Jimi Hendrix: Electric Church

Jimi Hendrix: Electric Church

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Jimi Hendrix Electric Church 2015 1080p BluRay x264 DTS-SARTRE
A Commentary by Sartre

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Published on: 2016-04-29
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The first 200 lines.

4. JULI 1970

DAS ATLANTA-POPFESTIVAL

DAS LETZTE GROSSE US-POPFESTIVAL.

500.000 MENSCHEN.

SEIN GRÖSSTES US-PUBLIKUM.

ZWEI MONATE SPÄTER

WAR ER FÜR IMMER GEGANGEN.

DAS FESTIVAL WURDE GEFILMT,

DER FILM ABER NIE VERÖFFENTLICHT.

BIS JETZT.

Jimi Hendrix!

Jimi Hendrix machte jeden Abend zu einem magischen Erlebnis.

Das "Atlanta-Popfestival" hatte die größten Stars.

Ich meine, mehr als "Woodstock."

Es war sagenhaft, größer als "Woodstock".

Drei Tage lang die absolut faszinierende Musik

von den Allman Brothers, B.B. King, Bob Seger, Grand Funk Railroad.

Man wusste nie, was als Nächstes kam.

Dieses Rockfestival-Phänomen war etwas ganz Besonderes.

Ich musste unbedingt Jimi Hendrix haben.

Jemand sollte das Ganze aufzeichnen, es wird riesengroß.

400.000 Menschen, das kann man nicht kontrollieren.

Es war der 4. Juli, und sie sollten die Nationalhymne hören, bei Gott.

Wie er auftrat, wie er Songs schrieb,

wie er auf seiner Gitarre spielte...

Manche Menschen sind größer als ihr Instrument.

Hendrix fällt gewiss unter diese Kategorie.

Seine Art zu spielen kannte keine Grenzen

und wie sein Spiel mich fühlen ließ.

Er ging immer bis an die Grenze.

Er hatte es wirklich drauf, er besaß die Anziehungskraft eines Stars.

Das "Atlanta-Popfestival" 1970 war das letzte der großen Popfestivals.

Ein kleiner Pekannusshain war einer der Orte,

wo er Konzerte geben konnte.

Alles, was ich hörte, war, dass sich die Leute auszogen

und in jedes Flüsschen sprangen.

Wir nahmen es auf, wie es sich ergab.

Der Film lag 30 Jahre lang unentwickelt in meiner Scheune.

Jimi verkörperte eine neue Freiheit.

Dass Jimi sich nicht scheute, anders zu sein,

darin hob er sich von seinen Zeitgenossen ab.

Er war einzigartig.

Kein anderer Musiker seiner Zeit,

BOB MERLIS WARNER BROS. RECORDS - SPRECHER

ob schwarz oder weiß, trat so auf wie er.

Etwas Geheimnisvolles umgab ihn.

Wir wussten nicht, wo er herkam, denn keiner sah so aus.

Jimis Attraktivität beruhte teils darauf, wie er sich anzog

und dass er nicht viele Interviews gab.

Er gab ein paar, doch ohne viel zu sagen, und er wirkte geheimnisvoll

durch die Art, wie er sich gab,

wie er seine Zigaretten rauchte, wie er Gitarre spielte

und wie er sich auf der Bühne bewegte.

Es spielte buchstäblich alles zusammen,

um aus ihm einen einzigartigen Gitarristen zu machen.

Die Art, wie er sich anzog, hatte nicht ihresgleichen

und unterschied sich völlig von der seiner Zeitgenossen.

Blues- und R&B-Musiker

wie Muddy Waters, James Brown, Wilson Pickett und andere,

trugen alle diese schicken, glänzenden Anzüge.

Jimis Look war von ganz eigener Art, so wie er machte es niemand.

Er war mehr als vertraut mit dem, was wir die Norm nennen.

Er hatte mit Little Richard gespielt, mit Wilson Pickett,

den Isley Brothers und so weiter, das Konventionelle war ihm vertraut.

Auf mich wirkte er fast wie ein Filmstar.

Er war sehr reizend. Er war sehr attraktiv, sehr gut aussehend.

