Der Kotzbrocken

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Der Kotzbrocken
A Commentary by lclclc

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Published on: 2021-07-09
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The first 200 lines.

Hallo!

Mama, rot!

Ich bitte dich, ich hab die Dinge immer gewuppt.

Ich komm um halb zwölf.

Quatsch! Entspann dich!

Wenn die Kollegin absagt, ist das ihr Problem. Ja.

Sie hat scheinbar Probleme mit ihrem Terminkalender.

Bluse!

Streit? Nein.

Eine alleinerziehende Mutter bringt ihren Lieblingssohn zur Schule.

Millionenfacher Alltag in Deutschland.

Hast du vergessen.

Danke.

20 Leute? Das ist kein Problem.

Das machen wir immer mit der Ruhe und blitzschnell.

Mama!

Alles roger, Jaques.

Haben Sie ein Taxi bestellt?

Hab eine Bank überfallen, bin auf der Flucht.

Steigen Sie ein!

Kannst du heute auf ihn aufpassen?

Schon wieder? Nein.

10 Euro extra.

Nein. Einmal shoppen?

Tschüs!

Tschüs!

Hallo!

Witzig! Sonst komm ich immer zu spät.

Das kann nicht so lange dauern!

Haben Sie das Buß- geld eingezahlt?

Wovon?

Als Ihr Anwalt geht mich das nichts an.

Wir reden schließlich von 47 unbezahlten Strafmandaten.

Ich hab niemanden umgebracht.

Ich hab momentan andere Probleme.

Sagen Sie das dem Richter.

Das wirkt gut.

Sie entschuldigen, ich habe keinen Parkplatz gefunden.

Ich habe eine Gehbehinderung.

Ist gut, Herr Vorsitzender.

Wir stehen alle mitten im Leben und sehen das tiefenentspannt.

Da hat sich jemand unverfroren auf den Behindertenparkplatz gestellt.

Das ist dreist.

Wem sagen Sie das?

Das war jemand ohne Behindertenkarte.

Der Besitzer der Park- karte ist seit 2 Jahren tot.

Das ist das Letzte.

In welcher Welt leben wir?

Die Leute gucken nicht mehr links und rechts, ziehen ihr Ding durch.

Sie sollten sich rundum schämen.

Frau Brand!

War der Verstorbene Ihr Großvater oder Ihr Onkel?

Mein Opa.

Sozialstunden in einer Pflege- einrichtung für Behinderte! Spinner!

Der hätte Sie wegen Urkunden- fälschung verurteilen können.

Seien Sie froh, dass Sie alleinerziehende Mutter sind.

Wie stellt der sich das vor?

Ich hab keine 300 Stunden. Ich hab zwei Kinder und zwei Jobs.

Ich habe für alles eine halbe Stunde Zeit.

Möchten Sie wieder für 2 Monate ins Gefängnis?

Dann zahlen Sie die 3.000 Euro!

Woher nehmen?

Dass Sie Probleme haben, glaube ich.

Kann man Berufung einlegen? Ja.

Sie können es bestimmt, aber ich nicht.

Sie können mich nicht einfach hier ...

Herr Hesselmann!

Sie scheinen eine sehr energische Person zu sein.

Ja. Und?

Ich mache Ihnen einen Vorschlag.

Melden Sie sich bei "Haus am Park" Dort ist Frau Marold zuständig.

Die kann so was wie Sie gut brauchen.

Ich werde beobachten, wie Sie sich bewähren.

Manchmal muss das Strafrecht mangelnde Erziehung kompensieren.

Wo ist Sofie?

Entschuldigen Sie bitte!

Vor Gericht wurde mein Auto abgeschleppt.

Tisch zwei hat Wein bestellt.

Die Rechnung für Tisch vier.

Ich muss mich noch umziehen. Du siehst gut genug aus.

Ein Restaurant... ist eine Bühne.

Voilà.

Sind Sie Frau Brand? Marold.

Richter Meier hat Sie bereits angekündigt.

Sie haben was auf dem Kasten, wenn er sich persönlich um Sie bemüht.

Er hat mich zu 300 Sozialstunden verknackt.

Und sonst hat er nichts gesagt.

Nö.

Dann sprechen wir in einer Stunde weiter.

Wie meinen Sie das?

Sie können sich umentscheiden.

Ich hab kein Geld, um mich freizukaufen.

Lustig! Bewahren Sie sich Ihren Humor!

Herr Richter Meier hat mir erzählt, dass Sie sich gut mit dem Ausloten

persönlicher Grenzen auskennen.

Das wird hier Ihre Aufgabe.

Georg ist Paraplegiker.

