The first 200 lines.
Willkommen.
Dr. Atherton, nehme ich an?
- Warten Sie, nicht so schnell. - Wir haben's eilig, Mr Manley.
Lassen Sie all lhre persönlichen Dinge hier. Wir brechen sofort auf.
Das hier ist Miguel Higueras, unser Feldassistent.
Verzeihen Sie die Verspätung. Mich hat in Caracas ein Fieber befallen.
Ich bin noch nicht ganz gesund.
Das tut jetzt nichts zur Sache, Mr Manley.
Ich will Aufnahmen von jedem Exemplar.
Erfassen Sie außerdem die umliegenden Regenwälder und Tepuis.
Die was?
Tepui. Ein Wort, das die Indianer für Berg benutzen.
gewisse gattungen haben dort Millionen von Jahren in Isolation überlebt.
gibt's da Menschen fressende Saurier?
Atherton, Sie haben glück. Wir werden heute auf eine ganz neue gattung treffen.
Ist schon mal einer verschollen gegangen?
Es heißt, dass Kletterer aus der Regenwüste nicht mehr zurückkehren.
Aber keine Angst! Wir Kleintierjäger klettern ja nicht, wir fliegen!
Ist er unser Freund?
Das will ich hoffen. Er führt die Expedition.
Bleiben Sie schön in seiner Nähe.
Das war eine 24-Stunden-Ameise.
Beißen die?
Sie töten, Mr Manley, und das nicht zu knapp!
Das trifft auch auf einige der Frösche zu.
Am besten nicht berühren.
Na toll.
Das ist unser Zielort. Dort landen wir und marschieren dann weiter nach unten.
Das ist eine Senkgrube.
Es ist ein Ort, an dem reißendes Wasser jahrtausendelang
das gestein erodiert hat.
Die grube ist sehr tief, 600 Meter.
ganz unten ist es stockdunkel. Wir brauchen Blitzgeräte.
Stegolepis.
Essbar und nahrhaft. Damit kann man wochenlang überleben.
Darauf kann ich gern verzichten.
Sind Sie Botaniker?
Nein, ich ermittle neue Insekten- und Spinnenarten.
Das ist genau das, was die Welt braucht: noch mehr Ungeziefer!
Worauf haben Sie sich denn spezialisiert, Manley?
Auf Football.
Schlimm genug, dass mir keiner was von giftigen Ameisen gesagt hat,
aber ein 600 Meter tiefer Abgrund?
Auf diesem Weg wird nur die Ausrüstung befördert.
Unser Expeditionsführer wird uns einen anderen Weg nach unten zeigen.
Was ist los mit ihm?
Weiter will er nicht gehen.
Wie bitte?
Einfach unglaublich.
Die Temperatur ist während der letzten 100 Meter um zehn grad gesunken.
Es ist nicht mehr weit.
Es ist gleich da unten.
- Sind Sie in Ordnung? - Ja.
Alles in Ordnung. Ich bin nur...
Was hat er gesagt?
Er sagt, Sie sollen vorsichtig sein. Wir können Sie hier nicht raustragen.
Warten Sie.
Wozu brauchen Sie denn dieses gerät?
Haben Sie schon mal einen Knallfrosch in einen Teich geworfen?
Schon möglich. Wieso?
Was genau passierte?
Alles mögliche Zeugs kam an die Oberfläche.
Sehr richtig.
Alles klar?
Machen Sie sich bereit, meine Herren.
Bereit für was?
Für Fotos, Manley. Für Fotos.
Was ist das?
Es handelt sich um eine neue Schmetterlingsgattung.
Wir könnten sie... Photius manlii nennen.
Wie außergewöhnlich!
Sehen Sie sich nur diese Zeichnung an!
Sitzen Sie hier nicht so untätig rum!
Sind Sie sicher, dass sie tot ist?
Ja, die ist ziemlich tot.
Hier sind noch zwei!
Das ist höchst ungewöhnlich.
Derart viele Spinnen von dieser größe auf so engem Raum!
Sehen Sie sich mal die Form des Unterleibs an!
Wir müssen ein lebendiges Exemplar finden.
- Was tun Sie da? - Sie war lebendig.
Machen Sie sich nicht lächerlich.
Regen Sie sich ab, es ist nur eine Spinne.
Es ist mehr als nur eine Spinne.
Es ist vermutlich eine neue gattung.
Isoliert und unverändert seit Millionen von Jahren.
Und Sie müssen sie natürlich zertreten!
Das gibt's doch nicht! Die müssten längst ausgestorben sein.
ganz schön aggressiv!
Wir nehmen zwei Lebendige mit und konservieren zwei weitere.
Ist das auch wirklich genug?
Das Zeug bringt einen Elefanten zur Strecke.
Millionen von Jahren kommt niemand, und plötzlich kommen wir!
Wie lange dauert es, bis wir wieder im Lager sind?
Was ist los? glauben Sie immer noch, hier gibt's Dinosaurier?
Dieser Ort ist einfach unheimlich.
Unglaublich.
Was?
Diese Spinnen haben keine Fortpflanzungsorgane.
ganz wie bei Arbeiterbienen oder Soldatenameisen.
Also wenn das die Soldaten sind, möchte ich nicht den general sehen!
Wie fühlen Sie sich?
Schrecklich. Dieses Fieber bringt mich um.
Sie sehen nicht sehr gut aus. Machen Sie mal eine Pause.
Es ist das Fieber.
