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Mexiko-Stadt - 1909
Eine Delegation von lndios aus dem Staat Morelos. . .
kamen zum Kapitol für eine Audienz. . .
bei ihrem Präsidenten, Porfirio Diaz.
Wann besorgst du dir ein richtiges Messer?
Das kannst du behalten.
- Wer hat die Papiere? - Hier.
Guten Morgen, meine Kinder.
Nun, kommt näher. Kommt näher.
Hier sind ihre Namen, mein Präsident.
Na, meine Kinder, welches Problem habt ihr vorzutragen?
Nun, einer muss es sagen. lhr hattet doch sicher einen Grund.
Ja, mein Präsident, wir haben einen Grund.
Du. Sag du es mir.
Kennen Sie dieses Feld?
Das Feld, mit dem großen weißen Felsen, südlich von Anenecuilco?
- Mein Präsident, unsere Delegation. . . - Scht!
- Sie haben unser Land weggenommen. - Wer hat es euch weggenommen?
Kinder, wenn ihr Anschuldigungen vorbringt, braucht ihr Beweise.
- Wer hat euer Land weggenommen? - Der größte Staat dort.
- Er ist größer als ein Königreich. - Sie nahmen unsere Täler.
- Sie ließen uns nur die Felsenhänge. - Können nicht anbauen.
Da ist ein neuer Stacheldrahtzaun.
Wir können unsere Kühe nicht füttern. Die Häuser an dem weißen Felsen?
- Die haben sie verbrannt! - Sie pflanzen dort Zuckerrohr.
Könnt ihr beweisen, dass euch das Feld gehört?
Unser Dorf besaß dieses Feld seit allen Zeiten.
Wir haben Unterlagen der spanischen Krone und der Republik Mexiko.
Nun, falls das stimmt, habt ihr kein Problem. Das Gericht wird es regeln.
lch schicke euch zu meinem persönlichen Anwalt.
Bevor ihr ihn trefft, rate ich euch dringend, eure Grenzsteine zu finden.
Prüft sie mit euren Besitzansprüchen.
Beweist eure Grenzen. Fakten. Fakten!
Nun, meine Kinder, ich muss mich um viele andere Dinge kümmern.
lch bin seit 34 Jahren euer Präsident. Präsident zu sein, ist nicht leicht.
Danke, mein Präsident. - Danke, mein Präsident.
Der nächste Punkt?
Wir können die Grenzen nicht beweisen, mein Präsident.
Das Land ist eingezäunt und bewacht.
Sie pflanzen Zuckerrohr auf unseren Maisfeldern.
- Das Gericht. . . - Gestatten Sie. . .
Das Gericht?
Gab es je einen Prozess um Land, der von Landbewohnern gewonnen wurde?
Wurde dein Land weggenommen?
Das Land meines Vaters wurde vor langer Zeit weggenommen.
Meine Kinder, ich bin euer Vater, euer Beschützer. Vom selben Blut.
Glaubt mir, diese Dinge brauchen Zeit. lhr müsst Geduld haben.
Wenn Sie gestatten, wir machen unsere Tortillas aus Mais, nicht aus Geduld.
Und Geduld wird keinen bewachten Zaun überwinden.
Um zu tun, was Sie vorschlagen, um diese Grenzen zu beweisen. . .
brauchen wir lhre Befugnis.
Eine solche Befugnis kann ich nicht erteilen.
- Aber Sie raten dazu. - lch kann nur beraten.
Dann, mein Präsident, werden wir natürlich tun, was Sie raten.
Danke. Wenn Sie gestatten.
Du!
Du!
- Ja, mein Präsident? - Wie ist dein Name?
- Zapata. - Wie?
Emiliano Zapata.
Bitte schön.
Danke, mein Sohn.
Gern geschehen, Herr Pfarrer.
Kommt her! Kommt her!
Hier! Hier, hier!
Hier!
Geht zurück! Geht zurück!
Schnappt euch den auf dem weißen Pferd! Den sollen wir fangen!