Die unteren Gliedmaßen sich gelähmt.

Was genau soll ich mit dem machen?

Motivieren Sie ihn, an unseren Angeboten teilzunehmen!

Wir ham hier ein Basketball-Team, einen Schachklub ...

Lernen Sie ihn erstmal kennen!

Erstmal haben Sie 1 Stunde und dann erhöhen wir auf 2 Stunden am Tag.

Georg! Besuch für Sie!

Hallo!

Frau Marold!

Entschuldigung!

Nichts anfassen!

Wieder eine, die mit Krüppelbe- spaßung ihr leeres Konto auffüllt.

Ich hab eine super Idee, wir fangen von vorne an.

Hallo Georg, wie geht's?

Ich fang auch noch mal von vorne an: Verpiss dich!

Verrückt geworden?

Das ist albern.

Nichts anfassen!

Und nicht atmen. Hier stinkt es wie im Raubtierkäfig.

Fenster zu!

Sie sind wütend, ich versteh Sie.

Mein Reich, meine Regeln!

Lasst mich endlich in Ruhe!

Sozialspasten!

Rekord!

So kurz war noch keiner drin? Nein, so lang!

Der ist nicht nur querschnittgelähmt.

Der mag Sie! Zweiter Anlauf!

Nein, das ist ein Psychopath.

Was ist los, was machst du hier?

Zu Hause hat keiner aufgemacht.

Laura ist da.

Ist sie nicht.

Sie sollte um 1 zu Hause sein.

Ist sie aber nicht. Ich hab Hunger.

Laura, wo bist du?

Dein Bruder steht bei mir im Supermarkt und kann nicht rein.

Dalli!

Sie kommt jetzt nach Hause und macht dir was zu Essen.

Wer stört?

Margold hier.

Hallo.

Ich informiere jetzt das Gericht, dass Sie nicht mehr kommen.

Ja.

Ich sage Richter Meier, dass Sie die 300 Stunden woanders ableisten.

Oder dass Sie zahlen.

Ich hab keine 3.000 Euro.

Aber woanders gerne. Können Sie mir helfen?

Nein, kann ich nicht. Entschuldigung!

Ich melde mich später noch mal.

Das ist ein Supermarkt und kein Callcenter.

Entschuldigung!

Die barmherzige Schwester mit dem Vorstrafenregister ist wieder da.

Für Sie einfach "Sophie". Danke!

Sozialstunden.

Dafür muss ich wohl herhalten.

Ihr trampelt hier rein und glaubt,

Betten machen und Bettpfanne ausschütten, wäre eine Strafe.

Dabei wandert ihr ebenso assozial wieder raus,

nur verlogener.

Ihr glaubt, 100 Stunden Schöntun

macht euch zum gleichwertigen Mitglied der Gesellschaft.

300. Was?

Bei mir sind's 300.

Ja. Auch noch stolz darauf?

Wenigstens haben Sie Ihr Leben im Griff.

Wieso schickt mich der Richter zu diesem Vollidioten?

Er denkt, dass Sie an seinen Bruder rankommen.

An seinen Bruder?

An seinen heißgeliebten,

absolut indiskutablen Bruder.

Ich will nicht an seinen Bruder rankommen.

Dafür tut er alles.

Wieso lebt dieser Typ hier,

obwohl sein Bruder ihm eine Spezialwohnung finanzieren könnte?

Aus der Reha wurde er entlassen, weil er die Therapie verweigert.

Er ist noch nicht fit für ein selbstbestimmtes Leben.

Sein Bruder meint, er ist besser bei uns aufgehoben.

Wieso soll ich an ihn rankommen, wenn er das selbst nicht schafft?

Eher kommt eine unbekannte Schöne an ihn heran,

als jemand, der ihm einmal zu oft den Marsch geblasen hat.

Wie sein Bruder oder wie ich.

Ich bin Martin.

Hallo,

unbekannter Schöner!

Ich bin Sophie.

Er kriegt nicht oft Besuch?

Ganz wenig. Einmal in der Woche besucht ihn seine Freundin.

Er behandelt sie wie Luft.

Er ist seit Monaten nicht mehr aus seinem Zimmer gekommen.

Außer für die lebensnot- wendigen Therapieeinheiten.

Wie ist der Unfall passiert? Sekundenschlaf.

Wahrscheinlich.

Er ist mit seiner Freundin frontal in einen Baum gekracht.

Weiß er, dass sein Bruder mich schickt? Nein.

Sollte er auch besser nie er- fahren, sonst schießt er Sie ab.

Ciao, bis morgen!

Jaques.

Sophie.

Schnaps?

Schnaps.

Ist was?

Nein, nichts.

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