I Am the Keeper

I Am the Keeper (Der Goalie bin ig)

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Der Golie bin ig 2013 German 720p BluRay x264 - ENCOUNTERS
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720p
720
Published on: 2014-09-23
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The first 200 lines.

Angefangen hat es eigentlich viel früher,

aber ich könnte auch genauso gut behaupten,

es hätte an dem Abend angefangen, als ich aus dem Knast gekommen bin.

Das Abschiedsgeld hatte ich schon verjubelt,

und die Bise war saukalt.

Schummertal.

November.

Und mein Herz so schwer wie ein alter, nasser Wischlappen.

Hier bin ich aufgewachsen.

Ich kannte nichts Anderes. Darum war es gut so.

Am liebsten habe ich mit meinen Freunden gebolzt.

Ueli und ich im Sturm - wir waren ein Traumpaar.

Ich hab wegen Drogengeschichten gesessen.

Hab's verbockt.

Ich hatte Pech, und es hat mich erwischt.

Mit der Dealerszene in Schummertal hatte ich vorher nichts zu tun,

wo jeder jeden kennt und keiner dem anderen etwas gönnt',

außer vielleicht eine Grippe oder einen Hautausschlag.

Ich habe mir das, was ich brauchte, immer selbst besorgt.

Bis auf das eine Mal.

Das ist jetzt etwa ein Jahr her.

Hast du nichts Schlaueres zu tun? - Ich muss das Auto prüfen lassen.

Vergiss es! Mit der Rostlaube kommst du sowieso nicht durch.

Könnt ihr nicht den Motor ausmachen?

Es stinkt!

So ein Spießer!

Sie haben mich entlassen. Fristlos.

Was denn? Wieso fristlos?

Folie geraucht auf dem Klo. Der Chef merkt's und dreht gleich durch.

Das ist nicht komisch.

Sorry.

Komm, ich helfe dir!

Fehlt eigentlich nur noch der Rasenmäher.

Wozu brauchst du einen Rasenmäher?

Schau dich doch mal an! Samstag Nachmittag:

Zuerst das Auto waschen, danach den Rasen mähen.

Später wird gegrillt.

Ein Leben wie ein Heimatfilm.

Jetzt gibt das Teil noch den Geist auf!

Verdammt noch mal!

Sag mal:

Kannst du mir nicht einen Gefallen tun?

In Pontarlier ein Päckchen abholen?

Wieso fährst du nicht selber? - Vater hat Geburtstag.

Große Party, der ganze Zirkus. Da kann ich nicht fehlen.

Braucht ihr den Staubsauger noch? - Nein.

Ist gut.

Regelmäßige Pflege,

dann lebt ein Auto ewig!

Ist irgendetwas nicht sauber an der Sache?

Fünftausend. Bar auf die Hand.

Was? Fünftausend?

Fünf Riesen.

Das ist viel.

Vor allem, wenn du gerade den Job verloren hast.

Das ist so viel, dass du lieber nicht zu viel fragst.

Also bin ich nach Frankreich gefahren. ich Vollidiot.

Hallo.

Ich bin der Goalie. - Ich verstehe kein Deutsch.

Ich habe mich nur vorgestellt: Goalie.

Alles klar? - Alles klar.

Da.

Was geht denn hier ab? - Genau das wollte ich dich fragen.

Aussteigen!

Verdammt!

Wie oft warst du schon als Kurier unterwegs?

Das war das erste und letzte Mal.

Woher kennst du den Franzosen? - Ich weiß gar nicht, ob es ein Franzose ist.

Ich weiß nur, dass er Französisch gesprochen hat.

Aber Französisch spricht heute ja fast jeder.

Wenn einer Englisch spricht, heißt das ja auch nicht gleich, dass er Engländer ist.

Du hast meine Frage nicht beantwortet. Woher kennst du den Franzosen?

Aber ich kenne ihn ja nicht. Ich habe jemandem einen Gefallen getan,

der den Franzosen selber auch nicht kennt.

Und wer ist dieser "jemand",

der dich so ins offene Messer hat laufen lassen?

Warum sollte der mich linken wollen?

Vielleicht hat er einen Dummen gesucht, der für ihn in den Bau geht?

Blödsinn. Das macht keinen Sinn.

Also, noch mal von vorne:

Wer hat dir den Auftrag gegeben?

Wenn du was zu sagen hast, dann sag's!

Das wird dir vor dem Richter helfen.

Wenn ich auspacke, fangt ihr sowieso nur die kleinen Fische.

Das bringt's doch auch nicht.

Das Gefängnis bleibt ein Leben lang an dir hängen.

Willst du das?

Dir ist wirklich nicht zu helfen.

So war das

mit meinem Ausflug nach Frankreich.

Einen Tag mit dem Auto rumgefahren und dann ein Jahr gesessen.

Ehrlich gesagt keine wirklich gute Bilanz.

Das kann ich jetzt auch nicht mehr schön reden.

Hätte ich gesungen, wäre ich wohl mit Bewährung davon gekommen.

Aber ich hab geschwiegen. Von mir kann man viel sagen,

aber dass ich andere vor Gericht verpfeife, das nicht.

Und schon gar nicht den ältesten Freund.

Da musst du den Mund halten können. Keine Frage.

Hallo zusammen.

