The first 159 lines.
Ich habe beschlossen, mein Elternhaus aufzusuchen,
um meinen Eltern gegenüberzutreten und die Wahrheit zu erfahren.
Wir haben etwas Wichtiges mit Baron Chadelin zu besprechen!
Öffne das Tor! Wenn nicht, kann ich für nichts garantieren!
Was nicht geht, geht nicht! Haut endlich ab!
Moment, hab ich dich nicht schon mal …?
Das bildest du dir nur ein!
Jetzt öffne endlich das Tor!
Marie, du bist dir ganz sicher?
Vergiss es!
Mach auf!
Ja. Haltet euch nicht zurück.
Nein! Ihr kommt hier nicht rein!
In Ordnung.
Aufmachen!
Wenn sie uns nicht reinlassen, brechen wir eben mit Gewalt durch.
Hast du Bohnen in den Ohren?!
Langsam reicht es!
Ab durch die Mitte, Äpfelchen!
Was soll das denn für ein Name sein?!
I-Ich habe sie ja gewarnt …
Folge 12 „Zeit für die Abrechnung“
Mio!
Jawohl!
W-Was machst du da?!
Aufhören! Lass mich los!
I-Ist sie wirklich nur eine Kammerzofe?
Da er sich gewehrt hat, musste ich ihn fesseln.
Was soll das?! Was habt ihr vor?!
Ich wollte persönlich mit Euch sprechen, Baron Chadelin.
Nein, Schwiegervater.
Ich habe Frau Chadelin und ihren Sohn hergebracht.
Es ist lange her, …
Vater, Mutter.
Marie?!
Cedric!
Offenbar hat dich niemand aus deiner Familie erkannt.
Als du in der Werkstatt warst, hast du mich auch für einen Jungen gehalten.
Stimmt, jetzt, wo du es sagst.
Aber wieso hast du dich heute verkleidet?
Auch ich muss mich mit eigenen Augen davon überzeugen.
Damit ich meine Fehler nicht wiederhole.
Marie! Was soll das hier werden?!
Wir sind persönlich gekommen, um deine Antwort auf
unsere Einladung zur Verlobungsfeier zu hören.
Bitte gib unserer Liebe deinen Segen.
Wenn Ihr Zweifel an unseren Gefühlen habt, lest bitte das hier.
Ich habe hier im Detail beschrieben, wie sehr ich Marie liebe.
Kyros …
Ist der Typ noch ganz richtig im Kopf?
Nein, bei ihm ist Hopfen und Malz verloren.
U-Unterhalten wir uns doch in aller Ruhe im Salon.
Was passiert denn jetzt mit Vater und Mutter?
Keine Sorge. Es wird alles gut.
Vertrau deinen Schwestern, ja?
Meinen Schwestern?
Ah! Ähm … Jedenfalls wird alles gut ausgehen. Okay?
Ist gut.
Anastasias Verkleidung ist nicht aufgeflogen, oder?
F-Fehlt Euch etwas?
E-Es geht schon …
Ich bin nur so überrumpelt, dass mir ein wenig …
Was will dieser Diener hier?!
Dieses unglückselige rote Haar! Genau wie Maries verfluchtes Haar!
Gnädige Dame, das ist ein veralteter Aberglaube.
Das ist kein Aberglaube!
Sasha und Anastasia sind nur wegen Marie gestorben!
Warum ist Marie als Einzige …
Sasha und Anastasia hätten es
viel mehr verdient, wie Prinzessinnen gekleidet zu sein!
Mutter, dein Haar …
Lass mich! Kümmere dich nicht um mich!
Was erlaubst du dir?!
Da merkt man, dass du von Wilden abstammst!
Ich habe nichts mit euch zu bereden!
Verschwindet!
Bitte drück dich nicht davor, Vater.
I-Ich, mich drücken?!
Was glaubst du, mit wem du sprichst?!
Ich bin der Lehnsherr und dein Vater!
Lehnsherr? Vater?
Dass ich nicht lache.
Wie bitte?! Du verdammter …
Baron Chadelin, hiermit entziehe ich Euch Eure Befugnisse als Lehnsherr.
Ihr sprecht kein Fralienisch, was die Verwaltungssprache ist, nicht wahr?
