The first 200 lines.
Livan Hernandez war ein einfaches 13-jähriges Kind aus Kuba,
das von der World Series träumte.
Und der junge kubanische Überläufer war herausragend, Rich,
seine letzten drei Starts...
Strike und er ist raus! Fünfzehn Strikeouts für Hernandez.
Je mehr Bekanntheit er erlangt,
desto mehr Ärger
-hat sein Halbbruder. -Sein Halbbruder, Orlando,
der im Prinzip ein politischer Gefangener ist...
Aber jetzt ist es Zeit für "El Duque", Orlando Hernandez,
der die Flucht über das Meer überlebt hat...
Er wurde aus dem kubanischen Baseball verbannt.
Sie glaubten, er würde überlaufen,
vor allem, nachdem sein Bruder Livan dies tat.
Keiner wirft aus so vielen Armwinkeln
und hat so viele Pitches, denen andere nachjagen.
"El Duque" kommt mit besetzten Bases raus.
Drei Bälle, zwei Strikes, zwei Outs, lasst eure Motoren aufheulen.
Hört euch die Fans an.
Und da ist ein Strike 3 Pitch von Orlando Hernandez.
Und Strike drei für Livan Hernandez.
Ich habe mich schon als Kind für Baseball interessiert,
seit ich wusste, dass mein Vater Baseballspieler war,
seit ich das erste Mal ins Stadion ging, um meinen Vater zu sehen.
Ab da wusste ich, dass es mein Sport ist.
TEIL 1 DIE SONDERPERIODE
HAVANNA, KUBA
LATINOAMERICANO STADION
Wenn man 1990 zu einem Baseballspiel in Kuba ging,
war man von dem Maß an Talent sehr beeindruckt,
dem Maß an Konkurrenz,
der Qualität ihrer Baseballspieler.
Der Pitch.
Der Ball wurde weit geschlagen. Er fliegt, fliegt... aus!
Es gab sehr viele Spieler
auf Kuba, die anfingen
und direkt Erfolg in den Major Leagues hatten.
Er springt über die zweite Base,
stellt sich auf die Base. Double Play auf der Ersten!
Beeindruckendes Spiel.
Damals war das beste Team die Industriales aus Havanna.
Die Industriales ähnelten den Yankees.
Sie hatten die besten Spieler.
Alle kamen, um sie zu sehen.
Industriales sind die Champions!
Der beste Pitcher der Industriales
und der beste Pitcher des Landes war
dieser Typ, Orlando "El Duque" Hernandez.
Der 1-2 Pitch... Schlug ihn schwungvoll aus!
Den Spitznamen "El Duque"
erbte er von seinem Vater.
Sein Vater war ein Halbprofi-Pitcher in Kuba.
Also wurden die sportlichen Gene weitervererbt.
Er hatte viele verschiedene Armwinkel und Pitches.
Er war faszinierend.
Seine Art zu pitchen, war einfach wunderschön.
Und er wirft ihr raus!
"El Duque" hatte etwas von der alten Schule.
Er trug sein Cap ganz tief.
Seine Hosenbeine waren kurz mit hochsitzenden Strümpfen.
Er hatte den hohen Tritt und er war ein Superstar.
Auf den Straßen wurde er erkannt.
Ein Sprichwort besagt: Kannst du kein Baseball spielen, bist du kein Kubaner.
Baseball ist in meinem Herzen, es ist in meinem Blut.
"El Duque" hatte in der kubanischen Liga einen beeindruckenden Rekord.
Am Ende hatte seine Karriere eine Siegquote von 728
und 126 gewonnene Spiele.
Der Batter lässt den Ball zur Dritten abprallen.
Der Pitcher fängt den Ball mit der bloßen Hand und holt das Out an der Ersten.
Bis heute
besteht dieser Rekord in Kuba.
Als ich ihn das erste Mal traf,
unterstützte ihn die Regierung,
die ihm ein Haus gab.
Er hatte eine Frau, zwei Kinder.
Er spielte in der Nationalmannschaft.
Er war ein Star in seinem Heimatland.
Er hatte ein sehr sicheres Leben.
Ich hatte nicht viel, aber Glück im Überfluss.
Ich wollte nur Baseball spielen.
"EL DUQUE" SPIELTE ZWISCHEN 1988 BIS 1995 FÜR DAS KUBANISCHE NATIONALTEAM.
ZU DER ZEIT WAR DAS TEAM IM INTERNATIONALEN WETTBEWERB UNSCHLAGBAR.
Als ich jünger war, war Baseball das Wichtigste für mich.
Ich ging auf eine reine Sportschule.
Ich spielte gut und reiste bereits mit 10 Jahren nach Mexiko,
um Kuba zu vertreten.
Mein Traum war es, wie mein Bruder Starting Pitcher zu werden.
Und ich wollte der Beste sein.
ISLA DE LA JUVENTUD, KUBA
Livan wuchs auf der Isla de la Juventud auf,
eine Insel neben der Hauptinsel Kuba.
HAVANNA ISLA DE LA JUVENTUD
Livan und "El Duque"
sind Halbbrüder und haben den gleichen Vater.
Beim Aufwachsen waren sie nicht besonders eng.
"El Duque" war zehn Jahre älter.
Wir trafen uns auf der Isla de la Juventud, wo er mit unserem Vater lebte.
Er war fünf Jahre alt und ging schon zur Schule, als wir uns trafen.
Er besuchte mich an meiner Schule.
Die Kinder drehten durch, als sie ihn in den Fluren sahen,
weil er für die Industriales spielte, was das Lieblingsteam von allen war.