Sieh an, der Goalie! Wieder zurück? - Siehst du ja.

Was kann ich dir bringen?

Einen Kaffee-Schnaps bitte. - Hast du denn Kohle?

Jetzt bring' ihn mal! Dann sehen wir weiter.

Geht aufs Haus. - Lieb von dir.

Wenn das der Chef erfährt, gibt's Zoff.

Regula, könntest du nicht bis Montag einen Fünfziger entbehren?

Ich habe ein Problem in der imaginären Erfolgsrechnung, verstehst du?

Man würde nicht glauben, dass du fast ein Jahr drin warst.

Du bist immer noch die gleiche Plaudertüte.

Du entscheidest: Entweder du gibst mir den Fünfziger oder ich frage wen anders.

Bist ein Schatz, danke.

Ich würde dich gerne nach Hause nehmen und vernaschen.

Ich würde dich glücklich machen, Regula. Ehrenwort.

Feierabend, Goalie. Morgen ist auch noch ein Tag.

Jetzt kennen wir uns schon eine halbe Ewigkeit und

Schlaf gut!

Du auch.

Hi, Budi! - Schatz.

Geht's auch etwas leiser? Ich bin total fertig.

Komm einfach runter und hör den Song!

Goalie ist zurück aus dem Gefängnis. - Wer?

Goalie.

Und?

Hab' ihm einen Kaffee ausgegeben.

Wieso denn das? - Er hat kein Geld.

Was will er in der Kneipe, wenn er blank ist?

Vielleicht ist er einsam? - Du bist nicht die Heilsarmee.

Er ist gar kein schlechter Typ.

Er ist ein Junkie, säuft wie ein Loch,

pumpt ständig alle an und hat keinen Job.

Ich mag ihn irgendwie.

Da bist du wohl die Einzige.

Goalie, bist du da? - Ja, komm rein!

Und mach die Tür zu, es wird kalt hier, verdammt!

Nimmst du ein Bier oder soll ich Kaffee machen? - Ein Bier wäre nicht schlecht.

Hab' schon nicht mehr dran geglaubt, dass du dich noch mal blicken lässt.

Hey, was ist mit dir? Bist du krank?

Etwas erkältet, das ist alles. - Das glaubst du doch selber nicht.

Zuerst lässt du dich verdammt noch mal nicht blicken,

und dann kommst du so an.

Hast du die Gelbsucht? - Nix hab' ich.

Guck mal in den Spiegel!

Ueli, du hast die Gelbsucht.

Ich hab' nichts. Nur eine Erkältung.

Da. Tut mir leid, hat etwas länger gedauert.

Zähl's nach! - Kein Problem. Ich zähl's später nach.

Fünftausend, das ist ein Haufen Geld.

Ein Jahr im Loch ist auch nicht wenig.

Warum hast du mich nie besucht?

Müssen wir das gerade jetzt besprechen?

War nur 'ne Frage.

Knast ist mir zu deprimierend.

Du?

Hast du vielleicht etwas Stoff? Ein halbes Briefchen oder so?

Ich hab' nichts.

Hier drinnen ist es sauber wie in einem Kinderzimmer.

Ich fange neu an.

Suche mir einen Job. Ganz normal.

Morgens aufstehen, abends einen heben,

und beizeiten ins Bett,

und keinen Stress und kein Gelaber mehr.

Das ist großartig Goalie!

Das glaubst du doch selbst nicht.

Komm, jetzt gib mir was!

Irgendetwas!

Hier.

He Alter, erzähl doch mal! Was ist so gelaufen in der Zwischenzeit?

Ein Andermal. Ich muss.

Guck mal, Ueli!

Du hast den Netzer doppelt. Warte!

Ich kann dir dafür den Neeskens geben.

Den hab' ich schon.

Aber ich hab auch noch Tomaszewski. - Den hab' ich auch schon.

Du hast fast alle!

Hier, du kannst ihn haben.

Ehrlich? Was willst du dafür?

Geschenkt.

Fünf, sechs, sieben, acht,

neun,

fünftausend.

Guten Tag, Herr Sigrist. - Guten Tag, Herr Amstutz.

Wir machen es einfach: Da ist der Einzahlungsschein.

Bis Ende des Monats ist das Geld auf dem Konto

oder Sie können den Umzugswagen bestellen.

Viertausendfünfhundert? Meine Fresse!

Seien Sie froh, dass ich nicht Verzugszinsen dazu rechne.

Also, wie gesagt - Ich zahle bar. Moment.

Vierfünf. Können Sie nachzählen.

Ich leg' die Quittung in den Briefkasten. - Ja. Ist gut.

Hallo zusammen! - Hallo, Goalie.

Pole.

Hallo, Pesche. Einen Milchkaffee ohne Milch und eine Nussrolle.

Und sag, ist Regula heute nicht da?

Die kommt am Nachmittag. Warum? - Ich frage ja nur.

Ich habe gar nichts gesagt. Ich habe nur gesagt, sie kommt am Nachmittag.

Du könntest es ja vielleicht auch normal sagen, freundlich meine ich.

Habe ich es nicht normal genug gesagt?

Schreibst Du mir vor, wie ich zu reden habe?

Wenn ich du wäre, würde ich den Mund halten, bei deiner Vorgeschichte.

Ich bin schlecht aufgestanden heute, sorry, Pesche.

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