Ludwig

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Ludwig II (2 DVDs, 5 episodes, merged to a single SRT)
A Commentary by Cedesse
Merged version of the 2 DVD ArtHaus release into a single SRT file. Subtitles extracted and transcoded from the German retail version.

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Published on: 2018-03-30
Downloads: 23
Hearing Impaired: No

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The first 200 lines.

ERSTER TEIL

Ja, Vater, ich höre Sie.

Also, lass dich nicht vom Stolz verführen,

sondern fürchte vielmehr die Ehre!

Von jetzt an wird der Pfad zum Seelenheil viel dorniger für dich.

Ja, Pater.

Lerne, demütig zu sein.

Demut ist das Höchste, was ich dir wünschen kann.

Höre auf andere, auf die weisen und erfahrenen Männer um dich.

Folge ihrem Rat.

Denke immer daran:

Ein wirklich großer Mann übt sich in Bescheidenheit.

Und gibt nichts auf Ruhm und Ehre.

Ja, Pater.

Sie kennen die Qual, mit der ich diesem Tag entgegensah.

Aber nun ist es vorbei. Jetzt bin ich ruhig.

Ich weiß nun, wie ich meine Macht gebrauche.

Es kommt mir so einfach...

so schön vor. Ich kann bedeutende Männer an den Hof holen,

große Geister und Künstler.

Ich kann bescheiden ihre Hilfe erbitten.

Und sie errichten die Monumente meiner Herrschaft,

wie es bei den großen Herrschern der Antike geschah.

Und so werde ich ein besserer Mensch.

Mit Gottes Hilfe, habe Ehrfurcht vor Gott...

und diene dem Herrn.

Und nun, bist du bereit, deine Sünden zu bereuen?

0 Herr, vergib mir meine Sünden...

Es ist leider meine Pflicht, auch wenn es mir schwer fällt,

gemeinsam mit Ihnen die schwierige und schmerzhafte Frage zu erörtern,

ob unseres Erachtens nach unser Staatsoberhaupt...

noch in der Lage ist... unser unglückliches, armes, verachtetes,

verspottetes und geplagtes Bayern zu regieren.

Ohne das unerschütterliche Vertrauen seines Volkes zu verraten.

Es fällt mir so schwer,

weil ich einer der letzten bin,

einer der wenigen Minister, die ohne Unterbrechungen in ihrem Amt blieben,

seit jenem fernen Tage im Jahre 1864.

Seit dem Tage,

als wir uns alle voller Hoffnung und Erwartung versammelten,

um unserem jungen Prinzen zu applaudieren,

der gekrönt wurde und die Herrschaft über das Land übernahm.

Der Schatzmeister.

Und jetzt die Botschafter.

Seine Exzellenz, der Botschafter Preußens.

Sie entschuldigen, Hoheit.

In Namen des Vaters...

Im Namen des Vaters...

Seine Majestät ist fast fertig. - Sehr gut.

Noch einen Moment.

Danke.

Majestät, der König möchte Sie sehen.

Danke.

Champagner!

Fortfahren.

Erinnern Sie sich noch an unser Erstaunen, verehrte Kollegen,

als Ihre Majestät zum ersten Mal das Kabinett berief und verkündete,

nur eine Maßnahme habe absoluten Vorrang vor allem anderen:

Und zwar umgehend Meister Wagner zu finden...

um ihn davon zu überzeugen, sich in unserem Land niederzulassen.

Was ist das?

Die Berichte der Polizeibeamten, die Herrn Wagner suchen, Majestät.

Was hat die Polizei damit zu tun?

Ich bin kein Detektiv, Majestät. Herr Wagner ist nirgends zu finden.

Nicht in München, nicht in Wien und nicht in Neuchâtel.

Auch wenn er dort war, jedenfalls bis zur Ankunft unserer Agenten.

Wie der Bericht Nr.. 4 zeigt, ist er unterwegs nach Stuttgart.

Es fehlt nur noch die Bestätigung. - Wessen Bestätigung?

Die eines weiteren Polizisten? Ich hatte mich doch klar ausgedrückt.

Ich will Wagner nicht verhaften.

Im Gegenteil, ich bitte um die Ehre seines Besuches.

Ein so großer Dichter und Komponist wie Richard Wagner...

ist für uns von unschätzbarem Wert.

Man schickt doch nicht die Polizei, um meine Einladung zu überbringen.

Er ist sicher und mit Recht verärgert, deshalb entzieht er sich.

Wenn meine Informationen stimmen, fürchtet Wagner nicht unsere Polizei,

sondern seine Gläubiger.

Unsinn!

Wenn Wagner in Stuttgart ist, bringe ich ihm meine Einladung persönlich!

Darf ich daran erinnern, dass der Premierminister dringend empfiehlt,

nach Bad Ischl zu fahren.

Nicht nur der Kaiser und die Kaiserin von Österreich weilen dort,

sondern ebenso der Kronprinz von Italien und Preußen, die Zarewna...

Versteht der Premierminister nicht, dass unsere Freundschaft mit Wagner

weitaus wichtiger ist als der Kontakt mit all den Fürsten in Bad Ischl?

Ich fürchte, das versteht er nicht.

Dann bringen Sie's ihm bei.

Ich bleibe hier, bis Wagner gefunden ist!

Dann nehme ich das selbst in die Hand.

Es ist nur eine Geldfrage, bestimmt.

Wir dürfen keine Fehler mehr machen.

Wagner bekommt einen Brief von mir und ein Geschenk.

Ich hätte mich deutlicher ausdrücken sollen, Majestät,

Ich stimme Ihnen zu, ein Geschenk ist erforderlich.

Was den Besuch Eurer Majestät in Bad Ischl betrifft...