Sorgen Sie dafür, dass wir seinen Film haben, Higueras.
- Haben Sie seine Familie verständigt? - Nur das amerikanische Konsulat.
Sie können den Sarg schließen.
WILLKOMMEN IN CANAIMA
KENDALL BESTATTUNgSINSTITUT EINFACH, PIETÄTVOLL, PREISWERT
Ich wünschte, Sie würden sich nicht dauernd über meinen Fahrstil beklagen.
Sind Sie bereit?
lhre Sticheleien gehen mir auf die Nerven.
Langsam. Warten Sie.
Können Sie mir mal zur Hand gehen?
Wir schaffen den Sarg woanders hin.
Dick, tut mir Leid, dass ich dich in dieser schweren Zeit noch mal stören muss.
Wir haben uns zwar für einen offenen Sarg entschieden,
aber vielleicht sollten wir uns das noch mal überlegen.
Ich weiß nicht genau, wie die das in Südamerika handhaben,
aber deren Konservierungsmethoden unterscheiden sich von unseren gewaltig.
Nein, kommen Sie ruhig vorbei. Ich überlasse die Entscheidung Ihnen.
In dieser schweren Zeit benötige ich lhre Hilfe.
Nein, es gäbe auch die Möglichkeit...
Wir könnten ein Foto auf den Sarg stellen.
Nein, das Foto, das in der Zeitung war.
OK, Kinder, ihr könnt eure Zimmer beziehen!
Ross, wie gut die Luft hier riecht!
Lasst uns einfach...
Bevor wir rausfinden, ob Wertsachen kaputtgegangen sind
oder dass eine Tür nicht richtig schließt,
rufen wir zweimal:
"Wir haben das Richtige getan."
- Für die Kinder. - Für uns. Für uns alle.
- Schluss mit dem Stadtleben. - genau.
Wir verzichten auf Kultur und gute Freunde.
Dad, da drüben liegt ein toter Vogel!
Fass ihn nicht an.
geh rein und sieh nach deiner Schwester.
Ross, die ganze Stadt ist dein!
Du bist der Arzt. Keiner genießt höheres Ansehen als du.
Ansehen ist gut und schön, aber eigentlich will ich, dass sich alle vor mir fürchten.
Vorsichtig.
Bringen Sie den Bodensatz nicht durcheinander.
Das ist Château Margaux. Davon kostet die Flasche 127 Dollar.
Schmeckt sicher nicht schlecht, was?
Bei dem Preis wäre es eine Sünde, ihn zu trinken.
Der kommt ins Untergeschoss.
Ich meine in den Keller.
In den Weinkeller.
Ich muss mir noch ein großes Vorhängeschloss besorgen.
Dad!
- Was ist los? - Hinter den Schachteln ist eine Spinne.
Sie kam auf mich zu, sie war hässlich.
- Und riesengroß! - Ist ja gut, beruhige dich.
Wir leben jetzt auf dem Land.
Komm, lass uns die Spinne suchen.
Besser noch: Wir sagen es Mom. Soll die sich um die Spinne kümmern.
Liebling, wir sind im Wohnzimmer. Du musst eine Spinne umbringen.
In Ordnung. Wo ist sie?
Da drüben, auf der Schachtel.
Spinnen umbringen ist cool!
Eine Spinne im neuen Haus zu töten bringt Unglück.
Das hast du gerade erfunden, stimmt's?
OK, alles in Ordnung.
Das arme Ding.
Sie hat mehr Angst vor uns als wir vor ihr.
Wir bringen sie in die Scheune.
gute Idee, Shell.
Mom, wieso hast du keine Angst vor Ungeziefer, so wie Dad?
Ich hab nicht vor allem Ungeziefer Angst, nur vor...
- gebt Acht auf rostige Nägel. - Beruhig dich mal wieder.
Sollen wir sie hier absetzen?
Bist du sicher, dass du das Stadtleben nicht vermissen wirst?
Nicht, wenn wir die Sterne sehen und die grillen zirpen hören können.
Ich meine deine Arbeit. Das Lob von deinem Boss,
das Weihnachtsgeld, den Büroalltag, die Tasse Kaffee, die Adrenalinschübe,
ein regelmäßiges Einkommen...
Es wird schon alles gut werden.
Wir haben ja mein Übergangsgeld und all deine potenziellen Patienten.
Wann triffst du Dr. Metcalf?
Am Donnerstagmorgen.
Um Punkt zehn Uhr überträgt mir der alte Recke seinen Job.
Warte.
Wir können doch auch noch morgen Früh auspacken.
Ich habe eine Flasche Napoléon im Untergeschoss.
Verzeihung, im Keller.
Ross, ich bin total erschöpft.
Kein Sex in der ersten Nacht im neuen Haus bringt Unglück.
Das hast du gerade erfunden, stimmt's?
Ich habe fantastische Neuigkeiten, zumindest für meine Patienten.
Meiner Frau dürfte das wohl weniger gefallen.
Was steht an, Dr. Metcalf?
Ich werde mit dem Ruhestand noch etwas warten.
Ich weiß nicht, wie lange noch, aber...
Aber?
Ich habe es mir gründlich überlegt und dabei erkannt,
dass einen nicht mehr viel erwartet, wenn man in den Ruhestand geht.
Viele meiner Freunde haben diese Erfahrung gemacht.
Sechs Monate, vielleicht ein Jahr, nachdem sie in Ruhestand gingen.
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