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MEGÈVE (FRANKREICH)
- So, ich hab was gefunden. - Ich auch.
- Ach ja? Aber ich bin zuerst da. - Nein, nein, ich.
Nein, ich bin vor dir da. Das kommt hierhin.
- So. Und was tun wir auf den Kopf? - Deinen Hut.
- Oh nein, nein, Nicole. - Dein Hut.
- Nicht mein Hut. Nein, Nicole. - Dein Hut! Dein Hut!
Oh nein.
Nein! Hör auf, Nicole.
- Wo willst du hin, Nicole? - Ich gehe.
Wollen wir doch sehen, ob du mir folgen kannst.
- Oh, nein, Nicole. Komm zurück! - Wieso denn?
Nicole, komm zurück!
Nicole! Nicole!
Nicole! Komm zurück!
Ich verstecke mich. Ich verstecke mich.
Nicole!
Nicole!
Ach, Nicole...
Da ist der Schlitten. So, jetzt werde ich dich finden.
Nicole?
Nicole, wo bist du?
FALL EINGESTELLT MORD VON UNBEKANNT VERÜBT
VENEDIG 1972
- Papa! - Hallo Schatz.
Hier ist ja die fliegende Holländerin.
- Wie war die Reise? Gut? - Ja, ja.
- Hast du Spaß gehabt? - Ja.
Tauben! Tauben!
Tauben, Tauben! Ich bin zurück!
Kommt essen!
Ja?
Stellen Sie mich durch.
- Roberta! - Wieso kommt ihr nicht?
- Roberta! Mama ist am Telefon! - Ich komme!
Hallo?
Wie geht's dir, Elizabeth?
Ja, sie ist schon da.
Und zwar ganz unversehrt, sei also unbesorgt.
Ja, sie ist gewachsen. Beim nächsten Mal trägt sie einen BH.
Sag mal, bist du der Liebe oder des Berufs wegen nicht gekommen?
Gib her!
Mama, weißt du, hier scheint die Sonne wunderbar.
Und weißt du, Papa hat mir einen schönen Strauß Rosen geschenkt.
Der ist so groß wie ich.
Und weißt du, Papa ist beleidigt, weil du mich nicht begleitet hast.
Er hat die Tür zugeschlagen und ist gegangen.
Das ist aber nun mal meine Art, journalistische Kampagnen aufzuziehen.
Verstehst du? In Venedig ist keiner mehr.
Dabei könnte es das italienische Las Vegas sein.
Mit weiteren Kasinos, Theatern, Kinos, Kunstausstellungen.
Wenn man das Ganze vervielfachen würde, könnte man unendlich viel Spaß haben.
Wenn es aber so weitergeht, wird es zu einer toten Stadt.
Ach, es wird wundervoll werden.
Ich sehe sie schon vor mir: Vollkommen überflutet.
Die Türme ragen aus dem Wasser heraus und ein weißes, geschwelltes Segel...
...bewegt ein Boot vorwärts: mein Boot. Es ist ein Traum von einer Stadt.
Das wäre nicht schlecht, als Bildmotiv selbstredend.
Arbeitest du etwa nicht mehr? Du hast mir nichts mehr von dir gezeigt.
Ich habe nichts mehr da. Ich habe alles zu einer Ausstellung geschickt.
- Guten Tag. - Hallo Venier.
Ah, Serafian hat dich also in die Zange genommen.
Ich wusste, dass du früher oder später nachgeben würdest.
Was hast du da? Hat dich eine Frau gekratzt?
Nein, i wo. Das ist nicht der Rede wert.
Ich habe wie üblich trainiert und wollte die Maske nicht aufziehen.
Roberta, was ist das für eine Musik?
Möchtest du mal eine Druckmaschine sehen?
- Nein. - Wieso nicht?
Ich ziehe Musik vor.
Ich kann nicht behaupten, großen Erfolg bei Frauen zu haben.
- Lässt du mich fliegen? - Wieso nicht?
- Na los! - Bereit?
Das reicht, das reicht...
Majestät...
Pater James!
- Hey, wie geht's? - Nicht schlecht.
- Sie haben tolle Kritiken erhalten, was? - Ja, geht so.
- Jetzt traue ich mich nicht mehr, zu fragen. - Das müssen Sie nicht.
Ich habe Zeichnungen für Sie für die Wohltätigkeitsversteigerung.
- Das werden meine Zugpferde sein. - Das ist meine Tochter.
Ihre Tochter? Ich wusste nicht, dass Sie eine Tochter haben.
Ich wohne nicht hier. Ich wohne in Amsterdam.
Du bist sehr hübsch.
- Ganz der Vater, was? - Na, ich sehe meiner Mama ähnlich.
- Hallo. - Hallo Roberta.
Verrätst du mir, wo ihr gestern wart?
Auf Burano. Um zu sehen, wie Spitzen hergestellt werden.
Kennst du meine Mama?
Na, und ob!
- Meine Mama ist sehr hübsch, stimmt's? - Ja, sie ist wunderschön.
- Hallo. - Hallo.
Es ist beeindruckend.
Sie ähnelt Elizabeth von Tag zu Tag immer mehr.
Ja...
Sie haben den gleichen schwierigen Charakter, was?
Wieso ist sie nicht auch hergekommen?
Na ja, mit jedem Jahr, das vergeht, entfernen wir uns immer mehr voneinander.
Aber lassen wir das.
- Wieso bist du hier? Brauchst du etwas? - Nein, nein, danke.
Ich war gerade in der Gegend und wollte nur Bescheid geben...
...dass Serafian aus Beirut zurückgekehrt ist.
