällt der Regen und fließt den Fluss hinab.
Er folgt dem Ruf des Ozeans dessen Tiefe kein Ende hat.
Kannst du mir vergeben? Ließ ich dich im Stich, Freund?
Welchen Rat kannst du mir geben? Sind wir wirklich ans Ende gelangt?
Die Zeit ist um, die Zeit ist um Kein Weg ist mehr zu gehen
Die Zeit ist um, die Zeit ist um Nun werden wir's nie verstehen
Nachricht vom französischen Königshof.
"Maestro Leonardo, der Florentiner, mon père ."
Darf ich Euch so nennen?
Ich könnte Euch als Vater gebrauchen.
Ich, König Franz I,
König von Frankreich,
habe es mir überlegt und lade Euch,
das größte Künstlergenie, an meinen Königshof ein,
oberster Maler, Ingenieur und Architekt
von mir, König Franz I., des Königs von Frankreich zu werden. PS.
Eilt Euch, große Reichtümer warten.
Wie freut es mich Fern von Rom zu sein
Viel Spaß werden wir haben Zu leben im neuen Heim
Hier die perfekte Bibliothek Da kommt nichts ran
Ich lese jedes Buch Den Papst geht es nichts an.
Der Papst kriegt das mit.
Hier wird Optik studiert Wie Licht sich im Prisma bricht
Wir bauen mechanische Ritter Tabu ist dabei nichts
Hierhin kommt die Technik Physik von Gewicht und Maß
Hydraulik, Mathematik, Kinematik
No comments yet. Be the first to leave one.