True Fiction

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True Fiction 2019 720p AMZN WEB-DL DDP5 1 H 264-NTG
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Published on: 2021-04-24
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The first 200 lines.

Ich möchte mehr Authentizität sehen!

-Fühle es! Komm schon! -Nein!

Mehr Ehrlichkeit!

Lauter!

Gut, sehr gut...

Ich will nur... Danke.

Ich weiß, mein Zeugnis ist nicht so gut wie das der anderen Mädchen...

Nun ja, was sind denn Ihre persönlichen Stärken?

Avery Malone?

Nun, meine Stärken sind, ich arbeite hart, ich bin immer sehr engagiert.

Ich denke, eine meiner Schwächen ist...

Stellen Sie sich mal vor, Sie säßen an meinem Platz.

-Sagen Sie mir, was ich hören will. -Okay...

Sie möchten Schriftstellerin sein.

Das könnte eine unglaubliche Chance für Sie sein.

Glauben Sie mir, ich würde alles tun, alles.

Vögeln Sie Prominente?

Sie sind jung, nett und höflich. Das ist ja alles schön und gut,

aber uns interessiert nur eines und das ist, das Werk unseres Kunden zu verkaufen.

Er braucht eine Assistentin, keine Autorin. Das ist sein Job.

Eine Möchtegern-Autorin lenkt nur ab. Also, was sind Sie?

Eine Assistentin oder Ablenkung?

Eine Assistentin.

Was haben Sie, was andere Bewerber nicht haben?

Gar nichts.

An mir ist nichts Besonderes.

-Ehrlichkeit. Das ist was. -Klasse.

Ich weiß, ich habe keine Ausbildung

oder besondere Fähigkeiten, aber mit Büchern kenne ich mich aus.

Ganz besonders mit seinen.

Ich lerne super schnell und habe keine Verpflichtungen oder Verantwortungen.

Egal, was Caleb Conrad...

Ihr Kunde, egal, was Ihr Kunde von mir will, ich tue alles.

Ja, alles.

Und ich brauche das gerade echt.

Ziehen Sie sich aus.

Danke für Ihre Zeit.

-Ja, und? -Wenn wir deswegen Ärger kriegen

und ich gefeuert werde, ist das deine Schuld. Ist dir das klar?

-Was soll das? -Steig ein!

Scheiße.

DIE LENNY RUPERT SHOW

Sie mögen ihr Gesicht vielleicht noch nie zuvor gesehen haben,

doch Sie kennen sicher ihre Worte.

Ich bitte um Beifall für Bestseller-Autorin und Gewinnerin

des diesjährigen National Book Awards,

Avery Malone.

-Schön, dass Sie da sind. -Gleichfalls.

-Danke. -Gut, setzen wir uns doch.

Jetzt werden wir mal ganz kurz ernst.

Ihr neues Buch, das ist nicht alles erfunden, oder?

Es tut mir leid, wenn Sie das nicht möchten...

Nein, schon okay.

Okay...

Es sind manche Stellen, die sind persönlich.

Sie meinen, Ihre Schwester.

Hallo? Nein... Ja, eine Sekunde.

Hey, Avery?

Hat ein paar Mal angerufen, muss wichtig sein.

-Danke, Henry. -Klar.

Hey...

Ach, nichts.

Hallo?

-Avery Malone? -Ja.

-Ja. -Es geht um Ihr Interview.

Sie haben den Job.

Hallo? Hallo!

-Entschuldigen Sie. -Ich leite Ihnen die Info weiter.

Danke. Vielen Dank.

Avery, verängstige dich selbst, dann verängstigst du die Welt...

Das Derlain Haus. Mr Conrads Lieblingswohnsitz.

Ms. Malone?

Ihr Schlafzimmer.

Hier sollten Sie alle Einrichtungen und Anmehnlich...

-Annehmlich... -Annehmlichkeiten?

Ja.

Ihr Telefon. Bitte.

Keine Telefone oder Bilder.

-Und wie soll ich die Leute erreichen? -Keine Ablenkungen.

Danke.

"An Ms. Seville, England, St. Petersburg, 11. Dezember, 17.

Du wirst hoch erfreut sein, dass kein Unheil über meinem Vorhaben,

welches du anfangs mit solch düsteren Vorahnungen betrachtet hast,

hereingebrochen ist. Ich bin gestern hier angekommen.

Und nun muss ich meine gute Schwester von meinem Wohlergehen überzeugen.

Und von meiner wachsenden Zuversicht, dass mein Vorhaben gelingen wird.

Ich bin bereits weit nördlich von London.

Und während ich durch die Straßen St. Petersburgs gehe,

spüre ich einen kalten, nördlichen Regen auf meinen Wangen...

...der meine Nerven kitzelt und mich mit Freude erfüllt.

Verstehst du dieses Gefühl?

Diese Brise, welche aus den Gebieten stammt,

in deren Richtung ich mich bewege,

gibt mir einen Vorgeschmack auf dieses eisige Klima."

"Bezaubernd. Eine fesselnde Tour de Force.

Brutal und göttlich.

Caleb Conrad nimmt seinen Platz auf dem Thron als neuer König des Makabren ein."

Deins?

Das war in meinem Zimmer.

Es lag auf meinem Schreibtisch.

-Sind Sie... -Hast du deine Arbeit hier?

Nein. Ich meine, das sollte ich doch nicht.