Danke.
Ach ja, ich habe Gabriella getroffen. Sie hat nach dir gefragt.
Sie war ganz down.
Momentan beschäftige ich mich nur mit einer Frau: Roberta.
- Sag ihr das, wenn du sie siehst. - Wir sehen uns dann morgen.
Wiedersehen.
Ein Eis, bitte.
- Ich habe dich überrascht, was? - Mein Gott, habe ich mich erschrocken!
Ach, das Fräulein geht alleine Eis essen und dann sagt sie, dass ich sie erschrecke?
- Die schöne Ginevra. - Guten Tag, Franco.
Geben Sie sie mir.
- Danke. - Serafian erwartet Sie.
- Und wer bist du? - Der Reiter. Siehst du das nicht?
Und Papa ist mein Wildpferd.
Filippo, was tust du hier? Du bist überall zugegen.
Tja, Unkraut vergeht nicht.
Wir haben gerade über dich geredet. Lass dich nicht übers Ohr hauen.
Heute ist er geiziger als sonst.
- Hallo Rothaarige. - Hallo.
Runter jetzt. Hoppla.
Die Künstler von heute nehmen an, dass ihr Schaffen...
...nichts mit den großen Werken der Vergangenheit gemein hat.
Aber da täuschen sie sich.
Sie realisieren nicht, dass sie der historische Ausdruck ihrer Zeit sind.
Deshalb sind ihre Werke nichts anderes als die logische Weiterentwicklung...
...jener bedeutsamen Vorläufer.
Die Geschichte ist eine Maschine, Serpieri.
Magische Fäden ziehen sich durch bereits vorgezeichnete Wege.
- Ich hoffe, dass Sie meinen gut vorzeichnen. - Machen Sie sich keine Sorgen.
Vor einigen Wochen hat man mir angeboten, an einer Kollektivschau in Paris teilzunehmen.
Tja, wenn ich eine persönliche bekommen könnte...
Ich könnte mich darum kümmern. Ich kenne viele Leute in Paris...
...und glaube, das organisieren zu können.
Schon gut.
Ich glaube, es ist nicht angebracht, dass du weitere Initiativen ergreifst.
Ich habe verstanden, Serafian.
Du änderst dich nie. Du bist stets dieselbe liebenswerte Person.
Beachten Sie das nicht, Serpieri.
Frauen sind immer etwas...
Werfen Sie einen Blick auf diese Zeichnungen und sagen Sie mir Ihre Meinung.
Gib doch zu, dass du nur mit mir schlafen kannst.
Ja, nur dank dir habe ich mein Gleichgewicht wiedererlangt.
Darum brauche ich dich.
- Hör zu, Filippo, das ist nur dein Problem. - Aber du und ich müssen weiter...
- Verstehst du nicht, dass Serafian... - Leise...
Hier ist Ihr Scheck.
Haben Sie etwa die ein oder andere Null angehängt?
Ich hoffe, Sie werden mich in Beirut als Gast beehren.
Es wäre mir wichtig, wenn Sie bei der Vernissage zugegen wären.
Es werden viele Persönlichkeiten da sein.
Roberta...
- In welchem Monat bist du geboren? - Im Februar.
Weißt du, dass du Wassermann vom Sternzeichen bist?
Ja. Was ist der Wassermann?
Das sind die Sterne, die man im Februar sieht.
- Meine Sterne also? - Ja, genau.
Das ist wirklich ein Glückstag für dich.
- Auf Wiedersehen, Serpieri. - Bis bald.
Du bist dran.
Egizia, lass uns nach Hause gehen.
- Noch ein bisschen. - Mach kein Theater, es ist schon spät.
- Wenn ich etwas sage, gehorche. - Ja, aber ich mache keine Hausaufgaben.
- Du machst das, was ich sage, klar? - Aber Mama, ich...
Roberta!
Ich komme ja schon.
- Nein, ich habe keinen Durst. - Na gut.
Ganz frisch. Ich habe sie heute früh gefangen.
Ach, das sagst du jedes Mal.
- Weißt du, was das ist? - Nein.
Ein Telefon. Sieh mal.
- Hallo? - Hallo?
- Fräulein, möchten Sie tanzen gehen? - Ja.
Schön, dann komme ich Sie heute Abend mit meiner goldenen Gondel abholen.
- Wirklich? - Klar.
Ich bin ein Magier und bekomme alles hin.
Du glaubst ja auch, dass das ein Telefon ist.
So, und jetzt sieh zu, wie man die isst. Weißt du, die sind köstlich.
- Aber das ist alles nur Schale. - Das stimmt doch gar nicht.
Sieh her, wie das kleine Biest herauskommt.
Hast du gesehen? Und jetzt iss sie.
Na los, komm schon.
- Mir wird schlecht. - Wie kannst du ohne probieren das sagen?
Ich seh's doch.
- Was willst du dann haben? - Eine Torte.
- Lässt du mich spielen? - Ach komm.
- Und? - Also gut, geh schon.
Halt mal.
Ich spiele mit.
Habe ich dir gefehlt?
Sie ist hübsch, was? Bist du eifersüchtig auf sie?
Na komm, lass uns die verlorene Zeit nachholen.
- Du hättest zumindest anrufen können. - Ach Gabriella, fang nicht wieder damit an.
- Was für ein Spiel? - Stellt euch um mich herum auf.
Formt einen Kreis!
Es ist besser, wenn du jetzt gehst. Ich muss arbeiten.
- Du schämst dich wegen mir. - Ach was.
Du hältst mich deiner Tochter nicht würdig.
- Ist dem nicht so? - Red keinen Unfug.
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