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Das ist die Via Appia,
der berühmteste Weg, der nach Rom führt,
so wie alle Wege nach Rom führen.
Auf diesem Weg marschierten seine siegreichen Legionen.
Das kaiserliche Rom ist das Zentrum des Reiches,
des unbestrittenen Herrn der Welt.
Aber so viel Macht geht unvermeidlich mit Korruption einher.
Keiner ist seines Lebens sicher.
Der Einzelne ist dem Staat ausgeliefert.
Mord herrscht anstelle von Gerechtigkeit.
Die Herrscher eroberter Nationen schicken die hilflosen Untertanen in die Knechtschaft.
Egal, ob hoch oder niedrig, sie werden römische Sklaven,
Geiseln Roms.
Es gibt kein Entkommen vor Peitsche und Schwert.
Dass eine Macht auf Erden das Fundament dieser Pyramide
aus Macht und Korruption,
aus menschlichem Elend und Sklaverei erschüttern könnte, scheint unvorstellbar.
Aber 30 Jahre vor dieser Zeit geschah ein Wunder.
An einem römischen Kreuz in Judäa starb ein Mann, um die Menschheit zu befreien
und das Evangelium der Liebe und der Erlösung zu verkünden.
Bald schon wird dieses einfache Kreuz die stolzen Adler ersetzen,
die nun die Spitze der siegreichen römischen Standarten bilden.
Dies ist die Geschichte dieses denkwürdigen Kampfes.
Jetzt, im Frühsommer des Jahres 64 n.Chr.,
während der Herrschaft des Antichristen, den die Annalen Kaiser Nero nennen,
befindet sich die siegreiche 14. Legion auf dem Weg zurück nach Rom,
unter dem Kommando eines gewissen Marcus Vinicius.
Vom Gipfel des Hügels aus sehen wir Rom.
Ja, da steht es. Rom.
3 Jahre sind eine lange Zeit, was, Fabius?
Ja, Marcus, eine lange Zeit.
Drusilla und die Kinder. Heute Nacht schlafe ich zu Hause.
Ein Familienmensch bis zum bitteren Ende.
Ich freue mich auf etwas anderes als den Schlaf.
Wir bekommen offenbar eine Eskorte.
Das ist auch das Mindeste.
Heil, im Namen des göttlichen Nero, des höchsten Kaisers und obersten Richters.
Heil.
Hauptmann Flavius von der Prätorianergarde grüßt dich.
Der Ruhm deiner glänzenden Siege eilte dir nach Rom voraus.
Wir freuen uns auf Rom. Geleite uns hin.
Bedaure, Kommandant, ich habe Befehle.
Kaiserliche Befehle.
Beim Leib des...
Schöne Begrüßung nach 3 Jahren Feldzug.
Wir sollen Halt machen und lagern, bis man uns hineinruft.
Wozu? Wie lange warten?
Ich kenne nur die Befehle.
Rom liebt seine tapferen Soldaten.
Gib dem Mann 10 Peitschenhiebe.
Vortreten!
Und doppelt so viele für jede weitere Beschwerde.
Schlagt das Lager hier auf. Aus dem Weg.
- Wohin, Marcus? - Zum Palast, wohin sonst?
Aus dem Weg!
Kommandant Marcus Vinicius. Ich wünsche eine Audienz beim Kaiser.
Ich melde es sofort, Kommandant.
Kommandant, wenn ich mir erlauben darf,
man erzählt so viel über deine unvergleichlichen Siege.
- Habt ihr die Briten bekämpft mit... - Mit den Därmen.
- Versuch's mal. - , Ja, Kommandant.
Ja, jetzt spielst du es so, wie ich es komponiert habe.
Und nun von vorne.
Oh lodernde Flammen
Oh göttliche Macht
Oh alles verzehrende Kraft, Heil dir
Allesverzehrende.
Allmächtige.
Allm... Ja.
Oh allmächtige Kraft, Heil dir
Seneca, findest du allmächtige nicht besser?
Weit besser, Göttlicher.
Deine Stimme klingt wenig überzeugend.
Du störst mich.
Petronius, du bist mein Schiedsrichter der Eleganz.
Ich finde allmächtig äußerst schwach, Göttlicher.
Kindisch.
Kindisch? Schwach?
Allesverzehrende enthält deine reine, kreative Bildlichkeit.
Es ist lebendig und verständlich.
Ein Genie, Göttlicher, sollte beim ersten Gedanken bleiben,
egal zu welchem Thema.
Petronius. Lieber Petronius.
Was täte ich ohne dein klares Verständnis von...?
Tollpatschige Kröte!
Leide ich nicht genug an meiner Kreativität, musst du mich in Stücke reißen?
Schafft sie weg.
Oh, wo war ich? Was ist jetzt wieder?
Kommandant Marcus Vinicius. Er wünscht eine sofortige Audienz.
Marcus ist hier?
Vinicius? Wer ist Marcus Vinicius?
Mein Neffe. Er kam soeben mit seinen Legionen aus Britannien.
Ach ja. Er soll eintreten.
Hier scheint eine Missachtung von Befehlen vorzuliegen.
Du hast Vinicius befohlen, vor der Stadt zu lagern.
Das hab ich. Richtig, Tigellinus.
Denkt dein Neffe etwa,
seine Siege geben ihm das Recht, zu missachten, was...?
Wie ich Marcus kenne, Göttlicher, kam er sicher nicht mit seiner Armee.
Zweifellos ist er hier, um seinem Kaiser und Gott
persönlich zu huldigen und ihn zu ehren.
Oh ja. Ja, natürlich.
Ich fürchte, natürliche Demut blendet mich häufig.
