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EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE
Da Seine Majestät, der König, noch keinen männlichen Nachfolger hat,
und da wir keinen mehr erwarten,
wurde beschlossen, Euch auf die Krone vorzubereiten.
Von jetzt an seid Ihr nicht mehr die mutmaßliche Erbin,
sondern die Thronfolgerin, Euer Leben wird sich sehr ändern.
Ihr könnt nicht mehr allein reisen
oder frei gesellschaftlich verkehren.
Euer Vater, der König, hatte kaum Zeit, sich auf den Thron vorzubereiten,
der ihm aufgedrängt wurde.
Das passiert nicht noch einmal.
Die Krone ist nicht nur ein Schmuckstück.
Sie ist ein Privileg und eine Bürde
und bringt große Erwartungen und große Verantwortung mit sich.
Ich kann das nicht.
Ich könnte es.
Das weiß ich.
Ich würde es genießen.
Ich wäre auf jeder Münze, auf jedem Geldschein.
Die berühmteste Frau der Welt.
Ich wäre sehr gut darin.
Ich würde eine Krone tragen und Anweisungen geben.
Ja.
Dann sag es ihnen.
"Margaret Rose kann es tun.
Margaret Rose will es tun.
Margaret Rose wurde dafür geboren."
Da hast du recht.
Lass mich mit ihnen reden.
Das wäre das Beste für uns beide.
In Ordnung.
Gut.
Hallo.
Eure Majestät.
Ich wünsche euch eine gute Reise. Und danke.
Wofür?
Dass du den öffentlichen Auftritten während der Reise zugesagt hast.
Und dass ihr einen Linienflug nehmt.
Nicht so schlimm.
Die erste Klasse wurde für uns reserviert.
Wohin geht es zuerst? New York?
San Francisco. Dann Los Angeles.
Dann fünf Tage mit den Douglases in Arizona.
Wie schön.
Dann nach New York, wo Tony sein Buch vorstellt.
-Ein Buch? -Ein Buch mit Fotografien.
Oh, das ist klug.
Ihr müsst euch aber auch mal ausruhen.
Das werden wir.
Seid gut zueinander. Seid nett zueinander.
Ihr beide.
-Traurig, dass sie das sagen musste. -Was?
"Seid gut zueinander. Seid nett zueinander. Ihr beide."
Das war etwas plump.
Aber sie meint es gut.
Wir beide... wir sind kompliziert.
Sie und ich sind kompliziert.
Das stimmt.
Ältere Schwester, jüngere Schwester.
-Nummer eins, Nummer zwei. -Wer ist Nummer eins?
Du, natürlich.
Eine Nummer eins,
die tragischerweise als Nummer zwei geboren wurde.
Das ist meine Bürde.
Sie weiß es auch.
Ja, das glaube ich auch.
Und das ist ihre Bürde.
MARGARETOLOGIE
Herr Botschafter.
Wirtschaftlich, wie Sie wissen,
hat das Vereinigte Königreich Probleme.
Der Sterling verliert an Wert
und unser Kredit vom IWF läuft bald aus.
Der Premierminister hat versucht,
mit dem Präsidenten über eine Rettungsaktion zu sprechen.
Ein Rettungspaket.
Aber der Präsident lehnt das Gespräch ab.
Präsident Johnson ist beschäftigt.
Auch für seinen ältesten Verbündeten?
Bisher hatte der Amtsinhaber
immer eine sehr gute Beziehung zur Downing Street.
Wie Churchill und Roosevelt.
Oder Truman und Attlee. Macmillan und JFK.
Hören Sie auf, Jack Kennedy immer so zu erwähnen.
Immer?
Das ist provokant.
Nicht hilfreich.
Präsident Johnson ist anders.
Ja, natürlich.
Ich meinte, dass unsere Staatsoberhäupter
in schweren Zeiten Seite an Seite stehen.
Premierminister.
Das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten.
Es ist in gewisser Weise wie eine Ehe.
Sprechen Sie mit ihm?
Nein! Scheiß auf die Briten! Die mochte ich noch nie!
Wenn sie nicht auf uns herabschauen, kommen sie, um zu betteln.
Diese besondere Beziehung ist mir egal.
Harold Wilson hätte sich das bei der Vietnam-Sache überlegen sollen.
Man kann einen Mann nicht ficken und dann Blumen von ihm erwarten!
-Der Premierminister, Eure Majestät. -Eure Majestät.
Premierminister.
Wie Euch sicher aufgefallen ist,
war Präsident Johnson nicht bei Mr. Winstons Beerdigung.