Er hatte etwas an sich, ein bestimmtes Auftreten. Man spürte seine Erfahrung.

Endlich kam er durch die Vordertür.

PAU L MCCARTNEY MUSIKER

Ich denke, sein Aufenthalt in England gab ihm das Selbstvertrauen.

Wir haben ihn alle verehrt. Wie sollte er da kein Selbstvertrauen haben?

Wie groß Jimi wurde, ging mir erstmals auf,

ABE JACOB HENDRIX-TOURNEE-BAND

als die Zuschauerzahlen immer mehr zunahmen.

Und am Ende der 68er-Tournee

waren die Säle voll, es gab Stehplätze.

Die Anfangsphase der US-Tournee, mit abendlich zwei Vorstellungen,

in 49 Städten und 52 Tagen, war eine Strapaze in Richtung Burnout.

Erst traten wir im "Fillmore" auf, in kleinen Clubs und kleinen Sälen,

später dann in Stadien.

Und dann ging es so richtig mit den Festivals los,

mit einer Unmenge von Künstlern.

Nur ich war noch dabei, die zwei Roadies, Jerry Stickles und ein Lastwagenfahrer.

Wir hatten einen knapp sechs Meter langen Mietwagen, in dem alles drin war.

Unsere Hendrix-Ausrüstung,

die Instrumente, die Tonanlage, die Gitarren,

das Merchandising, das alles passte in einen 6-m-Wagen, woraus ich schließe,

dass der Grad an Talent in umgekehrtem Verhältnis

zur Zahl der Wagen steht, mit denen man auf Tournee geht.

Wir waren auf die größten Säle der größten Städte aus,

solch eine Nachfrage bestand nach Jimi Hendrix.

LARRY VAUGHN HENDRIX TOURNEE-PROMOTER

Wir brauchten die größten Gebäude.

Ja, Jimi war der große Star. Er war der dicke Fisch.

Er konnte 3100.000 verlangen,

was damals höllisch viel Geld war.

EDDIE KRAMER TONINGENIEUR

Für Jimi war jedes Konzert sowohl etwas "Häusliches" als auch etwas Spirituelles.

Er wollte wohl, dass sich die Leute wie in seinem Wohnzimmer fühlten

oder, wie er später sagte, "in einer Kirche",

und dass die Veranstaltung ein Gemeinschaftserlebnis war.

Und wenn er richtig drin war,

gab es eine faszinierende Wechselwirkung zwischen Publikum und Bühnentrio.

Das war das Aufregende an einem Hendrix-Konzert:

Es war ein Geben und Nehmen zwischen ihm und dem Publikum,

und ich glaube, das Publikum hat das gespürt.

Dass Hendrix auch heute noch die Aura des Geheimnisvollen umgibt,

liegt daran, dass die Glücklichen, die ihn live erlebten,

die bleibende Erfahrung mitnahmen,

als Publikum zugleich Teil des Konzerts zu sein.

Eine stärkere Wechselwirkung

gibt es wohl nicht.

Ich habe von der "elektrischen Kirche" gehört,

die Sie sich als Leitziel setzten.

Haben Sie das bildlich oder poetisch gemeint, oder wollen Sie wirklich...

Offen gestanden, ich weiß es nicht. Es ist einfach ein Glaube, den ich habe.

Wir verwenden Elektrogitarren, und alles ist elektrifiziert heutzutage,

daher geht der Glaube sozusagen "elektrisch" auf die Leute über.

Aber die Musik wird so laut.

Sie wirkt nicht mehr über das Trommelfell,

bei den meisten Gruppen heutzutage.

Sie sagen: "Wir spielen auch laut, weil sie laut spielen."

Das führt zu einem schrillen, harten Klang.

Wir wollen, dass unser Klang in den Menschen das Seelische anspricht

und ihnen vielleicht etwas bewusst werden lässt.

Denn es gibt ja so viele Leute, die schlafen. So kann man es fast nennen.

Wie geht es euch? Geht es euch gut?

- Ja! -Ja, schön. Na dann.

Er war wohl vor allem anderen darauf bedacht,

dass die Leute zusammenkamen und zu einem Teil der Musik wurden.

