The first 200 lines.
PARIS, FRANKREICH AM VORABEND DER REVOLUTION
Für jene, die es nicht mitbekommen haben ...
Mein Name ist
Wolfgang Amadeus
Mozart.
Welch reizendes Publikum.
Gibt es Wünsche?
Die 25. Sinfonie.
Nummer 2.
Nummer 4.
Das 5. Violinkonzert.
Das mag ich. Dann das fünfte.
Darf ich mitspielen, Monsieur?
Pardon?
Darf ich mitspielen?
Na schön. Kommt hoch.
Also, wer hat Euch dazu angestiftet?
Ich, Monsieur.
Verzeiht.
Glaubt Ihr, Ihr braucht ...
eine von denen?
Ich hab meine im Laden gelassen.
Im Laden.
Meine Damen und Herren, ich spiele für Sie ...
mit der Hilfe ...
dieses dunklen Fremden.
Ihr kennt das Stück?
Ja, Monsieur.
Blamiert Euch nicht.
Ab dem Allegro.
Zu meiner Kadenz.
Bravo.
Bravo.
Wer zum Teufel ist das?
Willkommen in Paris, Joseph.
Euer Sohn?
Ja.
Und die Mutter?
Und Eure Gemahlin?
Geht Euch nichts an.
Es gibt bessere Orte,
um solche Fehltritte zu verbergen.
Guadeloupe ist weit von Paris entfernt.
Dachtet Ihr, Ihr könnt
Euren Bastard von der Plantage
in die erstbeste Akademie stecken?
Ich kann bezahlen.
Sicher doch.
Es wird wohl kein schöner Ort
für so einen Jungen.
Er ist begabt.
Solche Gaben sollten nicht auf einer Plantage schlummern.
Ich schulde es ihm.
Gaben?
Talente.
Der Junge hat viele, aber ganz besonders eines.
Das fördert Ihr doch hier,
Monsieur La Boëssière?
Nun gut.
Joseph, das ist jetzt dein Zuhause.
Du fühlst dich vielleicht nicht sofort wohl.
Aber du musst herausragen.
Immer herausragen.
Gib niemandem einen Grund, auf dich herabzusehen.
Denk dran ...
Niemand sieht auf einen Franzosen herab.
Du blöder Affe.
Schlag zu.
Ihr konfrontiert Euren schärfsten Gegner, also seid wachsam.
Stoß, Parade, Stoß, Parade.
Sehr gut. Schulter runter.
Wir fordern La Boëssières geschätzten Schüler zum Duell heraus.
Wer also einen Fechtgang wollte, bekommt einen.
Mesdames et messieurs.
Eure Majestäten.
Bürger von Frankreich ...
Unser Land, unsere Heimat
wird bedroht.
Die Bedrohung besteht nicht aus Stahl oder Kanonen. Bedroht wird
die Reinheit unseres Blutes.
Die Reinheit unserer Nation. Und dieser Feind,
Frankreichs Feind,
ist bereits hier.
Der Neger.
Er ist nicht länger nur auf den entfernten Plantagen der Kolonien.
Er hat seinen Weg in unsere Heimat gefunden.
Aber fürchtet euch nicht. Ein Mann bringt uns Hoffnung.
Ein Sohn Frankreichs.
Er ist hier, um die dunkle Pest zu besiegen.
Frankreichs geachteter Meister aus Rouen,
Alexandre Picard.
Was? Was war das?
Damen und Herren,
hört mich an.
Frankreich verändert sich, ja.
Aber die Welt ebenfalls.
Sollen wir zurückbleiben?
Soll unsere Nation dem Wandel trotzen?
Wollen wir Stillstand
und reaktionär handeln,
bis unser Land zu Staub zerfällt?
Seht ...
Frankreichs Zukunft.
Engel und Teufel.
Krieger und Poet.
Ein wahrer Sohn Frankreichs.
Mein bester Freund.
Meister des Degens.
Maestro des Bogens.
Ihr kennt ihn gut.
Joseph Bologne.
Joseph Bologne.
Endlich kann ich persönlich sehen, wie sensationell Ihr seid.
Erfahren im Reiten, mit Sprachen und Poesie.
Ihr spielt Euer Instrument so gut, wie Ihr den Degen schwingt.
Als Direktor des Le Concert d'Amateurs seid Ihr unübertroffen.
Gossec und Leclair preisen Euch. Und Eure Concertos.
Wahrhaftig.
Entzückend.
Und nach diesem beeindruckenden Sieg
habt Ihr Euch als wahrer Franzose bewiesen.
Es ist an der Zeit, Seine Exzellenz zu belohnen.
Ich, Marie Antoinette, Königin von Frankreich,
ernenne Euch, Joseph Bologne, zum
Chevalier de Saint-Georges.
Hat niemand eine glänzende Schärpe?
Feiern wir das.
Ihr.
Nur zu.
EIN JAHR SPÄTER
Eure Majestät.
Gott, hier ist es so langweilig.
La Guimard. Sie wird langsam alt.
Francoeur scheint eben aus dem Grab gestiegen.
Soll ich seinen Puls prüfen?
Ihn mit Weihwasser bespritzen und seine Einladung zurücknehmen?
Stecht mir ins Herz,
damit wir hier schnell wegkommen.
Ich muss den Ort erneuern
oder die Kerle im Musikkomitee gehen mir an den Kragen.
Wer ist das bei ihm?
Christoph Gluck.
Er kommt aus Wien. Er hält ein Konzert für jemanden.
Jemanden ohne Ohren und Geschmack.
Joseph. Wie grausam.
Oh Gott. Es ist vorbei.
Gelobt sei der Herr.
Joseph, hört Ihr das? Man spielt Eure Musik.
Natürlich spielt man sie.
Ich muss sie begrüßen.
La Guimard.
Majestät.
Wunderbar. Einfach wunderbar.
Da ist er ja.
Chevalier.
Wie schön.
So attraktiv.
Hab ich doch gesagt.
Der Chevalier.
Da ist er.
Chevalier.
Guten Abend, Chevalier.
Wie mit allem. Alles erfunden. Wie ich.
Da ist er. Philippe.
Joseph.
Stellst du mich vor?
Komm, das ist Claire ... Nein.
Das ist Claire. Das ... Wie war Euer Name?
-Philomène. -Ich entführe ihn.
Chevalier.
Wunderbare Vorstellung.
Danke.
Es gibt keine bessere Stimme.
Ihr habt recht.
Ich dachte ...
Ihr müsst mich in Pantin besuchen.
Ich hab ein kleines Theater im Haus.
Für Privatvorführungen.
Ich möchte keinen Eurer Verehrer eifersüchtig machen.
Ab und zu ist Eifersucht gut.
Meint Ihr nicht?
Zum Beispiel ...
sind sie alle extrem neidisch ...
auf Euer so großes ...
Talent.
Wir sollten zusammenarbeiten.
Kommt in meine Kutsche und ...
wir proben.
Ihr seid eine wunderbare Sängerin, Guimard.
Ich hoffe auf eine Kollaboration.
Auf professioneller Ebene.
Ihr werdet merken, ich bekomme üblicherweise, was ich will.
Einen schönen Abend.
Wie peinlich.
Pardon?
Ich bin sonst der Mittelpunkt,
aber Ihr habt mich verdrängt.
Ach ja?
Ich fürchte ja.
Und Ihr seid?
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