Das ist er, der auf dem weißen Pferd! Das ist er, los!
Zapata! Emiliano Zapata!
Emiliano Zapata!
Zapata! Emiliano Zapata!
Zapata? Emiliano Zapata?
Der Dummkopf, er kommt trotzdem.
Wer glaubst du, ist er? - Ein Fremder.
- Soll ich ihn töten? - Nein. Noch 'nen Warnschuss.
Nicht treffen. - Will ich daneben schießen. . .
- schieße ich auch daneben. - Daran ist auch schon einer gestorben.
Zapata! Emiliano Zapata!
Noch dümmer, als ich dachte. Er kommt.
Er ist verrückt. Es ist nicht nett, Verrückte zu töten.
- Soll ich es etwas näher versuchen? - Wie nah denn noch?
- Vielleicht hat er eine Nachricht. - Vielleicht ist es eine Falle.
Wieso töten wir ihn nicht? Das ist viel leichter.
- Was kostet das? Eine Kugel. . . - Nein!
- Was willst du? - lch suche Emiliano Zapata.
Er ist nicht hier.
- Seine Freunde schicken mich. - Wer sind seine Freunde?
- Leute aus dem Dorf. - Er ist nicht hier.
lch habe keine Waffen.
- Was ist das? - Eine Schreibmaschine.
- Das Schwert des Geistes. - lch dachte, du hättest keine Waffen.
Wage es nicht, sie kaputtzumachen! Leg sie hin!
Nein.
Leg sie hin.
Du bist Emiliano Zapata.
lch bringe Neuigkeiten von Madero, der Anführer des Kampfes gegen Diaz.
Gebt mir etwas Wasser.
- Warum kommst du zu mir? - Etwas Wasser, während ich spreche.
Fernando Aguirre.
Pablo Gomez.
- lch möchte mit dir sprechen. - Sprich.
- lch möchte, dass du zuhörst. - Also, sprich.
''Die Gewaltherrschaft von Porfirio Diaz ist unerträglich.
34 Jahre lang hat er als rücksichtsloser Tyrann regiert. ''
- Ja, Blanco. Gleich. - Hör zu.
''Die Bedeutung der Demokratie ist schon lange vergessen.
Das Volk hat keine Stimme in der Regierung.
Die Kontrolle liegt in der Hand eines Mannes und derer, die er bestimmte. ''
Wer schrieb das? - Francisco Madero.
''Wollen wir Mexiko die Freiheit, die zur Demokratie gehört, zurückgeben. . .
müssen wir uns vereinigen, um diesen Tyrannen zu vertreiben. ''
- Wer ist Madero? - Anführer des Kampfes gegen Diaz.
Wo ist er? - ln den Vereinigten Staaten, Texas.
- Schöner Ort, um zu kämpfen. - Er trifft Vorbereitungen.
Jetzt ist er bereit, etwas zu tun.
Er sendet Leute aus. . .
um Anführer in Mexiko zu suchen. lch wurde nach Morelos geschickt.
Vorsicht. Er hat eine Stute gewittert und ist rastlos.
Genau, wie ich.
- Die Leute sagten mir. . . - Glaub nicht, was Leute sagen.
Hey. Hey du!
- Komm schon, iss. - Mach schon, iss.
- Madero? - Ja, weißt du noch?
lch habe dir über ihn vorgelesen.
- Du wolltest mir lesen beibringen. - Das werde ich!
Sprechen wir mit ihm über Madero. Vielleicht hat er einen Brief.
Jeder könnte einen Brief schreiben, sogar du. Mir gefällt Maderos Blick.
- Dann sprich mit ihm. - lch kann nicht.
- Warum nicht? - Nicht jetzt.
lch weiß, warum.
Geh du zu Madero und sag mir, was du gesehen hast.
- lch? Er ist in Texas! - Dann geh nach Texas.
- Wie weit ist das? - Wer weiß? Finde es heraus.