Sein Konzept der Himmelskirche leitete sich von dem Gedanken ab,

dass, wenn keine Tribüne unter freiem Himmel vorhanden war,

die Leute doch bequem in einem riesigen Zelt sitzen konnten,

fast wie in einem Erweckungszelt.

Ich denke, die Leute sprechen deshalb so intensiv auf Jimi an,

weil er wirklich und wahrhaftig liebte, was er tat.

Und wenn man etwas so sehr liebt

und diese Gabe hat und sie einsetzt, dann bewegt es die Leute.

Kam Jimi Hendrix auf die Bühne, entstand ein Band zum Publikum,

fast wie nicht von dieser Welt.

Er war nicht nur ein fantastischer Gitarrist,

sondern seine Konzerte kamen fast einer spirituellen Erfahrung gleich.

Vielen Dank. Vielen Dank. Danke.

Die Leute liebten ihn.

Sie liebten, wie er auftrat und sich gab, liebten seine Musik und die Songs.

Was er auch tat, sie mochten es.

Man spürte, er meinte es ehrlich.

Wie er an seine Musik heranging,

ans Songwriting, an die Aufnahmen und alles,

das war für die Leute zu spüren.

Er war einfach ein klasse Spieler.

PAUL MCCARTNEY MUSIKER

Wir alle spielten Gitarre, wir alle verstanden etwas davon,

aber er schien mehr davon zu verstehen als wir.

Nur das Reine besteht, bei Licht betrachtet.

Alles andere nicht.

Wenn etwas wahrhaftig ist, dauert es fort.

Es dauert fort, solange Menschen zuhören.

Musik hat heutzutage eine Menge Einfluss auf viele junge Leute.

Die Politik... Na, ich weiß nicht. Sie wissen, wie sie ist.

Ein Typ... Das Fernsehen übertrug einen Typen aus Mississippi,

einen Farmer, man verstand kaum ein Wort,

nur das eine, "Amerika", und deshalb stimmt er für ihn.

In der Musik gibt es kein Wischiwaschi, nur wahr oder falsch.

Und wenn die Musik so viele Menschen zusammenbringt,

dann hat sie etwas zu bedeuten.

Vor der Zeit von King, Dr. Luther King, gab es viele Veränderungen.

Aber wenn die Begeisterung abklingt oder die Nachwirkung des Wandels,

sagen manche: "Ja, das war super. Mal sehen, was sich jetzt machen lässt."

Dieses und jenes, es ist vieles im Umbruch.

Und jetzt muss der Wandel eine Richtung bekommen

und zu Liebe, Frieden und Harmonie weisen.

Wir versuchen auch zu betonen,

dass Musik draußen stattfinden sollte, in Form eines Festivals.

So, wie es überall sonst gemacht wird.

Viele Kids aus dem "Ghetto" oder wie man es nennen will,

haben nämlich nicht genug Geld,

um zu diesen fernab stattfindenden Festivals zu reisen.

Ich hätte gern, dass alle bei diesen Festivals

zusammenkommen,

Das ist etwas, man glaubt es nicht.

Atlanta war eine von der nationalen Musikszene sehr isolierte Stadt.

Nicht in puncto Talent,

aber in den Beziehungen zur Musikindustrie.

Eine Festivalkultur begann sich zu entwickeln.

Man hatte den Eindruck:

"Wow‚ es gibt viele junge Kids, die diese Musik mögen."

Alex Cooley war der überragende Veranstalter im Südosten.

STEVE RASH, ATLANTA POPFILM-REGISSEUR/PRODUZENT

In Atlanta war er der Ansprechpartner.

In einem Radiosender

ALEX COOLEY VERANSTALTER

war die Rede vom zweiten "Miami Pop Festival",

mit all den Gruppen, die ich sehen wollte und die nie nach Atlanta kamen.

Von da an wusste ich, was ich tun würde.

Miami-POPFESTIVAL IM GULFSTREAM PARK

Als ich nach Atlanta zurückkam,

tat ich mich geschäftlich mit 17 Jungs zusammen.

Mit vereinten Mitteln finanzierten wir das erste "Atlanta-Popfestival".

INTERNATIONALES ATLANTA-POPFESTIVAL

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