Ja, wegen einer Erkältung.
Das gab das Weiße Haus bekannt.
Aber keiner glaubte es.
Ich fürchte,
der Präsident könnte eine Abneigung gegen mich haben,
weil ich ihn damals beim Thema Vietnam nicht unterstützte.
Ich habe mich gefragt...
In der Vergangenheit...
...war die königliche Familie immer sehr hilfreich
bei der Erhaltung der besonderen Beziehung.
Und angesichts der...
...wirtschaftlichen Zwangslage, in der wir uns befinden...
Wir sollen den roten Teppich ausrollen. Etwas Tamtam machen.
Bitte.
Gut.
Ich werde die drei Weisen um Rat fragen.
Danke, Ma'am.
Willkommen in San Francisco!
Margaret! Margaret, hier drüben! Hier drüben!
Ein Foto! Hier! Danke, Margaret.
"Was wir bei Prinzessin Margaret sehen konnten,
war eine strahlendere, modernere und einnehmendere Version ihrer Schwester."
In der Tat.
"Für diejenigen, die sich mit königlichen Besuchen auskennen,
war Prinzessin Margaret wie die Umstellung von Schwarzweißfilm
auf Farbfilm."
Ein Staatsbankett?
-Wie das im Jahre 1918 für Woodrow Wilson? - Ein Besuch auf Windsor Castle?
Das Wichtigste ist, dass das, was wir Präsident Johnson bieten,
besser ist als das, was die Kennedys bekamen.
-Hey, wir wollten die Königin sehen! -Sie sehen etwas Besseres als die Königin!
Worin unterscheiden sich Großbritannien und Amerika?
Meine Schwester ist hier nicht auf dem Geld!
Worauf freuen Sie sich am meisten?
Freiheit!
Wir lieben Sie, Prinzessin Margaret!
Lacht mit dir
Immer lächeln.
Gibt es Neuigkeiten?
Nach drei Tagen in San Francisco
kam Ihre Königliche Hoheit sicher in Los Angeles an.
Gab es irgendwelche Probleme?
Im Gegenteil. Die Reise scheint ein Erfolg zu sein.
Wirklich?
Die Zeitungen haben nur Gutes zu sagen.
Es gibt sogar einen neuen Begriff für ihre Fans,
die ihr überallhin gefolgt sind.
-Der wäre? -Margaretologen.
Margaretologen?
Ja, Ma'am, die Fans sind begeistert
über ihre Intelligenz, Wortgewandtheit und Schönheit
und ihren Charme, der San Francisco Chronicle sagt sogar...
-Ja. Danke, Martin. -Ja, Ma'am.
Ich bin keine Heilige.
Genau so. Bitte nicht lächeln.
Ich habe es gegeben!
Und zwar dreimal! Und du hast es ignoriert!
Was?
Das Zeichen! Das Zeichen, dass ich gehen wollte.
Ist mir entgangen.
Du weißt doch genau, dass man als Ehrengast
nicht einfach so gehen kann.
Ich weiß nicht mehr, wie oft du im Laufe unserer Ehe
als Ehrengast verschwunden bist.
-Ein- oder zweimal. -Andauernd!
-Wenn es öde ist. -Wenn es dir passt!
Wenn die Leute hässlich und langweilig sind.
Diese Leute waren unterhaltsam und attraktiv.
Bei ihnen fühlte ich mich gut.
Nein. Das lag am Alkohol.
Dadurch ist dir die Speichelleckerei der anderen entgangen.
Ach ja?
-Ja. Schlüssel. -Nun...
Leider ist es mir nicht entgangen,
dass du schlecht gelaunt und eifersüchtig warst...
Der generelle Kleinmut...
Klein...
Kleingeistigkeit.
Das erkenne ich nicht.
Ehrlich gesagt erkenne ich dich nicht.
Und...
...auch sonst niemand erkannte dich.
Ich meine, wenn wir ehrlich sind...
...ist das nicht das Problem?
Tut mir leid. Und Sie sind... Tony-wer?
Oh, richtig! Der Ehemann-Typ.
Es ist manchmal nicht einfach.
Was ist nicht einfach?
Im Schatten einer kleinen Prinzessin zu stehen.
Erzähl du mir nichts davon, im Schatten zu stehen.
Das tue ich fast immer!
Nein, das verdanke ich meiner Schwester.
Aber wenn sich mir einmal die Gelegenheit bietet zu strahlen,
dann könntest du deine wetteifernde, selbstverliebte Art mal zurückschrauben.
Und es mich genießen lassen.
Ich verspreche...
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