Livan und "El Duque"
waren vollkommen gegensätzlich.
"El Duque" war beim Training unglaublich engagiert.
Er war ein ernsthafter Mann.
Livan hatte nie die Disziplin, die sein Bruder hatte.
Er war auch sehr jung.
Ich kann über Livan sagen,
dass er ein unglaublicher Sportler ist.
Livans Pitching-Bewegung war einfach wunderschön.
Er hatte eine Art von Wildheit.
Ihm zuzusehen, war unglaublich.
Ein Chopper nahe der ersten, Out an der zweiten Base.
Der Wurf zur Ersten ist gut. Double play!
Livan spielte für die Isla de la Juventud,
der Insel der Jugend, in den National Series.
Er war einfach ein Naturtalent.
Er hatte tatsächlich ein gutes Gespür für die Strike Zone.
Er war ein sehr leistungsfähiger Pitcher.
Das ist sein neunter Strikeout, um mit einem Höhepunkt zu enden!
Ich war der beste Kandidat in Kuba.
Ich war im kubanischen Junioren-Nationalteam
und wurde dann in die Nationalmannschaft gewählt.
Ich hatte die Möglichkeit, mit meinem Bruder zu spielen.
Er gab mir immer Ratschläge. Sagte, ich solle einen Zahn zulegen
und bestmöglich pitchen.
Es war eine tolle Erfahrung.
Natürlich geschah es in der Sonderperiode
Ende der 1980er
und wirtschaftlich wurde es in Kuba sehr hart,
was sehr deutliche Auswirkungen auf den kubanischen Baseball hatte.
FIDEL CASTRO FÜHRTE 1953 EINEN BEWAFFNETEN AUFSTAND UND
GRÜNDETE EINEN REVOLUTIONÄREN SOZIALISTISCHEN STAAT IN KUBA.
SEIN STÄRKSTER VERBÜNDETER WAR DIE SOWJETUNION,
DIE KUBA WIRTSCHAFTLICH BIS IN DIE FRÜHEN 1990er UNTERSTÜTZTE.
37. JUBILÄUM DER KUBANISCHEN REVOLUTION
HAVANNA 1990
Wer hätte es sich vorstellen können...
FIDEL CASTRO PRÄSIDENT KUBAS 1959-2008
...dass die UdSSR
solche Schwierigkeiten
und Probleme haben würde.
Um 1990 erfuhr Kuba,
dass die Sowjetunion Kuba nicht mehr länger subventionieren würde.
Milliarden Dollar blieben auf der Insel aus.
Das US-Handelsembargo war noch in Kraft.
Als die Sowjetunion also aufhörte, zu bestehen,
bestand auch Kubas Wirtschaft nicht mehr
und es stürzte die Insel in ein Zeitalter
von unglaublicher Entbehrung und Armut.
Zu der Zeit erfand Fidel die Bezeichnung
"Sonderperiode in Friedenszeiten".
Wir sind in einer Sonderperiode in Friedenszeiten.
Wir können hier am 37. Jubiläum nicht zusammenkommen
und sagen, dass alles gut ist.
Wir hatten wirklich schreckliche Nöte.
Das ganze Fleisch verschwand
und auch die Milch.
Die Schlangen an den von der Regierung geführten Läden wurden länger.
Der Verkehr war miserabel.
Es war eine sehr dunkle Zeit.
Baseball wurde genauso getroffen, wie die Sonderperiode
die gesamte Wirtschaft traf. Die Spieler hatten also nichts.
Mein Gehalt als Baseballspieler betrug nur drei kubanische Pesos pro Spiel.
Bei Doubleheaders zahlten sie einem ein Spiel.
Das war schlimm.
Es ist der Wunsch jedes talentierten Spielers in Kuba,
in der Nationalmannschaft zu spielen,
einfach, weil sie ins Ausland reisen konnten.
Diese Spieler bringen Zigarrenboxen mit,
die sie an Fans verkaufen können.
Sie verkaufen oft ihre Ersatztrikots
oder ihre Trainingstrikots.
Wir trafen immer Leute, die uns halfen, uns ein paar Geschenke gaben.
Wir taten es heimlich, weil wir keine Geschenke annehmen durften.
Wir nahmen Seife und Shampoo aus den Hotels mit.
Das war für meine Familie, Seife, Shampoo.
So etwas war in Kuba knapp.
Diese Reisen halfen mir, meine Familie zu unterstützen.
Ich nahm alles, was ich kriegen konnte, um zu überleben.
Es spricht für den Grad der Demütigung,
die in dieser Zeit wirklich bestand.
Es wäre für die Jungs unmöglich gewesen,
sich nicht von dem Gesehenen verführen zu lassen,
was eine viel bequemere Lebensweise war.
JULI 1991
Für einen jungen kubanischen Baseballspieler
ist der Kindheitstraum, in den USA zu pitchen,
plötzlich in greifbarer Nähe.
Am Sonntag pitchte er in Memphis.
Drei Tage später ist der kubanische Baseballstar,
Rene Arocha, nach Miami übergelaufen.
Freunde sagen, dass es Rene Arochas Traum ist, Baseball zu spielen,
Profi-Baseball in Amerika.
Als Rene Arocha überlief und einen Vertrag in der Major League unterschrieb,
öffnete das so ziemlich die Schleusen
und plötzlich versuchten verschiedene Sportagenten,
die Spieler rauszuholen.
Die prominenteste Person,
der berüchtigtste Agent,
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