The first 172 lines.
Hier, Ihr Schwarztee.
Sie haben ja guten Geschmack.
Von einem Freund aus Ildoa?
Wir sollten für unsere Freundschaft zu unseren Verbündeten dankbar sein.
Zumindest vorerst.
Ich danke erneut für die Nothilfe.
Gute Arbeit wie immer, Oberstleutnant Degretschow.
Ich kann mir keine bessere Unterstützung für den Hauptangriff vorstellen.
Ich habe nur mit meinen Leuten eine Fleischmauer gebildet.
Mit Können hatte das nichts zu tun.
Und das ist die Verantwortung des Befehlshabers, was?
Amüsante Gehässigkeit.
Angesichts meiner Position
halte ich respektvolles Schweigen an dieser Stelle für angebracht.
Sie ändern sich auch nie.
Nichts kann Sie verbiegen.
Ich glaube eben an mich.
Ich beschreite stets meinen eigenen Weg.
Statt meinen Pfad durch dieses Wesen X ändern zu lassen, …
vertraue ich lieber auf meine eigene Entscheidungskraft.
Das ist einfach mein Stolz als Mensch der Moderne.
Tut mir leid, diese Idylle zu stören, aber ich habe schlechte Nachrichten.
Andromeda ist gescheitert.
Sie konnten also nicht durch die Städte im Süden durchbrechen?
Das Problem ist noch weitreichender.
Sie konnten rasant bis Josefgrad vorstoßen, …
aber danach brach die Versorgung zusammen.
Die Föderation verstärkte auch ihre Verteidigung
und weitere Angriffe waren unmöglich.
Was ist dann mit unserem Ziel, dem Rohstoffgebiet?
Da kommen wir nicht hin.
Dieses Werk ist fiktiv. Die darin vorkommenden Charaktere, Organisationen, Orte, Gesetze und Namen stehen in keinem Zusammenhang zu real existierenden Personen, Organisationen, Orten, Gesetzen und Namen.
Ich bin überrascht.
Ausgerechnet Rudersdorf hat es vermasselt.
Die wichtigen Versorgungsgüter kamen wohl nicht an,
obwohl der Eisenbahntrupp gute Arbeit geleistet hat.
Es reicht also an den Dingen selbst nicht.
Das denke ich auch.
Es fehlt nicht nur an Soldaten,
sondern auch an Proviant und Munition.
Bislang hatte ich intern alles getan, was die Kriegsangelegenheiten angeht.
Wie ich gehört habe,
sind Sie aufgrund von Differenzen mit der Regierung hier im Osten.
Ja.
Unser Heimatland kennt wohl die Realität nicht.
Oberstleutnant.
Das Imperium ist süchtig nach Siegen.
So sehr, dass es mich traurig stimmt.
Wir müssen über die inneren Angelegenheiten siegen.
Und dafür müssen wir wohl auch schmutzigere Methoden anwenden.
Herr General. Was meinen Sie?
Damit sie sich auf den Osten konzentrieren,
müssen wir auch im Westen gewinnen.
Im Westen, sagen Sie?
Meinen Sie damit die Luftkämpfe im Westen?
An sich meine ich damit etwas, was ein wenig mehr im Osten liegt.
Ah, dachte ich mir schon.
Ich hoffe nur, dass ich hier nicht auf Verbündete schießen muss.
Sie müssen da leider zum Mittäter werden.
Mit Verlaub, Sie sind ein Soldat des Imperiums.
Sie haben die Pflicht, rechtmäßigen Befehlen zu gehorchen.
Sie sind nur ein Mitglied des Militärapparats.
Diese Pflicht darf man nicht missachten.
Davon abzuweichen,
bedeutet, sich dem Imperator und dem Heimatland zu widersetzen,
und ich werde meine Pflicht erfüllen.
Keine Zusage und keine Ablehnung.
Wirklich wundervoll.
Hätten Sie anders geantwortet, hätte ich sie erschießen müssen.
Aber Sie scheinen hier etwas misszuverstehen.
Nun gut.
Schauen Sie sich zunächst unser Land, das Imperium ganz genau an.
Folge 7 Fegefeuer
Vereinigte Zeitrechnung – 29.6.1927
Endlich haben wir Urlaub!
Urlaub!
Urlaub!
Oberstleutnant Degretschow.
Sie sind zurück.
Herr Oberst! Sie sind also zurückgekommen.
Die Kampfgruppe Rerugen wurde in die Heimat zurückberufen.
Da ist es nur logisch, dass ich auch da bin.
Da haben Sie recht.
Meine Herren.