Und tust du immer, was man dir sagt?

Ich bin Caleb.

Und du heißt?

-Avery. -Ganz sicher?

Ja. Ich meine...

Wissen Sie, ich hatte keine Ahnung, dass Sie es sind...

Weil Sie ihr Gesicht niemals zeigen, da wusste ich nicht, ob...

Aber Sie sind es. Sie sind Caleb Conrad.

Ja, der bin ich in der Tat.

Die Menschen wollen sehen, wer hinter den Büchern steckt.

Heutzutage könnte man fast glauben, das Leben des Künstlers

sei wichtiger als seine eigentlichen Werke.

Aber bedeutet Ihnen Ihr Leben denn nicht mehr als Ihre Bücher?

Würdest du das Gemälde der Mona Lisa als Meisterwerk betrachten,

wenn Da Vinci ein Dieb gewesen wäre?

Was, wenn Shakespeare ein Mörder wäre? Was würdest du dann von Hamlet halten?

Künstler sind doch langweilig.

Ja, sehr langweilig, deswegen erschaffen sie Dinge.

Wo sie leben, wen sie lieben, ihre Familien,

das ist unwichtig. Entscheidend ist ihre Arbeit.

Ob sie denn nun interessant sind oder nicht.

Nun ja, ich finde Sie interessant.

Nein, du findest meine Arbeit interessant.

Aber als Mensch könnte ich jemand völlig anderes sein.

-Woher solltest du's wissen? -Nein, das wüsste ich schon.

Okay, dann sagen wir einfach, meine Arbeit ist das Interessanteste an mir.

Dann weiß ich wohl schon alles Interessante über Sie.

Dann wollen wir sehen, ob dich das hier interessiert.

Ein Spiel. Zwei Spieler.

Für unser Buch.

Welches meiner Bücher gefällt dir denn am meisten?

"Virgin Red".

-Abgesehen davon. -"At Midnight", denke ich.

Beide in meinen Zwanzigern geschrieben.

Ich möchte keine Fiktion mehr schreiben.

Es steckt leider kein letzter außerordentlicher Roman mehr in mir.

Ich will etwas Echtes: Ehrlichkeit.

Die zielbewusste Offenbarung und zwar purster Empfindung.

Dieses Spiel ist ein kontrolliertes Experiment und zwar in Angst.

Wieso Angst?

Worüber kann denn ein Horror-Autor sonst schreiben?

Es wird mir ermöglichen, wahre Angst zu erforschen.

Diese zu dokumentieren und zu kontrollieren. Zu verstehen.

Also soll ich Ihr Versuchskaninchen werden?

Nicht ohne dein Einverständnis.

Dieses Experiment...

...wird Ihnen dabei helfen, wieder zu schreiben?

Normale Romane?

Ich weiß nur, dass Angst für uns Horror-Autoren

das Gleiche ist wie Zucker für Süßigkeiten.

Sie ist eine wesentliche Zutat, ein Mittel zum Zweck.

Dieser Vertrag, das ist bloß eine Formalität.

Er legt dar, dass du im unwahrscheinlichen Falle,

dass dir etwas zustoßen sollte, dafür haftest.

Das ist eigentlich eher zu meinem eigenen Schutz.

Ich kann ziemlich unberechenbar sein.

Ja, damit rechne ich.

Womit rechnen Sie noch?

Und was, wenn es ein langweiliges Buch wird?

Ein Schicksal, schlimmer als der Tod.

Ich brauche einen zweiten Autor.

Ich brauche dich.

Vielleicht sollte ich doch jemand anderes finden.

Wenn Zucker das ist, was Sie brauchen, bin ich Ihr Willy Wonka.

Okay, dann würde ich sagen, ist das jetzt hier dein goldenes Ticket.

In den nächsten Tagen werden wir eine eindringliche Analyse

deiner Persönlichkeit durchführen. Deiner Ängste und deiner Wünsche.

Das wird eine Weile dauern.

Aber sobald das vorbei ist, schreiben wir.

Wir werden eine Geschichte schreiben,

die auf dein Profil passt, untersuchen, wie du tickst.

Ich kann nicht versprechen, dass es angenehm wird,

aber wenn wir es richtig machen, werden wir einen Berg voll...

Avery, verängstige dich selbst, dann verängstigst du die Welt!

Auf dass du immer schreibst. Beste Grüße Caleb Conrad

Ich bin dein Willy Wonka.

Caleb?

Caleb?

Okay, gut.

-Wie geht's dir? -Gut, ja.

Kriegt jeder so einfach einen Lügendetektor?

-Bist du weiblich? -Was? Ja.

Wenn meine Fragen dir willkürlich oder persönlich vorkommen,

so ist das meine Absicht.

-Dein Lieblingsbuch ist "Virgin Red"? -Ja.

-Und bist du Jungfrau? -Ja. Nein...

-Langsam. -Das bin ich nicht, nein.

Atme tief durch.

Die Maschine hat registriert, dass ich dich überrascht habe.

Deine Eltern, standet ihr euch nah?

-Mein Vater hat uns verlassen... -Mit 'Ja' oder 'Nein' antworten, bitte.

Nein.

Hast du je einen Mord begangen?

Ja.

Gut.

Hält Angst dich davon ab, deine Träume zu verfolgen?

Ja.

Hast du jemals an Symptomen von Depression gelitten?

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