W-Wie kommt ihr darauf?! Ich mag Fremdsprachen nur nicht!
Dann sagt etwas auf Fralienisch!
Etwas Einfaches ist ausreichend.
N-Nun ja …
Wir wissen bereits, dass Ihr die Aufgaben des Lehnsherrn nach Sasha Chadelins Tod
von Eurer Tochter Marie erledigen ließt, ohne sie offiziell anzumelden.
Gregor Chadelin,
ich kann Euch die Leben unserer geschätzten Bürger nicht anvertrauen.
Für das Vernachlässigen Eurer Aufgaben als Lehnsherr und die Vertuschung dessen …
werdet Ihr geradestehen.
W-Werde ich … jetzt alles verlieren …?
Nein.
Es gibt eine Möglichkeit, den Baronentitel zu behalten.
Die tatsächliche Verwaltung wird das Haus Granad übernehmen,
aber der Titel des Lehnsherrn und das Anwesen bleiben dir erhalten.
Du bekommst Hilfe von kompetentem Personal.
Allerdings nur unter einer Bedingung.
Was für eine … Bedingung …?
Entschuldige dich bei mir.
Wa…?!
Ihr habt Eure Tochter degradiert und
ihr Selbstvertrauen zerstört, um sie an Euch zu binden.
Wenn Ihr Euch für Eure vielen Missetaten entschuldigt und uns um Hilfe bittet,
verspreche ich, Euch zu unterstützen.
Das haben wir mit allen Anwesenden gemeinsam entschieden.
Vater, sag mir, wie deine Antwort lautet!
Warum hast du alles auf mich abgewälzt, ohne die formellen Schritte einzuhalten?
H-Halt den Rand!
Eine missratene Tochter hat ihren Eltern zu gehorchen!
Ihr empfindet kein Fünkchen Dankbarkeit für Marie
und springt selbst jetzt so mit ihr um …
Von Adligem zu Adligem möchte ich Euch sagen:
Die Fähigkeit, sich zu entschuldigen, um Hilfe zu bitten und Danke zu sagen,
ist für einen Lehnsherrn unentbehrlich.
Ihr könnt andere um Unterstützung bitten, wenn Ihr etwas nicht selbst schafft.
Wenn Ihr Eure Dankbarkeit zeigt, ist das weder eine Schmach noch ein Verbrechen.
Das wahre Verbrechen ist
die Überheblichkeit, zu glauben, man dürfe die Wahrheit verdrehen
und andere herabwürdigen, um seinen eigenen Stolz zu schützen.
Hat Baronin Sasha nicht erwartet,
dass Ihr als Lehnsherr über Euch hinauswachst?
Schweig!
Was weißt du denn schon?!
Meine Mutter … Meine Mutter
hätte niemals irgendetwas von mir erwartet!
Jetzt verstehe ich …
Ihr habt Euch nach der Anerkennung Eurer Mutter gesehnt?
I-Ich … Ich …
Das reicht jetzt!
Macht es dich glücklich, deine Familie zu zerstören?!
Wie unglücklich müssen wir werden, bis du zufrieden bist?!
Mit deinem roten Haar stürzt du alle ins Elend!
So war es bei Sasha und auch bei meiner süßen Anastasia!
Du hast sie umgebracht!
Jetzt hör mal …
Tut mir leid, aber ich bin nicht tot.
Anastasia?!
Häng Marie bitte nicht einfach so ein Verbrechen an!
Davon abgesehen … Du siehst wirklich nichts anderes als mein blondes Haar, was?
Du bist zurück, meine entzückende Anastasia!
Ah, dein blondes Haar ist so schön!
Du siehst wie eine Prinzessin aus!
Hör auf damit …
Lass mich los!
Ich war nie „deine Anastasia“!
Mutter … Ich hatte also recht …
H-Haar … mein Haar …
D-Du hast rotes Haar …?
Wie es aussieht, wusste der Herr Baron Bescheid.
Sie hat Marie herabgewürdigt, obwohl sie die gleiche Haarfarbe hat …?
Marie kann gar nicht glücklich werden!
Sie hat das gleiche rote Haar wie ich!
Anders als Sasha und Anastasia!
Endlich verstehe ich es, Mutter. Du wolltest daran glauben, nicht wahr?
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