Wir haben einen Erholungsort für Ihren Heimaturlaub vorbereitet.
Frau Oberstleutnant, haben Sie kurz Zeit?
Major Weiß, verteilen Sie Bescheinigungen und Coupons für den Urlaub.
Hauptmann Serebrjakow, besorgen Sie ein Auto.
Jawohl!
Ich verteile jetzt die Urlaubsbescheinigungen.
Stellen Sie sich auf!
Er ist an sich schon ein vertrauenswürdiger Untergebener.
Es ist eben nötig.
Ich teile Ihnen schnell drei Punkte mit.
Jawohl.
Erstens: Das Oberkommando und die Regierung
liegen im Clinch bezüglich der Verantwortung für die Operation im Osten.
Von der Armee wird Unmögliches erwartet.
Sie soll sofort den Krieg beenden
und einen wundervollen Sieg erbringen.
Dann muss der Luftraum im Osten komplett unter Kontrolle gebracht werden.
Das ist der zweite Punkt.
Die Luftraumsituation im Westen verschlechtert sich deutlich.
Es wird sogar ein Truppenabzug aus dem Süden erwägt.
So schlimm steht es?
Und noch eine Sache.
Sie müssen vielleicht einen direkten Angriff auf die Hauptstadt ausführen.
Ein direkter Angriff auf Londinium?
Nein, das nicht.
Also erneut Mosko?
Nein, Oberstleutnant.
Das Ziel ist …
Nein. Lassen wir es.
In Operation Eisenhammer wurde ein dramatischer Sieg erworben.
Ich war an den Friedensverhandlungen in Ildoa beteiligt, aber …
So hätte es sein sollen.
Den Waffenstillstand vom Militär hätten die Politiker annehmen müssen.
Um den derzeitigen Zustand zu ändern,
müssen wir wohl doch den Politikern die Augen öffnen.
Oberkommandantur des Imperiums
Oberstleutnant Degretschow. Ich bin hier für meinen Bericht!
Es ist lange her, Frau Oberstleutnant.
Schön, dass es Ihnen gut zu gehen scheint.
Das kann ich zurückgeben.
Ich bekomme allerdings immer mehr unnötige Arbeit.
Danke für Ihren harten Kampf im Osten.
Nein, auch Sie haben ja in Sachen „Projekt Andromeda“ viel zu …
Sparen wir uns die Höflichkeiten.
Es lässt sich alles rechtfertigen, aber gescheitert bin ich trotzdem.
Daher bitte ich um Ihre unverblümte Meinung von der Front.
Jawohl.
Die Ordnung der Front wurde erfolgreich ausgeführt.
Das ist aber nichts als ein Trick.
Das bedeutet keine dauerhafte Stabilisierung der Lage.
Auf lange Sicht gesehen werden wir entschlossen …
Warten Sie.
Ich bin nicht wie Zettour.
Ich habe keine Vorliebe für langwierige Diskussionen.
Kommen Sie zum Punkt.
Sagen Sie mir, was Sie aus all dem schließen.
Herr General, ich bin nur ein Oberstleutnant eines Magiertrupps.
Ich habe zwar die Führungsschulung absolviert,
aber durch den langen Kampfeinsatz …
Die Karten auf den Tisch oder Sie aus dem Raum. Ihre Wahl.
Dann werde ich es mir erlauben, frei zu sprechen.
Ich sehe keinen Weg zum Sieg.
Vor Ort ist die derzeitige Kriegsführung der Vorgesetzten nicht nachvollziehbar.
Wie versuchen Sie, diesen Krieg zu gewinnen?
Wie lautet der konkrete Plan?
Die komplette Vernichtung des Feindes?
Oder geht es um Gebietsgewinnung?
Welches Ziel streben wir an?
Was ist das genaue Ziel des imperialen Reiches hier?
Der Sieg.
Der Sieg?
Welche Art von Sieg wird erwartet,
um diesen Krieg zu beenden?
Der Sieg.
Nicht mehr und nicht weniger.
Wurde dem Militär also nur der Sieg befohlen?
Ganz genau.
So ist es also …
Das heißt, die Regierung
ist nicht einmal imstande, konkrete Ziele zu formulieren?
Exakt.
Das ist doch verrückt!
Exakt.
Wären da nicht die Idioten, die eine Beendigung ausgeschlossen haben,
wäre der Krieg aber schon lange vorbei.
Da können wir betteln und jammern, es ändert nichts.
Oberst Rerugen wirkte auch ausgesprochen zerknirscht.
Wie machen wir denen da oben die Tatsachen begreiflich?
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