- lch war nie fort von unserem Staat. - Jetzt wirst du.
Finde heraus, ob wir ihm vertrauen können.
lch mag sein Gesicht.
Aber ein Bild ist nur ein Bild.
- Wann soll ich gehen? - Jetzt.
- Jetzt? - Jetzt. Sattle das Pferd.
Wenn dir gefällt, was du siehst, erzähle ihm von unseren Problemen.
Und sag ihm, dass wir ihn als Anführer gegen Diaz anerkennen.
- Wo geht er hin? - Was?
- Wo geht er hin? - lch weiß nicht. Hat er nicht gesagt.
- Wohin geht er jetzt? - lch weiß nicht.
- Was ist mit ihm los? - Eine Frau, was sonst?
- Wohin gehst du? - Wohin denn sonst?
- Was ist mit ihr? - Sie kümmert sich selbst um sich.
Das ist alles sehr chaotisch.
Polizei.
Josefa, ich muss mit dir reden. Scht!
- Die Rurales sind hinter dir her. - lch habe mein Leben riskiert.
- Wann darf ich deinen Vater sprechen? - Wozu?
- Um um deine Hand anzuhalten. - Nein, tu es nicht.
- Warum nicht? - Tu es einfach nicht.
- Was stimmt mit mir nicht? - Daran liegt es nicht.
- Was würde mit mir nicht stimmen? - Was meinst du?
lch habe nicht vor. . .
irgendwann Wäsche in einem Graben zu waschen und Tortillas zu machen. . .
wie eine lndio.
Wer sagt das?
- Mein Vater. - Meine Mutter war eine Salazar.
Zapatas waren Stammesführer, als dein Großvater in einer Höhle lebte.
Vergiss das nie.
Jetzt seid ihr keine Stammesführer. lhr habt kein Land, kein Geld.
- Morgen bist du im Gefängnis. - Sei still!
Mir wurde von Don Nacio Delator eine Stellung angeboten.
Don Nacio Delator stellt keinen Gesetzesflüchtigen ein.
Nehme ich an, wird er mich begnadigen lassen.
Warum sollte Don Nacio jemanden wie dich brauchen? Warum?
Offenbar weißt du nicht, dass ich der beste Pferdekenner im Land bin.
Du bist die Einzige, die das nicht weiß.
lch war Jahre bei ihm, ich habe jedes Pferd in seinem Stall gekauft.
Hätte ich Don Nacio nicht beim Pferdekauf geholfen. . .
hätte man später gemerkt, dass sie fünf Beine haben.
Eingebildeter Affe.
Weißt du, dass ich dich jetzt gewaltsam mitnehmen könnte?
Mit Gewalt?
lch würde dich nicht daran hindern.
lch würde mitkommen, weil ich dich nicht daran hindern könnte.
- Aber bald wirst du schlafen. - Und dann?
Früher oder später wirst du schlafen.
Das würdest du nicht tun. Ein ehrbares Mädchen wie du?
Doch, ich würde. Weil ich ein ehrbares Mädchen bin.
Ein ehrbares Mädchen will ein sicheres Leben führen. Beschützt.
Ohne Überraschungen. Am liebsten mit einem reichen Mann.
Das meinst du nicht ernst.
Doch.
Komm wieder, wenn du mir das bietest. Er lässt dich los, schrei nicht.
Die Polizei ist hinter ihm her. Lass sie los.
- lch mag ihn. - Wirklich?
lch meine, er ist schrecklich. Ein Flüchtiger, ein Verbrecher.
lch mag ihn auch.
Reib es ein. Reib es fester ein.
Sie sind so faul. Das Essen ist fertig.
Wenn das die Besten sind, wo sind dann die anderen?
- Sind die anderen hier? - Sie sind so faul.
Wenn sie nicht stehlen, schlafen sie. Sind sie wach. . .
- sind sie betrunken. - Sehen wir uns die anderen an.
- Aber das Essen wird serviert. - Es wird warten.
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