Wir haben uns lange nicht gesehen, mon cousin.

Manchmal zweifle ich an meiner Zukunft als Kaiserin.

Deshalb versuche ich mich als Zirkusreiterin.

Du hast dich sehr verändert.

Ma cousine.

Mon cousin. Wie lange ist es her, dass wir uns sahen?

5 Jahre.

Nein, mehr. 5 Jahre und 6 Monate.

Welch erstaunliches Gedächtnis!

Danke, bis morgen.

Ich bedaure, dass ich deiner Krönung nicht beiwohnen konnte, aber...

Warum eigentlich?

Es hieß, du seist krank.

Das stimmte nicht, ich wollte kommen,

aber als ich an die versammelte Verwandtschaft dachte...

So ging es mir heute Abend auch. - Wirklich?

Ich wollte zum Diner, als ich erfuhr, wo du warst.

Wer hat's dir gesagt?

Mein Generaladjutant, er weiß immer alles.

Er wusste, dass du heute nicht zum Diner kommen würdest,

wieder unter dem Vorwand, krank zu sein.

Er wusste auch, wo du warst.

Und so... kam ich hierher, um dich zu suchen.

Und gabst vor, krank zu sein, wie ich, nehme ich an.

Doch. Du hast dich verändert.

Du bist viel schöner. Europas schönster König!

Aber das ist kein großes Kompliment.

Wolltest du mir nachspionieren oder mich begrüßen?

Ich weiß nicht... beides.

Außerdem komme ich so um das Diner herum.

Ich bin die offiziellen Auftritte noch nicht gewöhnt, ich fliehe manchmal.

Aber du auch. - Ja, gewiss, ich fliehe auch.

Jedesmal, wenn ich will. Doch immer vor aller Augen!

Aber es stimmt. Du wirst mir immer ähnlicher.

Meinst du nicht?

Ich weiß nicht. Auch wenn es mich freuen würde.

Und dich? - Warum nicht.

Mich auch.

Gehen Sie ruhig ins Hotel, Gräfin Ferenczy.

Ich habe Begleitung, danke. - Gut, Hoheit.

Aber ich möchte noch nicht heimfahren. -Wie du willst.

Ich lasse mich von dir entführen. - Gewiss.

Eine Veränderung, welcher Art auch immer, ist eine Täuschung.

Neue Orte, neue Gesichter, neue Lebensgewohnheiten...

Das war viel für eine Frau wie mich, die ich von Natur aus neugierig bin.

Ich sehnte mich nicht einmal nach meiner Familie, anfangs.

Es gab so viel zu tun... einen Ehemann zu lieben...

bis mir klar wurde, dass er mit meiner Liebe nichts anzufangen wusste.

Und schon eine neue suchte.

Eine Schwiegermutter zu gewinnen,

bis ich erkannte, dass diese Frau hassenswert war.

Die mir sogar meine Kinder wegnahm. Meine Kinder...

Sie gab sie in die Hände von Erziehern, Generälen und Priestern.

So wurden auch sie mir fremd.

Irgendwann merkte ich,

dass mein "Zuhause" in Wirklichkeit ein düsterer, unheimlicher Palast war.

Darin eingesperrt hatte ich 10 Jahre ausgehalten? Entsetzlich!

Ich fühlte mich wie ein Schmetterling,

der vom Licht angezogen in ein Haus fliegt und darin gefangen bleibt.

Ich erwachte wie aus einem langen Schlaf, ich wurde krank vor Trauer.

Bis ich eines Tages floh.

Madeira... Korfu... Griechenland...

Italien... Italien...

"Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?"

Ich kann mich nur schützen, wenn ich davonlaufe.

Man nennt mich exzentrisch, aber so nannte man mich schon früher,

als sie merkten, dass ich die Hofburg hasse,

dass ich keinen Ehemann will, der immer fort ist

und nur an Kriege denkt!

Was ich auch tue, ich werde immer kritisiert.

Warum soll ich nicht tun, was ich will?

Man spricht nur mit größter Bewunderung von dir.

Ja.

Wenn ich die Verwundeten im Lazarett besuche, klatschen und weinen sie.

Für offizielle Besuche eigne ich mich vortrefflich,

schön sein und faszinieren. Was man auch von dir erwartet.

Wen willst du bezaubern? Den Zaren?

Ich höre, du sollst seine Tochter heiraten.

Das habe ich auch gehört.

Aber ich möchte noch nicht heiraten.

Ich bin erst 19. - Ich war 16 bei der Heirat.

Und nun sagt man, ich sei zu jung gewesen und langweile mich deshalb.

Man sagt, ich hätte viele Liebhaber, sogar unter meinen Reitknechten.

Was denkst du? Ist es wahr?

Jeder Mann muss sich in dich verlieben.

Sehr nett, aber keine Antwort! Ist es wahr oder nicht?

Ich hab's noch nie gehört.

Du willst nicht antworten.

Gut. Ich stelle dir eine andere Frage.

Was man über dich erzählt, stimmt das? - Was erzählt man denn?

Dass du noch nie eine Frau hattest.

Ich bin Katholik.

Ist das der Grund?

Man sagt, du wärst so gern allein und verachtest die Menschen.

Du würdest häufig nachts ausreiten, man nennt dich den Mondanbeter.

Ich tue dasselbe. Nur halte ich mich nicht für Siegfried.

Ich habe nie gedacht, ich sei Siegfried.

Bis heute Nacht nicht.

Weißt du, nur einmal fürchtet Siegfried sich.

Als er zum ersten Mal einer Frau begegnet.

Danke. Meine Herren!

Ma cousine?

Sie ist nichts Besonderes.

Wer?

Die Zarewna.

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