Ja.
Heil Nero, Kaiser.
Kommandant, Heil. Tritt näher.
Dein stolzer Onkel hat mir das Ungestüm deiner Hingabe an mich erläutert.
Es ist eine Freude, meine Kommandanten so zu inspirieren.
Meine Treue und mein Leben, auf immer, Cäsar.
Meine Männer waren lange fort.
Sie kämpften und starben für ihren Kaiser.
Sie nahmen wochenlange Gewaltmärsche gern in Kauf.
Sie freuen sich auf ihre Familien, auf ihre Frauen.
Wie du gesagt hast, Petronius.
Diese Treue, diese Hingabe.
Meine Männer von ihrem Zuhause fernzuhalten,
das ist eine Frage der Moral.
Hast du nicht erklärt, was...?
Der gute Tigellinus vergaß wohl, den Befehl zu begründen.
- Eine Nachlässigkeit... - Kaiserliche Befehle nennen keine Gründe.
Oh, Tigellinus, wie rüpelhaft.
Wie undankbar.
Wir wünschen, dass ihr wartet, bis die Legionen
aus Afrika und Asien ankommen, was eine Frage von Stunden sein dürfte.
Morgen zieht ihr im Triumph in Rom ein.
Die Menschen brauchen mehr und mehr Ablenkung in diesen...
Oder sollen wir lieber sagen, das dies auch eine Frage der Moral ist?
Sie fordern ein Spektakel.
Den Anblick von Helden. Sieh es mir nach, Kommandant.
- Jetzt begreife ich, Kaiser. - Göttlicher, dürfen wir uns zurückziehen?
Wir haben viel zu bereden.
Natürlich.
Ich erwarte dich beim Festmahl nach dem Triumphzug, Vinicius.
Wir werden versuchen, es unterhaltsam zu gestalten.
Welch besondere Ehre, Kaiser.
Also, noch mal.
Fehlen keine Arme? Oder Beine?
Nein. Ich steckte nur einen kräftigen Hieb in die Seite ein.
- Dir scheint es gut zu gehen, Onkel. - Ach, unverwüstlich.
Bleibst du eine Weile bei mir, bevor du zu deinen Gütern auf Sizilien eilst?
Ich gedenke, mich einen Monat lang in Rom auszuruhen.
So weit ich weiß, geht das in deinem Haus am besten.
Marcus, ich habe kürzlich ganz entzückende neue Sklavinnen erstanden.
Eine ist aus Spanien. Eine Haut wie Creme.
Haare so schwarz wie ein junger Rabe. Sie gehört dir.
- Vielleicht bleibe ich 2 Monate. - Hm.
Für heute Abend bleibst du im Landhaus von Plautius.
In der Nähe deines Lagers.
Aulus Plautius, der alte General im Ruhestand?
Düstere Aussichten.
Ja, seine Frau ist auch nichtjung und zudem tugendhaft.
Aber besser als ein Zelt.
Beim Leib des Bacchus, das muss ich mir seit Mittag anhören.
Er scheint gut bei Stimme zu sein.
Ist es wahr, was ich hörte, als ich fort war, er hat die Frau und die Mutter ermordet?
Mein lieber Junge, du wirst die Diplomatensprache lernen müssen.
Sagen wir lieber, die arme Agrippina und Octavia wurden entfernt,
zum Wohle des Reiches.
Die neue Frau, Poppäa, scheint interessant zu sein.
Eine Dirne als Kaiserin.
Mein lieber Kommandant, was für eine vulgäre Bemerkung.
Wenn eine Frau einen Gott ehelicht, hat sie keine Vergangenheit.
Tja, er ist unser Kaiser.
Manche im Senat sind unzufrieden mit ihm.
Sie möchten Nero durch General Galba ersetzen.
Ich verstehe nichts von Politik.
Aber wenn genug Geld für die Armee da ist,
wird Rom ewig stehen, da bin ich sicher.
Sei mir willkommen, Marcus Vinicius.
Sei gegrüßt, General.
Wir marschierten auf deinen famosen Straßen in Britannien und Gallien.
Meine Frau, die ehrenwerte Pomponia.
Es ehrt unser Haus, dich zum Gast zu haben.
Mein Tribun, Fabius Nerva.
Die jungen Männer werden sich waschen und umziehen wollen.
Das Bad ist angerichtet. Zeigst du es ihnen, Liebster?
Hier lang, Kommandant.
Wir essen zur neunten Stunde.
Erwartest du heute Abend weitere Gäste, General?
Ich hoffe, wir stören kein Festgemahl.
Oh nein. Wir leben hier sehr zurückgezogen.
"Oh nein. Wir leben hier sehr zurückgezogen."
Wir verwandeln uns hier in süß duftende Blumen,
- um dann im Heufeld zu blühen. - Ha-ha.
Im letzten Brief schrieb Drusilla,
dass mein Ältester jetzt fast so groß ist wie sie.
Als ich ging, trug ich ihn auf den Schultern.
Die kleine spanische Sklavin, von der Petronius erzählte,
die darf auf meinen sitzen.
Apropos Dinge, die wachsen, sieh dir mal den an.
Für euer Bad.
Stell dich gerade hin, Bursche.
Beim Leib des... Was für ein Anblick.
Wie steht's jetzt in der Arena? Ist Croton noch der Beste?
Ich weiß nicht.
Lässt dich General Plautius nicht zum Gladiator ausbilden?
Da könnte er deine Sandalen mit Gold füllen.
Ich kämpfe nicht.
Du kämpfst nicht?
Warum? Auch mit angebundenem Arm erledigst du 50 Nubier in der Stunde.
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